Wie platziert man sich bei Headhuntern? | Mark Spencer Klimmek
Shownotes
In dieser Solo-Folge spricht Lea mit Mark Spencer Klimmek, Gründer der Executive Search Firm Spencer Klimmek, darüber, wie die Welt der Headhunter wirklich funktioniert und wie man als Führungskraft auf den Radar der Top-Berater kommt.
Mark saß viele Jahre selbst auf der anderen Seite, unter anderem als CEO von Westwing Russland und als Geschäftsführer bei ProSiebenSat.1, bevor er zu Egon Zehnder wechselte und später das Berliner Büro von Russell Reynolds leitete. Er erklärt, wie ein Executive-Search-Prozess wirklich abläuft, warum Sichtbarkeit im richtigen Ökosystem entscheidender ist als die perfekte Eigenbewerbung, und woran er im Gespräch sofort merkt, ob jemand die Rolle wirklich ausfüllen kann.
Eine Folge darüber, wie viel man selbst in der Hand hat, wenn es um die eigene Karriere geht.
Hier findet ihr unsere aktuellen Werbepartner
Aus dieser Folge
- Mehr über Mark bei LinkedIn
- Zu Spencer Klimmek
Weitere Infos:
Fast & Curious bei Instagram
Zum F&C Online-Shop
Zu den F&C Circles Du möchtest in „Fast & Curious“ werben? Dann hier entlang!
Transkript anzeigen
00:00:07: Auf die heutige Folge freue ich mich schon lange, weil ich das Gefühl habe dass Personalberatungen und Headhunter Dinge ermöglichen können.
00:00:15: Und man gleichzeitig so wenig Insight hat in diesem Markt und wie der funktioniert und wie man selber da auch sichtbar ist werden kann und wie man sie eigentlich für sich auch nutzen kann.
00:00:27: Und auch was Sie einem bringen, welche Unternehmen mit Ihnen am besten zusammenarbeiten?
00:00:31: Und all das kann ich heute besprechen mit meinem heutigen Gast Mark Spencer Klimek.
00:00:35: Er ist Gründer der Executive Search-Firm Spencer Klimak.
00:00:38: Er war vorher Konsultant und Berliner Office Lead bei Russell Reynolds Associates, davor bei Egon Zehnder.
00:00:44: Bevor er Headhunter wurde, sah es selbst auf der anderen Seite des Tisches unter anderem als CEO von West Wing Russland Und als Geschäftsführer bei ProSiebenSat.Eins erkennt also beide Perspektiven.
00:00:54: und heute will ich von dem wissen, wie funktioniert die Welt der Handler wirklich?
00:00:58: Wie wird man überhaupt auf dem Radar der Top-Berater sichtbar und was unterscheidet Menschen, die ganz nach oben kommen von allen anderen?
00:01:05: Außerdem möchte ich wissen welche Red Flex gibt es denn wirklich auf dem Lebenslauf?
00:01:10: Ich kenne Mark noch aus meiner Zeit, als ich Amorelli an ProSiebenSat.Eins verkauft habe und da war Mark mein Ansprechpartner!
00:01:16: Es ist schön Dich also wiederzusehen.
00:01:18: Lieber Mark herzlich willkommen bei Fast and Curious.
00:01:21: Danke für die Einladung Lea.
00:01:22: Wie schön dass wir uns wiedersehen.
00:01:24: Und ich starte jetzt gleich mal mit meiner ersten Frage.
00:01:27: ein bisschen provokativ rein Darf ich ja weil wir uns gut kennen.
00:01:31: Als Du mir damals erzählt hast das du jetzt Bei der Personalberatung angeheuert hast Dachte ich als erstes so, ah.
00:01:41: Also ist es nicht Verschwendung deines operativen Talents?
00:01:45: Haben wir doch einen verloren!
00:01:48: Das liebt das Besatz, was findest du?
00:01:51: Nein, ich weiß nicht, dass war mein Talent.
00:01:54: Ja klar, wir haben ja gut miteinander gearbeitet auf jeden Fall vorher.
00:01:57: Aber das ist schon ein starker Karrierewechsel, findest Du
00:01:59: nicht?!
00:02:01: Ja, ich finde es keine Verschwendung.
00:02:02: Ich empfinde es eher wie so eine Hebelung.
00:02:05: also als Geschäftsführer hast du natürlich ein paar wenige personelle Entscheidungen die du immer triffst und sie sind auch wichtig in deinem begrenzten Bereich.
00:02:13: Aber heute habe ich einfach die Chance mit Aufsichtsräten, Mit Vorständen, mit Geschäftsfuhrern, mit Pe-Investoren auf vielen Themen parallel zu arbeiten in ganz wichtigen Situationen und dort ja zu wichtigen Leadership Fragen zu beraten.
00:02:27: Im Moment sehe ich das eigentlich als eine Chance, dass was ich gesehen und was ich gelernt habe ganz viel und ganz häufig in kurzer Zeit anzuwenden.
00:02:35: Naja vor allen Dingen also verstehe ich total, weil sonst hättest du ja den Schritt auch nicht gemacht.
00:02:39: Als du rausgegangen bist war der wirklich so auf deinem Vision-Board?
00:02:43: oder hat sich das so zufällig ergeben durch Gespräche?
00:02:46: Dass du gemerkt hast Mensch weißt was eigentlich wäre das ganz cool Vollzeit zu tun.
00:02:50: Das hat sich total zufältig ergibt.
00:02:52: Also wirklich... In der Tat ist es ja so.
00:02:55: Ich bin sozialisiert im Professional Services, du weißt das.
00:02:58: ich hab in der Strategie Beratung begonnen bei McKinsey.
00:03:01: Ich war im Investment Banking, ich habe Private Equity gearbeitet und ich kannte eigentlich was es heißt in einer Beratungen zu sein.
00:03:07: Ich habe ehrlicherweise damals den frühen Jahren gesagt um Gottes willen!
00:03:10: Ich möchte nie in einem Konzern arbeiten, ich hab damals Klienten angeguckt und dachte wenn ich in deren Rolle wäre ich würde über lange sich traurig werden.
00:03:18: Das ist mir dann irgendwie über die Jahre sozusagen entfallen und plötzlich war ich dann in einer Geschäftsführerrolle in einem.
00:03:25: Das waren recht dynamischer Konzernen und dennoch ist viel Politik.
00:03:30: Da sind viele Interessen, die ausgeglichen werden müssen und sie sind auch nicht konsistent über Zeit.
00:03:35: Und das macht die eigene Aufgabe und das eigene Wirken manchmal auch sehr schwer.
00:03:40: Als ich dort rausgegangen bin, da war es natürlich so... Die Personalberater sind auf mich zugekommen und haben mir weitere ähnliche Rollen gezeigt in DAX und MDAX.
00:03:48: Ich habe mir den Mund fusselig geredet zu erklären Das bin ich nicht.
00:03:53: Das will ich auch nicht sein, das war für mich die beste Rolle meines Lebens.
00:03:57: und irgendwann kam ein Personalberater von Egon Zehnder auf mich zu und sagte Herr Spencer Klimmelck, ich habe da eine Idee.
00:04:06: Sie müssten sagen sie nicht sofort nein sondern hören sie erst einmal zu Sie könnten ja auch Personalberator werden und zu uns kommen.
00:04:14: Ich glaube meine erste Antwort war aber ich bin doch kein HALer.
00:04:18: Und dann erklärte er mir, das sind wir alle nicht.
00:04:20: Wir sind alles ex-Executives.
00:04:22: und ehrlicherweise geht's auch gar nicht so richtig nur um HR-Themen sondern es geht um Allokationsentscheidungen.
00:04:27: Es geht darum Unternehmen voranzubringen indem man die richtige Allokation macht nämlich mit Kapitalem Geld aber auch mit Humankapital.
00:04:36: Denn nur wenn du schaffst Die Projekte die wichtig sind Mit Geld zu versorgen und die richtigen Köpfe draufzusetzen Dann wird aus einer Idee aus einer Strategie eine gute Umsetzung und dann kann ein Unternehmen sich entwickeln.
00:04:47: Und das leutete mir ehrlicherweise an der Stelle auch irgendwie ein.
00:04:51: Und so habe ich mich dann auf die Reise gemacht und mit einem unter dem nächsten, unter dem übernächsten Egon-Zene-Laborator gesprochen insgesamt.
00:04:59: Und was mich da auch irgendwie sozusagen in diesem Prozess fasziniert hat ist sich traf auf sehr reife, sehr spannende Persönlichkeiten, die Politikern und CEOs, die man eigentlich nur aus der Pressekante immer die Hände geschüttelt haben.
00:05:16: Dennoch haben die sich komplett auf mich eingelassen, auf das Gespräch.
00:05:18: Die hatten so eine innere Ruhe und gleichzeitig einen Funkeln in den Augen und so eine Dynamik.
00:05:25: Und dieses Spannungsfeld aus gesetzter Reife und Dynamik hat mich fasziniert.
00:05:32: Ebenfalls schien sie auch wahnsinnig zufrieden mit sich und ihrer Profession.
00:05:36: Ich habe mir dann die Aufförger gemacht ... Mit unklarem Ausgang wollte ich einfach den Prozess deshalb weitermachen weil ich mal ergründen wollte Was macht die Leute da so zufrieden?
00:05:44: Warum sind sie da so happy?
00:05:46: Verstehe ich.
00:05:47: Ich versteh,
00:05:48: warum sind alle so spannend und warum geht's denen so gut und warum machen die ihren Job so gerne weiter?
00:05:54: Weil das stimmt schon jetzt wenn ich mich versuche zurückzuerinnern an die Gespräche, die ich mit Personalberater hatte.
00:06:01: Das sind wirklich... Vor allen Dingen auch, was ich auch so gern mag.
00:06:05: Man redet so gerne mit denen, weil man nicht nur erzählt sondern man kriegt viel Inspiration zurück.
00:06:11: und auch wenn ich hab das gelesen und deh'n und da kennst du den schon der macht das ähnliche und es war fast wie ein Sparing immer für mich.
00:06:17: Total!
00:06:18: Und das kann ich total verstehen.
00:06:19: jetzt bist Du ja als Geschäftsführer in diese Rolle reingegangen findest Du du konntest also natürlich hast Du vorher ja auch Personal Entscheidungen getroffen und das ist sicherlich was ähnliches.
00:06:30: So, was kannst du noch so mitnehmen?
00:06:33: Was dir dann den Job erleichtert hat oder was war vielleicht auch völlig neu in dem Job als was jetzt mal einfach Headhunters?
00:06:40: Ja, ich verstehe die Perspektive.
00:06:43: Ich habe auf beiden Seiten dieses Tisches gesessen als Gesuchter und als Suchender.
00:06:49: Also ich versteh auch die Unsicherheit, die so ein Search-Prozess mitbringt sowohl für den Kandidaten also auch für den Klienten.
00:06:56: Ich glaub, was mir auch hilft ist.
00:06:59: Ich kann mich glaube ich in die Situation des Klienten vor allem gut reinversetzen.
00:07:04: Das sind ja wichtige Entscheidungen.
00:07:05: Wir haben gerade schon gesprochen davon wenn du Projekte wirklich auf die Straße bringen willst.
00:07:10: eine falsche Personalentscheidung kann dich Wochen, Monate, Quartale zurückzusetzen.
00:07:14: Die Organisation verunsichern.
00:07:16: also da ist viel Unsicherheit und dann möchte man sich gerne auf jemanden einlassen der dem anderen mit dem anderen auch auf Augenhöhe sprechen kann.
00:07:26: Und ich glaub, viele Executives wünschen sich das von ihrem Berater.
00:07:29: Dass es eben nicht jemand ist der mit ... ... forty-fünf Grad geneigt im Schreck nach oben, geneigt dem Kopfwinkel irgendwie ein Rollenprofil sich ins Buch diktieren lässt und er dann voraus einem Gehorsam rausgeht... ...und Link denn durchklappert.
00:07:41: Sie wies rüber schickt und sagt Problem solved!
00:07:44: Sondern die suchen ja jemandem, der einfach zu hört.
00:07:48: Der Fragen stellt.
00:07:49: Der versucht Wertreiber auch zu verstehen.
00:07:53: vielleicht auch die unbequeme Wahrheit zu dem Candidate Pool oder zur Machbarkeit eines Projektes mal sozusagen artikuliert.
00:08:00: Also ich glaube, das ist etwas was sich sicherlich in meiner Rolle als Geschäftsführer mitbringe und dass ich mich traue einfach auf Augenhöhe mitzureden.
00:08:09: Und es erlaubt mir aber auch, dass ich ins Vertrauen gezogen werde von meinen Klienten der Exekte.
00:08:13: Nicht selten ist es so, dass bei mir abendsmal das Telefon klingelt und mich dann irgendein Vorstand- oder Aufsichtsrat anruft zu einem Thema, was überhaupt nichts mit Personalentscheidung zu tun hat.
00:08:22: Sondern er möchte einfach mal meine Meinung wissen, sowas andere.
00:08:26: Und das sind schöne Momente weil du merkst dass du Begleiter wirst auf vielen Fragen, Personal ist das, worauf wir bezahlt werden aber du tatsächlich auch Impact haben kannst in Organisationen insgesamt.
00:08:39: Aber klar ich musste wahnsinnig viel lernen und ich lerne auch immer noch und mit jedem Gespräch wieder und ich finde es ist auch eine der richtig richtig schönen Sachen an dieser Rolle.
00:08:49: kommst halt, jeden Tag hast du die Chance mit unfassbar spannenden Menschen dich zu unterhalten.
00:08:55: Du darfst ihnen Fragen stellen und bist auch noch dafür bezahlt, dass du sozusagen die Person hinter dem Executive ergründest, deren Erfahrungen, deren Kompetenzen, deren Führungsstil, deren Fehler, deren Umgang mit Fehler... Und ich glaube es gibt keine Rolle in der ich mehr gelernt habe über mich selber als in den letzten ja fast zehn Jahren im Executive Site!
00:09:17: Das ist wirklich eine richtig coole Aussage, das wäre etwas was mich total oder das ist glaube ich der Hauptgrund warum ich die Rollen mache, die ich mache.
00:09:24: Weil ich jedes Mal das Gefühl habe ich lernen hier so viel also jetzt irgendwie Epic Sports zu gründen im Sportumfeld wo ich gar nicht herkomme da ich lerne einfach den ganzen Tag lang und dass es irgendwie das schönste was es gibt.
00:09:35: Jetzt hast du ja wirklich diesen Wechsel ein bisschen Vom Geschäftsheft zum Personalberatung noch mal auf die Spitze getrieben, kann man sagen.
00:09:43: Du hast bei Egon Zehnder angefangen das ist ja schon so die Nummer eins Personal Beratungen, die man so kennt und die einfach auch einen Riesennamen hat ein riesen Reichweite-Riesennetzwerk.
00:09:55: So dann hast du für Russell Reynolds das Berliner Büro geleitet.
00:09:59: also muss man sagen das lief ja anscheinend sehr gut für dich.
00:10:02: Und jetzt hast du dir gedacht, bei dem Namen muss ich meine eigene Personalberatung gründen.
00:10:09: Weil Spencer Clemeng ... Der Name hat's verdient!
00:10:14: Der Name hatte es verdient
00:10:15: mit ihm.
00:10:17: Nein aber wie kommt das jetzt dazu?
00:10:20: Es ist ehrlicherweise die logische Fortsetzung.
00:10:22: Ich habe ja früher auch schon in meiner Vita auf bestehenden Plattformen neue Dinge gebaut und gegründet, ob das jetzt irgendwie ein Büro war für den Investmentbank.
00:10:32: Ob das ein Land war für einen Onlineversender?
00:10:36: Also diese Idee auf einer existieren Plattform was Neues hinzustellen hat mich schon immer angestachelt und das war auch der Grund meines Wechsels von Egon Zehnder zu Russell Reynolds an das Berliner Büro zu eröffnen zu bauen und zu leiten.
00:10:51: aber tatsächlich führst du in eine Unternehmensberatung.
00:10:54: faktisch Ja, ein kleines Team an Beratern-Researchern die auch zu dir gehören.
00:10:59: Du besetzt eine Marktnische du besetzt ein bestimmtes Thema.
00:11:03: Du bist schon so'n bisschen was wie ein Unternehmen im Unternehmen unabhängig davon ob du im Büro leitest oder nicht aber eben nicht mit deinem Namen über der Tür.
00:11:12: und perspektivisch wollte ich aber dass das meiner ist.
00:11:15: Und tatsächlich ist aber auch noch ein anderer Punkt dahinter.
00:11:20: Ich glaube, dass kleinere Boutiken mit deutlich mehr Fokus auch mehr Geschwindigkeit und mehr Qualität liefern.
00:11:25: Große Häuser machen tollen Job und die werden auch immer in Zukunft gebraucht werden gerade bei den komplexen internationalen Besetzungen.
00:11:33: Stell dir vor, es bedarf eines Aufsichtsratsvorsitzenden für einen großen im DAX befindlichen Softwarehersteller.
00:11:41: Da will man von Kanada bis China, von Südafrika bis Norwegen den Markt abgraben.
00:11:48: Und da hilft es, dass du dann sechshundert, siebenhundert Berater hast mit sehr vertrauten und auch existierenden Kontakten zu den relevanten Entscheidern.
00:11:57: Aber die großen Häuser haben einfach eine langsame Infrastruktur.
00:12:02: Die haben ein recht teures Setup mit Bürosin in prästisch trächtigen Lagen.
00:12:07: Die haben große Research-Teams, viel Overhead und damit dann auch langsam Entscheidungswege häufig.
00:12:12: Und viele Berater müssen halt viele Projekte parallel stemmen, damit das sich irgendwie auch finanziell rechnet.
00:12:21: Langfristig geht das immer auf die Geschwindigkeit beim Klienten oder auf die Qualität.
00:12:26: Ich wollte so ein bisschen beides haben!
00:12:27: Ich wollte das beste Netzwerk mitbringen, plus das Handwerkszeug, dass ich bei den Großen gelernt habe.
00:12:33: Mit deutlich mehr Geschwindigkeiten... die ich einfach nur ohne fünf interne Freigabeprozesse eben habe.
00:12:39: Und wirst du dich als Boutique fokussieren?
00:12:41: oder sagst du ne, eigentlich Executive Search across the bank mache ich alles?
00:12:48: Ne, ich glaube du musst dich und das ist auch ein Trend Du musst dich stark fokusieren auf eine Nische, auf eine Proposition Auf einen Kandidatenpool.
00:12:57: Nur den kannst du dann auch als kleinere Boutik glaubhaft in der Breite und in der Tiefe vertreten und managen.
00:13:04: Für mich ist es so, ich bin im europäischen Tech Sektor zu Hause.
00:13:08: Also alles zwischen digitales Software IT Services in Growth Stages.
00:13:13: da habe ich viele CEO und CFO Besetzung gemacht.
00:13:16: CFO ist tatsächlich witzigerweise mein funktionaler Steckenpferd.
00:13:20: Da hab' ich ganz viel im Private Equity-Backdumfeld gemacht.
00:13:22: Da kenne ich glaube ich sozusagen paneuropäisch so ziemlich jeden und jeder kennt mich.
00:13:28: Du siehst das ja auch in anderen Branchenlehrer, zum Beispiel bei Anwälten.
00:13:32: Wenn ich ein Arbeitsrechtsthema habe nie zu einer Großanwaltskanzlei mehr gehen, sondern ich würde immer nach der Boutique suchen wo sich einen Partner einer Großanswaltskanstlei selbstständig gemacht hat mit einem jungen frischen klientenfokussierten Team.
00:13:45: und das ist so ein bisschen die gleiche Herangehensweise, die gleichere Proposition für mich.
00:13:50: Ja, richtig cool.
00:13:51: Bin ich ja sehr gespannt zu hören und ich hoffe dass ich da nochmal den ein oder anderen Typ besitzen muss und dann dich mal anrufen kann um wieder zu sprechen können.
00:13:59: Vielleicht jetzt einmal rein in das Thema Headhunter eher weil das Personalberatung Headhunder von außen ist es wirklich so einen Schloss mit sieben Siegeln für viele Menschen auch Menschen die weit oben im Konzern sind.
00:14:13: also es ist sozusagen glaube immer noch so sagen, umwoben und man weiß nicht genau was da genau passiert.
00:14:21: Und wie man genau reinkommt?
00:14:22: Wie wird er eigentlich ausgewählt?
00:14:24: Wie kriegt man Chancen?
00:14:24: Wie bekommt man keine?
00:14:26: Haben die einfach eine Datenbank von allen Menschen, die es gibt in Deutschland?
00:14:28: Das ist wirklich ein großes großes Feld!
00:14:32: Was ich mir aber am häufigsten anhören darf zu hettern und auch viel mit Personalberatern gearbeitet.
00:14:40: Jedes Mal wenn man dann sagt hey wir arbeiten jetzt mit ARR, dann sagen irgendwelche Leute aus dem Team Also ganz ehrlich, was helfen die uns jetzt wirklich?
00:14:47: Die treffen sich doch den Faktor den ganzen Tag nur mit Menschen und gehen Kaffee trinken.
00:14:52: So ist glaube
00:14:52: ich... Kaffeetrinken, Frühstück- und Golfspielen!
00:14:54: Genau, die Klischeevorstellung!
00:14:57: von Personalberatern und Hättern.
00:15:00: Jetzt siehst du nicht so aus, als hättest du so krass viel zugenommen, dass du also nur noch Frühstücken, Kaffee trinken, Dinner machen usw.
00:15:07: saßt, sondern du siehst so aus wie ich dich auch noch kenne.
00:15:09: Das heißt da muss ja mehr dahinter sein!
00:15:11: Also was ist der klassische Personal-Beraterjob?
00:15:13: Und wieviel davon ist Leute treffen und wieviele davon sind eigentlich ganz andere Sachen die man von außen vielleicht nicht sieht?
00:15:20: Ja das ist deutlich kleinteiliger hektischer aber auch Erfüllend, weil man so keinen Tag wie ein anderer.
00:15:29: also ich würde sagen zwei Drittel der Zeit bist du im Büro.
00:15:33: Ein dritter Zeit bist auf Reisen, weil du Klienten triffst und Kandidaten triffest vielleicht auch mal zu einer Konferenz gehst die wichtig ist um die relevanten executives kennenzulernen.
00:15:41: Du hast typischerweise in den großen Beratungen Vielleicht sowas wie acht, zehn aktive Mandate häufig zu ganz unterschiedlichen Themen.
00:15:49: mal ist es eine Aufsichtsratsbesetzung.
00:15:51: Daran ist der VP Strategy für ein Energieunternehmen.
00:15:53: dann hast du wiederum den CFO für einen Private Equity Back Business.
00:15:57: also unterschiedliche Themen, unterschiedliche Branchen und unterschiedliche Funktionen.
00:16:01: Du arbeitest in wechselnden Team an Researchern mit anderen Beratern zusammen Und das erfordert schon alleine auf all diesen Projekten wahnsinnig viel interne Abstimmung und Kalibriero.
00:16:10: Also ich würde sagen auch ein Drittel deiner Zeit im Büro verbringst du gar nicht mit den Kandidaten da draußen beim Kaffee trinken, sondern du guckst dir ganz viele Profile an.
00:16:20: Du tauschst dich aus warum Leute passen und auch nicht passen.
00:16:23: für jedes mandat hast du wenn es gut läuft zehn bis dreißig kandidaten die du wirklich qualifizierst und nacha nach ansprichst.
00:16:32: Wenn's mal nicht gut läuft können das auch schnell hundertfünfzig zweihundert werden.
00:16:35: dass ein ganz fürchterliche suchen wenn das der fall ist das ist keine best practice.
00:16:39: aber stell dir mal vor wie viel gespräche du insgesamt führst bei acht bis zehn laufenden Mandaten, auf jedem vielleicht fünfzig Kandidaten.
00:16:47: Da hast du dann einfach einen Tag typischerweise zehn bis fünfzehn inhaltlich auch reiche Gespräche ganz häufig back-to-back, dreißig Minuten am Telefon oder per Zoom ständig wechselnde Besetzungsthemen.
00:16:59: Du weißt ganz häufig am Abend gar nicht so richtig mehr mit wem hast du eigentlich am Vormittag gesprochen?
00:17:04: Es sei denn, du machst dir sehr gute Notizen und hast einen klaren Rhythmus wie du das sozusagen für dich abspeicherst ja, prägnant erfasst und vor allem auch vor dem nächsten Gespräch wieder sehr schnell wieder aufnehmen kannst um dich zurück zu versetzen in die Rolle.
00:17:19: In diesen Gesprächen sind meistens per Telefon oder bei Video nach Covid finden auch ganz wenige Gespräche nur noch an den Büroräumen statt.
00:17:28: Bei Endverhandlungen vielleicht nochmal bei wichtigen großen Besetzungen aber sonst nicht.
00:17:33: Und ich glaube die große Kunst ist es dass du dich halt wieder voll und ganz auf jedes Gespräch einlässt.
00:17:40: für den Kandidaten ist es womöglich halt der wichtigste Call.
00:17:43: Der gesamten Woche, des gesamten Monats für den geht's um eine Lebensentscheidung.
00:17:47: vielleicht müssen sie umziehen mit Familie und mit Kindern und die Kinder nur einschulen.
00:17:52: Und für dich als Berater ist das halt eines von fünfzehn Gesprächen am Fließband und das darf der Kandidat auf keinen Fall schwören.
00:17:59: Deshalb darfst du dich auch nicht ablenken lassen von Parallien-E-Mails, WhatsApps Anrufe, die dazwischen reinkommen sondern dich komplett einlassen.
00:18:07: Das glaub ich so dass einem.
00:18:09: Dann triffst Du natürlich Kandidaten, die im Prozess weiterkommen zu Interviews.
00:18:13: Da gilt es wahnsinnig viel auch im Anschluss zu verschriftlichen.
00:18:17: Also warum passt dieser Kandidat denn genau für die Rolle?
00:18:20: Was bringt er an Erfahrungen und an Kompetenzen mit?
00:18:23: Und woran hast du das konkret festgemacht?
00:18:26: Das bringt ja dann auch nicht mit oder nur in unzureichendem Umfang?
00:18:29: oder wie ist der kulturelle Fit?
00:18:31: und welcher Hinweise gibt da vielleicht die Psychometrie?
00:18:34: was sagen Referenzgeber?
00:18:36: Wie sind Chancen und Risiken der Besetzung?
00:18:38: Wie kann man diese Risiken mitigieren?
00:18:40: Jeder Klient will ja wöchentlich manchmal auch nur vierzehntägig wissen, wie sich so ein Projekt entwickelt und dann musst du auch eine Dokumentation dieses Projekt fortschritts geben.
00:18:48: Und häufig auch einer vergleichende Darstellung der bisher evaluierten Kandidaten.
00:18:53: also merkst das ist weniger glamourös als morgens mittags abends essen gehen golf spielen dass es viel prozessmanagement das ist viel termine viel abstimmung mit kandidaten klienten und das ist aber auch viel sich ganz aktiv einlassen auf jedes einzelne Gespräch, bewusst zu hören die richtigen Fragen in der Kürze der Zeit zu stellen damit du dann auch ein sinnvolles Bild einem Klienten wieder reflektieren kannst.
00:19:20: Und jetzt will ich mal einmal die Frage stellen bevor wir weitermachen die wirklich so viele umtreibt und so viel im Kopf haben sodass die Zuhörer erinnern sie einmal abhaken können und sagen endlich kommt jetzt die Antwort weswegen ich hier eingeschaltet habe Und das ist die Frage, wie komme ich eigentlich auf den Radar für die richtigen Stellen bei den Personalberatern oder Headhunter?
00:19:44: Weil das ist auch ein Buch mit sieben Siegeln und es kann so viel ermöglichen.
00:19:48: Das habe ich selber auch schon erlebt in meinem Leben.
00:19:51: Und gleichzeitig war ich jetzt in der Position, dass ich das nicht machen musste – auch noch nie gemacht habe!
00:19:58: Ich weiß also selber, kann ich nichts dazu sagen, wie das eigentlich
00:20:02: passiert?!
00:20:03: weil sozusagen glücklicherweise die Personalberater und Hetter da irgendwie auf mich zugekommen sind für bestimmte Rollen.
00:20:09: Aber jetzt geht's ja nicht jedem so, das war bei mir sicherlich auch durch ... Die erhöhte Presse, die ich bekommen hab durch die verschiedenen Rollen gerade natürlich Gründung am Roli, die Ich da erfahren habe.
00:20:21: Dadurch hat mich mehr Leute auf dem Schirm als jetzt die normale Abteilungsleiterin im Großkonzern, die vielleicht aber auch einen wundervollen Job macht.
00:20:30: Was ist denn eigentlich mein nächster Weg?
00:20:31: Ja.
00:20:32: Also, wie macht man's und bewertest du es eigentlich wenn sich Menschen einfach kalt bei dir melden?
00:20:40: das würde ich auch gern wissen.
00:20:42: also weißt du braucht man die warme intro Oder darf man sich auch selber einfach kalt melden oder ist man dann de facto gleich schon raus mit der Meldung?
00:20:51: Ja, das sind die Fragen.
00:20:52: Also erzähl uns einmal aus dem Nähkästchen wie funktioniert das?
00:20:56: Wie kommt man auf den Radar von Headhuntern wenn man seine Karriere entwickeln möchte?
00:21:01: Tatsächlich Alibend ist eine super Frage und viele stellen sie sich glaube ich nicht so systematisch wie du sie gerade stellst.
00:21:09: Ich glaub' auf Top-Ebene ist wirklich sozusagen diese Eigenbewerbung eher die Ausnahme als die Regel.
00:21:15: Man wird typischerweise über Dritte sichtbar, bevor man überhaupt gesucht wird.
00:21:20: Also man wird entweder empfohlen aus dem Markt oder man hört das zwei drei andere Menschen übereinen reden.
00:21:27: Das ist dann immer der Moment wo dann einer von uns Personalberatern auch zum Hörer greift und die Person auch ganz ohne konkretes Mandat erst mal kennenlernen möchte.
00:21:36: Dann geht es darum überhaupt mal die Person aufzunehmen in den Datenbanken zu verstehen.
00:21:40: was könnte denn in Zukunft passen?
00:21:44: Man mit sichtbar, man kommt auf den Radar.
00:21:46: Weil man plötzlich in einer Organisation in erhebliche Verantwortung gewachsen ist oder weil man halt eine sichtbare Präsenz hat im Ökosystem über Panels, über Boards, über PE-Portfoliokreise.
00:21:58: Dann ist es aber auch tatsächlich für Headhunter wie uns sehr viel einfacher jemanden zu referenzieren.
00:22:03: du wirst referenzierbar in diesem Moment.
00:22:05: Das ist dir ja auch so gegangen.
00:22:06: Du hast glaube ich wenn ich's richtig weiß leer eine Publikation gemacht und ich hatte einen ehemalige Kollege von Egon Zehnder für ne Beiratsrolle im Private Equity angesprochen.
00:22:16: Der hat dich über... Ja,
00:22:17: aber er hat gar nicht!
00:22:18: Er hat mich angesprochen um über diese Publikationszusprechen also wirklich um über sozusagen was heißt Leadership in der heutigen Zeit?
00:22:26: Und ohne Mistmarkt wir haben dann ich glaube weil wir uns so verquatscht haben und so phänomenal verstanden haben zweieinhalb Stunden oder sowas miteinander gesprochen.
00:22:35: Die Zeit ist irgendwie verrandt, ich hab Meeting verpasst und dann hat ... Und wir hatten überhaupt kein Outcome!
00:22:42: Also ich wollte auch gar nichts machen und wir haben uns einfach nur kennengelernt.
00:22:45: und dann hatte er mich vier Monate später angerufen und hat gesagt Lea, ich weiß das du gar nicht suchst.
00:22:50: aber wenn du suchen würdest habe ich glaube die einzige Sache die du annehmen würdest.
00:22:54: Das war dann Industrial Advisor bei KKM
00:22:57: Genau.
00:22:58: Und das ist ein ganz typischer Fall, wie du sichtbar wirst.
00:23:00: Plötzlich kommst du auf den
00:23:01: Rad... Was ja interessant ist.
00:23:02: bei dem Fall hätte ich überhaupt nicht ... Ich habe es gar nicht verstanden, dass ich da gerade, weißt Du, sichtba wurde?
00:23:08: Also mir ist das überhaupt nicht aufgegangen.
00:23:11: Ah!
00:23:11: Das ist jetzt grade der Moment wo ich jetzt mit irgendwie eine Verbindung und Beziehung aufbauere.
00:23:17: Das war so quasi natürlich, dass ich es noch nicht mal richtig gemerkt habe.
00:23:25: Aber das zeigt, weil wir reden ja viel über Sichtbarkeit gerade bei Frauen auch und das zeigt mal, dass ist doch nicht irrelevant ist, auch wie du nach außen aber natürlich auch nach innen im Konzern klar da wirst du auch sichtbar, aber dass du einfach sichtbaar wirst mit deinen Themen.
00:23:40: So bist du mit deinem
00:23:41: Themen und deiner Folgen genau!
00:23:44: Und natürlich gibt es auch Research-Teams im Hintergrund die machen Marktkartierungen, Mappings, die füttern die Datenbank.
00:23:51: Die gucken sich... Wir fragen mit jeder Suche nach Referals.
00:23:55: Es gibt Tools wie LinkedIn wo wir uns den Canada Pool natürlich auch angucken.
00:24:00: Also Research hilft dann natürlich auch?
00:24:02: Ja das hatte ich zum Beispiel bei meiner Konrad-Electronics Beiratsrolle, die ich ja mit twenty fünf bekommen habe.
00:24:09: Das war auch über eine sehr bekannte Personalberatung und das kam über LinkedIn.
00:24:13: Also,
00:24:14: wirklich
00:24:15: kalt überlegt in.
00:24:16: Wir würden gerne mit dir sprechen.
00:24:18: Das passiert ehrlicherweise wenig für Top-Besetzungen sicherlich einfach um ein Gefühl vom Candlepool zu bekommen auch mal zu überlegen wen kann man sourcen vielleicht für die erste Kontaktansprache manchmal auch gar nicht für eine besondere Rolle weniger jetzt für die großen Executive Search Besetzungen zumindest nicht bei den Großen.
00:24:36: Aber na klar, du kannst auch einen Headhunter.
00:24:38: Du kannst einen Executive Search-Konzalten selber ansprechen und mitteilen dass du offen bist und für ein Wechsel bereit wärst oder neue Opportunitäten suchst.
00:24:47: Und findest du wirklich oder würdest du das abwerten?
00:24:50: Also wenn sich jetzt Menschen bei dir bewerben würden und die würden sagen, weißt du was?
00:24:53: ich bin CFO meinetwegen.
00:24:55: Ich bin im Tech-Bereich, ich bin da vielleicht auch in irgendwie deutschen Mittelstand oder Konzern oder so wo halt Personalberater dann auch wirklich Sinn machen viele Startup Science ja auch noch nicht, die man selber irgendwie LinkedIn Outreach oder so.
00:25:09: So und die wünschen sich jetzt selber bei dir melden, sagen hey Marc habt den Podcast gehört meinetwas.
00:25:14: Und ich hab genau die Rolle worauf du dich fokussieren würdest.
00:25:18: Würdest du das abwerten oder wie würdest du es erst mal sehen?
00:25:21: Ich finde das
00:25:21: grundsätzlich interessant, es heißt jetzt nicht aber unbedingt dass ich in genau diesem Moment eine passende Suche habe.
00:25:29: Der Moment an dem ich's nicht hilfreich finde ist wenn die gleiche Person sechs Leute in einer gleichen Organisation ansteuert ungeachtet ihrer vielleicht auch auf der Webseite klaren Fokusierung und mich dann jemand irgendwie ansprucht weil er eine Chemicalsrolle in Kanada sucht und ich in unserer Datenbahn erkennen kann, dass er gleichzeitig acht andere Executive Search Consultants mehr oder weniger zeitgleich angerufen hat.
00:25:54: Und die Person sich dann auch... Das bewertest
00:25:56: du dann schon!
00:25:57: Ja, sich wöchentlich meldet und fragt ob ich den nicht jetzt was für sie hätte.
00:26:01: Das ist dann tatsächlich.
00:26:02: das wirkt dann eher needy und zeigt auch wenig sozusagen Überlegtheit wie vielleicht auch unsere Branche arbeitet und funktionieren könnte.
00:26:10: Ich finde aber auch... Vielleicht ist das nochmal eine Sache leer?
00:26:14: Ich mag es gerne, wenn ich mit Leuten dauerhaft oder häufiger Kontakt habe und ich bin dann auch gerne hilfreich.
00:26:23: Mit Leuten die ich über einen längeren Zeitraum betreut habe und die auch in dieser Zeit großzügig mit ihrem eigenen Netzwerk waren um mit denen man einfach einen konstanten Dialog hatte.
00:26:33: Es ist immer doof, wenn Leute einen anrufen, wenn sie was brauchen.
00:26:36: Ich finde es viel besser, wenn Menschen einen konstanten Dialog mit mir führen speziell, wenn Sie in meiner Nische sind Dann können sie spannende Tippgeber sein, dann können Sie Referenz-Geber sein.
00:26:45: Dann können wir uns austauschen über Trends in der Industrie Wir können uns auf einen Kaffee treffen wenn er in einer Stadt sind und ich habe dann so viel mehr Beobachtungspunkte die es mir auch helfen die Person auf dem Radar zu behalten Wenn die richtige Rolle kommt.
00:26:58: Und sag mal was mich auch noch total interessieren würde weil du ja so viele Menschen siehst Ja und so viele Karrierewege jetzt schon auch vorher schon begleitet hast.
00:27:06: So Was zeichnet menschen aus dies wirklich?
00:27:10: weit nach oben schaffen.
00:27:13: Und auf der anderen Seite, was sind bei dir so Red Flags wo du sagst ach da knirscht es?
00:27:22: Naja ich würde sagen also was zeichnet Leute aus die's wirklich ganz noch oben geschafft haben?
00:27:28: Grundsätzlich hatten sie eigentlich immer ein Ziel Leute die ins Leben starten Ohne diese Neugier ohne diese konkrete Vorstellungskraft wohin Sie eigentlich gerne mit ihrem leben wollen An diesen inneren Drangen nicht verspüren, die werden wahrscheinlich da auch nicht ankommen.
00:27:42: Also es hat was mit Zielsetzung und es hat etwas mit Fokus und Priorisierung häufig zu tun... Und es
00:27:47: hat wirklich was mit diesem Inneren Drang zu tun.
00:27:50: Ich kann das so nachfühlen weil ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ... Kann ich dir genau sagen?
00:27:56: Da gibt's Menschen, die haben den einfach nicht!
00:27:59: Das ist aber auch für die voll okay.
00:28:01: Also, die sind voll gut da wo sie sind... Aber ich habe früher mal gedacht wieso will nicht jeder das machen was ich mache?
00:28:07: Ich hab's überhaupt nicht verstanden weil ich so dachte es ist doch coolste was man überhaupt machen kann!
00:28:11: Weil ich aber diesen inneren Drang auch schon immer in mir hatte, dass ich irgendwie weiter wollte und gucken wollte.
00:28:16: Was denn die nächste Reihe macht?
00:28:18: Und was die dann machen?
00:28:18: Und könnte ich nicht das auch noch machen?
00:28:20: Manche haben es einfach so nicht!
00:28:22: Die sind völlig okay damit.
00:28:23: Da bin ich voll bei dir.
00:28:24: Dieses überhaupt zu wollen, dass du so krass Karriere machst und in so eine Verantwortung gehst und natürlich auch die negativen Kosten dafür trägst...
00:28:31: ...die negatifen Kosten.
00:28:32: Das sind nämlich mit Entbehrungen verbunden.
00:28:34: Es ist nicht mehr so einfach Beruf, Karrierei, Familie, Sport, Gesundheit, Freundschaften, soziales Umfeld.
00:28:40: irgendwie unter einen Hut zu bekommen.
00:28:42: Ich glaub, wenn man auf Instagram guckt, dann denkt jeder Work-Life Sleep Balance ist total umsetzbar.
00:28:49: Aber die ehrliche Antwort ist wer ganz nach oben will, der muss bereit sein, Dinge aufzugeben und er wird nicht alles mehr sozusagen vereinen können.
00:28:57: Ich glaube eine andere Sache, die du bei fast allen Menschen siehst, die ganz nach unten gekommen sind, finde ich es Learning Agility also ... einfach die Neugier, neue Dinge lernen zu wollen.
00:29:09: Die auch sehr schnell erfassen und anwenden zu können.
00:29:12: Ich mag es.
00:29:13: Und ich glaube das ist auch etwas was du bei vielen Leuten ganz in der Spitze siehst des viel Selbstkenntnis also die wissen schon sehr genau wer sie sind und wer sie dann auch nicht sind Was Sie können und was Sie dann auch Nicht gut können und sind bereit das einzugestehen.
00:29:26: Das hat auch viel mit Dann eben Urteilsvermögen In Unsicherheit zu tun Also eine Lage zu sein zu trennen von dem, was wir wissen.
00:29:34: Was wir nicht wissen, Entscheidungen dennoch zutreffen und sich nicht zu schade zu sein Fehler einzugestehen und das Rad wieder umzulenken und umzureißen.
00:29:42: Ich glaube in diesen Zeiten auch gerade jetzt wo der Markt halt so dynamisch ist brauchst du halt wahnsinnig viel Anpassungsfähigkeit Resilienz.
00:29:49: wer da sehr schnell entmutigt ist Von Rückschlägen Wer Schwierigkeiten hat im Umgang mit Fehlern oder mit Kritik Der wird es meistens nicht bis ganz nach oben schaffen.
00:30:01: Jetzt ist aber auch, und ich finde das war was wir gerade besprochen hatten.
00:30:05: Tatsächlich hat es auch viel mit einem Netzwerk zu tun.
00:30:07: also wenn du's bis ganz nach oben schaffen möchtest dann musst du schon auch irgendwie die richtigen Leute kennen treffen darüber irgendwie Sichtbarkeit und Sponsorship entwickeln.
00:30:16: in deiner Karriere Darüber sprachen wir grade.
00:30:20: da gehört ein bisschen an politischem geschick dazu.
00:30:22: Es gibt ja wahnsinnig viele hoch kompetente Menschen die scheitern eher am Widerstand der Kollegen als an der Sache selbst.
00:30:30: Also wer oben ankommen will muss, hat früh gelernt dass Organisationen aus Menschen und deren Interessen bestehen und das man die ausgleichen muss.
00:30:39: Und am Ende ist da auch let's face it eine kleine Portion Glück dabei wobei ich immer finde es klingt zu zufällig weißt du?
00:30:49: Ich
00:30:50: beschreibe das viel mehr wenn Opportunity meets Preparation.
00:30:55: In jeder Minute des Tages, an jedem Tag fliegen ganz viele Chancen und Opportunitäten an uns vorbei.
00:31:01: Wir sind nicht in meiner Lage, die als solche zu erkennen ... Aber wenn wir vorbereitet sind, können wir sie ergreifen.
00:31:08: Das ist auch etwas.
00:31:09: Diese Portion Glück hat viel mit.
00:31:12: Gehe ich Chancenen nach?
00:31:14: Und erkenne ich die auch als solche?
00:31:15: Ja.
00:31:17: Voll!
00:31:18: Was sind bei dir so ... Finde ich erst mal total schön diese verschiedenen Punkte.
00:31:23: Ja, kann ich auch total mitgehen.
00:31:26: Weil du musst dem Glück quasi auf die Sprünge helfen.
00:31:29: Total!
00:31:29: Das kommt nicht einfach so, sondern ... Du musst irgendwie vorbereitet sein, wenn's dann kommt und delivern können.
00:31:34: Und du musst schauen, dass du mehr Glück hast, indem du zu dem einen Zweck treffend gehst, wo du nicht hinwolltest und den noch angerufen hast oder dich da irgendwo am Riemen gerissen hast gesagt, ach komm, das versuch ich jetzt.
00:31:46: Oder ich poste da was oder mach da was.
00:31:48: Ich initiier hier was.
00:31:49: Total.
00:31:50: Generell einfach so mehr geben als nehmen ist schon mal, finde ich ein unglaublich fruchtbarer Boden das es glücklich finden kann.
00:31:58: Total gut gesagt!
00:32:01: Das ist schon mal die Basis.
00:32:03: und jetzt mal vielleicht zu den Red Flags, wo du so denkst, da gucke ich mir einen Lebenslauf nochmal an.
00:32:09: Da mache ich noch einmal ein Referenzcheck doppelt und so.
00:32:11: ja also jetzt vielleicht aus meinem eigenen Erleben.
00:32:14: gerade wir hatten eine Oper eingestellt und die hatte schon ganz viele Sachen gemacht aber alle nicht so lang.
00:32:24: Und ich fand sie aber super, und ich hab mir eigentlich ein Supergefühl für Operas.
00:32:28: Und lag da bisher immer so richtig ... Ich glaub wir hatten acht Operas schon oder so.
00:32:32: Also ich wär eine Supererfahrung
00:32:34: usw.,
00:32:35: und ich habe gesagt ach du das passt schon.
00:32:37: usw.
00:32:38: Und mein Mann meinte wenn ich eine Angst hab bei der dann dass die es halt nicht durchzieht.
00:32:42: Dass sie einfach früher aufhört wieder ne?
00:32:44: Was ist passiert?
00:32:46: Ein Jahresvertrag nach einem halben Jahr!
00:32:50: sagte sie uns, dass sie jetzt doch was anderes macht und so weiter.
00:32:54: Und weg ist was natürlich blöd ist wenn du ein kleines Kind hast und du hast die an sie gewöhnt und so ein halbes Jahr ist halt nichts in den kleinen Kinderjahren.
00:33:02: Da habe ich so gedacht ja das ist was Ich hab's ja gesehen, weißt du.
00:33:07: Und ich hätte da auch drauf reagieren können.
00:33:10: und gleichzeitig gibt es ja Menschen, die einfach öfter was ausprobieren müssen um dann das Richtige zu finden.
00:33:14: Also ich hatte zum Beispiel eine Oper.
00:33:17: Witzigerweise bei Oper ist aber gerade passiert, deswegen ist es noch so aktuell in meinem Kopf.
00:33:21: Aber ich hatte eine Oper, die war bei einer Familie quasi ... Die Familie wollte sie nicht mehr... Und ich hab mit ihr gesprochen, ich fand die phänomenal!
00:33:29: Dann habe ich mit dieser Gastmutter gesprochen Und hab gedacht, das ist ganz schwierig die Person.
00:33:35: Also wenn die sie nicht mag, dann ist es eher eine Bestätigung für meinen Case und die ist zu uns gekommen, ist zwei Jahre geblieben, ist heute Patentante von unseren Kindern in Berlin.
00:33:45: absolut traumhafte Geschichte so schön ja?
00:33:47: Das heißt da ist es genau nicht so gewesen wie man vielleicht hätte vorher ahnen können.
00:33:51: weißt du also was sind Red Flex wo du wirklich sagst Ah!
00:33:56: Da krieg ich so ne Reibung, so ne Spannung wo ich merke Da muss ich noch mal nachgucken.
00:34:01: Yeah,
00:34:01: I mean you can't judge a book by its cover.
00:34:04: aber natürlich guckst du auf den CV.
00:34:06: das ist so das erste was du natürlich screenest.
00:34:09: da gucke ich witzigerweise gar nicht so sehr oft die Logos auf dem Papier und die einzelnen Stationen sondern Ich möchte sehen erkenne ich hier einen roten Faden es hier ein Muster ist eine Geschichte die sich für mich erklärt.
00:34:20: Das ist schon die Frage wie ist jemand sozialisiert worden sozusagen früh in seiner Karriere?
00:34:27: Das kann durch ne Ausbildung sein durch ein paralleles Studium gewesen sein.
00:34:32: Auch das kriege ich später erst im Interview wirklich raus, welche Zwänge, welche Nöte, welche Paralleleneinflüsse wie wirkten und deshalb eine Person zu der Person gemacht hat die sie dann am Ende geworden ist.
00:34:43: Ich schaue aber tatsächlich ... Wie du schreibst sind es Jobhopper?
00:34:46: Verweilen die nur ganz kurz in einer Rolle oder sind das Lifer, die seit zwanzig Jahren in genau einem Setting sind und wahrscheinlich auch nicht die Anpassungsfähigkeit hätten für was sehr viel Dynamischeres oder anderes?
00:34:59: sehe ich da wachsende Verantwortung und größere Einflussbereiche, also größere Teams oder mehr PNL oder mehr Budget oder eine Erweiterung des Scopes in irgendeiner Weise.
00:35:09: Erkenne ich irgendwie der rote Faden?
00:35:11: Also erkenne ich ne Fokussierung, ne thematische Tiefe, ne Funktionalität für irgendeine Spezialisierung.
00:35:16: das muss nicht sein aber das kann sein!
00:35:18: Und daraus bildet sich für mich noch, bevor ich die Person treffe auch so eine kleine Hypothese.
00:35:23: Also ich mag mir die Personen irgendwie ein bisschen vorstellen wie sie dann wohl sein mag und welche Kompetenzen sie wohl wie erlangt haben könnte.
00:35:30: Ich bin mir bewusst, ich trage da all meine eigenen persönlichen Bias eben mit in diese Hypothesenbildung und bin dann manchmal total überrascht wenn ich da vor mir habe, wenn ich die Personen im Gespräch erlebe.
00:35:44: Ich muss sagen also Lebensläufe sind häufig sehr super, sind glatt.
00:35:47: auch AI hilft gerade dass die alle sozusagen allglatt und total gut formuliert rüberkommen.
00:35:53: Dementsprechend ist es mir dann ich glaube ich bilde ich mir die Meinung aus dem Interview, aus dem Gespräch.
00:35:59: Ich möchte vor allem auch verstehen ob die Personen sozusagen ihre eigenen Ergebnisse sinnvoll einordnen oder ob sie jedem Erfolg sich selber zuschreiben?
00:36:08: Oder sind Sie eigentlich vielleicht nur sozusagen im Rückenwind gesegelt, gab's da Dann gab es ein großes Funding, gab's da vielleicht irgendwie einen Marktauftrieb den sie jetzt für sich verbuchen.
00:36:18: Oder sind Sie ehrlich eigentlich in dem Umgang mit dem was Ihre Wieter hergibt?
00:36:21: Können Sie auch reflektieren und sich ehrlich auseinandersetzen mit Ihren eigenen Stärken oder mit den Development Needs?
00:36:27: Könnten Sie mir sagen wo Sie sich gut aufgehoben fühlen, in welchen Umfeldern Sie passen und in welchem?
00:36:32: vielleicht aber auch gerade nicht!
00:36:34: Und warum
00:36:35: nicht?!
00:36:36: Das finde ich macht ein gutes Gespräch aus das macht eine Person authentisch.
00:36:39: Ich
00:36:41: sehe immer Red Flex nach Gesprächen, wenn Leute nur Erfolge für sich verbuchen.
00:36:44: Wenn Leute sich immer als von einer Station auf der nächsten als den Retter, als den Feuerlöscher ohne Sie gibt's das Unternehmen fast nie erklären.
00:36:53: und natürlich Referenzen.
00:36:54: Du hast es gerade mit einem Nanny Beispiel auch gesagt.
00:36:57: am Ende den Stoff, den sie mir liefern ist natürlich der Stoff den ich versuche auch über Referenzgeber zu erhärten die Erfahrungen, die Kompetenzen.
00:37:06: Aber never judge a book by the cover.
00:37:08: nur weil jemand vielleicht noch nicht oder weil jemand zweitausend Menschen geführt hat auf Papier heißt das nicht dass die Person eine kompetente Führungskraft ist.
00:37:17: und nur weil jemand es noch nicht hatte heißt es nicht dass sie nicht das Potenzial dafür hätte ne außergewöhnliche Führungskraft zu sein.
00:37:23: also auch diese Auseinandersetzung passiert im Interview ebenfalls.
00:37:27: das Assessment von Kompetensen, Potentialen und Erfahrungen finde ich es total wichtig und das hilft halt total bei der Referenzierbarkeit später.
00:37:36: Ja, mag ich dir so zuhören?
00:37:38: Was ich irgendwie so faszinierend finde ist wenn man nochmal zurückkommt zum Anfang, für manche ist das der wichtigste Anruf des Tages oder vielleicht der Woche oder so.
00:37:50: also was für eine Verantwortung man auch in dem Job hat weil du ja wirklich Dinge ermöglichen kannst oder auch nicht Karrieren aufmachen kannst oder ein Sparrings-Partner sein kannst, wo es auch noch hingehen kann.
00:38:03: Du kannst die Gedanken öffnen bei Personen für Chancen, die sie vielleicht für sich selber noch gar nicht gesehen haben.
00:38:09: Also ist das schon eine Rolle, die echt irgendwie Einfluss haben kann und deswegen freue ich mich umso mehr dass du sie innehast und dass du jetzt sogar mit deiner eigenen Personalberatung innehasst und ich wünsche dir da auf jeden Fall ganz viel Erfolg!
00:38:26: Und vielen, vielen Dank, dass du da warst viele Insights gegeben hast über Personalberatung, übers Headhunter-Business.
00:38:35: Und ich hoffe, dass es viele auf den Plan gerufen hat vor allen Dingen zu merken auch Mensch ist ja doch machbarer!
00:38:41: Ich habe ja doch mehr selber in der Hand... ...ich hab mir doch mehr Möglichkeiten eigentlich meine Karriere aktiv zu beeinflussen als ich vorher vielleicht angenommen hatte.
00:38:52: Absolut absolut.
00:38:53: Ja ich danke dir Lea erwarte von mir ein Call immer mal wieder wenn ich dich um Kandidatenidee infrage Referenzen oder insbesondere
00:39:02: Inspiration.
00:39:02: Zu deinem jetzigen Fokus habe ich sehr viele Kandidaten im Kopf.
00:39:07: Hier sind wir im Kontakt mit zwei.
00:39:08: Da bin
00:39:08: ich wirklich gut vernetzt!
00:39:11: Sehr schön, Marc.
00:39:12: Vielen vielen Dank.
00:39:13: Ich danke dir
00:39:24: leer.
Neuer Kommentar