Es ist immer am kältesten, bevor es hell wird - kommt jetzt der Wirtschaftsaufschwung? | Moritz Schularick

Shownotes

Verena spricht mit Moritz Schularick, dem Präsidenten des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, über Deutschlands wirtschaftliche Lage und die Frage, ob der Tiefpunkt inzwischen erreicht ist. Warum läuft Deutschland "rückwärts in die Zukunft"? Und was muss passieren, damit aus Investitionen in Start-ups, KI und Verteidigung tatsächlich neue Jobs und Wachstum entstehen?

Außerdem sprechen sie über die Schuldenbremse und Sondervermögen, Bildung als Grundlage für langfristig solide Staatsfinanzen und Reformen bei Rente, Kündigungsschutz und Wohnungsbau. Moritz erklärt, warum mehr Geld allein nicht reicht, der Staat aber trotzdem wieder handlungsfähiger werden muss - und warum es trotz aller Probleme Grund für vorsichtigen Optimismus gibt.

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Kiel Institut für Weltwirtschaft

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Transkript anzeigen

00:00:07: Mein heutiger Gast ist Moritz Schulerig, Präsident des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft und einer der bekanntesten deutschen Ökonomen.

00:00:15: Mit ihm spreche ich darüber, wie Deutschland wirtschaftlich wieder auf Wachstumskurs kommen kann.

00:00:21: Es geht um Innovation, Scale-Ups und die Frage warum so viel über den Abbau von Industriearbeitsplätzen gesprochen wird und so wenig über die neuen Jobs, die in jungen Wachsungsunternehmen entstehen.

00:00:31: Außerdem sprechen wir über die Schuldenbremse Sondervermögen und darüber wie der Staat sicherstellen kann dass neue Schulden tatsächlich in Zukunftsinvestitionen fließen.

00:00:40: Moritz, wie schön das du da bist.

00:00:41: herzlich willkommen bei Fast and Curious!

00:00:44: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:45: Ich freue mich total, jetzt zu sein!

00:00:47: Ja es gibt viel zu besprechen.

00:00:48: ich möchte natürlich gleich unbedingt die neuesten Wirtschaftsprognosen mit dir besprechen aber vorher vielleicht mal einmal weil nicht jedem also es haben wahrscheinlich schon alle vom Kiel-Institut für Weltwirtschaft gehört ist eines der wichtigsten deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute.

00:01:01: Aber was genau ist die Aufgabe?

00:01:03: Also wo würdest du sagen dann hast Du deinen Job gut gemacht wenn Du das gemacht hast?

00:01:08: Wir sind wir sind dass das deutsche Forschungs- und Wirtschaftsforschungsinstitut, dass sich um alles kümmert was mit der Weltwirtschaft zu tun hat.

00:01:19: Also alles was internationaler Handel ist haben sozusagen ein ganz spezifisches Mandat sind knapp hundertzwanzig Jahre demnächst mal alt und machen das schon sehr lange Zeit.

00:01:28: Das heißt wenn die Bundesregierung überlegt wie soll man mit China umgehen?

00:01:33: dann mache ich mein Job richtig.

00:01:35: wenn sie zuallererst uns fragen und das machen Sie auch wenn wir über geoeconomische Fragen über Wirtschaftssicherheit sprechen, aber auch über Dinge wie Wechselkurse sprechen oder über Konjunkturfragen die Weltwirtschaft betreffen.

00:01:52: Die sehr exportabhängige deutsche Wirtschaft.

00:01:57: Was würden wir erwarten?

00:01:58: Wie sich die Konjunktion in den USA und anderen Ländern entwickelt?

00:02:02: Dafür sind wir die ersten Ansprechpartnern.

00:02:04: Wir sind natürlich bei allen Fragen rund um Sicherheit und Verteidigung.

00:02:11: Ganz zentral.

00:02:12: Und wie lange bist du schon in deiner Rolle?

00:02:14: Ich mach das jetzt seit gut drei Jahren.

00:02:17: Das heißt, du hast jetzt eigentlich zum ersten Mal Wirtschaftswachstum zu verkünden ja?

00:02:23: Genau es war jetzt sozusagen also das erste mal auch dass ich muss so ein bisschen sagen ich habe einen kleinen grummelerger im Bauch weil ich eigentlich... Wir haben eine ganz tolle Konjunkturabteilung und die macht diese Prognosen Und ich komme dann am Ende auch mal beteiligt und wir diskutieren.

00:02:44: Ich habe die ganze Zeit immer so ein bisschen gefragt, na ja, meint ihr denn nicht?

00:02:47: Dass wir jetzt doch schon ein bisschen mehr sehen sollten wegen der großen Haushalts-, der großen Ausstattsausgaben und könnte da nicht ein bisschen etwas passieren.

00:02:57: Jetzt sind wir in einer Tat in so einen Upgrade-Zyklus reingekommen.

00:03:04: Hier laufen immer so ein bisschen hinterher, die Lage ist besser als gedacht.

00:03:08: Dann fragt man sich natürlich, hätten wir das nicht kommen sehen sollen?

00:03:12: Es ist aber der Tat so, dass zurzeit wir noch nicht wirklich ... Der große Treiber sind nicht die Staatsausgaben, es ist nicht das Infrastruktur-Sondervermögen, sondern auch nicht die Verteidigungsausgaben.

00:03:23: Sondern es ist mal wieder der gute alte Export, der besser läuft als gedacht

00:03:27: wird.".

00:03:27: Ach

00:03:27: guck mal!

00:03:28: Das finde ich eine schöne Nachricht Weil du ja denken würdest bei den anderen Positionen, die werden auf jeden Fall sich noch auswirken.

00:03:36: Weil sie massiv Geld ausgeben und investieren.

00:03:38: Und dass der Export angesprungen ist doch erst mal ein gutes Zeichen?

00:03:42: Das sind gute Zeichen!

00:03:43: Das ist etwas was wir uns sicherlich auch für die Zukunft noch mehr wünschen.

00:03:48: Dass wir sozusagen diesen abnehmenden Trend das wir uns vor allem darüber sorgen machen wie gut andere exportieren sprich vor allem die Chinesen, dass wir dem ein bisschen was entgegens setzen zu haben aber... Also eben jetzt sozusagen sagen, es ist wieder alles gut.

00:04:01: Wir müssen schon realistisch bleiben und sagen dass wir jetzt gerade sozusagen auch ein bisschen davon profitieren das Global dieser KI-Boom halt auch an der deutschen Volkswirtschaft nicht komplett spurlos vorüber geht.

00:04:15: Das was da in Amerika gerade gebaut wird am Datencenter und was da an Investitionen reingeht ist im Prinzip treibt das Wachstum grade der größten Volkswirtschaft der Welt.

00:04:24: Man muss sich mal überlegen um so einen Tanker wie in dreißig Billionen mehr Volkswirtschaft für die Amerikanische nach vorne zu bringen, dass das Wachstum in Amerika fast ausschließlich von den Datensinterinvestitionen getrieben wird.

00:04:41: Da muss schon eine ganze Menge was passieren und dass das nicht ganz spurlos an einer Volkswirtschaft vorbeigeht traditionell auch sehr viel, sozusagen Ausrüstungsinvestitionen und die braucht ja eine Menge.

00:04:52: Wenn es mal irgendwie Chemie und solche Dinge vorbeigeht ist auch klar.

00:04:59: das zweite was ein bisschen uns hilft gerade ist dass auch die Dinoindustrie wieder ein bisschen besser drauf sind.

00:05:05: Das könnte so Grundstoffchemie und solchen Dingen das könnte damit zu tun haben Dass wir Verlagung aus dem Golf sehen Und das wäre dann natürlich nicht so lange haltbar.

00:05:14: aber Ja,

00:05:15: aber dann haben die uns zumindest mal wieder entdeckt oder?

00:05:18: Also ist dann vielleicht auch schnell wieder vorbei.

00:05:21: Aber zeigt auf jeden Fall das was noch können.

00:05:24: Genau!

00:05:24: Das ist wahr.

00:05:25: Und jetzt hast du in dem Zeitinterview gesagt Deutschland laufe rückwärts in die Zukunft.

00:05:30: Erklär mal...

00:05:31: Ja also ich finde das ist ja die beste Zusammenfassung was wir eigentlich machen in diesen Land seit ein paar Jahren.

00:05:38: Wir gucken alle auf dass was mal war Und was uns mal reich gemacht hat und wohlhabend, und was gut funktioniert hat.

00:05:46: Die Autos und der Stahl und die Maschinen und was nicht alles.

00:05:51: Wir gucken darauf und starren auf das, was man war und vergessen – und laufen sozusagen rückwärts in die Zukunft – vergessen, um zu drehen und zu gucken, was mal sein wird.

00:06:00: Denn ich glaube, die allerwenigsten von uns sozusagen den echten Dino-Industrie-Fans würden sagen, dass das Wachstum der nächsten zehn Jahre aus der energieintensiven Grundstoffchemie kommen wird oder aus dem das Wächsstum der nächste zehn Jahre dem Stahl gehört.

00:06:18: Oder das Wachsenen der nächsten Zehn Jahre der Automobilindustrie... Gut da muss man so ein bisschen gucken!

00:06:22: Ich glaube schon ist es mit einem autonomen Fahren und so weiter, dass da Wachsen wachstums geben wird.

00:06:26: aber eigentlich wissen wir also wir reden die ganze Zeit über die Teile der deutschen Wirtschaft die wir alle lieb haben und die uns auch ganz tolles geleistet haben, von denen wir eigentlich alle wissen.

00:06:38: Die sind nicht für die nächsten zehn, zwanzig Jahre.

00:06:41: Und das finde ich so dieses charakteristische an der ... Die Wörter, die am meisten benutzt werden im deutschen wirtschaftspolitischen Diskurs ist irgendwie bewahren unterhalten.

00:06:50: Wir müssen unbedingt Industriestruktur bewahren, wir müssen unbedingt das erhalten und hier bewahren usw.

00:06:56: Ich würde mal sagen, lass mal anders machen oder neumachen was wir noch nicht haben, was uns nämlich fehlt.

00:07:04: Und am Ende – ich meine das ist jetzt ein bisschen über einen Kamm geschert.

00:07:10: aber darauf kommt es ja dann auch mal an.

00:07:11: in der Wirtschaftspolitik sind wir einfach die besten Technologien des letzten Jahrhunderts und nicht die besten in Technologin dieses Jahrhunderte.

00:07:18: Da können wir noch so lange auf das letzte Jahrhunderd starren und sagen wie toll nicht die lenkbare Hinterachse der E-Class ist!

00:07:24: Das hilft uns nicht wenn's eigentlich darum geht sozusagen KI und Mechanik zusammenbringen.

00:07:32: Und wie wir den Rückstand aufholen, den wir in diesen spitzen Technologien inzwischen

00:07:36: haben.

00:07:36: Nein total!

00:07:37: Deswegen macht es mich ja so... So hoffnungsfroh, wenn ich mir angucke.

00:07:41: Du hast lange Zeit jetzt natürlich viele Unternehmen die in Deutschland gegründet wurden und auch einige wenige die groß geworden sind.

00:07:49: aber jetzt hat das noch mal eine andere Qualität gewonnen in den letzten ein zwei Jahren weil du durch deep tech also wenn du Forschung Entwicklung aus den Hochschulen ausgründest eigentlich voll reingehst in die Stärke dieses Landes nämlich dass was wir auch schon in der Vergangenheit gut konnten das übertragen wir jetzt auf Zukunftsbranchen.

00:08:04: Und was mich da so ärgert, ist wir haben jetzt diese Zahl.

00:08:07: Fünfzehntausend Industriearbeitsplätze gehen pro Monat verloren und meine Befürchtung ist die diese Zahlen merken uns jetzt für alle Zeiten und die sagen wir immer ganz oft.

00:08:16: Wenn ich gerade mir angucke dass jetzt allein dieses Jahr schon acht Milliarden in deutsche Scale-Ups geflossen sind und Startups Das Geld ja jetzt erst ausgegeben wird.

00:08:27: Also ein Stark, ein Isar, Proxima, Helsing all die gerade diese großen Runden gemacht haben, die investieren das ja jetzt erstmal in Menschen, in Produktionsanlagen und so weiter.

00:08:37: Das heißt glaubst du dass wir so in einem Jahr dann auch eine Korrektur dieser Zahl mal kriegen nach dem Motto, das sind übrigens netto gar nicht mehr fünfzehntausend?

00:08:45: Weil ganz viele sind jetzt in neue Branchen rübergewandert weil die Leute da sind immer noch top qualifiziert.

00:08:50: Die arbeiten jetzt einfach woanders

00:08:53: Genau, und im Übrigen ist an der... Also ich stimme dir völlig zu.

00:08:57: Ich ergänze das noch mal an einer Stelle.

00:09:00: Wenn du dir die Statistiken anguckst dann ist ja sozusagen wenn da steht wir verlieren fünfzehntausend Industriearbeitsplätze pro Monat Dann sind da ja zwei Zahlen, das hier eine Netto-Zahl

00:09:13: Ja

00:09:14: Und dahinter in dem zugrunde liegen sozusagen zwei Bruttozahlen.

00:09:17: Die eine Bruttozahl ist wie viele Bruttojobs gehen verloren und wie viele neue Industriejobs werden geschaffen.

00:09:26: Und die zieht man dann voneinander ab, also die neuen von den alten.

00:09:30: Dann kommt halt eine negative oder positive Zahl heraus.

00:09:33: Wenn du dir diese beiden Komponenten anguckst, ist nicht der Verlust der Industriearbeitsplätze ... Also die Bruttozahl von verlorenen Arbeitsplätzen, die auf einmal steigt, sondern es ist vor allem das keine neuen mehr nachkommen in der Industrien.

00:09:49: Im Prinzip ist das, was du auch gerade gesagt hast.

00:09:52: Das Entscheidende, dass die Dynamik auf der anderen Seite, sozusagen die Investitionstätigkeit in neue Jobs, in neue Industrie ... Gut, die kann natürlich aus der Industrie rausgehen und andere Bereiche gehen.

00:10:07: Die ist noch nicht in dem Maße jetzt so stark, dass sie diesen negativen Trend überkommen würde.

00:10:15: Aber es ist nicht so, dass wir mehr Jobs verlieren als vorher.

00:10:18: Nee, aber die kommt natürlich jetzt auch gerade erst.

00:10:20: Wenn du dir jetzt auch anguckst das erstmalig das Venture Capital wieder richtig viel

00:10:26: höher

00:10:26: gegangen ist dieses Jahr als letztes Jahr wir landen wahrscheinlich dieses Jahr so bei zwölf Milliarden die ins deutsche Ökosystem fließen dann mag das jetzt also ich überlege mir mal die ganze Zeit dass es wahrscheinlich jetzt wirklich so... Ich glaube wirklich wir sind ja hier an der Talsole aus.

00:10:40: alles das was nicht mehr funktioniert haben jetzt runter gehen sehen und das neue ist noch nicht angelaufen, steht aber schon in den Startlöchern.

00:10:48: Also aus meiner Sicht wird es jetzt ab jetzt besser?

00:10:52: Ja, bin ich bei dir!

00:10:53: Bin ich bei dich.

00:10:53: Ich denke ein bisschen die Konjunkturzahlen, die wir sehen gehen vielleicht auch in die Richtung... Es sind natürlich bisher, man muss schon viel sein.

00:11:00: Es sind einige Bereiche, die Fanstake läuft gut weil da halt auch relativ viel Geld reingeht.

00:11:07: Wir haben immer noch wenn du im Bereich von Datenzentren gehst oder In anderen Bereichen sind wir auch beim Autonomen fahren und so weiter.

00:11:16: Da ist der Fortschritt dann doch eher ein bisschen zu fußläufig, aber grundsätzlich gibt ihr völlig recht.

00:11:24: Das zahlt alles auf die Grundtese ein.

00:11:28: Wir sind viel zu wenig mit dem neuen beschäftigt was wir noch nicht haben und viel zu wer mit den Beschäftigten was es mal gab.

00:11:35: Jetzt hast du dich sehr für die Lockerung der Schuldenbremse stark gemacht, damit Deutschland eben wieder in so ein Investitionsmodus kommt.

00:11:42: Was hast du seitdem an... Also wachst du mal eben schon drüber gesprochen?

00:11:46: Aber in was wird investiert?

00:11:49: klar gemonitort, dass wir da jetzt also natürlich müssen wir in Infrastruktur und Erhalt auch investieren.

00:11:54: Weil es bringt jetzt auch nichts wenn irgendwelche Brücken gesperrt werden oder Autobahnen nicht mehr befahrbar sind oder die Bahn eine veraltete Infrastruktur hat.

00:12:02: aber wie stellen wir gerade sicher das genug davon?

00:12:05: Auch in Innovationen und Neues fließt.

00:12:08: Naja also Glashalb voll glas halb leer kommt ein bisschen drauf an mit welchem Beinwand aufsteht.

00:12:12: Also ich fange mal an bei der bei der infrastruktur guter ist geht's ja wirklich darum dass wir in großteil dessen einfach was wäre in den letzten zwanzig Jahren nicht gemacht haben, jetzt machen.

00:12:21: Damit die Brücken nicht zusammenbrechen und die Bahn wieder pünktlich kommt.

00:12:25: Aber ich bin da ... Das ist alles notwendig, aber nicht hinreichend.

00:12:31: Denn kein Mensch denkt, dass das Wachstum von morgen daraus kommt, dass wir Brücken reparieren.

00:12:35: Das kann man halt mal machen oder es ist ganz wichtig und eine Voraussetzung dafür, dass wachstums sind.

00:12:39: Es ist nicht wirklich ein Wachstrom, das aus Technologie- und Innovationen kommt.

00:12:43: Da habe ich größere Hoffnung für die Verteidigungsausgaben Vielleicht hast du das ja auch verfolgt, so ein bisschen meiner Hauptzeitvertreibe der letzten Monate.

00:12:56: Dort mit dem Verteidigungsministerium und dem Haushaltsausschuss und der Politik insgesamt immer wieder sozusagen zurückzuspiegeln.

00:13:05: Ihr sagt viel, dass ihr Hochtechnologie machen wollt?

00:13:09: Wir sehen es aber einfach nicht in den Zahlen!

00:13:12: Wir sehen's nicht an den Beschaffungen... Ihr redet dann von Innovationshubs und Cyber-Centern, was nicht alles.

00:13:20: Wenn man sich anguckt mit welchen Beträgen diese Dinge hinterlegt sind ... Dann muss man feststellen, dass der Anteil von Hightech ...

00:13:27: Drei Milliarden für die Hightec-Agenda?

00:13:29: Ja,

00:13:29: Hightec und Forscher entwicklungsausgaben am Bundesverteidigungshaushalt abnimmt und nicht zunimmt.

00:13:34: Der Rest läuft schneller hoch!

00:13:36: Und als dieser Ausgang, da müsste es genau andersrum sein.

00:13:39: Die Amerikaner, die Israelis waren noch höher, aber die Amerikanen geben etwa ... zwölf Prozent ihres Verteidigungshaushalts für Forschung und Entwicklung aus, also wirklich am aktuellen Rand von Hochtechnologie.

00:13:51: Wir sind bei zwei, drei Prozent.

00:13:54: Und wenn wir ... Also ich sag einfach nur, wenn wir das machen würden, wir haben jetzt ein Verteiligungsaushalt, der läuft auf hundertfünfzig Milliarden im Jahr zu.

00:14:00: Wenn wir zehn Prozent für Forschungsentwicklung ausgeben, dann wären über fünfzehn Milliarden allein für Forschungen und Entwicklungen im Jahr.

00:14:06: Das ist das Equivalent von sieben acht Max-Planck-Gesellschaften.

00:14:09: Das sind die mit den Nobelpreisen und der Astrophysik und den Supercomputern, der Kernfusion.

00:14:16: Und was nicht alles?

00:14:18: Da kann Minister Pistorius immer wieder auch sagen, dass so eine F- Thirty, die man in Amerika kauft, auf Hüstel-Hüstelklammer zu, auch irgendwie High Tech ist ...

00:14:30: Gehört uns halt

00:14:31: nicht!

00:14:31: Gehört uns halt nich kommt vor allem der Entwicklung in Amerika zugute und zahlt auf diesen Technologiesprung, den wir hier machen müssen nicht ein.

00:14:41: Es gibt bis heute keine KI-Agenda der Bundeswehr und dabei ist total klar, dass alles was sozusagen Auswertung von Daten die Zusammenführungen von Daten vom Gefechtsfeld von Sensorik von Satelliten von was weiß ich boten U-Boten so nahe was nicht alles wird nicht mehr.

00:15:00: diese Datenfülle ist nur mit nur mit KI sinnvoll zu bewältigen.

00:15:07: Die Systeme sind ja deshalb auch lernen, weil sie es immer besser machen und sich die anderen verändern.

00:15:12: Da ist man immer noch in so einem algorithmischen Denk ... Ich hör dann oft auf den Kommentar, aber hast du nicht Roter Oktober gesehen?

00:15:20: Die U-Boote haben doch schon in den Achtzigerjahren eine Sonare mit Algorithmen ausgewertet.

00:15:25: Dann muss man den Leuten erklären, Algorithmus und KI sind zwar unterschiedliche Sachen, aber da ist man wieder in Untiefen von Diskussionen, die eigentlich angesichts dessen was wir an Geld mobilisieren ein bisschen beschämend sind.

00:15:39: Eigentlich müssten wir da eine Truppe haben von idealerweise nicht sechzigjährigen, sondern vierzigjährige Leuten die sozusagen

00:15:46: KI-Beirat des Bundeskanzlers bilden.

00:15:48: In der

00:15:48: Wolle gewaschen sind und sagen wir brauchen... Also nimm mal allein dieses Zielbild was wir da gerade haben das wird die stärkste konventionelle Armee Europas sein.

00:15:58: Da müsste auch hier nochmal den Bundeskantler noch einmal irgendwie morgens einen starken Kaffee geben Der hätte sagen sollen, wir wollen die modernste Armee Europas haben.

00:16:07: Und er hat jetzt sozusagen den ganzen Bremsern und Tradizionalisten im Verteidigungsministerium den Aussen ja kann es doch gesagt Wir wollen die stärkste konventionelle Armee.

00:16:15: also machen wir ganz viele machen das was wir immer gemacht haben nur mit mehr Geld.

00:16:21: Da fehlt mir, das geht in die richtige Richtung.

00:16:24: Ganz kurzer letzter Satz zu der Thematik.

00:16:25: Es geht schon in die richtige Richtung und ich habe auch nie gesagt dass wir gar keinen einzigen Panzer mehr brauchen.

00:16:30: aber wir sind zurzeit halt immer noch da, dass wir ... ... mit all den Problemen, die sie haben kosten Manu-Fakturproduktion.

00:16:44: Dass sie auch gar nicht über Brücken und Straßen rollen können, weil die

00:16:47: gar nicht trauen können?

00:16:48: Nichts Skalierbarkeit!

00:16:49: Du brauchst die Mannschaften für die ... Also wenn du jetzt bemannte Radpanzer bestellst mit Lieferdatum in den zwanzig dreißiger Jahren.

00:16:57: Du brauchste die Leute, die bemanne Ratpanzern fahren.

00:17:00: Warum fängst du nicht gleich an mit Unbemantensystemen?

00:17:02: Und da groß zu investieren.

00:17:05: Da fehlt...

00:17:06: Die Weitsicht

00:17:07: Da fehlt, glaube ich einfach so ein bisschen die Musikalität für diese Fragen.

00:17:14: Haben wir ja gerade alle die Pisa-Ergebnisse gesehen und du hast schon vor Jahren gesagt, dass für dich die Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen letztendlich die PISA Ergebnisse sein.

00:17:23: Also ich sag ja ganz oft, Familienpolitik müsste eigentlich Wirtschaftspolitik sein, Bildungspolitikum müsste eigentlich auch Wirtschaftspolitik sein weil das einfach so unmittelbar zusammenhängt.

00:17:34: Warum gibt es in diesem Land kein Doppelwumms für Bildung wenn wir doch wissen, dass das irgendwie die Zutat für alles ist?

00:17:42: Ja, das ist eine gute Frage.

00:17:44: Also ich will nicht in Zweifel stellen, dass wir es bräuchten und sowohl auf der universitären Seite, stärker wahrscheinlich noch auf der schulischen Seite ... Ich bin aber auch inzwischen vielleicht kommt das einfach mit den Jahren an dem Punkt... Realismus?

00:18:04: Wo ich sagen kann, es geht nicht nur um Infos sondern es geht auch darum, in was für ein System steckt man eigentlich gerade viel Geld?

00:18:11: Ich will nicht auf die Verteidigungsausgaben zurückkommen.

00:18:15: Insgesamt ist unser Bildungssystem besser aufgestellt als unsere Streitkräfte in allem, aber es ist jetzt nicht nur eine ... Wenn wir das ganze Geld da reinschicken

00:18:24: und ... Merkgeld macht nicht automatisch ein gutes Bildungsystem?

00:18:27: Genau!

00:18:27: Wir haben noch mehr Beauftragte und finanzieren damit im Ende noch höhere Krankenstände.

00:18:33: Es wird ganz viel renoviert und man bildet sich ein wenn nur irgendwie ... Die Klassenräume irgendwie blitzblank sind und jeder einen iPad hat, dann hat man schon gute Bildung.

00:18:44: Nein!

00:18:45: Also es muss immer ein Zweischritt sein aus.

00:18:50: Ja wir müssen sagen Wir geben Ressourcen in diesem Bereich Und die Bildung gehört dazu gerade die frühkindliche Bildung.

00:18:56: damit wäre auch sozusagen mehr Aus dem ja doch inzwischen Erheblichen Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, dass wir da sozusagen schnellere Bildungsfortschritte auch dann bessere und bessere Bildungsergebnisse erzielen.

00:19:08: Aber es gehört auch dazu, dass sie uns fragen wo würden was wollen wir denn ändern außer nur mehr Geld drauf zu geben?

00:19:15: Und wir haben so ein bisschen glaube ich leider die Tendenz entwickelt das wir vielleicht auch gewisse Parteien jetzt sehen Sie selbst mal im aktuellen Finanzministerium Das ist so einfach mit dem Infrastruktur Sondervermögen doch nicht ist wenn man mehr Geld in ein weitgehendes dysfunktionales System von Genehmigungen, Baustellungsverfahren, bürokratischen Einspruchsrechten.

00:19:39: Ahuskonventionen, Fröschen und seltenen Salamandern die dann ganze Bauabschnitte aufhalten können und was nicht alles?

00:19:48: Also es ist nicht nur eine Frage vom Geld.

00:19:51: Und das ist vielleicht auch ein Punkt wenn ich den auch wirklich als Paranthese machen kann.

00:19:57: Es ist ja wirklich nicht so, dass unser Staat weniger Geld hat als früher.

00:20:04: Die staatliche Einnahmequote, die Staatsquote ist mehr oder weniger fünfzig Prozent.

00:20:08: So jetzt sag ich immer gern im Übrigen bei Helmut Kohl auch schon bei achtundvierzig Prozent.

00:20:12: Das ist jetzt nichts Neues.

00:20:15: Wir sind jetzt nicht ... Wenn wir auf dem Weg in den Sozialismus waren dann war es schon bei Helmhut Kohl der Fall.

00:20:21: aber In jedem Fall ist es falsch zu sagen, dass wir jetzt irgendwie der Staat, das so wie an allen Ecken und Enden knirscht.

00:20:34: Weil es keine Einnahmen mehr gibt.

00:20:35: Das absoluter Quatsch!

00:20:37: Wir haben mehr Einnahmen als je zuvor... Ne, man muss sich

00:20:39: schlauer ausgeben dieser Einnahmen.

00:20:42: Und deswegen vielleicht mal die Frage, wenn du jetzt um mal so das nervige an der Politik rauszunehmen.

00:20:47: Dass sie natürlich immer Kompromisse finden müssen und deswegen ist auch ungerecht es immer aus der Wirtschaft darüber zu schielen uns zu sagen also macht's doch mehr wie im Unternehmen weil einfach ein anderes System ist.

00:20:57: aber wenn du alleine über den Bundeshaushalt entscheiden könntest welche Drei Ausgaben würdest du erhöhen?

00:21:04: Und welche drei würdest Du kürzen, wissend dass ganz viele ja zementiert sind.

00:21:08: Also da kannst Du gar nicht erhöhen und kürzten weil wir die einfach schon fest zugesagt haben.

00:21:13: Rente zum Beispiel und da kannst du jetzt dir wünschen Da kann sich natürlich ein Systemwechsel wünscht aber da kann es jetzt nicht unbedingt einfach kürze.

00:21:21: was werden so die drei auf der einen und auf der anderen Seite?

00:21:24: also ich denke du meinst jetzt sozusagen konkret Sozialsystem.

00:21:29: Ja richtig so konkret wo Du sagst Wenn wir das, also so kannst du es auch in Top drei Reformen beschreiben.

00:21:36: Aber wo sagst du?

00:21:37: Wenn du jetzt da säßest und du dürftest machen was würdest du dir als erstes vornehmen?

00:21:42: Also ich fange mal mit dem ganz einfachen an und gehe dann zum Schwierigen.

00:21:48: Das ganz einfache ist und das glaube ich ist in der Diskussion noch gar nicht, sagen wir tief genug angekommen.

00:21:55: Wir haben ja diese Bundesregierung die wir aktuell haben hat ja durch die Änderung der Schuldenbremse letztlich mehr Möglichkeiten, als jede andere zuvor in gewissen Bereichen neue Ausgaben zu tätigen.

00:22:09: Stichwort Verteidigung, stichwort Infrastruktur-Sondervermögen.

00:22:14: Nummer eins ist ich will, dass Sie endlich mal anfangen das Geld gut auszugeben?

00:22:19: Absolut!

00:22:21: Es ist total schwierig die Rente zur Reformieren.

00:22:23: Das wissen wir alle.

00:22:25: aber Geld, das man vorher nicht hatte und jetzt hat gut auszugeben.

00:22:29: Das ist sozusagen der Mindeststandard über das Mindest des Stöckchen, über die die eigentlich springen müssten und selbst.

00:22:34: da haben wir glaube ich bei auf beiden Seiten... Ich habe ja vor allem diese Verteidigungssache mir angeguckt.

00:22:40: andere... Gucken Sie

00:22:41: sich Infrastruktur

00:22:42: an?

00:22:42: Meine wunderbare Kollege Clemens Fust und andere haben vor allem ihr Auge auf diesem Infrastruktur vermögen und kommen auch zu verschiebe Bahnhöfen und Querfinanzierung.

00:22:51: Also sie geben Nicht mal das neue Geld, was Sie jetzt haben besonders gut aus.

00:22:55: Und das ist sozusagen die Mindestanforderung.

00:22:58: So und dann kommen jetzt die drei Sachen, wo man große Reformen notwendig sind... ...und die sind in der Tat schwierig!

00:23:06: Ich fang an.

00:23:07: ich will dass die bitte dieses Rentenpaket durchbringen, ich hätte mir noch mehr Mut gewünscht aber das ist ein guter Anfang.

00:23:12: das soll bitte durchgehen.

00:23:13: wir brauchen mal einen Erfolg.

00:23:14: Zweitens Ich weiß, das ist keine ganz leichte Kost für sozusagen den Durchschnittsbürgerinnen.

00:23:22: Ich will an den Kündigungsschutz ran.

00:23:25: Ich glaube das größte ... Die Reform die am meisten Dynamik in diesem Land lostreten würde ist wenn wir sagen würden, wir gehen morgen auf so ein dänisches Modell mit FlexSecurity, jeder der seinen Arbeitsplatz verliert kriegt ein Jahr und was weiß ich meinetwegen auch anderthalb oder zwei Jahre, achtzig Prozent seines letzten Gehalts.

00:23:46: Aber im Gegenzug also was relativ großzügig ist hat dann Zeit sich etwas Neues zu suchen.

00:23:51: Im Gegenzug aber wird der Kündigungsschutz grundsätzlich abgeschafft auf drei Monate reduziert.

00:24:00: Also, man muss immer nur wegen wo würde der Aufschrei am größten sein?

00:24:03: und wahrscheinlich im öffentlichen Dienst.

00:24:06: Und das ist auch der Bereich, wo wir vielleicht am meisten sozusagen Reformdruck auch aktuell haben damit die Dinge wirklich mal ein bisschen schneller gehen.

00:24:15: Ich bin fest davon überzeugt dass wir es brauchen.

00:24:17: Wir brauchen mehr Dynamik, wir müssen schneller da hinkommen, dass wir die Leute aus den alten Industrien in die neuen Industrie noch bekommen und wir müssen dazu kommen, dass sich die Leute wieder so ein bisschen auf die eigenen zwei Beine stellen und sagen, ich kann mich darum kümmern.

00:24:33: Mir fehlt diese Mentalität.

00:24:34: Und ich würde da noch weitergehen als das was Ministerin Reiche ja vorgeschlagen hat für relativ hohe Einkommensgruppen den Kündigungsschutz auszuhebeln.

00:24:46: So dann kommen wir zum dritten.

00:24:49: Ich würde ... Das ist auch so ein Queteronkensee seit langer Zeit.

00:24:54: Wenn es einen Bereich gibt von der Deutschen Bahn mal abgesehen die kennen wir alle Indem die Dysfunktionalität unseres aktuellen Staatswesens klarer zum Tagetritt als in jedem anderen zu mehr Frustration und Zukunftsängsten.

00:25:10: Und auch Unverständnis führt, als in allen anderen ist es der Bereich von Wohnungsbau.

00:25:16: Es ist keine Technologie wie KI, die wir nicht beherrschen.

00:25:20: Steine übereinander stapeln können wir?

00:25:23: Es hängt daran dass keine Flächen ausweisen, dass wir einfach lethargisch und räsig

00:25:29: und träge sind

00:25:31: im öffentlichen Bereich.

00:25:32: Und das wir jetzt in einer Situation sind wo seit fünfzehn Jahren letztlich gebetsmühlenartig alle sagen Wir brauchen mehr Wohnung, wir brauchen mehr Wohnungen und es passiert einfach nichts.

00:25:42: Wenn man in diesen zentralen Bereichen die staatliche Handlungsunfähigkeit und Dysfunktionalität des Systems jeden Tag den Bürgerinnen und Bürgern vor Augen füttern darf man sich nicht wundern, dass sie anfangen zu sagen dieses Ding hier ist dysfunktional Das funktioniert nicht mehr.

00:25:55: und ich wähle die Parteien, die mir genau das sagen.

00:25:57: Nämlich dass der Laden kaputt ist und wir es ganz anders machen müssen.

00:26:01: Denn sie haben ja in gewissen Bereichen.

00:26:02: also jetzt verstehe mich nicht falsch Ich wünsche mir eher eine Protestpartei, die das im freiheitlichen demokratischen Rahmen mit guten Ideen macht und nicht mit Katastrophenideen wie die, die wir gerade am linken und rechten Rand haben.

00:26:16: Aber dass es ein großes Protestpotenzial gibt einfach weil unser Staatswesen Und weil man auch sagen muss, weil der Staat des Grundgesetzes nicht in seiner freilichen Ordnung aber in seiner konkreten Manifestierung im täglichen wie der Bürger ihn täglich wahrnimmt an sozusagen dysfunktional ist und an ein gewisses Ende gekommen ist.

00:26:39: Ich glaube das ist inzwischen nicht mehr von der Hand zu weisen.

00:26:42: Das Land funktioniert einfach nicht mehr besonders gut.

00:26:45: Ja und das müssen wir irgendwie wieder gedreht kriegen und ich war jetzt gerade bei Made for Germany diese Initiative wo ungefähr Hundertfünfzig Unternehmen sich zusammengetan haben gesagt, da haben achthundertfünfzig Milliarden investieren sie bis zwanzig, achtenzwanzig in Deutschland.

00:26:59: Jetzt kannst du immer sagen was hätten Sie eh investiert?

00:27:01: und so.

00:27:01: aber erst mal mag ich diesen Zusammenschluss aus.

00:27:05: wir glauben an diesem Standort.

00:27:07: jetzt gibt es ja auch bald dieses Investment Summit.

00:27:09: also investiert in Germany Summit wo wir Investoren aus der ganzen Welt einladen um ihnen zu zeigen wie gut wir hier sind.

00:27:16: hast du das Gefühl dass dass der Wind sich gerade so ein bisschen dreht aus, jetzt haben wir uns ja lange genug bejammert und bemitleidet und abgesungen.

00:27:27: Und jetzt kommt es ein bisschen vielleicht auch durch die Zahlen des Wirtschaftswachstums beflügelt das man das Gefühl hat guck mal da dreht sich ja was.

00:27:34: Jetzt kommt wieder eine Zeit wo wir sagen jetzt zeigen wir's der Welt mal wieder stattdessen wird das schlechteste Standort Marketing aller Zeiten machen.

00:27:43: Meinst du, wo fütztest Du Standortmarketing?

00:27:46: Naja ich finde einfach wenn Menschen aussauch die Arabien aus USA aus China nach Deutschland kommen dann sitzen wir mit denen am Tisch hören und in zwei Stunden zu wie sie über ihre jeweiligen Länder schwärmen.

00:27:55: Und wie toll das alles ist!

00:27:58: Wir sitzen da bedröppelt daneben und sagen dann zehn Minuten ja bei uns war es auch mal toll aber wir haben jetzt folgende Probleme finde ich auch gerade wieder, wenn du da jetzt bei dieser Veranstaltung warst Siemens geht es wahrscheinlich so gut wie nie zuvor in einer Art und Weise.

00:28:14: Dass sie gerade eine Blaupause hoffentlich liefern für die Transformation von Großunternehmen in diesem Land.

00:28:20: Du hast eben gesagt habt zehn neue Unicorns allein schon dieses Jahr Und das ist nicht ein vorübergehender Trend sondern der geht weiter.

00:28:28: Der Gründer von Stark hat mir gestern gesagt, sie investieren knapp sechshundert Millionen in Forschung und Entwicklung.

00:28:35: Und neue Produktionskapazitäten – das ist ein einziges Start-up!

00:28:38: Das ist ja noch nirgendwo reflektiert nicht im BIP, nicht in den Arbeitsplätzen irgendwo.

00:28:42: Das kommt ja erst alles noch.

00:28:44: Ich habe so das Gefühl jetzt kommt so einen Geist aus wie wir reißen uns jetzt nochmal zusammen aus, wir können es doch eigentlich noch und jetzt müssen uns mal wieder ein bisschen von diesen Fesseln befreien die du gerade alle sehr gut beschrieben hast.

00:28:58: Jetzt kommt ja auch dieses neue.

00:29:00: ich weiß nicht genau wie der Begriffes Fiktionsgesetz aus.

00:29:02: wenn nach drei Monaten das Amt sich nicht gemeldet hat dann gilt er der Antrag als genehmigt mag ich auch sehr.

00:29:08: Dann wünscht man sich ja fast die melden sich nicht.

00:29:10: dann weißt einfach dass ihr nach drei Monaten weitermachen kannst.

00:29:13: also auch bei Staatsmodernisierung kommt hier jetzt einiges.

00:29:16: ich will irgendwie daran glauben dass wir jetzt die Kurve kriegen.

00:29:20: Ja, also es ergänzt dich.

00:29:22: Wir hatten vor zwei Tagen ein tolles Abendessen mit den Mitgliedern oder einigen Mitgliederen der Fördergesellschaft unseres Kieler Instituts, ganz spannende Unternehmerinnen und Unternehmer aus aller Herren Länder aber vor allem auch aus Deutschland.

00:29:41: Und da habe ich zum ersten Mal auch sozusagen Rund um den Tisch, dieses Gespürt ... Die Diskussion hat sich gewarnelt.

00:29:50: Vorher war die Diskussion immer noch so ein bisschen wie wir diskutieren.

00:29:54: Wir erzählen uns gegeneutig, was alles schlecht ist und was nicht läuft.

00:29:57: Jetzt war es zum ersten Mal eine Diskussion, was eigentlich jetzt schon gemacht wurde, um's besser zu machen?

00:30:03: Und das war von Sparkassen bis hin zur Biotech.

00:30:10: Da war alles dabei, wo man das Gefühl hatte... Die Leute im Raum sind eigentlich jetzt über die Problemanalyse hinweg und erzählen sich gegenseitig, was sie alles schon bewegt haben.

00:30:22: Und wie es funktioniert?

00:30:24: Wir sind in so einer anderen Phase.

00:30:28: Genau das meine ich!

00:30:29: Genau das empfinde ich auch gerade, dass wir jetzt mal wieder so ein bisschen zu den Geschichten des Gelingens wechseln.

00:30:34: Wissen, dass die noch nicht reichen um das was wir grade nicht mehr können zu kompensieren aber dass wir auch vielleicht unterschätzen was für einen Effekt das in Zukunft haben könnte.

00:30:43: Du also ich hoffe du hast ja... Ich zweifel nie!

00:30:48: Also ich glaube es ist mal am kältesten bevor's hell wird und ich glaub wir sind es wird langsam wieder hell und wir haben den kältesten Punkt hinter uns und dazu passt ja auch die Konjunktur.

00:30:58: Wir haben weiterhin in riesen Batzen eine Herausforderung, die wir mit uns rumtragen und die wir angehen müssen.

00:31:06: Deswegen bin ich ja ein großer Fan davon dass diese Bundesregierung jetzt einfach weitermacht bis zwanzig neunzwanzig Und wie jetzt nicht da in diesen Fantasien uns ergehen was alles besser würde wenn wir jetzt den Kanzler austauschen und alles nochmal neu wählen.

00:31:18: und so weil ich irgendwie das Gefühl habe Jetzt hast du gerade die Ministerien da alle besetzt und die sind jetzt eingeschwungen.

00:31:25: Und die legen jetzt los, und jetzt einfach die Reformen machen und weitermachen und nicht immer denken das wir alle zwei Jahre den Kanzler austauschen dass das dann irgendwas besser machen würde.

00:31:33: Genau es gibt ja zu den aktuellen Mehrheitsverhältnissen keine Alternative.

00:31:36: ich glaube niemand möchte niemand möchte unbedingt Neubahlen.

00:31:40: Ich würde mir Ja das ist jetzt sozusagen fern ab meines eigentlichen Auftrags Wünschen, dass das Szenario was du so ein bisschen glaube ich da gerade beschreibst.

00:31:54: Dass jetzt nach dieser Nahtoderfahrung sozusagen sehr viel Mammut und auch Führungswille.

00:32:03: da ist es wenig zu verlieren Und jetzt kann man auch wirklich mit der vollen Überzeugung diese Agenda machen.

00:32:11: Also es gibt sicherlich eine Wahrscheinlichkeit die nicht null Ob sie jetzt fünfzig Prozent, das weiß ich auch nicht.

00:32:17: Aus dem was gerade passiert ist aus diesem ganz starken Wanken der aktuellen Regierung und des Kanzlers, dass daraus noch eine entsprechende Dynamik wird die doch in die richtige Richtung bringt.

00:32:38: Und deswegen ganz wichtig ist lasst uns diese Rente durchkriegen.

00:32:41: Ja,

00:32:41: das

00:32:41: ist ein schönes Schlusswort.

00:32:42: Lass uns die Rente durchkriegen!

00:32:44: Lasst uns einfach den Rest weitermachen.

00:32:46: Alles ist, glaube ich gerechnet erkannt und so weiter.

00:32:49: Und das setzen wir jetzt einfach mal um.

00:32:51: Vielen Dank, Moritz, dass du da warst.

00:32:53: Vielen dank für die Ahnung.

00:32:54: Hat total Spaß gemacht.

00:32:55: Danke

00:33:08: dir!

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