Bin ich traumatisiert? Wie es sich zeigt und was hilft | Verena König
Shownotes
In dieser Solo-Folge spricht Lea mit Traumatherapeutin Verena König über das, was sich hinter dem oft inflationär verwendeten Wort "Trauma" wirklich verbirgt.
Verena erklärt den Unterschied zwischen einer prägenden Erfahrung und einem Trauma, woran man erkennt, dass eigene Muster auf etwas Tieferliegendes hinweisen, und warum sie lieber von Integration als von Heilung spricht. Außerdem gibt sie Anregungen, wie man im Alltag das eigene Nervensystem unterstützen kann.
Eine Folge über das, was unter der Oberfläche liegt, und darüber, warum sich der ehrliche Blick nach innen auf allen Ebenen des Lebens lohnt.
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Transkript anzeigen
00:00:07: Ja, auf meinen heutigen Gast freue ich mich besonders.
00:00:10: Denn es ist Verena König und Verena ist Traumotherapeutin Autorin, Seminarleiterin und Podcasterin – und seit über zwanzig Jahren beschäftigt sie sich mit folgender Frage wie prägen unsere Vergangenheit und unsere frühen Erfahrungen wer wir heute sind in unseren Beziehungen, in unserem Verhalten und in unserem Körper?
00:00:29: Ihr Buch Trauma und Beziehung stand auf Platz eins der Spiegelbestsellerliste.
00:00:33: in ihrem Podcast Kreative Transformation, erklärt sie jede Woche wissenschaftlich fundiert und nahbar was Trauma wirklich ist.
00:00:40: Und warum dieses Wissen wie Sie sagt die Kraft hat die Welt zu verändern?
00:00:44: Auf Social Media wird das Wort Trauma oft inflationär benutzt und gleichzeitig wissen die wenigsten von uns wirklich, was es bedeutet.
00:00:50: Wie sie sich zeigt und was man dagegen oder damit tun kann.
00:00:53: Und genau das wollen wir heute herausfinden.
00:00:55: Liebe Verena herzlich willkommen bei Fast and Curious!
00:00:58: Vielen Dank für die Einladung.
00:00:59: ich freue mich sehr auf unser Gespräch.
00:01:02: Ich auch wie schön dass du da bist und ich würde gerne erstmal raus finden wenn man sich so lange mit einem Thema beschäftigt und den ganzen verschiedenen Facetten und Tiefen Arten und Weisen, wie sich so ein Thema zeigen kann.
00:01:16: Über zwanzig Jahre lang bist du schon Traumotherapeutin.
00:01:20: Warum?
00:01:21: Was hat dich an diesem Thema so fasziniert oder tut es bis heute dass du sagst das lässt mich nicht los.
00:01:28: Das ist eine sehr schöne Frage.
00:01:30: Zunächst zur Klarstellung, weil ich da gerne ganz korrekt bin.
00:01:35: Ich bin seit fünfzehn Jahren Traumatherapeutin.
00:01:37: Seit zwanzig Jahren bin ich im beratenden und therapeutischen Kontext unterwegs und vor fünfzehnt Jahren zum ersten Mal in Kontakt gekommen mit Trauma- und Traumodynamiken.
00:01:47: Und seitdem bin ich quasi on fire für dieses Thema!
00:01:52: Und ich beschäftige mich so ... ungebrochen leidenschaftlich und neugierig mit dem Themenfeld, weil es für mich ganz viele Erklärungen bietet.
00:02:02: Für sehr viele Verhaltensmuster auch Leidensempfindungen die Menschen tragen und auch für Dynamiken die wir in Beziehungen und auch kollektiv also auch gesellschaftlich sehen können.
00:02:14: das heißt Trauma und Traumadynamik zu verstehen hat mir viele Antworten geliefert die mit der Menschheit an sich sozusagen, mit den Fragen zur Menschheit zusammenhängen.
00:02:25: Warum handeln Menschen?
00:02:27: Wie sie handeln?
00:02:27: Warum lassen Sie Dinge, die man eigentlich tun müsste?
00:02:30: Wie können wir so blind sein gegenüber Missständen oder Leid?
00:02:35: Was ist das mit der Empathie und was ist es mit der Bösartigkeit lauter solche Fragen, die mit Trauma- und traumatischen Erfahrungen so eng zusammenhängen?
00:02:45: Und was noch dazukommt ist, dass dieses Themenfeld ein junges Feld ist in der Psychotherapie und Psychologie.
00:02:55: Dass sich da wahnsinnig viel tut, viele Erkenntnisse und Methoden entstehen.
00:03:00: Das finde ich sehr spannend!
00:03:03: Ja, das ist es total.
00:03:06: Ich hab auch das Gefühl jetzt ist meine Mutter Psychologin und Psychotherapeutin und hat auch als diese gearbeitet.
00:03:12: Mein Vater hat Psychologie studiert.
00:03:13: also ich glaube ich komme erst mal aus dem Haushalt wo ich wahrscheinlich früh mit dem Begriff konfrontiert wurde einfach durch die Arbeit von meinen Eltern wahrscheinlich.
00:03:23: Und gleichzeitig habe ich genau dasselbe Gefühl, wie du das so in den letzten fünf Jahren irgendwie ganz stark aufgekommen ist.
00:03:29: Das Thema Trauma auch in den sozialen Medien.
00:03:32: Auch das Thema kollektives Trauma habe ich dann das erste Mal gelesen und bei mir schlagen da irgendwie so zwei gegensätzliche vielleicht Ideenkonzepte... in meinem Herzen.
00:03:46: Und deswegen wollte ich dich jetzt als Expertin fragen, dass eine ist?
00:03:49: Man liest mehr über Trauma, hört mehr, Menschen sprechen mehr überTrauma was sehr positiv ist und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass es teilweise inflationär benutzt wird.
00:04:01: also alles ist irgendwie gleich traumatisch.
00:04:04: Sag mal mit der Grundhaltung bin ich dann selber in meiner Therapie gestartet und hab gesagt Ich hatte ne wundervolle Kindheit Also ich hatte kein Trauma.
00:04:13: so Und dann sind wir in alle möglichen Themen reingegangen.
00:04:17: Und Antiotherapeutin sagen, naja das ist wahrscheinlich schon eine traumatische Erfahrung gewesen.
00:04:23: und meine ich so nicht?
00:04:24: glaube ich nicht weil ich habe jetzt nicht diese klassischen Traumata die man sich vorstellt wenn man über Trauma nachdenkt.
00:04:29: ja und ich glaube so geht es vielen.
00:04:31: also zum einen ist es was Wundervolles dass wir da mehr drüber sprechen dass ne Offenheit hat dass es da sein darf das besprechbar ist dass sie darüber lernen können und zum anderen hat man glaube ich eine Aversion dagegen wenn alles so überspitzt wird und alles in den selben Topf geschmissen wird.
00:04:47: Das heißt ab wann, also wie definiert man Trauma?
00:04:51: Und ab wann ist denn jemand traumatisiert?
00:04:55: Ja das ist noch eine wichtige Frage heute zu Tagel weil genau das was du beschreibst ich natürlich auch beobachte seit vielen Jahren, seit einigen Jahren sehr intensiv dass der Begriff Trauma ja in den Volksmund Rüber geht sozusagen und dementsprechend auch etwas an Differenziertheit- und Klarheit verliert.
00:05:16: Und deswegen ist deine Frage so berechtigt, ich gehe erst mal nüchtern auf die ein und dann würde ich gerne noch was hinzufügen zu dem, was du von dir gerade beschrieben hast und aus deiner Wahrnehmung.
00:05:27: also der Begriff Trauma, der ist ja erstmal beschreibend für das Geschehen beziehungsweise Verwundung, die ein Mensch erfährt.
00:05:36: Und wenn wir von Traumafolgen sprechen, dann sprechen wir von dem was man diagnostizieren kann.
00:05:42: Also Traumapolgen oder Traumapholgestörungen sind ganz klar auch per Diagnose Schlüssel klassifiziert.
00:05:49: da gibt es dann auch verschiedene Evaluationsbögen, Diagnosetechniken mit denen man gewisse Traumavolgestörung auch diagnostiziert kann.
00:05:59: Die haben sich allerdings auch schon im Laufe der letzten Jahre verändert, eben weil dieses Feld so jung ist.
00:06:05: Also das erst mal zur Differenzierung der Begriff Trauma umschreibt eigentlich dass Geschehnis oder die Dynamik in die ein Mensch gerät und Traumafolgen sind, was man diagnostizieren kann Ein traumatisches Ereignis Oder eine traumatische Lebensphase Es muss nicht immer nur ein einzelnes Eregnis sein sondern es kann auch eine ganze Lebensphase oder eine längere Strecke sein zeichnet sich dadurch aus, dass die Person, die das erlebt, sich auf allen Ebenen ihres Erlebens überfordert fühlt.
00:06:37: Also dass die Bewältigungsstrategien, die man so mitbringt für Stress der einem so geschehen kann, für Herausforderungen, die einem das Leben bietet ... Dass die Bewältigungstrategien ,die wir dafür zur Verfügung haben einfach nicht reichen für das was wir erleben und das führt dann zu einem inneren Zustand wie über Forderung, Hilflosigkeit und Ohnmacht anfühlt.
00:07:02: Und der sich auch nicht löst.
00:07:05: also, der nachdem die Situation oder die Phase überstanden ist, sich entspannt oder so wie man so schön sagt verarbeitet oder verstoffwechselt wird sondern es bleibt etwas zurück was ich anfühle wie nichts ist mehr als vorher war.
00:07:21: Ich fühle mich nicht mehr sicher in dieser Welt.
00:07:23: Ich habe kein Vertrauen mir in Menschen, ich habe Ängste die ich vorher nicht kannte.
00:07:28: Ich fühl mich in mir tief
00:07:30: verunsichert.".
00:07:31: Also Trauma Folgen entstehen dann wenn wir Situationen nicht verarbeiten konnten also auch unsere Verarbeitungsmöglichkeiten überstiegen werden.
00:07:42: Das ist vielleicht eine ganz grobe und übergeordnete Definition von Trauma und Traumafolgen.
00:07:48: Und das Ganze wird so interessant, auch ein bisschen schwammig beziehungsweise es läuft Gefahr schnell schwammigt zu werden weil Traumapolgen auf einem riesigen Spektrum liegen wo wir vielleicht noch ein bisschen drauf eingehen können.
00:08:01: also es betrifft dann sehr viele Ebenen des Lebens und deswegen wird das auch manchmal etwas unklar formuliert.
00:08:11: Und wenn du jetzt nämlich so von Trauma sprichst und die Definition so auslegst, dann hat sie ja nicht die Einschränkung so wichtig.
00:08:19: Jetzt verstehe dass das unbedingt in der Kindheit passiert sein muss?
00:08:22: Ja
00:08:22: es gibt verschiedene Arten von Traumatisierungen, die man unterscheidet.
00:08:27: auch da gibt es im therapeutischen Sprachgebrauch mehr als bereits klassifiziert sind.
00:08:34: Also es gibt zum Beispiel den Überbegriff Kindheitstrauma oder frühe Trauma.
00:08:39: Es gibt Begriffe wie Bindungstrauma, oder Entwicklungstrauma und das sind alles verschiedene Beschreibungen.
00:08:45: oder wie du schon sagtes kollektives Trauma wenn eine ganze Bevölkerungsgruppe oder eine große Gruppe an Menschen traumatisches erfährt.
00:08:54: oder dann eben auch so etwas wie eine klare Unterscheidung zwischen Schocktrauma einem einzelnen Geschehen und einer sequenziellen Traumatisierung, die über längere Zeit und auch in kleineren Dosen passiert.
00:09:07: Der Trauma-Begriff ist ein Überbegriff für viele verschiedene Formen von Hochstress erleben.
00:09:14: Nach der Erklärung, die ich zuvor gegeben habe, kann man daran ableiten, dass man nicht eine Situation als solche als Trauma definieren kann, sondern dass das zusammenhängt mit Umständen oder Resilienz, mit der Form von Unterstützung, die vorher währenddessen oder nachher auch da ist.
00:09:35: Also eine Situation oder eine Erfahrung in meinem Leben geteilt um sozusagen nochmal diese Definition zu verstehen.
00:09:43: und was heißt traumatisch?
00:09:45: Und was nicht hatte ich auch hier im Podcast habe ich das irgendwann mal dann fünf Jahre später glaube Erstmal ich erzählt, dass ich so eine Burnout-Erfahrung hatte.
00:09:54: Und zwar wirklich mit all den Symptomen die du beschreibst.
00:09:57: und das sage ich auch deswegen immer noch dazu weil es mir total ... wieder strebt, das Burnout so was fast schon Positives.
00:10:07: Ich bin ein harter Hund und habe mich überarbeitet und das ist irgendwas Cooles sozusagen seltschaftlich um wie teilweise erfahren hat weil wenn man es selber erlebt hat dann hat das überhaupt gar nichts cooles sondern ist eine absolute Ausnahmesituation unfassbar beängstigend eine absolute Überforderung Und ganz dramatisch für einen selbst in dem Gefühl Und ich habe das, würde ich sagen, früh genug erkannt durch eine Diagnose.
00:10:35: Also wurde mir sozusagen geholfen hat mir dann auch helfen lassen in der Tagesklinik und es war mit wahrscheinlich mit einer der wichtigsten Erfahrungen für mein Leben weil ich da so viel darüber gelernt habe wie ich da reingekommen bin und auch wie ich das schaffen kann nicht noch mal rein zu geraten.
00:10:52: Ich würd sagen jetzt im Nachhinein waren's eine sehr positive Erfahrung obwohl es drin unglaublich schrecklich war aber sozusagen weil ichs bewältigt habe Und gleichzeitig ist nichts mehr, so wie es vorher war.
00:11:03: Also ich bin nicht mehr die Person, die ich davor war.
00:11:06: Ich gehe ja anders mit Dingen um.
00:11:08: Mein Leben führe ich anders.
00:11:09: Ich treffe anders Entscheidungen.
00:11:11: Das hat eine ganze, sag ich mal ... Sequenz an neuen Entscheidungen mit sich gebracht.
00:11:18: Die Situation hat sich für mich auf jeden Fall traumatisch angefühlt.
00:11:22: Aber das ist jetzt auch nicht so ... Dass ich sagen würde, mein Leben hat eine schlechte Wendung genommen.
00:11:29: Im Gegenteil, es hat eine extreme Wendungen genommen aber für mich eine sehr positive Konstruktive.
00:11:36: ist also ein Burnout in dieser Art und Weise dann ein Trauma oder ist das nicht?
00:11:44: Das ist eine interessante Frage aus einer so diagnostischen Sicht.
00:11:48: Und ich werde das jetzt mal als Traumotherapeutin beantworten mit meinem Wissen über neue Biologie und unser Nervensystem, und man kann sagen, dass sowohl Trauma-Folgestörungen oder Traumafolgesymptome als auch ein Burnout im Grunde Stressfolgeerkrankungen sind.
00:12:06: Also Hochstress erleben es hier bei beiden sogenannten ... Erkrankungen sind klassifizierte Diagnosen.
00:12:16: Das Wort Erkrankung ist immer ein bisschen ... ja, kann spektatisierend wirken und negativ behaftet aber weil das alles im Grunde normale Reaktionen sind auf unnormale Umstände.
00:12:26: deswegen finde ich den Krankheitsbegriff manchmal etwas irreleitend.
00:12:30: Aber mit diesem Rahmen, den ich gerade gesetzt habe können wir ihn ja verwenden.
00:12:35: Also beides sind Reaktionen auf Hochstress erleben was zu Überforderung und zu Ohnmachtsempfindungen geführt hat.
00:12:44: Und ein Burnout zeigt sich dann in der Symptomatik auf der Nervensystemebene mit ganz, ganz vielen Parallelen bzw.
00:12:51: Überschneidungen zur Trauma folgen.
00:12:54: Also wir geraten einen so dauerhaften Hochstresszustand das unser Nervenystem und damit unser gesamter Organismus nicht mehr an der Lage ist zu regenerieren, sich zu entwickeln, also in irgendeiner Art und Weise flexibel zu schwingen.
00:13:13: Sondern es wird immer mehr Stress die Überladung mit Stress-Symptomen wird immer stärker der Stoffwechsel kippt in eine Akute und dann dauerhaft also chronische Stoffwechslage Und all das kostet uns dann letztendlich alle Ressourcen und die Möglichkeit noch Veränderungen herbeizuführen.
00:13:34: Das heißt, die Gemeinsamkeit ist das wir als Betroffene des Gefühl haben.
00:13:40: Wir sind unsere eigenen Biologie, unseren eigenen Inneren komplett unterlegen.
00:13:46: Unsere Gedanken unserer Wille und Verstand können nichts mehr ausrichten gegen was da passiert.
00:13:53: Und man würde medizinisch gesehen Trauma- und Burnout unterscheiden weil die auslösenden Faktoren hier unterschiedlich bewertet werden.
00:14:01: Also bei einer traumatischen Reaktion und bei einer Traumafolge, da geht man davon aus, dass eben so etwas wie Lebensbedrohung empfunden wird.
00:14:09: Dass etwas wie absolute existenzielle Bedrohungen empfundet werden.
00:14:14: Und bei einem Burnout spricht man nicht von diesem Kriterium der Lebensbeton.
00:14:21: Aber wenn man sich die Empfindung und die Beschreibung vom Betroffenen anhört, dann ist es genauso existenziell.
00:14:29: Es ist gekoppelt an massive Zukunftsängste, an Versagenängste und Verlustängste.
00:14:36: An eine Art Selbstbildebene.
00:14:39: Wer bin ich wenn ich scheitere oder nicht schaffe?
00:14:43: Es ist eine sehr starke Existenz und manchmal auch Identitätskrise mit einem Burnout verbunden.
00:14:50: Und das erlebt man bei Trauma.
00:14:53: Ich füge gerne hinzu, weil ich dir so mit ganz viel Neugierde gelauscht habe ... Dass du sagst, das war eine positive Erfahrung rückblickend ist ein Ausdruck davon dass du die Erfahrung wirklich integriert hast.
00:15:08: Also dass du aus dem ganz negativen Hochbedrohlichen und wie auch sagt es dramatischen was Du erlebt und empfunden hast letztlich für dich ganz klare Entscheidungen Botschaften eine andere Haltung entwickeln konntest Das also dein Leben heute zwar anders ist als davor Aber dass du das positiv mit positiven Attributen belegen kannst, ist ein Zeichen für gelungene Verarbeitung und daraus folgendes persönliches Wachstum.
00:15:38: Wir haben alle Menschen die wir leben herausfordernde Situationen.
00:15:44: da kann sich ja niemand rausnehmen.
00:15:46: egal wie privilegiert man aufwächst hat man einfach Dinge die einen konfrontieren mit denen man umgehen muss.
00:15:55: Woran erkennt man?
00:15:56: Und ich würde sagen, den Burnout ist ja jetzt wie bei mir das war.
00:15:59: Das war mir total klar dass das jetzt gerade out of the ordinary ist, dass da irgendwas in Anführungszeichen kaputt ist.
00:16:05: Dass ich irgendwo reingeraten bin genau wie du sagst wo mein Kopf nichts mehr tun kann meine Ratio nicht mehr tun können meinen Wille nichts mehr machen kann mein Wunsch nichts mehr zu tun kann sondern wo ich sozusagen externe Hilfe brauche weil es so starke so klare Symptome hat.
00:16:24: Bei Trauma ist es ja anders.
00:16:27: Du kannst in der Kindheit ein Trauma erlebt haben und die Folgeerkrankungen, wie du's genannt hast, dein ganzes Leben lang immer wieder spüren.
00:16:39: Woran merkt man denn überhaupt?
00:16:43: Dass vielleicht ein unverarbeitetes Trauma einem bestimmten Empfinden zugrunde liegt!
00:16:53: Man erlebt viele unschöne Dinge auch so.
00:16:56: Also sozusagen, woher weiß ich?
00:16:58: Mensch das ist vielleicht ein Hinweis dass es gar nicht um die aktuelle Situation geht sondern um etwas was in der Vergangenheit passiert ist.
00:17:07: Ja also der große Unterschied den du im Grunde ansprichst zwischen Prägung oder schwerwiegende Erfahrung und traumatische Erfahrungen Der ist für viele ein großes Fragezeichen auch weil eben viele Menschen Erst mal sagen beispielsweise, ich hatte eine schöne Kindheit und wenn man genauer hinschaut dann merkt man das ist nicht wirklich Sicherheit sondern das ist eine Art von Scheinensicherheit die man sich gebaut hat, sag' ich mal ein bisschen bildlich um eben mit der fehlenden Sicherheit irgendwie klarzukommen.
00:17:41: Da werde ich jetzt kurz versuchen, klar darauf einzugehen.
00:17:44: Wenn wir Trauma in der Kindheit erleben, dann ist das vor allem dadurch gekennzeichnet, dass ein Kind auf Menschen, die sich um das Kind kümmern und dem Kind Geborgenheit und Sicherheit schenken, genau das nicht zuverlässig geben können.
00:18:01: Dass also ein Kind mit vielschichtigem, manchmal subtilen, manchmal ganz offensichtlichen Empfindungen aufwächst ... wirklich sicher zu sein, nicht in Sicherheit zu sein.
00:18:13: Und das ist ein ganz großer Überbegriff für sehr viele mögliche Empfindungen.
00:18:19: zum Beispiel um es konkret zu machen Ich bin nicht sicher wenn ich meine Bedürfnisse und Wünsche äußere wäre eine Prägung die man erhalten kann wenn man beispielsweise bestraft wurde wenn man intensive Gefühle gezeigt hat oder ignoriert wurde, oder wenn einem gesagt wurde, dass das falsch und unangemessen ist was man fühlt.
00:18:39: Oder wenn man das vermittelt bekommen hat Man könnte zum Beispiel das Gefühl entwickeln als Kind.
00:18:46: Ich bin nicht sicher, wenn ich mich nicht um andere kümmere.
00:18:50: Das wäre auch eine Prägung die Kinder dann spüren Und erhalten wenn ihre Bezugspersonen selbst geschwächt sind, wenn sie vielleicht unter Krankheiten leiden oder unter großem Stress leiden.
00:19:03: Und daraufhin so was passiert wie eine Parantifizierung also das Kinder in Elternrollen hineinrutschen um das Familiensystem zu stabilisieren und dass es alles dann gekoppelt an einen Empfinden von elementarem Fehlen von Sicherheit ein Kind in hohen Stress versetzt der aber nicht aufgefangen werden kann, der sich also nicht lösen lässt.
00:19:24: Das heißt das Kind muss mit dem Stress leben und muss mit ihm klarkommen.
00:19:28: Und was ein menschliches intelligentes komplexes Nervensystem dann macht ist, sich an diesen Stress anzupassen und herauszufinden welche Verhaltensmuster, welche Gedankenmuster welcher Nerven-System zustände helfen um damit irgendwie klarzukommen.
00:19:45: Daraus entwickeln sich dann Muster auf Verhaltensebene, auf Gedankebene auch auf einer Selbstbildebene.
00:19:51: Auf Beziehungsebene die wir erst mal als normal wahrnehmen weil wir das in unserer Kindheit gelernt haben.
00:19:59: aber und jetzt kommt dieses Kriterium was du angesprochen hast woran merk ich es denn?
00:20:03: wo wir dann später im Leben merken?
00:20:05: dass ist automatisch.
00:20:07: das passiert automatisch in mir.
00:20:09: Ich merke inzwischen dass mir das nicht gut tut zum Beispiel mich in Beziehungen immer unterzuordnen, eigene Bedürfnisse zu verschweigen.
00:20:17: Mich übermäßig anzupassen, dadurch überlastet zu werden vielleicht deswegen einen Burnout zu rutschen.
00:20:24: Also man merkt da passiert etwas automatisch in mir obwohl ich schon ein Bewusstsein dafür habe dass das mir nicht gut tut und ich es gerne anders machen möchte.
00:20:35: aber ich fühle mich meiner automatischen inneren Reaktion meiner Muster meine Strategien Den gegenüber erlebe ich mich als handlungsunfähig.
00:20:44: Und diese Situation, also
00:20:47: glaub' ich
00:20:48: kenne ich, kennen wahrscheinlich viele die sich so auch mit Persönlichkeitsentwicklung auseinandersetzen mit Therapie, auseinanderzusetzen an Coaching gemacht haben.
00:20:55: und sodass man sich selber auf die Schliche kommt welche automatisierten Autobahnen man hat teilweise sogar weiß warum man diese Strategien aufgebaut hat?
00:21:05: Und gleichzeitig, Verena kann es doch so sein dass ich diese Dinge aufgebaut habe ohne das ist ein traumatisches Ereignis war oder Erfahrung war die dem zugrunde liegt.
00:21:16: Ja also wir sind als generell als Menschen unglaublich anpassungsfähig und Anpassung ist auch ein Erfolgsrezept, um in schwierigen Situationen Stabilität zu erzeugen.
00:21:27: Auch wenn das nicht die Traumakriterien erfüllt.
00:21:30: Und das ist ein super spannender Aspekt unserer Persönlichkeitsentwicklung also auch in der Entwicklungspsychologie weil Anpassung etwas Natürliches ist und wir auch erst mal über Anpassungen lernen.
00:21:41: Also wir entwickeln auch über Anpassen nach und nach immer mehr unsere eigene Persönlichkeit, weil wir verschiedene Einflüsse aufnehmen und daraus dann irgendwann ein eigenes Ich werden.
00:21:53: oder dass sozusagen immer mehr zu unserer gefühlten empfundenen Persönlichkeit wird.
00:21:58: Und das heißt Anpassungs- die Anpassungsleistung zu erbringen, ist per se auch gar nicht etwas Negatives.
00:22:05: Das sollte nicht immer als negativ konnotiert wahrgenommen werden sondern der kritische Punkt ist an dieser Stelle ob das Veränderungsoffen ist also ob ich in der Lage bin meine Anpassungen, meine Muster die daraus entstanden sind bewusst zu verändern oder ob ich da das Gefühl habe dass gelingt mir nicht.
00:22:28: Und es gibt ja jetzt so Begriffe wie Trauma, Heilung.
00:22:34: Also sage ich mal in meinen Worten jetzt versuchen das Trauma wahrscheinlich zu verstehen und zu identifizieren vielleicht auch zu entkernen für was damals passiert ist warum es auch sinnvoll war welche Strategien man dann sozusagen angefangen hat zu nutzen und sozusagen neue Strategien für sich definieren zu können.
00:22:53: du verwendest lieber den Begriff Trauma Integration Unter dem Begriff.
00:22:59: Und wann ist eigentlich ein Trauma wirklich integriert?
00:23:03: Ja, also der Begriff Heilung zunächst mal ist ja einer in der Medizin und auch in der Psychotherapie vor allem dadurch definiert es, weil auch ganz altmodisch definiert ist das Symptome gelindert werden und Heilungen dann sozusagen da definiert sind, dass Symptomen weg sind Dass also der Mensch sich sozusagen von einer Krankheit genesen erlebt, das heißt sie ist wieder weg.
00:23:30: Die Krankheit kam und sie ist es wieder weg man hat sie geheilt.
00:23:35: Und das ist eine Sichtweise die bei solchen Erfahrungen wie traumatischen Erfahrungen und den Folgen die daraus entstehen nicht wirklich das Spektrum
00:23:46: abwägen
00:23:46: kann, der ist nicht hilfreich.
00:23:48: Denn es ist nicht das Anliegen der Trauma-Integration oder auch der Traumatherapie ein Zustand zu erreichen so als wäre das nicht geschehen.
00:23:58: Das ist nicht möglich auch weil eine traumatische Erfahrung so tief im Nervensystem und in der Persönlichkeit Spuren hinterlässt dass man nur darüber hin wegkommen kann, darüber hinaus wachsen kann auch so wie du es aus deiner Burnout-Erfahrung beschrieben hast.
00:24:12: Man ist danach jemand anderes und im besten Falle jemand den man noch mehr als man selbst empfindet oder noch bewusster oder wie auch immer.
00:24:22: Und deswegen... Auch deswegen ist der Begriff Integration mir näher.
00:24:27: und das hat aber auch noch einen zweiten Hintergrund weil rein definitionsgemäß Trauma sich dadurch auszeichnet, dass Erfahrungen nicht so verarbeitet wurden wie Erfahrungen die nicht den traumatischen Charakter haben.
00:24:42: Das heißt sie sind auf der Gedächtnesebene anders abgelegt als Erinnerungen, die normal verarbeitete und verstoffwechselt werden können.
00:24:51: Und man spricht hier auch tatsächlich von der fehlenden Integration dieser Erfahrung und Erinnerung weil sie abgespalten in speziellen Bereichen unserer Biologie bildlich gesprochen, wie abgelegt sind.
00:25:06: Und eine Symptomatik verändert sich dann ... Eine Lebensqualität verändert sich wenn diese fragmentierten Erlebnisinhalte auch neurobiologisch anders abgelegt werden können durch Verarbeitung, durch Traumainterkrationsprozesse, durch therapeutische Interventionen.
00:25:26: Das heißt, der Begriff Integration ist nicht nur einer, der eine Haltung ausdrückt oder etwas anderes beschreibt.
00:25:34: Er beschreibt auch ein neurobiologisches Geschehen was man in der Trauma Verarbeitung beobachten
00:25:39: kann.
00:25:40: Macht für mich sehr viel Sinn vor allen Dingen die Differenzierung zur Heilung und was du sagst dieser Teil von Biologie.
00:25:50: jetzt gibt es ja verschiedene Methoden um Mit Trauma umgehen zu lernen, Trauma integrieren zu lernen.
00:25:58: Eine die irgendwann mal in mein Leben gekommen ist durch irgendwie Freundschaften-Netzwerk was auch immer war sehr extremer.
00:26:07: ich habe das eigentlich nie selber gemacht.
00:26:09: aber Freunde von mir die dann gesagt haben Mensch ich hab jetzt meinen Trauma mit Ayahuasca behandelt und war da irgendwo bei Schaman im brasilianischen Dschungel.
00:26:20: Da war heilender Pflanzenextrakte zu mir genommen und dann ging es mir ganz schlecht.
00:26:27: Und dann ging's mir irgendwann wesentlich besser, ich hab das Gefühl dass ist so einer der wahrscheinlich extremsten Formen und ich weiß noch nicht mal ob die wirklich nachhaltig ist aber das muss jemand anders auswerten wie man mit Trauma umgehen kann.
00:26:41: und da gibt´s natürlich viele andere auch.
00:26:44: was sind die verschiedensten Form?
00:26:48: mit der man klassischerweise anfängt, wenn man so zuhört und denkt... Also das was ihr da bespricht.
00:26:56: Und die Muster-und-die-Symptome vor allen Dingen, die ihr so aufzeigt, glaube da ist etwas bei mir.
00:27:01: Ja also weil ich finde, dass es auch sowas, wenn wir meistens aus meiner Erfahrung sind Dinge, die mit einem resonieren, resonieren die außen im bestimmten Grund.
00:27:13: Man isst nicht sozusagen sinnlos in einem Gedankenstrang oder plötzlich hört man sich ganz viele Traumapodkast an.
00:27:20: So, das passiert nicht zufällig sondern meistens ist der Körper und er verstand irgendwie so schlau dass er denkt ach da lohnt es sich dran zu bleiben an dem Thema, da ist irgendwas für mich drin.
00:27:31: was sind also so klassische Methoden wie man anfängt wenn man das Gefühl hat ich glaube da sollte ich mir etwas angucken mit Trauma umzugehen?
00:27:39: Ja Also, da versuche ich auch mal ein bisschen einen Bogen zu spannen.
00:27:42: Weil die Frage sehr viele Aspekte anspricht und viele Facetten anklingen lässt.
00:27:48: Zunächst einmal ist es so, dass Trauma-Folgen ja auf einem großen Spektrum liegen und die Intensität der Symptomatik auch sehr unterschiedlich sein kann.
00:27:58: Es kann sein, dass Menschen eine so starke und intensive Symptomatik haben, das sie beispielsweise dauerhaft trufsunfähig sind, dass ein normales Alltagsleben gar nicht möglich ist.
00:28:13: Bei anderen Menschen zeigen sich die Trauma-Folgen vor allem im zwischenmenschlichen Beziehungserleben, sodass sie ein ganz gutes Alltagslieben gestalten können aber beispielsweise in Beziehungen immer wieder leiden oder da immer wieder ähnliche Muster erfahren.
00:28:29: also es gibt so viel unterschiedliches auf diesem großen Spektrum das man auch erst mal unterscheiden muss, welche Methode der Traumaterapie oder der Trauma-Integration ist wo angemessen und wo hilfreich.
00:28:45: Und da kann man vielleicht auch ganz grundlegend sagen dass es zum einen Methoden gibt die mit Trauma Konfrontation arbeiten also wo man intensiv in die Konfrontations mit dem geschehenden überwältigenden Überfordernden in die Verarbeitung geht.
00:29:02: Das sind Methoden, die der Traumatherapie vollständig vorbehalten sind.
00:29:05: Das kann man nicht in Trauma-Coachings oder in irgendwelchen nicht klinischen oder nicht therapeutischen Settings machen und da braucht es auch spezielle Techniken und Fähigkeiten dafür.
00:29:15: Und diese aufdeckenden und konfrontativen Methoden sind besonders wichtig wenn die Symptomatik eben sehr stark ausgeprägt ist und Menschen auch so etwas haben wie Wiedererleben also dass sie Flashbacks haben das immer wieder mit Bildern und Inhalten konfrontiert sind.
00:29:30: Und dann gibt es einen ganz großen anderen Raum, in dem ganz viele Methoden und Möglichkeiten versammelt sind.
00:29:37: Die nicht konfrontativ sind und die eher mit dem Nervensystem arbeiten mal ganz übergeordnet gesagt und die versuchen mit den Phänomenen und Symptomen, die da sind umzugehen und die dadurch darauf abzielen sozusagen eine größere Kapazität, eine stärkere Resilienz zu entwickeln Form der Selbstbegegnung zu kultivieren, die es ermöglicht mit intensiven Erregungszuständen und ängstlichen Zuständen oder auch gedämpften Zuständinnen umzugehen.
00:30:09: Und dadurch Integration zu ermöglichen ohne dass man konfrontiert mit dem Erlebten.
00:30:17: Und diese Methoden haben Platz im Traumasensiblen Coaching in der trauma informierten Begleitung, in der Traumapädagogik und in all diesen Feldern.
00:30:27: Das als Vorrede für die Frage, womit fange ich an?
00:30:30: Wenn ich das Gefühl habe, irgendwas resoniert in mir und könnte sein, dass da was dabei ist.
00:30:37: Ich glaube ein erster guter Schritt ist tatsächlich, das erst mal anzuerkennen und ernst zu nehmen und zu bemerken, mein Inneres signalisiert mir gerade hier eine Richtung, in die ich mal ein bisschen forschen und erkunden könnte Und da ist es meiner Erfahrung nach sehr hilfreich, wenn wir Informationen bekommen.
00:30:56: Die uns erst mal auf der Verstandesebene so was wie einen Rahmen geben etwas Orientierung geben also beispielsweise Bücher zu lesen Podcasts in dem Bereich zu hören die wissenschaftlich fundiert sind und die einen Zugang schaffen.
00:31:11: und dann bekommt man sowas wie eine Idee etwas mehr Klarheit was vielleicht in der eigenen Biografie und im eigenen erleben Trauma assoziat sein könnte.
00:31:21: Und da wird sich dann herausstellen, kann ich schon etwas auch alleine für mich tun oder brauche ich Unterstützung?
00:31:27: Ich plädiere immer dafür, sich frühestmöglich Unterstützung zu holen.
00:31:30: Auch wenn man sie vielleicht nicht lange braucht oder vielleicht nur punktuell braucht.
00:31:35: Aber wir sind viel zu sehr darauf fokussiert, Dinge allein zu schaffen und zu funktionieren.
00:31:38: Und niemanden zu brauchen!
00:31:40: Stimmt.
00:31:41: Leider.
00:31:42: Das ist gerade bei Trauma absolut unsinnig, Dinge möglichst lange alleine zu versuchen.
00:31:48: Dann kann man zum Beispiel auch beginnen sich mit Nervensystemregulation ein bisschen zu befassen, mal ein Traumasensibles Coaching aufzusuchen mit jemandem der eben Trauma-Wissen hat ... Und dann dort auch rauszufinden, brauche ich vielleicht eine therapeutische Unterstützung?
00:32:03: oder kann ich auf diesem Wege mit mehr Achtsamkeit und einem guten Wissen dann verschiedene Dinge auch für mich etablieren die gut tun.
00:32:13: Und was ist dein Plädoyer?
00:32:16: Warum es sich lohnt?
00:32:17: Weil natürlich schon dieser Teil des Beschäftigens damit auch die Dinge wieder hervorholen kann und man wahrscheinlich teilweise Gefühle und Emotionen wieder erlebt oder erleben kann, zumindest je nachdem welche Methode man dann nutzt.
00:32:35: Und wie weit man da auch reingehen möchte und so.
00:32:37: So warum lohnt es sich?
00:32:39: Oder was ist sozusagen der Gewinn von einer, sag ich mal funktionierenden Trauma Integration?
00:32:46: Ja also Ich halte gerne gleich ein Flammen-Displetter jeweils wirklich so sehr lohnt und möchte kurz noch etwas herholen Was sonst untergeht.
00:32:55: was so wichtig war in deiner Frage?
00:32:58: Dieser Hinweis auf diese krassen Methoden wie ayahuasca-Sessions, irgendwelche Zeremonien mit Psychedelika.
00:33:07: Auch so was wie Microdosing und sonstige Dinge die gerade auch hier herum neandern in dem Traumafeld.
00:33:15: Hierfür möchte ich grundlegend eindrücklich warnen.
00:33:20: alles womit wir unser Bewusstsein manipulieren Also wir, die auch von unserem Unterbewusstsein aufgestellten Barrieren der Dissoziation also der schützenden Abspaltung von Erlebnisinhalten überall da wo wir das mit Substanzen einreißen oder runterfahren laufen wir große Gefahr.
00:33:44: der Retraumatisierung.
00:33:45: Das muss einfach so klar ausgesprochen werden, bei vielen Menschen läuft es einigermaßen gut.
00:33:51: ich kenne unglaublich viele bei denen das gar nicht gut läuft und die wirklich Therapie bedürftig werden nach solchen Sessions.
00:33:57: Nach allem was katartisch ist oder wo man im Grunde wirklich seine Steuerungsfähigkeit an eine Substanz abgibt.
00:34:05: Und es gibt Forschung zu psychedelischer Therapie.
00:34:09: Es gibt auch klinische Settings und auch Indikationen für die PTBS, also die posttraumatische Belastungsstörung und für Depression beispielsweise mit Ketamin oder mit MDMA.
00:34:21: Da gibt es klinisches Settings in denen das in Deutschland noch selten aber in den USA beforst und durchgeführt wird.
00:34:29: Und nur in solchen Settings sollte so was stattfinden und nicht auf eigene Voraus.
00:34:34: Es gibt so viele Gefahren, die da lauern... Also das ist mein Plädoyer für das, was man nicht tun
00:34:39: wollte!
00:34:39: Sehr wichtig glaube ich.
00:34:40: Ich find's leider auch wirklich mal richtig weil es so ein Wald- und Wiesen- und Krautgewächs gibt.
00:34:46: Naja vor allen Dingen, ich glaube dass Schwieriger an diesen Formen ist, dass es so diese schnelle Heilung verspricht.
00:34:54: oder dadurch ist es so attraktiv dass man denkt von außen, wie gesagt, ich hab da keine Erfahrung mit.
00:35:00: Aber wenn man denkt vom Außen ... ach Mensch!
00:35:03: Da bist du dann zwei Tage im Dschungel meinetwegen bei der Form und dann kommst du wieder und die Sachen sind gelöst?
00:35:10: Und wie du sagst ja, es gibt sicherlich alles, das hilft irgendjemandem.
00:35:15: Und gleichzeitig, wenn wir jetzt selber, wie ich auch, habe ich irgendwie eine langjährige Therapie gemacht, vor allen Dingen nach Trennung von dem Papa meiner Kinder und zu Unternehmen verkauft usw.
00:35:27: Das ist natürlich in Anführungszeichen langweiliger.
00:35:33: Es ist langsamer, es ist auch nicht jedes Mal exciting, relativ viel Aufwand und wirkt ... Also es dauert bis diese ... Wirkung sozusagen einsetzt.
00:35:47: Und ich finde auch jetzt aus meinem eigenen Erleben, man geht immer wieder zurück und weißt zwei Schritte vor einen zurück und denkt wieder, oh meine Güte das hatte ich doch schon mal!
00:35:57: Jetzt mache ich es wieder und es nervt einen selber über einen selbst.
00:36:01: und also so diese ganzen Sachen.
00:36:03: und das verstehe ich dass manche Menschen dann denken gibt's da nicht einen schnelleren Weg, der irgendwie effektiver funktioniert?
00:36:10: und gleichzeitig finde ich absolut richtig, dass du das einmal abgrenzt Ja, und auch klar sozusagen die aktuelle Einschätzung da teilst.
00:36:21: Und trotzdem was ist drin in der Beschäftigung mit dem Trauma?
00:36:26: Und in einer Methode, die sinnvoll für einen funktionieren kann wenn man sie dann macht und wenn man es schaffen kann das Trauma wirklich zu integrieren?
00:36:34: Ja also zu der Frage und zum Plädoyer sozusagen.
00:36:39: Also
00:36:40: Trauma Integration.
00:36:41: Das heißt dass integrieren und verarbeiten von Ereignissen, die unsere Biografie geprägt haben ist eine intensive Prozessarbeit.
00:36:52: Es gibt meiner Erfahrung nach keine Abkürzungen für diesen super vielschichtigen und komplexen Prozess.
00:36:59: es gibt manches was Symptome lindern kann oder was manchmal den Weg erleichtern können auch mal Medikamente gehören oder vielleicht auch etwas experimentellere Methoden wenn sie eben sicher eingesetzt werden.
00:37:11: Grundlegend ist es aber so, dass wir Trauma-Integration als ein Weg begreifen können.
00:37:18: Der letztlich so etwas ist wie eine ganz, ganz aufrichtige und sehr, sehr integre Hinwendung zu uns selbst – und zwar zudem selbst was jenseits der Anpassungsleistungen der Prägung die wir erfahren haben wirklich uns ausmacht!
00:37:38: Und damit, das ist sozusagen auch das Plädoyer.
00:37:41: Was wir da eigentlich machen?
00:37:42: Es geht nicht nur darum Symptome los zu werden oder eine andere Lebensqualität zu erreichen oder etwas nicht weiterzugeben an unsere Kinder und die folgenden Generationen sondern es geht auch darum, zu sich zu kommen und in ein Erleben von Innigkeit oder Verbundenheit mit sich selbst zu gelangen was letztlich dann eine Lebensqualität ganz stark verändert.
00:38:09: Und es lohnt sich also auf dem Sinne auch dann allen Ebenen unseres Seins.
00:38:14: Wir werden die Früchte ernten in der Beziehung zu uns selbst, in der Haltung zum Leben oder mit anderen in der Sicht auf die Zukunft und auf die Vergangenheit – das ist so vielschichtig und vieldimensional dass man's eigentlich gar nicht wirklich in Worte fassen kann was eine Traumaintegration alles an Geschenken mit sich bringen kann, während sie gleichzeitig streckenweise wirklich harte Arbeit ist und einen aufs Äußerste herausfordert.
00:38:46: Das kann ich nach über fünfzehn Jahren intensiver Erfahrung in der Praxis sagen – es lohnt sich so sehr!
00:38:52: Es ist Gold wert wenn man Schritt für Schritt weitergeht.
00:38:57: Ja, kann ich ganz viel mit anfangen.
00:38:59: Weil jetzt in meiner eigenen Therapie-Erfahrung einfach bleibend, weil ich mir gar nicht anmaßen möchte da sozusagen darüber hinweg zu sprechen aber was ich da total merke ist einfach eine Möglichkeit andere Entscheidungen zu treffen als ich sie vorher getroffen hätte, weil plötzlich die Wege frei sind dafür auch mehr ehrlicherweise Freiheit und Freiraum mir die Wegen von anderen Interessierter anzugucken, weil die eigene Bewertung weniger da ist.
00:39:30: Die teilweise auch Angst getrieben war oder durch die eigenen Erfahrungen ganz stark geprägt ist und dadurch kann man das auch gar nicht sehen.
00:39:38: Also ein bisschen mehr Lernbereitschaft fast schon als einfach so ein offenerer Blick ist, weil man weniger Angst gesteuert ist wahrscheinlich.
00:39:46: Ehrlicherweise bei mir auch viel Freude.
00:39:49: also ich fand es so schön wie du gerade gesagt hast dieses Aufrichtige zu sich selbst hinwenden.
00:39:55: Das ist ja genau das Spannende eigentlich, dass es in der Arbeit mit einem selber nicht darum geht irgendwas nach außen zu zeigen oder irgendetwas Leerhaftes daraus erzählen zu können.
00:40:07: Oder irgendwie anders wirken zu können oder so sondern aufrichtig sich selbst kennenzulernen.
00:40:14: weil es auch spannend ist wenn man sich selber so oft die Schliche kommt weil man selber plötzlich andere Wege gehen kann die vorher verschlossen waren weil man dadurch dann wieder mehr Freude, mehr Freiheit, mehr Fröhlichkeit.
00:40:27: Mehr alles Mögliche empfinden kann weil man bestimmte Dinge ablegen konnte und bestimmte Glaubenssätze die man vielleicht sich angeeignet hat durch Erfahrungen.
00:40:37: Und all das also kann ich hundertprozentig unterstützen.
00:40:40: Das ist eine eine total schöne Erfahrung und ich glaube gleichzeitig muss man halt Zeit, die es braucht.
00:40:46: So einfach mitbringen als man muss bereit sein.
00:40:50: Weil das leider dir keiner sagen kann so in einem halben Jahr bist du damit fertig.
00:40:57: Also nach der Trennung ich hatte so das Gefühl, ich brauche vielleicht ein Ja oder drei hat's gedauert bis ich das Gefühl hatte jetzt bin ich gut damit.
00:41:05: Jetzt klappt's und trotzdem würde ich überhaupt nicht missen wollen.
00:41:10: Jetzt gibt es ja viele Menschen.
00:41:13: Teilweise sind natürlich auch durch den Mangel an Möglichkeiten mit Therapeuten zu sprechen, durch einfach zu wenig Plätze und Schwierigkeiten das bei der Krankenkasse bezahlen zu lassen.
00:41:22: Etc etc.
00:41:24: die auch teilweise für Traumata KI nutzen.
00:41:27: was ist so dein
00:41:29: Blick auf
00:41:30: KI als Coach als Therapeut?
00:41:33: Ja dass es ein riesen Thema und eine ganz große Herausforderung die wir noch nicht mal ansatzweise umreißen können, wie da auf uns zukommt.
00:41:44: Weil der Einsatz von KI in ... Ich sag mal ganz intim und persönlichen Bereich, wo es um Lebensgeschichte, Symptome, um innere Zustände geht, den erleben viele Betroffene erst einmal als super hilfreich.
00:41:59: Sie haben das Gefühl, da ist was zugänglich.
00:42:01: Das ist verfügbar.
00:42:03: Die KI, die mit einem interagiert Hört zu scheinbar.
00:42:08: Sie gibt ein Gefühl von empathischem Zuhören sogar, da ist viel emotionale Spiegelung drin und sie bringt auch teilweise gute Fragen und gute Einordnungen, wo man das Gefühl hat, es hätte ich jetzt im Gespräch mit meiner Freundin im Café oder in einer Stunde abends während die Kinder ... Hätte ich gar nicht geschafft so tief einzusteigen?
00:42:29: Und was ich immer so erschreckend finde muss ich sagen, was die so gut kann, finde ich DKI, ist dieses Validieren Also validieren von deinem Erlebnis in einer wohlwollenden Form für dich erstmal.
00:42:41: Das ist ja was, was du bei Aktiven zuhören haben wir jetzt im Coaching.
00:42:44: Ich habe eine Coaching-Ausbildung gemacht zum Systemischen Coach.
00:42:46: Haben wir da z.B.
00:42:47: ganz viel geübt, fand ich total spannend.
00:42:48: Ganz einfache Übung aber wahnsinnig kraftvoll weil man merkt okay was die alles bereit hält für einen und wie schwer das ist so aktiv zuzuhören.
00:42:58: Und dass macht die KI halt phänomenal ne?
00:43:00: Dass sie erstmal dir das validiert was du ihr sagst und dich so verstanden fühlst dadurch.
00:43:04: Das ist echt erschreckend!
00:43:06: Also teilweise sagt die dann Sätze wo ich selber denke, das hätte ich so gern der anderen Person gesagt.
00:43:12: Das hätte aus meinem Mund kommen sollen!
00:43:16: Wunderschön!
00:43:18: Ja genau und es ist ja... so positiv betrachtet etwas, wo wir auch
00:43:23: was lernen
00:43:23: können.
00:43:24: Also es wäre ja eigentlich ein gutes Trainingsgegenüber und schwierig ist das eben dann, wenn jemand der Hilfe sucht darin das Gefühl hat erst mal sowas wie Validierung und Sicherheit zu finden die woanders nicht verfügbar ist.
00:43:37: Und da ist der erste Knackpunkt dass dann eben auch Abhängigkeiten entstehen können
00:43:43: bzw.,
00:43:43: dass sich die Hürde jemandem anzuvertrauen größer wird auch weil es sich superdiskret anfühlt keine Bewertung oder kritische Spiegelungen kommt.
00:43:53: Also das hat Potenzial für gewisse, würde ich sagen positive Effekte dass die Selbstreflektion angestoßen wird, dass man vielleicht ein bisschen sowas bekommt wie auch Orientierung natürlich aber vollkommen abhängig von dem Modell mit dem man interagiert.
00:44:09: Das kann genauso gut vollkommen destruktiv wirken wenn die KI anders eingerichtet ist und wer weiß was es alles gibt Und es hat natürlich ganz, ganz massive und sehr klare Grenzen wie weit eine solche Unterstützung gehen kann.
00:44:26: Nämlich die KI ist eben kein Mensch oder gegenüber mit einem Körper der oder die wirklich hilfsbereit und unterstützend zur Seite stehen kann.
00:44:37: Eine KI kommt nicht ins Krankenhaus, ans Bett oder an ein Sterbebett oder auf eine Beerdigung.
00:44:43: Oder in eine hoch herausfordernde Situation, sondern sie ist nicht wirklich da.
00:44:49: und das was wir als Menschen tatsächlich brauchen um voranzukommen, um auch Veränderungen oder Erkenntnisse zu integrieren und zu verkörpern Das gegenüber, mit dem wir interagieren und wo zwei Nervensysteme miteinander ... das soll nicht esoterisch klingen sondern rein biologisch gemeint, miteinander schwingen.
00:45:10: Also resonieren und miteinander Sicherheit und Verbindung sozusagen aushandeln.
00:45:16: Und das fehlt da vollkommen!
00:45:18: Da sind die Grenzen und da hab ich Sorge wie das sich auswirken wird wenn die KI nach und nach den Platz einnimmt.
00:45:25: Den fehlenden Freundschaften, fehlende Therapieplätze usw.
00:45:29: halt eben Ja, hinterlassen.
00:45:33: Kann ich total mitgehen?
00:45:34: Ich glaube es ist ganz sinnvoll.
00:45:36: Ich freu mich immer so zu was würde ich meinen Kindern erlauben?
00:45:39: und da sollte auch die eigene Grenze liegen?
00:45:42: also bei meinen Kindern wäre ich ja wesentlich vorsichtiger weil ich weiß oder ich nicht weiß was ich nicht weiss also ich weiß nicht was die dann da genau eingeben.
00:45:51: und wahrscheinlich sollte man für sich selber so ähnliche Regeln festlegen.
00:45:56: Wenn man jetzt hier zuhört und so das Gefühl hat, Mensch irgendwie viele Themen resonieren da mit mir.
00:46:01: Und ich erkenne Muster wo ich das Gefühl habe dass es nicht selbst gewählt sondern da werde ich eher getrieben.
00:46:09: Es gibt Themenbereiche die ich vielleicht vermeide weil sie mit unangenehmen Gefühlen von vergangenen Situationen zu tun haben usw.
00:46:18: Und sofort gibt es sage mal Alltagsstrategien ohne dass man in Therapie ist wo man schon anfangen kann mit diesen Dingen umzugeben.
00:46:30: Ja, also ... Um die Frage nachvollziehbar zu beantworten, gebe ich noch einen kleinen Kontext damit das, was ich gleich sage, Sinn ergeben kann.
00:46:40: Die Symptome, die wir haben nach traumatischen Erfahrungen oder durch chronischem Stress sind im Grunde vor allem Symptomen, die sich auch auf unser ... Oder die auch durch unser dysreguliertes Nervensystem begründet sind.
00:46:55: Also ein dauerhafter Stresszustand, der führt zu einem Zustand unseres Nervensystems.
00:47:00: Der eben dann zu einer Daueranspannung führt mit entsprechender Stoffwechselage wie vorhin schon angedeutet Wenn unser Nervenystem reguliert her wird.
00:47:09: wenn wir also wieder mehr in Balance kommen Dann erleben wir genau das was du vorhin beschrieben hast Mehr Freude Optionen, mehr Handlungsoptionen.
00:47:19: Denkoptionen die Veränderung von Glaubenssätzen in einem Nervensystem.
00:47:23: Zustand der angespannt ist dauerhaft, der gestresst ist oder so erschöpft ist dass wir dauerhafter in so einer Art Dämpfung sind entgeht uns all das also haben wir dazu keinen Zugang.
00:47:34: Das heißt und das ist meine Antwort auf deine Frage Wir können einen gewissen Anfang machen indem wir versuchen Nerven System orientiert und Nerven system gerecht unseren Alltag etwas umzugestalten Also mit beispielsweise Achtsamkeit in unseren Alltag zu starten, in den Tag zu starte.
00:47:54: Die Zustände unseres Nervensystems zu erkennen und dann zu versuchen etwas liebevoll ganz kleinschrittig entgegenzusetzen.
00:48:02: Dazu gibt es jede Menge Informationen, sogenannte Nervensystem-Regulationsübungen kann man machen.
00:48:09: dazu ist auch ein bisschen Hintergrundwissen sehr hilfreich damit man eben Dinge erkennen kann und einordnen kann.
00:48:14: Aber dann kann man sehr viel tun, indem man eben versucht statt dem Zustand immer nachzulaufen und nur zu reagieren tatsächlich den Zustand zu erkennen und mehr zu agieren.
00:48:27: Also nicht mehr so getrieben zu sein und nur versuchen es irgendwie aufzufangen sondern mehr bewusst zu tun was einen positiven Effekt haben kann und das zu kultivieren.
00:48:39: Und da könnte ich jetzt Beispiele nennen wie etwa dass man sich angewöhnt zwischendrin, vielleicht auch mithilfe eines Handyweckers oder so kurz innezuhalten und sich mal zu orientieren wo man ist die Sinne mehr auch ins hier und jetzt zu bringen.
00:48:55: Vielleicht dabei noch bewusst ein bisschen auszuatmen also im Körper etwas anzukommen und dadurch schon die Tür zu öffnen dafür dass die Selbstregulation stattfinden kann die in uns angelegt ist statt das wir dauerhaft dysreguliert irgendwie Versuchen durchzuhalten und zu funktionieren.
00:49:15: Ja, vielen Dank!
00:49:17: Es war nicht ganz schön ganz anfassbar.
00:49:19: Kann ich viel mit anfangen?
00:49:21: Ich hatte selber auch so einen Termin in der Klinik wo die alles durchgecheckt haben und wo genau das rauskam.
00:49:28: Der Parasympathikus oder der Sympathicus funktioniert super.
00:49:30: Der parasympatikus gar nicht so toll bei
00:49:33: mir.
00:49:34: Also der Teil von Entspannung und genau die zwei Seiten des Nervensystems.
00:49:40: Und dann habe ich gesagt okay was kann ich da machen?
00:49:42: Und dann sagt die Therapeutin, naja, Anfang zu atmen.
00:49:46: Aktiver sein im Raum, länger ausatmen als ein ... Dann mach ich mir einen Termin und sie sagt nee, nicht den nächsten Termin, nicht dem nächsten Workshop!
00:49:54: Nicht gleich irgendwie.
00:49:55: Breathwork-Sessions
00:49:56: usw.,
00:49:57: das führt eher zu mehr Stress sondern wirklich ganz kleinen Anfangen länger aus atmen, mehr ankommen.
00:50:05: Freund von mir macht auch so dass der im Raum ankommt und alle vier Ecken des Raumes anschaut
00:50:11: oder sich so
00:50:12: abklopft.
00:50:13: Genau, solche Sachen.
00:50:15: Ich hab das früher so abgetan, weil ich dachte es sind alles kleine Sachen.
00:50:18: aber man merkt halt, wenn man diese ganzen vielen kleinen Sachen macht, dass man in der Tat eine Beruhigung merkt und irgendwie das Nervensystem aufatmet und hoffentlich dann der Parasympathikus auch wieder mehr ansprengt kann und mehr mitmacht Wer zu so einer ausgeglicheneren Haltung kommt.
00:50:39: Verena vielen, vielen Dank!
00:50:40: Also ich meine wir hatten gar nicht den Anspruch annähern dieses Thema hier zu lösen in eine halbe Stunde im Gegenteil sondern eigentlich wollten wir es aufmachen weil ich so wichtig finde.
00:50:52: ich mein Fast and Curious ist als Business Podcast gestartet und das ist es auch bis heute noch.
00:50:56: und gleichzeitig ist das ein Thema was Menschen im
00:51:00: Business,
00:51:00: im Privaten überall im ganzen Leben betrifft und wo man einfach merkt, wenn man sich damit beschäftigt ob es resoniert oder nicht.
00:51:11: Und ich glaube bei dir kann man ja Buchlesen deinen Podcast kreative Transformation hören du warst bei Wetzihilscha auch den kann man sich anhören der war ganz ganz toll fand ich findet einfach einen sehr wenig schweren Umgang, glaub ich mit dem Thema.
00:51:29: Ich hab das Gefühl, dass haben viele so ein bisschen die Sorge, dass das Thema allein schon Trauma wie es heißt und was man damit verbindet noch mehr Schwere ins Leben bringt.
00:51:40: wenn man vielleicht eh in der Phase ist wo man denkt uiuiui is gar nicht so einfach gerade Und das ist Ein Teil des Plädoyers eigentlich so ein bißchen die Tür aufzumachen und zu sagen ach Da gibt's auch einen ganz ruhigen und langsamen umgang mit der dann auf jeden Fall dazu führt, dass man wieder mehr Türen aufmachen kann und wieder die Fenster öffnet und mehr durchatmen kann.
00:52:03: Und da mehr Entscheidungsspielraum wieder vorhanden ist.
00:52:07: Deswegen vielen Dank, dass du da warst!
00:52:09: Es war sehr schön mit dir darüber zu sprechen.
00:52:12: Ich werde dich auf jeden fall nochmal anpingen und wieder einladen.
00:52:15: Ach schön das freut mich sehr.
00:52:16: Das
00:52:17: war ein ganz schönes Gespräch.
00:52:18: Vielen Dank dafür.
00:52:29: by OMR.
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