Millionen für Bildung spenden, Haltung zeigen und auf Deutschland setzen I Raoul Rossmann

Shownotes

In ihrer Solo-Folge spricht Verena mit Raoul Rossmann, Geschäftsführer und Familienunternehmer, über Bildung, Spenden und politische Haltung. Raoul erklärt, warum Rossmann Millionen in Schulen investiert, wie aus der Initiative "Klasse 0" ein bundesweites Bildungsprojekt wurde und weshalb Spenden vor allem skalierbar sein müssen.

Außerdem geht es um seinen Austritt aus dem Verband "Die Familienunternehmer", den Mut, sich als Unternehmer öffentlich zu positionieren, und seine Sicht auf die politische und wirtschaftliche Lage in Deutschland. Raoul erzählt, warum Rossmann trotz aller Probleme weiter auf den Standort setzt, wie das Unternehmen international wachsen soll und was sein persönlicher Nordstern ist.

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Aus dieser Folge:

ROSSMANN spendet Licht

Klasse 0 / #wirfürschule

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

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Transkript anzeigen

00:00:07: Mein heutiger Gast ist Raul Rossmann, Sprecher der Geschäftsführung der Dirk Rossmann GmbH.

00:00:13: Und Rossmann kennt wahrscheinlich jeder von euch.

00:00:15: aber wie es ist in einem Unternehmen aufzuwachsen dass den eigenen Familiennamen trägt darüber spreche ich mit Raul heute.

00:00:22: er ist seit zwei tausend fünfzehn in der Geschäftssührung und verantwortet dort unter anderem Einkauf und Marketing und seit zwanzig einen zwanzigträglich die Hauptverantwortung für das Unternehmen.

00:00:32: Wir sprechen darüber, warum gesellschaftliches Engagement für ihn so eine große Rolle spielt.

00:00:37: Wie er auf die aktuelle Politik blickt, was er sich von Friedrich Merz wünscht und warum er sich besonders für die Bildung und die Förderung von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

00:00:48: Außerdem geht es um die Frage wie Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung konkret wahrnehmen können?

00:00:53: Lieber Raul ich freue mich sehr auf das Gespräch.

00:00:56: herzlich willkommen bei Fast and Curious!

00:00:58: Hallo, Verena.

00:00:59: Ja

00:00:59: ich freue mich sehr.

00:01:01: wir kennen uns ja schon eine Weile und eigentlich bist du mir dann besonders immer über den Weg gelaufen wenn es um Bildung ging und da will ich natürlich heute auch mit dir drüber reden.

00:01:10: aber vielleicht fangen wir mal an.

00:01:11: bei uns hat gerade ne neue Rossmann Filiale um die Ecke hier im Prenzlauer Berg aufgemacht.

00:01:15: meine Kinder sind völlig begeistert.

00:01:17: Und wie ist es?

00:01:20: Wenn man den Namen von einem Familienunternehmen trägt was dann auch gefühlt jeder kennt.

00:01:25: Also ich komme auch aus einem Familienunternehmen, aber den Namen kennt kein Mensch und den braucht auch keiner kennen weil es BtoB ist.

00:01:31: Aber gerade wenn man B to C isst wie ist das so?

00:01:34: Wenn du irgendwo eincheckst und sagst Rossmann guckt dann erst mal jeder hoch.

00:01:38: Ach das ist wie die Luft zum Atmen ja!

00:01:40: Wenn sie überall da ist und immer verfügbar, dann denkt man nicht mehr drüber nach und ich würde sagen dass sich bewusst oder aktiv wahrnehme... Das ist sehr selten der Fall außer ich gehe in eine Rossmannfiale zum einen immer auch gerne bei Rossmann einkaufen, zum anderen aber frage ich immer nach den Sorgen und Nöten der Mitarbeiter vor Ort.

00:01:58: Also dann gibt es natürlich diese berufliche Rolle.

00:02:02: Wenn ich an meine eigene Kindheit zurückdenke ... Dann gab es so zwei, drei Momente wo einfach mir andere Menschen signalisiert haben Mensch du bist ja ein Rossmann so irgendwie als ob man damit automatisch was Besonderes wäre oder was anderes wäre.

00:02:16: Deshalb habe ich am Anfang schlecht einordnen können fand ich auch irritierend Und befremdlich, weil mich die allermeisten Menschen so nehmen wie ich bin.

00:02:25: Ich hab auch unser hohenständigen Freundeskreis, der aus meinem Heimatdorf kommt und meiner Heimat gegen.

00:02:32: Daher habe ich dieses Gefühl mit anders behandelt zu werden in einem engsten oder engeren Umfeld eigentlich nicht.

00:02:39: Da fragt man das seltener.

00:02:42: Ne, genau.

00:02:42: Und das ist ja auch dann immer einen Unterschied zwischen dem Namen und der Person die man wirklich ist und da wird viel reinprojiziert.

00:02:49: aber verstehe ich gut.

00:02:50: jetzt seid ihr eine wahnsinnig engagierte Familie.

00:02:53: dein Vater hat die deutsche Stiftung Weltbevölkerung mit gegründet.

00:02:56: du engagierst dich stark im Bildungsbereich.

00:02:59: Jetzt kann man sagen, das ist ja bei Familienunternehmern häufig so.

00:03:02: Dass sie nicht nur in Form von ihrem Unternehmen sondern auch sonst versuchen der Gesellschaft zurückzugeben.

00:03:08: welchen Stellenwert hat das bei euch und wann ist dir das besonders wichtig geworden?

00:03:12: Also ich will den Hintergrund nochmal kurz erklären.

00:03:14: Ich bin natürlich geprägt du hast die Prägung angesprochen durch mein Vater.

00:03:17: aber es war dann auch so vor fünf Jahren Bin ja seit zweitausendfünfzehn Geschäftsführer Und dann ab zwei zwanzig zwei einundzwanzig hat sich zum einen unsere Gewinnentwicklung deutlich positiv dynamisiert.

00:03:30: Das heißt, wir hatten eigentlich auch mehr Möglichkeiten etwas zu tun.

00:03:33: zum anderen war ich dann auch schon bereits fünf sechs Jahre in meiner Rolle und dann fängt man auch an nochmal stärker über andere Themen außerhalb des Unternehmens nachzudenken.

00:03:42: Und drittens natürlich die eigenen Kinder verändern ja auch die Perspektive auf unsere Welt.

00:03:48: und gerade weil ich auch eine schulpflichtige Tochter habe bin Ich dann auch über dieses Thema Schule einfach noch mal gestolpert.

00:03:55: Unser mit größtes Projekt, das muss ich kurz erwähnen ist ja Rossmann spendet Licht.

00:03:59: Also wir spenden allein dieses Jahr zehn Millionen Euro nur in Niedersachsen für die Renovierung und Modernisierung von Licht.

00:04:05: Das klingt irgendwie so banal dieses Thema.

00:04:07: aber es sind zweierlei Informationen.

00:04:09: Die eine Information gibt eigentlich fast keine effizientere Art und Weise CO-Zwei zu sparen durch LED.

00:04:16: zum anderen gibt es ne große Studie vom Bundesbildungsministerium die auch schon zehn Jahre alt in der die Lernatmosphäre beschrieben wird, die sich durch LED-Beleuchtung dramatisch verbessert.

00:04:26: Das heißt Kinder nehmen wieder.

00:04:28: das war was sie eigentlich wahrnehmen sollen?

00:04:30: Ich habe eine Zuschrift bekommen letzte Woche.

00:04:33: da schrieb ein Schüler ich kann endlich die Linien sehen wieder.

00:04:37: Ja, Grundschule muss man sich mal vorstellen jetzt können das Kind Linien sehnen!

00:04:41: Ich weiß dass Lehrer haben uns geschrieben und sagen an Berufsbildenschulen wir können endlich unseren Handwerkerraum wieder nutzen.

00:04:47: also es ist eigentlich eine Win-win-Situation, weil viele Ziele damit erreicht werden zu verhältnismäßig günstigen Kosten.

00:04:55: Das war auch ein Learningerfahrung durch die Einstuhlung meiner Tochter und den Beobachtungen, die ich da angestellt habe.

00:05:03: Und ich brauche da einfach mal ein gutes fettes Projekt auch um dann unser Spendenvolumen was wir ca.

00:05:08: so auf zwanzig Millionen Euro im Jahr festgesetzt haben das orientiert sich einmal am Eigenkapital und einmal an dem Gewinn auszugeben.

00:05:16: Viele Organisationen Die so Anfragen, da merkt man, das sind sechsstellige Beträge.

00:05:22: Mit denen sind die schnell überfordert?

00:05:24: Also in Regalierung reinzugehen einfach.

00:05:27: Das ist wirklich ein Thema und ich bin jemand der gerne selber Vorstunden erkundet und mich weniger auf Aussagen anderer verlässt.

00:05:33: Ja und ich glaube du hast einen sehr wichtigen Punkt angesprochen bei der Skalierbarkeit von Bildungsinitiativen denn es gibt in diesem Land ja wahnsinnig viele Initiativen, die ganz toll sind aber nicht alle skalieren und haben dann entsprechend auch die Wirkung.

00:05:49: Und da sind wir ja fast gemeinsam, kann man so sagen auf ein skalierbares Konzept gestoßen was zu dem Zeitpunkt noch gar nicht skaliert hatte nämlich Klasse Null.

00:05:59: das war eine Lehrerin oder ist eine Lehrin aus Ludwigsburg die bei Markus Lanz genau speziert hat was sie da genau macht.

00:06:06: mit Klasse null kannst du vielleicht einmal gleich erklären.

00:06:09: Und dann, wie wahrscheinlich Millionen anderer hast du diese Sendung gesehen und Millionen andere gehen am nächsten Tag wieder zur Arbeit.

00:06:15: Und ihr habt als Rossmann gesagt, sag mal kann man diese Klasse null nicht auch deutschlandweit ausrollen und an anderen Schulen einführen?

00:06:22: Und seid da auf uns bei Wir für Schule zugegangen!

00:06:25: Jetzt machen wir das zusammen.

00:06:26: aber vielleicht erzählst du mal, wie kam so der Schritt von?

00:06:30: ich habe das gehört und finde es toll zu... Da müsste man doch eigentlich noch viel größer denken.

00:06:34: Genau, also ich hab die Landsendung gesehen, du du Ansprachs und es ging natürlich um die deutsche Bildungs-Misere.

00:06:39: Und Frau Mechtle ist wohl an einer stark gebeutelten Grundschule tätig in der wohl zwei Drittel der Erstläsler oder sogar noch mehr die erste Klasse wiederholen.

00:06:50: Ist auch ganz interessant.

00:06:51: Niedersachsen Wiederholen rett natürlich eine gewisse Anzahl an Kindern Aber in vielen Schulen eben nicht.

00:06:56: Es ist das Gefälle, es hat ja auch die PISA-Studie gezeigt.

00:06:59: Ist extrem groß in Deutschland!

00:07:01: Es gibt halt die Supergrundschulen da wiederholt keiner Da sind alle Eltern aktiv.

00:07:05: Die Kinder können nach der zweiten Klasse schon lesen und schreiben Und dann hast du manche Grundschulen... Das ist ab der vierten immer noch traurig und düster.

00:07:13: So und Frau Mechtler hat wohl einer dieser Problemschulen.

00:07:16: Dann hat dann die Initiative gestartet gemeinsam mit den Kitas aufzunehmen Und einfach schon mal gefragt, welche Kinder könnte denn eventuell Probleme in der ersten Klasse bekommen?

00:07:30: Wir haben dann diese Kinder benannt und darüber hinaus gibt es jetzt das Angebot.

00:07:34: Ich glaube zweimal zwei Stunden pro Woche dass diese Kinder mit dem Handicap Sprache insbesondere schon einmal an Schule gewöhnt werden.

00:07:43: Auch wenn man lernt, dass eine Schule nicht etwas ist wo ich wieder Kita gehen mal kommen kann.

00:07:50: Und die werden schon mal ein Jahr im Voraus vorsichtig an das Thema Schule herangeführt.

00:07:55: Das war so die Keimzelle, interessanterweise ist diese Idee ja nicht ganz neu.

00:08:00: Da haben mich verschiedene Lehrer darauf aufmerksam gemacht dass sowas früher schon häufiger Bestand insbesondere in Berlin wohl irgendwie mein Konzept war was lange Zeit gelebt worden ist.

00:08:10: Und dann dachte ich mir, Mensch ist doch ein spannendes Beispiel.

00:08:12: Ich find's auch nicht teuer.

00:08:13: Es sind ja circa acht bis zehn tausend Euro pro Jahr, die damit einhergehen pro Schule und so dass sie gesagt haben, komm lass das doch gleich mal auf hundert Schulen erhöhen und noch weitere Partner finden, sodass wir glaube ich jetzt bei ca.

00:08:26: hundertreißighundertvierzig Schulen stehen, die ins zweite Jahr gehen?

00:08:29: Ja genau!

00:08:30: Das sind halt schon zweieinhalbtausend Kinder.

00:08:32: und dieses im zweiten Jahr geht es auch so wichtig weil da kann man natürlich jetzt nochmal weitere Hundertfünfzig Schulen erreichen.

00:08:40: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:08:42: Wenn du jetzt sagst, wir haben so eine Summe im Kopf die wir pro Jahr spenden dann ist ja wahrscheinlich das Ziel auch eben Projekte auszusuchen wo du das Gefühl hast irgendwann können wir da vielleicht ganz Deutschland mit verändern und nicht nur irgendwie einen kleinen Umkreis.

00:08:56: wie muss ich mich das vorstellen?

00:08:58: habt ihr ein Team?

00:08:59: Du gibst die Idee bestimmt irgendwie weiter und sagst jetzt wollen wir da aktiv werden.

00:09:03: wie ist so die Struktur bei euch im Unternehmen?

00:09:05: Ja, gute Frage.

00:09:06: Also weil die Keimzelle der Idee kamen in dem Fall bei den Fällen von mir.

00:09:11: aber wir haben zumindest ja immer Bereiche wo wir anschließen können.

00:09:14: das ist ja das Schöne.

00:09:15: zum Beispiel wenn man Rossmann spendet Licht nimmt.

00:09:17: Wir haben selber damals als Ukraine Krieg bedingt die Energiepreise so gestiegen sind haben wir nochmal schnell tausend Filialen auf LED nachgerüstet.

00:09:26: also Hier eine Einkaufsmacht, auch eine Fähigkeit.

00:09:31: Eine Handlungsstärke Dinge umzusetzen so dass wir dann gesagt haben okay wie können wir eigentlich unsere Kompetenz mit in den zivilen Sektoren quasi hinübernehmen und karikativ ausspielen?

00:09:43: Und beim Rossmann spendet Lichtprojekt ist es so das wir diese Ausschreibung einmal durchgeführt haben.

00:09:49: Wir bezahlen letztendlich die Materialien und geben das als Spende rein.

00:09:55: Weil woran scheitern viele Gemeinden und Kommunen, die schreiben dann alle für sich aus.

00:09:59: Und werden dann über den Tisch gezogen oder es dauert viel zu lange.

00:10:03: Die können das quasi als Sachspende dann einfach annehmen so dass ich mal davon ausgehe, dass wir im Schnitt auch deutlich günstiger bei dem Projekt rausgehen, als wenn ist die Kommune selber machen würden.

00:10:12: also hier haben wir Nau Hau

00:10:14: sehr gut

00:10:14: genau und bei Klasse Null ist es wiederum du hast es selber erwähnt ja auch unsere bereits existierende Projektpartnerschaft über die wir das dann schnell ausrollen konnten.

00:10:25: Ja, sehr gut.

00:10:25: Und wenn du jetzt in Familienunternehmerkreisen bist hast du das Gefühl... Das macht so Schule auch bei Unternehmern und Unternehmerinnen, dass die alle so in die Richtung denken.

00:10:37: oder es ist das Gefühl eher rückläufig weil die Zeiten schwerer sind, wir haben Rezessionen.

00:10:41: gerade bei den Familienunternehmen sind sicher auch viele die sagen muss erstmal mein eigenes Unternehmen gerade sichern bevor ich überlege wie ich noch an andere verteile.

00:10:48: Wie ist da dein Eindruck?

00:10:50: Ja, sehr unterschiedlich.

00:10:51: Du hast einen Grund natürlich schon gerade genannt dass die Bereitschaft aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation gerade zurückgeht das nämlich auch war.

00:10:58: Es ist auch so, dass viele Familienunternehmen einfach gar nicht mehr so entscheiden können.

00:11:03: man denkt immer die sind zu schnell ja aber Wir haben dann häufig auch ein großen gesellschafter kreis und die einen wollen eher quasi alles für sich haben.

00:11:12: Die anderen sind dann eher sozial karriktiver gestimmt und sagen ne lasst uns mehr spenden Und dann kommt es erst mal zu einer diskussion.

00:11:19: also Das habe ich jetzt schon häufiger mitbekommen, auch in größeren Kreisen wo dann über solche Themen diskutiert wird.

00:11:25: Dass dann in diesen Gesellschaftskreisen zwei Lager sind und gar keine Einigkeit existiert.

00:11:30: also deshalb Familie Unternehmen ist nicht gleich Familienunternehmen.

00:11:33: Ja

00:11:35: das heißt Gerade diese Struktur ist es eben auch häufig so wie bei uns zum Beispiel, du hast drei Familienstränge.

00:11:42: Da gibt's jetzt nicht den einen der alles entscheidet und der sich mit niemandem abstimmen muss sondern genau solche Fragestellungen sind dann eben auch komplexer.

00:11:51: Jetzt wird den Unternehmern in Deutschland immer so latent vorgeworfen, dass sie sich zu wenig politisch äußern.

00:11:57: Dass Sie zu wenig in der Öffentlichkeit stattfinden und dass Sie deswegen natürlich auch damit so ein bisschen ja vielleicht zu wenig ihre Meinung und Haltung auf Spielfeld funken und Sachen gesellschaftliche Tendenzen jetzt gerade gestern Abend waren ja große Wahlen hier in Berlin aber auch im Mecklenburg-Vorpommern zu wenig kommentieren.

00:12:14: Du hast als der Verband die Familienunternehmer entschieden hat auch AfD Abgeordnete zur parlamentarischen Abende einzuladen hast du dich öffentlich geäußert und bist aus dem Verband ausgetreten.

00:12:26: Das war eigentlich relativ ungewöhnlich, dass man damit so stark rausgeht.

00:12:31: Beschreib mal wie die Reaktionen darauf waren.

00:12:33: ob du sagen würdest würde ich immer wieder machen was die Vor- und Nachteile von so'n Handeln sind?

00:12:38: Also die Reakzen waren damals heftig, waren sehr polarisierend wobei in der Realität, in der realen Welt also in der nicht digitalen Welt habe ich erstmal wenig davon mitbekommen.

00:12:51: Also es gibt einfach zwei unterschiedliche Wirklichkeiten.

00:12:55: Und die muss man auch trennen, wenn man nicht mit Verdächtigungen den Mitmenschen gegenüber begegnen sollte.

00:13:03: Ich hab jetzt auch mit dem Bürgermeister Billet Ornai hier in Hannover gesprochen und ich meinte, wie häufig wirst du eigentlich öffentlich angegangen?

00:13:10: Er sagte ein einziges Mal ist mir das passiert, dass mich wirklich einer richtig konfrontativ angegangen hat.

00:13:17: Es wurde nicht körperlich aber es war konfrontativ Und dass er mal Ablehnung erfährt und so weiter, das passiert.

00:13:23: Aber zum Glück ist diese Verrohung die wir in der digitalen Welt sehen noch nicht in der körperlichen physischen Welt angekommen.

00:13:33: Das ist der eine Unterschied.

00:13:34: Das war für mich auch wieder ein Lernprozess das auszuhalten wobei nach einer Woche das Thema meistens dann schnell ab.

00:13:42: Ich bin ja eben nicht Politiker und ich bin Unternehmer Und ich kehre dann in mein schönes Schneckenhaus wieder zurück, Verena.

00:13:48: Also es ist alles wieder geordnet.

00:13:50: Die Leute sind nett, wenn man hier in der Firma ist

00:13:53: usw.,

00:13:54: also man kann sich wieder erholen.

00:13:57: Man

00:13:57: kann sich rausnehmen.

00:13:58: Politiker können das nicht.

00:13:59: die bleiben ja häufig dann auch getrieben oder mit der Dauer ablehnung konfrontiert.

00:14:05: Die müssen ihre eigenen Strategien entwickeln wie sie sich da ein Stückchen weit auch wieder regenerieren.

00:14:10: mir gelingt dass hier dann schnell in der firma Und man sieht ja letztendlich, dass die Umsätze davon kaum betroffen sind.

00:14:16: Ja also was heißt kaum gar nicht?

00:14:17: Also das ist statistisch nicht greifbar.

00:14:20: Es gibt zwar dann immer wieder irgendwelche Boykottaufrufe und so weiter aber das sind Luftnummern, die entfalten vielleicht digital eine große Wirkung, aber in der Realität sind die Leute dann doch entweder treu oder opportunistisch je nachdem und gehen dann weiter kaufen.

00:14:35: deshalb hat es mich dann darin bestärkt, weiterhin meine Meinung offen Kuhn zu tun und kann immer nur anderen Unternehmern auch sagen.

00:14:41: Was habt ihr denn zu befürchten?

00:14:43: Und dann trage ich mich welche riesigen Kinder andere Menschen in ihrem Leben überhaupt ein, Verena!

00:14:48: Ich war am Donnerstagabend, saß ich wieder mit Blatigindir Klitschko zusammen auf der Bühne, der seit fünf Jahren da in diesem Krieg ist.

00:14:55: Der lebt ja nicht in Hamburg, der lebt in der Ukraine und hilft vor Ort mit.

00:15:01: Also muss man mal die Kirche im Dorf lassen irgendwann.

00:15:05: Total.

00:15:05: Das ist immer mein Reden, dass wenn wir über Risiko reden sowohl im Unternehmertum – wenn es irgendwie heißt das ist ja so ein Risiko, wenn ich jetzt gründe oder das ist so ein Risiko einen Unternehmen aufzubauen oder eben auch seine Meinung zu sagen dann muss man immer schon glaube ich dieses Risiko bisschen ins Verhältnis stellen was heutzutage ein wirkliches Risiko ist.

00:15:25: und wenn man so ein Krieg vor der Tür hat dann ist das relativ leichter die Perspektive zu warnen.

00:15:30: Wie guckst du, also jetzt als Unternehmer ist man ja nun auch nicht ein unpolitischer Mensch?

00:15:35: Weil das was in der Politik entschieden wird dir auch direkte Auswirkungen auf das eigene Unternehmen hat.

00:15:40: Wie gukst Du auf die letzten drei Landtagswahlen?

00:15:42: Was sind Deine Gedanken wenn Du da so die letzten zwei Wochen Revue passieren lässt?

00:15:47: Ich

00:15:47: muss schon sagen ich habe morgens schlechte Laune nach diesen Landtagswahlen.

00:15:51: Es gibt mich ganz offen zu und das zieht sich dann durch den ganzen Tag durch.

00:15:56: Also ich sage mal so, dass Menschen auch gerade junge Menschen CDU hat beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern ja noch zwei Prozent unter den jungen Menschen gewonnen.

00:16:05: Ja das junge Menschen immer auch schon extremer gewählt haben und mit dem Alter dann etwas gemäßig da worden sind Das gab's schon immer!

00:16:12: Aber es ist so eine radikale Abkehr von den etablierten Parteien die mich schon wirklich aufschrecken lässt.

00:16:21: weil mal Einsatz zu Herrn Merz dass er seinen Laden nicht im Griff hat.

00:16:26: Das sehen alle und das sehe ich auch so, aber die Problemlage... Ja, die resultiert nicht aus dem Handeln von Herrn Merz der letzten zwölf Monate.

00:16:35: Dass wir ein zu teures Gesundheitssystem haben hat nicht Herr Merz verschuldet, dass wir einen zu teure Rentensystem haben, hat nicht er Merz verschuldet.

00:16:42: Unsere

00:16:43: Infrastruktur total veraltet das.

00:16:45: Das wird sich bei der deutschen Autoindustrie dramatisch verloren hat.

00:16:48: Das hat nicht Herrn Merzt verschulden.

00:16:50: oder dass wir eine unbewältigte Migrationskrise nach wie vor haben?

00:16:53: Wir sehen das ja in den PISA-Studien.

00:16:55: Wie viel Geld wir investieren müssen um diese Menschen auch sprachfähig zu machen und in unser Bildungssystem zu holen.

00:17:03: Das ist alles mit unglaublich viel Geld.

00:17:05: oder denke an die Energiewende, das sind für sich genommen Riesenprobleme.

00:17:10: Alles zusammengenommen ist es eine Riesenaufgabe.

00:17:13: Und dann das noch ... Da verstehe ich auch die Kritik an März.

00:17:17: Man muss irgendwie bei all diesen Problemen ne gute Story erzählen ja?

00:17:22: Ja, wissen

00:17:23: wir mal hin will.

00:17:24: Gemalt dich viele Schulden auf!

00:17:26: Aber es kommt bei den Menschen gar nichts an.

00:17:28: Und das ist schon ein Problem auch in der Gesamtwahrnehmung, ich denke ja wir geben viel für Rüstungen aus und für andere Themen.

00:17:33: Es bleibt aber nicht so die Menschen übrig.

00:17:35: selbst diese Einkommenssteuerreform, die geplant war, ist eigentlich schon zusammen mal psychologisch verpufft.

00:17:42: Ja dafür trägt er die Verantwortung dass diese Wahrnehmungen so ins Rutschen kamen für die Probleme als euch eben nicht und die Lösung werden Jahre oder Jahrzehnte dauern wenn wir sie überhaupt gelöst bekommen.

00:17:55: Das ist schon eine fette Aufgabe, die wir da als Landzustellen haben.

00:17:59: Und wenn du jetzt Jahre und Jahrzehnte sagst, dann führte es aber nicht dazu dass Du als Unternehmer und als Rossmanngruppe denkst so wie jetzt müssen wir hier eigentlich irgendwie weg oder jetzt muss man eigentlich unser Hauptquartier woanders.

00:18:11: Das ist ja das Schöne am Einzelhandel!

00:18:13: Wir haben alle gleich Probleme immer.

00:18:15: Also meine Wettbewerber leiden unter den gleichen Ausgangsbedingungen oder Gedeihen unter dem gleichen Ausgangsbedingung.

00:18:21: ich kann mich ja als Drucker-Riemerkt überhaupt nicht betlagen.

00:18:23: an sich die Drucker Riemärkte können sich nicht beklagen.

00:18:26: Also ich glaube, wir wachsen jetzt seit nineteen sieben und neunzig fast durchgehend.

00:18:29: Ich glaube im Schnitt zweistellig machen dieses Jahr knapp siebzehn Milliarden um siebzen Komma fünf Milliarden Euro Umsatz.

00:18:36: also werden dieses Jahr auch im Konzern wieder knapp zweiställig wachsen.

00:18:40: Ich habe das gesagt, dass wir so vor vier fünf Jahren noch mal einen kräftigen Gewinnsprung hatten, dem war die hohe E-Bit Marge, die wir Verteidigung halten können.

00:18:48: Bin eigentlich mit der Entwicklung dieses Unternehmens sehr zufrieden?

00:18:51: Ich sehe es natürlich an der einen Seite ja schon auch mit Bürokratie kämpfen, ja.

00:18:57: Aber sie darunter leidet nicht maßgeblich unsere Innovationsfähigkeit.

00:19:03: also die Hemd, die bremst aus aber die stört nicht.

00:19:08: es ist im Industrieunternehmen versucht eine Fabrik zu bauen und ich habe Freunde die sagen wir warten seit drei Jahren auf ne Baugenehmigung.

00:19:14: Die haben natürlich ein handfestes Problem.

00:19:16: Dieses Problem haben wir so nicht und wir haben keine internationalen Wettbewerber, die unsere Produkte nachbauen oder dramatisch günstiger anbieten.

00:19:23: Das ist natürlich eine komplett andere Ausgangsbedingung.

00:19:26: Wir profitieren eher von dem Effekt nennen das quasi Instagramisierung unseres Sortimentes dass sehr viele wahren Gruppen wieder in den Kundenfokus gerückt sind einfach indem es viele neue Marken gibt Neue Produkte gibt Menschen sich sehr bereitwillig mit Gesundheit Well-being mit Schönheit auseinandersetzen, natürlich auch durch die sozialen Medien getrieben.

00:19:49: Darunter davon profitieren fast alle Druckeriemärkte in Deutschland wie aber auch in Europa.

00:19:55: Total und ist das für dich auch die Erklärung?

00:19:58: Dass so ein außergewöhnliches Wachstum in Zeiten ist wo es ja eigentlich so ist dass die Menschen weniger Geld haben, weniger konsumieren, einen Konsumentenindex rückläufig... Ist das sozusagen die Erklarung dafür warum ihr da eine Art Sonderkonjunktur habt?

00:20:14: Ja, also wir haben das ja schon immer gesehen dass Menschen teilweise wenn es wirtschaftliche Probleme gab dann von mitteln und größeren Anschaffungen Abstand genommen haben.

00:20:21: Und dann das gesparte Geld eher im Konsumbereich ausgeben.

00:20:23: Also das erleben wir schon.

00:20:25: aber ich sehe halt auch dass wir sagen wir eine fünf Jahre zurückgehst Dann hatten wir vielleicht ein Boden mit Gesichtsmasten.

00:20:31: heute haben den ganzen Meter und die teuerste Gesichtsmast kostet mittlerweile eine Entwicklung vor fünf Jahren innerhalb von fünf jahren zu einer ganz eigenen ein ganz eigenem produktsegment was wirklich virulenten und wichtigen beitrag dann leistet.

00:20:46: und solche stories könnte ich dir im tausender pack erzählen wie sich ganze.

00:20:51: ganze Segmente, ganz wahren Gruppen quasi wieder revitalisiert haben durch neue Marken.

00:20:56: Und das hilft uns ja auch enorm weil die Abhängigkeit von den großen Playern Proctor Unilever & Co auch damit ja abgenommen hat für uns und das hilft natürlich bei der Profitabilität weiter.

00:21:07: Wie viele Mitarbeiter habt ihr?

00:21:09: Also in Deutschland nicht auf Vollzeit sondern siebenund dreißig Pausen angestellt?

00:21:13: wenn du es auf Vollzeiten nimmst dann sind's glaube ich knapp dreißzig oder so und weltweit also europaweit sind es dann sechzigtausend.

00:21:19: glaube

00:21:21: Und hast du da Themen, neue Mitarbeiter zu finden in ausreichendem Maß?

00:21:26: Oder sagst du das ist eigentlich nicht das Thema.

00:21:29: Weil es jetzt dann eben auch nicht die gleichen Fachkräfte sind hier zum Beispiel in der Softwareindustrie fehlen oder im Ingenieurwesen oder so.

00:21:36: Ja unsere ich glaube unsere Branche hat einfach stark an Attraktivität dazu gewonnen weil halt andere Branchen massiv abgebaut haben und weil wir glaube ich als solches auch Einzelhandel vielleicht nicht mehr so unsexy ist wie das irgendwie mal vor zehn Jahren war also mittlerweile Früher wäre kein VW-Mitarbeiter hier aus dem Raum Hannover zu uns gekommen.

00:21:53: Das ist mittlerweile im Dutzenderpark passiert.

00:21:55: das, weil sich ja umgesprochen haben dass wir auch nicht nur mal banalen Einzelhandel betreiben sondern auch wirklich mit einer IT von über tausend Mitarbeitern auch technologisch herausfordernde Projekte stemmen.

00:22:10: aber auf der Fläche in den Fialen sehen wir, dass Mitarbeitergewinnung heute besser gelingt als noch vor fünf oder zehn Jahren.

00:22:19: steht die steigende Bewerbung.

00:22:21: Natürlich ist es schwierig, ja?

00:22:23: Die Qualität überzeugt nicht immer aber du!

00:22:27: Wir arbeiten dran und wir verbessern unsere Ausbildung.

00:22:31: Das

00:22:31: war ich gerade fragen, wie guckst du auf Ausbildung?

00:22:33: Und die jungen Menschen hast das Gefühl Ausbildung genug auszubildende auf die Plätze, die ihr habt steigende Ausbildung, wie ist die Qualität was da so dein Fake?

00:22:42: Also das hat sich nicht großartig geändert.

00:22:45: Ich fand diese Zahl erschreckend als sie das erste Mal gehört habe dass circa ein Drittel aller Auszubildenden bei Rossmann Nach dem ersten Jahr abbrechen oder wir beenden das.

00:22:54: Also von hundert sind dann noch sechzig da, circa nach einem Jahr.

00:22:58: Das war aber vor zehn Jahren nicht anders als heute.

00:23:00: Wir haben jetzt einfach mehr eingestellt.

00:23:02: ja also dass das hin wir kriegen alle Stellen besetzt weil wir uns auch bei den Ausbildungsgehältern verbessert haben Weil unsere Ansprache besser ist weil vielleicht wie gesagt auch Einzelhandel bisschen damals vielleicht auch ein bisschen tabuisiert war, weniger Sexigkeit.

00:23:15: Dadurch dass sich junge Menschen viel mit unseren wahren Gruppen auseinandersetzen und mit unseren Sortimenten beschäftigen ist sind wir vielleicht dadurch auch stärker in den Vordergrund als Arbeitgeber gerückt.

00:23:24: ich kann mich da nicht beklagen aber wir sehen natürlich das wir in der Ausbildung viel investieren müssen einfach von jungen Menschen das ist klar.

00:23:34: Wenn du jetzt so am Friedrich-März treffen würdest, was sind die ein zwei Sachen wo du sagst wenn wir die Reform durchkriegen dann also nicht können wir wieder atmen weil du sagste ja zu Recht ist es eine Vielzahl von Problemen.

00:23:46: aber wo sagst du so ey damit einfach mal anfangen.

00:23:49: Es braucht eine spürbare Entlastung bei den kleineren und mittleren Einkommen.

00:23:55: das ist einfach das A und O. Ja und dass die Leute irgendwie etwas gefühlt haben Das Thema Bürokratie, es wird immer zwar überall erwähnt.

00:24:06: Aber ich sage dir das ist so diffiziel und momentan sehen wir ja ganz viel Bürokrate kommt gar nicht aus Deutschland, sondern aus Brüssel einfach.

00:24:13: Ja also mit dem Thema Umschlage sind alles Brüsseler Themen.

00:24:16: Das hat Deutschland halt vor fünf bis zehn Jahren alles durchgewunken.

00:24:19: da ist man jetzt deutlich skeptischer und kritischer aber das Kind ist in den Brunnen gefallen.

00:24:24: Jetzt versucht man dann viele Themen auf On-Hole zu setzen oder zu entschlacken.

00:24:28: Aber wir haben das alles schon eingekauft, als großes Unternehmen haben wir uns immer darauf vorbereitet und wir sehen es jetzt bei der OEDR.

00:24:35: die Software ist eingekauft ja?

00:24:37: Und auf einmal brauchen wir die Software nicht mehr weil eine Vereinfachung dann eingesetzt hat.

00:24:42: aber der Vertrag ist abgeschlossen und die haben wir erst mal drei Jahre.

00:24:45: die Kosten also da ist mit einem sehr großen moralischen Alpha vor fünf Jahren unter Frau von der Leyen vorgegangen worden und der ist zumindest gebremst Aber die Folgekosten sind weiterhin da und schwer zu händeln.

00:25:00: Auf Deutschland bezogen, kann ich nur sagen ... Wir werden auch Reform machen müssen, die natürlich auch Menschen was ... Kein

00:25:07: Spaß machen zu tun.

00:25:09: Aber es muss auf der anderen Seite wieder potenzial freigesetzt werden.

00:25:13: Und ja, dazu muss eine gute Story gelingen.

00:25:16: Ja, absolut!

00:25:19: Ich hab nicht die Aufgabe zu erzählen... Ich sehe Probleme und weiß, wenn man das eine Problem löst wird noch keine Story da aus.

00:25:26: Das ist so meine Art zu arbeiten!

00:25:29: Ich sehe probleme und löse sie aber die Gesamtstory von Rossmann funktioniert auch.

00:25:33: Deshalb muss ich mir darüber keine Gedanken machen, ne?

00:25:35: Absolut.

00:25:36: Und im Sommer habe ich neulich auch ein Podcast erzählt auf einer Hafenmauer den Satz gesehen wenn der Kapitän das Ziel nicht kennt ist jeder wind ungünstig

00:25:44: und so ein bisschen

00:25:46: fühlt es sich gerade an dass wenn du einfach so einen großen Nordstern hättest oder eine Vision aus wie wollen wir hier in fünf oder zehn Jahren leben?

00:25:54: dann sage ich nicht dass dann plötzlich alle juhu schreien wenn du Reformen machst aber dann versteht man mehr wo wir eigentlich hinwollen.

00:26:00: bei

00:26:00: März kommen paar Punkte dazu.

00:26:02: erst Ich glaube, Blitz gescheit.

00:26:03: Er versteht auch die Themen aber er ist kein Teamplayer und das ist natürlich... tödlich, ne?

00:26:09: Und er kommt ja nicht aus der Wirtschaft.

00:26:11: Er war Aufsichtsrat vorher!

00:26:13: Wir wissen dass ein Aufsichsrat und einen CEO oder eine Familienunternehmer komplett unterschiedliche Sachen sind, Verena.

00:26:19: Also er hat eben nicht den Unterbau, den ein Herr Wüst- oder ein Herr Söder hätte die dann ihre Leute mit aus der Staatskanzlei rübernehmen und drei, vier, fünf Fachleute haben, die für diese ganze Koordination auch nötig sind.

00:26:33: Wenn man da noch so ein paar eingebaute Fehler hat wie das ganz gerne einfach dadurch brilliert, indem man zu ehrlich ist oder zu konfrontativ.

00:26:42: Wenn man dann mit gewöhnlichen Menschen redet, dann punktet man auch nicht unbedingt damit.

00:26:47: Nee und das ist ja so.

00:26:49: Wenn du selber Unternehmer bist, du weißt ganz genau wer sind die Stützen?

00:26:53: Wer sind die, die sofort mitnehmen würde wenn ich voran das anfangen würde?

00:26:57: holt mir aus den ersten hundert Tagen das Meiste raus und so.

00:27:00: Also, dass es ja damit steht und fällt der Erfolg.

00:27:02: Aber

00:27:03: eine gute Idee hatte er, den Karsten Wildberger einzuschätze einzuschätzen?

00:27:06: Absolut!

00:27:06: Ich muss sagen, da kann man ihm alle danken, weil das Bau hat natürlich... bis diese Misere da auch ausgebadet ist.

00:27:12: Aber ich glaube, das ist hervorragend besetzt und das muss man einfach mal anerkennen, dass es endlich einmal ein Minister gab der nicht heute wie außer aus irgendein Landesverband stammt sondern einfach gewählt worden ist und genommen worden ist weil er über Kompetenz verfügt.

00:27:25: Großartige

00:27:26: Besetzung und egal wer's dann weiter macht ob er dann noch weitermacht oder ob er sagt vielen Dank ich habe meinen Teil beigetragen.

00:27:33: Das Thema einfach stoosch weitergehen das ist glaube ich das Geburtestunde Toll, also zum Abschluss vielleicht noch die Frage so jetzt sagst du.

00:27:43: Also wenn ich dir zuhörte denke ich so wow wie viele oder wenige Unternehmen gibt es gerade in Deutschland?

00:27:49: Die so klar haben wo sie hin wollen die so marschieren die so erfolgreich sind.

00:27:52: Gibt's trotzdem was wo du sagst sodass da das will ich noch erreichen mit Rossmann dass ist irgendwie das schwebt mir vor.

00:27:59: Also klar wirds noch viel erreichen.

00:28:00: aber so irgendwas wo du saßt und da habe ich richtig Lust drauf.

00:28:03: Das ist ein bisschen Teil meines Nordsterns.

00:28:07: Wir machen ja mittlerweile knapp vierzig Prozent unsere Umsatzes im Ausland vom Gesamtkonzern und das ist stetig gestiegen.

00:28:13: Und wenn ich mir jetzt mal so meine meine Arbeitsbelastung letztens bei Jahre anschaue, dann ist es also ganz stark ist dieses Thema

00:28:19: auch

00:28:20: immer ein internationales Unternehmen haben aber nie international gedacht.

00:28:24: Und wir sind mittlerweile verstehen wir uns hier als Dienstleister für unsere Landesgesellschaften um da auch einfach das Niveau und die Projekte voranzubringen, die uns in Deutschland bewegen.

00:28:34: Das ist momentan etwas was mich antreibt.

00:28:36: Vieles funktioniert.

00:28:37: Wir haben wirklich einfach in Spanien ein westeuropäisches Land, wo wir echt noch eine Baustelle haben.

00:28:44: DM geht's mit Italien nicht anders.

00:28:45: man merkt einfach das wenn Drogeriemarktunternehmen in den Westen Europas expandieren dass sie sich dann ein stückchen weit vor einer veränderten Wettbewerbslage stehen.

00:28:54: und Das würde ich gerne reißen das Thema und die richtige Richtung bewegen.

00:28:58: Ansonsten steht ich diesen guten Weg weiter gehen denen wir haben.

00:29:03: Aber ich hab das auch gelernt, Verena.

00:29:04: Wenn ich an Corona zurückdenke und seit Abends angerufen vom jemand aus dem Bundeskanzleramt und sagt Sie haben Glück Herr Rossmann wir schließen sie nicht ja also das Leben hängt auch ganz stark von den äußeren Bedingungen ab die uns umgeben Und da kann man immer nur so dankbar sein dass man in unserem Fall auf der glücklichen Seite des Lebens stand und steht.

00:29:26: Das wird auch irgendwann mal anders sein.

00:29:28: aber Ja Wir haben Rückenwind und wir wissen wohin wir wollen.

00:29:33: Sehr gut, ich wünsche euch viel Erfolg und vielen Dank für das tolle Gespräch.

00:29:37: Vielen dank Verena!

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