Classic Folge: Burnout — Symptome und Maßnahmen zur Vorbeugung | Melanie Frowein

Shownotes

Wir sind mitten in unserer Sommerpause und teilen mit euch bis September unsere Deep Dive Classic Folgen, Gespräche aus den letzten Jahren, die uns bis heute nicht loslassen.

Den Anfang macht die Folge #16 mit Coachin Melanie Frowein. Es geht um Burnout, und darum, wie schleichend er beginnt: Die Erschöpfung nimmt zu, alte

Bewältigungsstrategien greifen nicht mehr, und irgendwann kippt das eigene System. Lea spricht in dieser Folge sehr persönlich über ihre eigene Erfahrung und was sie daraus gelernt hat. Melanie ordnet das Gesagte ein und beleuchtet das Krankheitsbild: Was ist Burnout eigentlich? Kann das nicht nur High-Performern passieren? Und wie lernt man, mit der zunehmenden Menge an Anforderungen umzugehen?

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Transkript anzeigen

00:00:06:

00:00:07: In der heutigen Klassik-Folge hören wir noch einmal unsere sechzehnte Folge und zwar das Gespräch mit Melanie Frohewein, unserer langjährigen Coach über das Thema Burnout.

00:00:16: Und es ist das erste Mal dass ich meine Burn out Erfahrung öffentlich geteilt habe.

00:00:21: Ja und was ich so toll an dieser Folge fand war, dass einerseits natürlich Melanie eine unglaublich tolle sensible Frau ist die genau die Richtige für dieses Gespräch war aber dass du auch sich so geöffnet hast dich so verletzlich gezeigt hast.

00:00:34: also Das geht mir immer noch unter die Haut.

00:00:37: Und das hat viele von euch nachhaltig bewegt und genau deshalb holen wir diese Folge jetzt noch einmal zurück, und wünschen euch viel Spaß beim Hören!

00:00:49: Ja unser heutiger Deep Dive der hats wirklich in sich.

00:00:53: also als Lea vor ein paar Wochen erwähnte in einem unserer vorherigen Folgen sie hatte ja auch mal einen Burnout da hätte ich nicht zu träumen gewagt dass es so ein Gespräch so kurze Zeit danach geben würde wie das heute.

00:01:06: Und

00:01:07: deswegen lassen wir heute auch mal Fakten weg, Fast Track weg, jegliches Gedöns weg und springen einfach jetzt rein in das Gespräch mit Melanie.

00:01:17: Und stellen sie euch erstmal vor!

00:01:19: Melanie Frohwein ist seit zwanzig Jahren selbstständig tätig und zwar als systemische Beraterin, Coach, Team-Entwicklerin und Supervisorin.

00:01:27: In dem Jahr hat sie mit ihrer Partnerin DewConcerns gegründet – keine Berate für Potenzial-, Diagnostik- und Entwicklung!

00:01:35: Und sie coacht einzelne wie auch Teams vieler Startups, die ihr alle kennt also wie Outfitory, Planetly, Home, Vierundzwanzig und Führungskräfte in Beratungen und großen Konzernen von der Boston Consulting Group über Bertelsmann bis zur Deutschen Bank.

00:01:51: Also ein sehr breites Kunden-Portfolio, es sind ganz viele selbstständige Kultureinrichtungen Familienunternehmen.

00:01:58: sie ist sogar in einer Kita als Coach unterwegs hat also Klienten wirklich across the board.

00:02:04: und Was ganz Tolles ist, dass Melanie einfach schon seit einigen Jahren auch unsere Coach ist.

00:02:10: Sowohl hat sie mit Verena gearbeitet damals in ihren Fox & Cheapzeiten als auch mit mir damals gestartet in den Amurli-Zeiten und auch mit meinen Führungsteams schon gearbeitet.

00:02:20: Und deswegen sind wir ganz dankbar liebe Melanie das du dich entschlossen hast mit uns im Podcast über Burnout und alles weitere zu sprechen.

00:02:28: Schön, dass du da bist!

00:02:30: Also Melanie, du hast noch nie einen Podcast gemacht oder?

00:02:32: Genau.

00:02:33: Das ist dein erster.

00:02:34: Ja.

00:02:34: Ist jetzt extra für uns.

00:02:35: Entsprechend

00:02:35: aufgeregt bin ich!

00:02:38: Und das ist lustig.

00:02:39: Es ist lustlig weil bisher waren wir immer aufgereght wenn wir Gespräche

00:02:42: mit dir

00:02:43: hatten nach dem Motto hoffentlich halt ich das

00:02:46: Gute euch... Aber nein was echt dieses Gespräch so speziell macht is' Ich glaube es gibt wenig Menschen die Also über ihren Burnout reden oder meinen, dem ich noch genau entwichen bin.

00:02:59: Und dann B durch dich also mit meiner Coach damals die das ein Glück gesehen hat.

00:03:04: Das ist sehr ungewöhnlich und ich find's ganz toll dass du es mit uns macht.

00:03:07: Ich freu mich

00:03:08: auch.

00:03:08: vielen Dank!

00:03:08: Also

00:03:08: ich hab hier heute die Rolle derjenigen die an der Seitenlinie ganz aufmerksam sitzt und sich wahnsinnig auf dieses Gespräch freut.

00:03:17: Lea vielleicht startest du einfach mal rein und sagst was war denn eigentlich los?

00:03:23: Erstmal glaube ich, weswegen ich das jetzt so locker sagen kann ist weil es für mich richtig lebensverändert war.

00:03:31: Es war ein Anstoß in eine Welt die ich mir vorhin nicht angeguckt hatte Persönlichkeitsentwicklung und so weiter Und auch... Ich hatte einfach meine Säulen nicht ordentlich nebeneinander und nicht ordentlicht stabil genau im Kutschchen auch Tankstellen nicht genährt oder was auch immer.

00:03:47: Also auf jeden Fall hatte ich einfach alles auf Arbeit und Kinder gesetzt, vieles anderes vernachlässigt.

00:03:54: Und deswegen hat mir das unfassbar geholfen, es zu verändern für mein sonstiges Leben.

00:03:59: Damals weiß ich aber noch genau ... Wann war

00:04:01: denn das?

00:04:02: Es waren Mitte zwei achtzehn so im Juni.

00:04:05: Ich hatte Probleme gehabt seit Januar.

00:04:08: Da hatte ich eine schwierige Erfahrung mit einem Mitarbeiter.

00:04:14: Das hat mich irgendwie total mitgenommen und hatte gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt seit Januar.

00:04:19: Und dann habe ich natürlich weitergearbeitet wie man das so normal macht.

00:04:22: und dann hab' ich dich eigentlich reingeholt wegen einem Konflikt im Management-Team wo du uns auch sehr stark geholfen hast – das war schon mal Wahnsinn!

00:04:32: Also, ich hab da Monate an einem Konflikt rumgeackert und du hast den gefühlt innerhalb von forty-fünf Minuten gelöst.

00:04:41: Und zwar alle haben geweint inklusive der Männer.

00:04:43: es war wirklich krass!

00:04:45: Ich hab gedacht das ist Zauberrei.

00:04:46: Ich stand davor und dachte, das geht gar nicht... also ich bin ja jetzt jemand, der ist empathisch und ich bemühe mich und so.

00:04:51: Es ist ja nicht so dass mir das alles egal war.

00:04:53: Ich habe mich richtig bemüht vorher.

00:04:55: Und dann ist so fünftig wohl unser Zack.

00:04:59: Und dann haben wir an ganz vielen anderen Themen miteinander gearbeitet, Führung und so weiter.

00:05:04: Ich weiß noch ... ich glaube das ging los dass ich reinkam, ich kam glaub ich zu spät zu unserer Sitzung und hab dir gesagt, das tut mir total leid, ich habe verschlafen und hab irgendwie gesagt und dann geht's mir auch irgendwie grad nicht so gut.

00:05:22: Und ich hatte bis dato schon mit ganz vielen Leuten gesprochen in meinem engsten Umfeld.

00:05:27: Irgendwas ist bei mir schief.

00:05:29: Ich hab auch gesagt, ich fühl mich wie so ein Zug der entgleist ist.

00:05:32: Ich bin einfach neben dem Gleis gerade und keiner kam annähernd auf diese Idee Burnout.

00:05:39: Und was war das denn eigentlich?

00:05:41: Was hast du an Symptomen gesehen, die weder ich noch meinen Umfeld irgendwie erkennen konnte?

00:05:47: Also das Schöne oder das Gute für mich war ja, dass wir schon zeitlang zusammengearbeitet haben.

00:05:52: Das heißt es war nicht das erste Mal, als ich dich sah schleichender Prozess.

00:05:59: Das ist ja nicht von heute auf morgen, sondern kann man über die Zeit beobachten und es kam mir vor dass du ein Stück wie du sagst neben dem Gleis warst, ein Stück übertret auch So ein Anzeichen auch, du warst ja in vielen Knoten.

00:06:19: Es waren viele Situationen, die instabil waren und wo es um letztlich Entscheidungen gegangen wäre.

00:06:24: Und wie du das selber berichtet hast, fühltest du dich hin- und hergerissen?

00:06:28: Das ist oft so eine Situation ... Die kennen wir deshalb nicht im Burnout.

00:06:32: aber wenn man sozusagen nicht einen Impuls kriegt in Richtung Entscheidung und gebunden bleibt, aber eigentlich raus will.

00:06:39: Das war so das erste, dass ich hellhörig wurde Und

00:06:43: vielleicht einmal eingehakt, was ist eigentlich ein Burnout?

00:06:46: Wie definierst du den?

00:06:47: Weil das ist ja auch ein bisschen ein Modewort.

00:06:49: Ich sag

00:06:49: das auch ständig.

00:06:50: Ich glaub ich hab grad Burn-Out.

00:06:53: Was

00:06:53: is' das?

00:06:54: Also

00:06:54: ihr wisst, ich bin keine Ärztin und keine Psychotherapeutin.

00:06:58: Ich würde sagen, ein Burn-out ist eben etwas, dass chronifiziert ist also es eine chronische Überlastung.

00:07:06: Das heißt einfach die B-Lastung stärker als die Endlastung über eine lange Zeit Und das vielleicht als Unterschied zu einer Überarbeitung, die kennen wir alle auch.

00:07:15: Dann reguliert sich der Körper wieder.

00:07:19: Die Bewegung ist immer in Richtung Ausgleich und Anspannung, Entspannungen.

00:07:23: Aber wenn das festzustecken beginnt ... dass die Entspannung nicht mehr eintritt, dass die Erschöpfung zunimmt und vor allen Dingen das die alten Bewältigungsstrategien nicht mehr funktionieren.

00:07:35: Also ich hab Angst und muss mich groß vorbereiten.

00:07:38: also bereite ich mich noch mehr vor.

00:07:40: und irgendwann kannst du dich nicht mehr noch mehr vorbereiten oder du kriegst die Anerkennung nicht, die du haben willst und arbeitest noch mehr.

00:07:46: Und es funktioniert nicht mehr!

00:07:47: Oder gehst

00:07:51: in den Urlaub?

00:07:52: Der entspannt dich

00:07:53: ja nicht mehr.

00:07:53: Das heißt am Schluss, dass die Entspannung nicht mehr funktioniert und die Bewältigungsstrategien nicht mehr funktionieren und du dann einfach wirklich stuck bist.

00:08:02: Dann kommen eben in der Regel ... vermute da sprechen wir noch drüber, die Symptome sind ja gerade dabei... Dann kommen Symptome, die letztlich finde ich.

00:08:11: Noch mal auf deine Frage was ist Burnout?

00:08:13: Eine kluge Rückmeldung.

00:08:15: letztlich sind des Körpers und da ist es wichtig oft zu hören das geht schon in Richtung Prävention zu gucken.

00:08:22: aber was ist denn das?

00:08:23: Das ist sehr unterschiedlich von Mensch zum Mensch was da die Symptomen sind.

00:08:27: Was sind denn welche?

00:08:28: weil Bei mir selber also wenn sich mein umfeld mein leben anguckt dann kriege ich permanent das feedback so

00:08:35: wie machst

00:08:35: du das alles?

00:08:37: pass auf dass du nicht in den roten bereich rutscht.

00:08:39: ist es noch gesund?

00:08:40: und so weiter.

00:08:41: Und da ich würde sagen ein einigermaßen reflektierter mensch bin nämlich ja das ernst.

00:08:46: und dann frage ich mich warte mal, Übersehe ich hier gerade was und bin eigentlich längst so.

00:08:52: Oder ist es genau, wenn ich dir jetzt grad zuhöre denke ich so Genau!

00:08:55: Ich habe ganz viel B-Lastung Und dann hab' ich aber auch wieder ganz viel Entspannung und die funktioniert auch noch.

00:08:59: Das ist wichtig.

00:09:00: Also wenn du merkst dass die Entspanungen Funktioniert und dass du einen Wochenende und Du kannst wieder mit voller Leistungskraft losgehen.

00:09:07: Wenn du aber merkst das Wochenende reicht gar nicht mehr oder Ferien reichen nicht mehr Wenn du merkest dass du abends nicht mehr zur Ruhe kommst Ja Dass du beginnst ein Schlafstörerung zu kriegen und nervös, einen gesunden Gedankenkorrus hält.

00:09:20: Du hängst immer in denselben Entscheidungen, du kriegst keinen Impuls mehr in die Entscheidung.

00:09:26: Bleibe ich oder gehe ich ein klassisches Couching anliegen.

00:09:30: Du kommst nicht mehr und kannst den Knoten nicht durchschlagen!

00:09:32: Und es wird immer dir mehr zu viel.

00:09:35: das sind so Anzeichen aber es gibt ganz unterschiedliche Symptome.

00:09:38: bei mir selber waren es Tinnitus Schlafstörungen, ich hatte so einen chronischen Schnupfen.

00:09:46: Kann man auch sagen Nase voll?

00:09:47: Daher

00:09:48: kommt das!

00:09:49: Also

00:09:50: Schwindel und andere haben... Es schlägt immer auf die schwächste Stelle nicht wenn du so ganzheitlich psychosomatisch auch schaust.

00:09:56: Ich finde das immer hilfreich bei den anderen schlägts auf den Magen Die kriegen drei Brandscheibenvorfälle.

00:10:02: da kann man schon auch mal fragen was ist eigentlich wo es die Belastung?

00:10:06: also das könnten Symptome sein Und es ist an der Stelle sehr spannend.

00:10:10: Ich komme zurück zu dir, Lea.

00:10:12: was sind das eigentlich für ... Typen, also jetzt mal weg von den Symptomen.

00:10:17: Ich hatte noch

00:10:17: einen... Bevor wir nochmal einmal zurückgehen, diese Typenfrage finde ich eine ganz wichtige, weil ich immer so am Anfang dachte, oh Gott mir ist das passiert?

00:10:26: Ich bin schwach!

00:10:27: Du kriegst es doch nicht.

00:10:28: Genau

00:10:29: und ich dachte so

00:10:30: A.)

00:10:31: Ich komme nicht in Burnout und

00:10:32: B.)

00:10:32: Oh Gott wenn ich's habe, bin ich schwach und bin irgendwie kein Leistungsträger mehr

00:10:37: usw.,

00:10:37: also alle die Sachen, die mir eigentlich wichtig sind dass ich ein aktiver Gestalter unserer Gesellschaft bin dann quasi angezweifelt, weil ich sozusagen in diese Erschöpfungsdepression gerutscht werden.

00:10:48: Und dann bist du natürlich für mich da schon und da kann ich mich auch sehr mit dir verbinden.

00:10:54: Bist du natürlich schon jemand würde ich sagen der sich viel zumutet?

00:10:58: Und du genauso nicht!

00:10:59: Da gibt es ja wahrscheinlich eine Ähnlichkeit zwischen euch.

00:11:01: also was ist das was so eine Persönlichkeit ausmacht?

00:11:04: In der Regel ist es ein hoher Leistungsanspruch, einen hoher Anspruch an sich selbst verbunden mit einer starken Kritikerin, innerlich.

00:11:13: Interessant ja!

00:11:14: Also das heißt dass Thema die so in den Burnout rutschen sind meist die jedenfalls nach meiner Forschung jetzt von zwanzig Jahren Coaching und meinem eigenen Thema damit ist wirklich, dass es eben oftmals so eine kritische, eine fehlende guter Umgang mit sich selbst ist.

00:11:35: Der fehlt.

00:11:35: Man

00:11:36: ist zu hart zu

00:11:37: sich und auch wenn Fehler passieren dann wird nochmal richtig ordentlich abgewertet.

00:11:42: Und das heißt die anderen sind in der Lage passiert was?

00:11:47: Und deshalb korreliert diese Selbstfürsorge aus meiner Sicht mit einem Selbstwertgefühl.

00:11:54: Also die Burnout-Leute sind meist, dies sind auch meist sehr... Ich will nicht sagen durchlässiger, aber doch mit einem feinen System.

00:12:05: Feinfühligen.

00:12:06: Ausgestattet und das heißt nicht dass du nicht feinfühlig bist, aber da gibt es eben so einen kleinen Wackeligen Selbstwert den wir ja alle auch kennen.

00:12:14: Es ist immer eine Frage des Kontextes und wir sind gerade Erfolge oder Misserfolge.

00:12:19: Aber dann ist die Unterscheidung, dass die Person in den Durn-Burnout rauscht eher ne Gefahr, dass sie sich noch mal in so ne Negativ- und depressive Spirale reinrutscht Und leer.

00:12:31: und noch mal zu der Persönlichkeit, die das ist.

00:12:34: Also dieser hohe Anspruch, diese leistungsbeauft auch eine große Verantwortungsbereitschaft viel zu übernehmen und meist damit gekoppelt nicht so unbedingt gelernt haben wie grenz ich mich ab?

00:12:48: Die Bewältigungsstrategien sind meist achs ist viel, ich mach noch mehr!

00:12:54: oft so ein Anteil,

00:12:54: weil

00:12:55: muss ich noch eine machen.

00:12:57: Und auch dieses Gefühl

00:12:58: nur ich kann es retten?

00:12:59: Nur

00:12:59: ich!

00:12:59: Es ist natürlich ne vollkommene Überhebung.

00:13:02: Ja, nur Ich kann es tun, sonst bricht die Welt zusammen...es liegt an mir.

00:13:08: So das sind so typische Charaktere und da kann man dann sehen was sind so die Eigenschaften, was bringt der eine mit und was unterscheidet den anderen.

00:13:16: Ungleich viel mehr.

00:13:18: Und der eine fällt in den Burnout und der andere

00:13:20: nicht.".

00:13:21: Ja, was ich gerade spannend finde... Jetzt kommen wir gleich wieder, machen die Klammer wieder zu zum Symptom.

00:13:27: Und noch mal zu dir!

00:13:28: Und zu mir.

00:13:29: aber, was mir gerade eingefallen ist, wie geht man mit sich um?

00:13:33: Dieses Selbstzweifel selbstkritisch-derinnere Kritiker.

00:13:36: Ich weiß noch letztes Mal auf der OMR nach der Bühne.

00:13:42: Da haben wir hier auch schon erzählt.

00:13:44: Unzufrieden, wie es gelaufen ist.

00:13:45: Und bin richtig eine halbe Stunde sozusagen und wir haben letztens wird sie ja beim Essen irgendwie drüber gesprochen weil wir da glaube ich beide müde waren oder überarbeitet oder sowas.

00:13:55: und das Witz hier ist Ich gehe quasi in Trauer und Verena geht eher in Ärger oder in Abgrenzung.

00:14:01: Das ist mir zu viel gerade.

00:14:03: Grenze!

00:14:03: Ich brauche jetzt meine Zeit.

00:14:06: Trauer, Rückzug mich selber runter machen.

00:14:10: Das ist sicherlich nicht die beste

00:14:11: Strategie.

00:14:12: Aber da hab ich wirklich so gedacht okay und jetzt ist es aber so dass ich quasi wieso.

00:14:18: das fand ich ein tolles Bild im Coaching.

00:14:20: zu mir glaube ich auch mal gesagt so Ich steh quasi wie so hinter mir.

00:14:23: Also jetzt sitze ich ja gerade auf dem Stuhl und ich stehe so wie hinter mir.

00:14:26: Und gucke mir dabei zu, und sag ach guck mal leer das machst du jetzt grad wieder.

00:14:31: Du machst

00:14:31: es grade wieder unten und dass wir so'n lernen... Was könnte man jetzt

00:14:34: denn

00:14:34: alles?

00:14:35: Genau!

00:14:35: Das ist oft nicht ein Anliegen in erster Front.

00:14:38: So'n erstes Anliege ist zum Beispiel mir geht's nicht gut.

00:14:40: Ich bin irgendwie freudlos weshalb die Leute ins Gutschen kommen oder ich bin so erschöpft Ich weiß gar nicht mehr, ob ich eigentlich am richtigen Platz bin oder ich habe einen Riesenfehler gemacht.

00:14:50: Und dann kann man daraus ausserweinen, aha und wie gehst du denn mit dir um?

00:14:54: Was sind denn dein Umgang mit dir, was sind deine Abwertungen mit dir?

00:14:59: ,was sind deine Sätze mit dir ?

00:15:01: Wie könntest du da einen anderen Umgang finden?

00:15:04: Ja!

00:15:04: Und wie könnte das aussehen?

00:15:07: Und das wäre dann zum Beispiel ein Weg, da rauszukommen.

00:15:11: Aber wir haben gesprochen über die Persönlichkeit und es gibt glaube ich noch ein bisschen mehr was dazu... Also als Rezept, dass man in so einen Burnout rutscht.

00:15:18: Das eine ist die Persönlichkeit und das andere ist aber die Umwelt.

00:15:22: Wenn du sozusagen mit all dem ausgestattet bist ... Und vielleicht nicht ganz die tollen Bewältigungsstrategien hast?

00:15:28: Es gibt ja auch oft.

00:15:30: Mir geht's hundedreckig, ich reiß mich am Rieben und nach außen zeige ich das keinem.

00:15:34: Die Kluft zwischen Außen- und Innererbühne geht immer mehr auseinander.

00:15:38: Jetzt ist die Frage wie geht es denn ... In der Familie.

00:15:42: nehmen wir mal ein relevantes Umfeld.

00:15:45: Wie ist da die Partnerschaft?

00:15:47: Bin ich da unsicher, bin ich da gesehen ... Sieht

00:15:51: das Energie oder gibt es Energie?

00:15:53: Oder wackelt ihr?

00:15:54: Ich hab ein krankes Kind und ihr seid beide Mütter!

00:15:57: oder jetzt in meinem Alter, ich bin siebenfünfzig, dass man beginnt sich über die Eltern zu sorgen.

00:16:02: So dann kommt das hinzu.

00:16:03: Das ist eine relevante Umwelt.

00:16:05: wenn dann noch was hinzukommt.

00:16:06: Dann ziehen möglicherweise die alten Bewältigungsstrategien nicht mehr.

00:16:10: Jetzt gibt es natürlich auch noch das im beruflichen Kontext.

00:16:13: Du hast einen dicken Konflikt.

00:16:15: Du hast da das Gefühl, du bist nicht mehr am richtigen Platz.

00:16:19: Aber du schaffst es nicht, dich zu bewegen!

00:16:21: Du weißt gar nicht was willst du eigentlich?

00:16:23: Nur das willst du nicht mehr und du hast Ängste und Unsicherheiten wie du dich überhaupt bewegen solltest.

00:16:27: Und so jetzt von außen damals bei dir zugeguckt.

00:16:30: leer, kam mir das damals vor.

00:16:32: Dein Leben war auch nicht voller als heute.

00:16:34: Aber es kam eben diese zusätzliche Druck aus vielen Bereichen ... Du hattest mini kleine Kinder und dann hattet du im Management-Team einen Konflikt...

00:16:44: Genau, die Beziehung war damals schon nicht komplett stabil.

00:16:47: Das ist ja jetzt auch in der Trennung gemündet.

00:16:49: Das heißt, dass gab einfach zu viele Bereiche,

00:16:52: zu viel Belastung und zu viel Instabilität.

00:16:56: Kann das das eigene System nicht mehr ausbalancieren?

00:16:59: Dann kippt es.

00:17:01: Und was hast du gemacht, als du da reinkamst zu spät warst weil du verschlafen hattest und dann wirst du ja melanie irgendwas gesagt haben aus?

00:17:08: jetzt gehen wir mal da rein in dich sozusagen und gerade mal nicht in diese management situation.

00:17:13: hast du das sofort angenommen?

00:17:15: jetzt geht's hier um mich und jetzt muss ich wirklich mich öffnen.

00:17:19: oder hast du erstmal gesagt, also wir sind ja jetzt hier eigentlich in einem anderen Kontext und das wird schon morgen wieder besser sein.

00:17:25: Können wir jetzt nur kurz drüber reden?

00:17:26: Also wahrscheinlich hatte Melanie würde ich sagen schon mal ab und zu vorgefühlt die Male davor und da bin ich aber in meiner Bewertungsstrategie der Ignoranz gegangen und habe einfach weiter an meinen beruflichen Themen gemacht.

00:17:41: Und dann kommt bei mir immer irgendwann so ein Punkt, da geht es nicht mehr anders.

00:17:44: Also das wurde so vordergründig.

00:17:46: das Problem und bei mir war ja der Hauptpunkt, der sich verändert hatte Januar bis Ende Juni war dass ich damals dann als ich in den Termin reinkam gemerkt hätte, da war ich schon zwei Wochen so am Gange, dass ich immer wieder weinen musste.

00:18:00: Und du

00:18:00: hast alles verloren?

00:18:01: Hast du mir damals gesagt?

00:18:02: Du hast deinen Schlüssel verloren!

00:18:03: Ich

00:18:03: hab mal Auto untergebaut und klein aber egal... Die Frau hat gesehen was für ein Häufchen elendig war.

00:18:09: die hat mir noch nicht meine Anzeige gestopft.

00:18:12: Die war beweglich so, fahren sie einfach in die nächste Ecke und kaufen sich ein Eis.

00:18:17: Also anscheinend hat man das schon auch gesehen.

00:18:20: Und ich hab vor allen Dingen angefangen zu weinen mehrfach.

00:18:22: Das ist natürlich ... Ich mein also... Das war für mich jetzt

00:18:24: auch sehr ungewöhnlich.

00:18:26: Sonst, wenn du nicht siehst von Glück.

00:18:27: Dass

00:18:28: ich belastet fühle okay ja, dass passiert aber dass ich irgendwie mitten am Tag und da musste ich aus Meetings raus mit schnell auf die Toilette und kurz weinen.

00:18:36: Ja, das ist ja verrückt!

00:18:40: Sieht sowas schon.

00:18:41: Ich konnte es gar nicht einordnen, aber als ich dann jetzt mal fast forward, wir gehen da gleich nochmal rein ... Aber als ich die Entscheidung getroffen habe rauszugehen und auch in eine Klinik gegangen mit drei Monaten älteren

00:18:51: ... Raus heißt ne Pause zu machen oder so?

00:18:53: Genau bei Amolie und zu sagen wirklich, ich hab's am Freitag entschieden.

00:18:56: Am Montag den gesagt, am Mittwoch war ich draußen.

00:18:58: das war sehr schnell Und am Montag weiß ich noch genau, da hab' ich das dem Team gesagt und es haben gefühlt von hundert Leuten Also anscheinend war

00:19:09: das erkennbar.

00:19:11: Wie hätte man es sehen können?

00:19:12: Zum Beispiel bin ich nur noch auf dem Flur mit Hoodie... Airpods in Ohren, Handy vor meiner Hand lang gelaufen.

00:19:17: Weil ich nicht mehr angesprochen werden wollte.

00:19:21: Ich konnte noch ein ... Ich hatte viele falsch eingestellt und alle möglichen Themen.

00:19:26: Unsere Umsätze kamen nicht

00:19:28: usw.,

00:19:29: meine Zuhause hat nicht gut funktioniert.

00:19:30: Ich hatte zwei kleine Kinder die Nächte nie geschlafen.

00:19:33: Es war so viel zuviel dass bei jeder Sache die dazu kam und hättest du nur gesagt wie geht's dir gerade?

00:19:39: Hör auf!

00:19:40: Und ich glaube das war die Situation.

00:19:44: In dieser Stille, die da auch war, so erinnere ich das jedenfalls noch.

00:19:47: Total!

00:19:47: Dass die Frage gereicht hat was ist los?

00:19:50: und dass es dann eben oft wenn man ja aus der Bewegung rauskommt und mal in die Stille und mal ganz kurz zu sich, dass sich das eben nach vorne schiebt.

00:19:57: Und dann habe ich dir einfach nur angeboten meine Bothesen, was das sein könnte ohne Diagnose.

00:20:04: und dann habe ich der geraten Sprich mal vor bei Frau Doktor-Doktor in Mitte.

00:20:09: Und das ist ein tolles Unterstützungssystem heutzutage, dass man eben mit solchen Themen vorsprechen kann und eine Einschätzung kriegt.

00:20:17: Das

00:20:17: war das für eine Frau Doktor-Doktor?

00:20:19: Das ist eine Ärztin, es ist eine Tagesklinik, eine Ärztin die wirklich auch auf den gesamten Menschen guckt und die zusätzlich die Thematik glaube ich hat für Psychotherapie.

00:20:30: Und diese eben eine gute Diagnostikerin, ne?

00:20:32: Das würde ich mir nicht anmaßen.

00:20:34: Dann haben sie da einen Blick.

00:20:35: wie weit ist das fortgeschritten, ist das am Anfang oder ist es weiter

00:20:38: weg?

00:20:38: Das fand ich halt spannend.

00:20:39: weil Ich vorher an Burnout gedacht habe, hab ich gedacht das sind Menschen die quasi so letharisch auf der Couch liegen.

00:20:46: So dass war quasi meine Definition von wie sieht ein Burnout aus?

00:20:50: Ich war jeden Morgen in der Firma, ich hab jede Nacht mit den Kindern gemacht und ich war total aktiv noch und deswegen glaube ich kam auch weder ich noch mein Umfeld auf Burnout Weil ich hab nicht depressiv gewirkt, außer das Wein was keiner mitgekriegt hat.

00:21:06: Der Hoodie die

00:21:06: erholt sich halt total normal alle haben genickt.

00:21:10: Aber das war auch schon wahrscheinlich eine Weile langsam gegangen.

00:21:12: ja da haben sich auch alle dran gewöhnt und gedacht okay die Lea hat einfach viel zu tun.

00:21:17: also es wird ja dann auch so.

00:21:18: Ja so ist das halt bei der.

00:21:21: Deshalb ist es so wichtig.

00:21:22: weißt du dass man eingebunden ist auch in Freundeskreise Und auch nochmal in außen stehende Personen auch mal fragt und zugehört was die wahrnehmen.

00:21:31: In der Regel, wie du ja sagst ne?

00:21:33: Sechzig Prozent deiner Mitarbeiter haben gesagt Ja also es ist doch fühlbar und das ist eher ein Tabu.

00:21:39: in der Ansprache würde ich sagen und es ist einfach noch nicht genug aufgeklärt in diesem Krankheitsbild.

00:21:45: Und das ist ja auch ein Kontinue, wo fängt eine Erschöpfungstipfension an?

00:21:50: Wo ist es ne beginnende Erschöffung?

00:21:53: Ich finde das wichtig.

00:21:54: deshalb so einen Grund warum ich gerne eure Einladungen gefolgt bin

00:21:59: da ein

00:21:59: bisschen mehr mit nach vorne zu gehen mit diesem Thema, denn es betrifft so viele!

00:22:03: So viele!

00:22:04: Ich habe in Vorbereitung des Podcasts einmal geschaut.

00:22:06: die Weltgesundheitsorganisation hat vor Jahren es ist eingetreten, dass Burnout, Depression und Suchterkrankungen die zweitgrößte Erkrankung nach Herzkreislauf sind.

00:22:18: Wahnsinn!

00:22:19: Also es ist wirklich die psychischen oder ich sage lieber seelischen Erkankungen nehmen zu das ist spannend.

00:22:25: Und

00:22:25: jetzt auch mit Corona nochmal so stark noch

00:22:27: mal zusätzlich Arbeitest ja auch mit so vielen Unternehmenslenkern Lenkerinnen Menschen im Management usw.

00:22:37: Beobachtung, war Lea eine Anomalie?

00:22:40: Aus sonst geh ich rein.

00:22:41: Coaches Management-Teams und in dieser Situation habe ich vor oder nachher aber nie wiedergefunden.

00:22:46: Oder sagst du nee das ist irgendwie an der Tagesordnung in Führungsetagen.

00:22:50: Das ist ein relevantes Thema.

00:22:51: Ich würde sagen es ist ein relevantes Thema.

00:22:54: Ich treffe das auch in Professional Firms also in Beratungsunternehmen Anwälte in Riesenkanzleien oder auch Unternehmensberatungen genauso wie Startupunternehmer.

00:23:04: Es gibt aber auch... auf Gucci auch in ganz unterschiedlichen Kontexten.

00:23:08: Das will ich mir auch Survive halten, ich kenne auch einen Burnout der Schulleiterin.

00:23:13: Daher kommt übrigens ursprünglich dieser schwarmige Begriff, der ist ja in den neunzehntsiebziger Jahren erschienen und zwar bei den Pflegerinnen.

00:23:20: Da ging das los und dann ging das mehr zu den Lehrerinnen also alle Berufe in den sozialen Arbeiten.

00:23:26: Und jetzt ist es eben so eine Managerkrankheit geworden.

00:23:30: Ich glaube einfach anschlussfähiger und es klingt sozusagen Vielleicht einfach ist es besser besprechbar als ... Besser vertagt.

00:23:38: Genau, als es anders zu nennen.

00:23:40: Nein ich glaube das ist durchaus ein relevantes Thema und ich glaube es geht darum wie lernen wir mit dieser zunehmenden Menge an Anforderungen die ja da ist?

00:23:50: Ja, immer mehr Digitalisierung.

00:23:53: Immer mehr Entgrenzung der Arbeit.

00:23:55: Wir arbeiten einfach nur noch ... Es gibt keine Grenze mehr.

00:23:57: Wenn ich an meinen Großvater denke, der war Anwalt.

00:24:00: Der kam nach Hause und machte seinen Mittagsschlaf in Wuppertal.

00:24:04: Er machte dann vorher sein Mittagessen gegen wieder aufs Büro wie das hieß und hatte morgens einmal die Postmappe.

00:24:10: Das waren seine Briefe.

00:24:11: Und dann war's das!

00:24:12: Bei

00:24:12: uns geht es immer weiter.

00:24:14: Es hört nicht auf diese Entgrenzung.

00:24:17: Und ja, ich glaube Es hat sich viel verändert.

00:24:22: Es ist einfach anspruchsvoll, heutzutage ein gelingendes Leben zu finden.

00:24:27: und mit all diesen Ansprüchen und diesen Belastungen, die da sind, ihr seid beide seitens Beispiel erarbeitet und habt Kinder und führt Beziehung mit Freunden und Partnern.

00:24:39: Wie willst du das alles unter einen Hut kriegen?

00:24:42: Und dann zudem noch diese krasse Vergleichbarkeit.

00:24:44: Genau, und durch die Social Media Geschichte.

00:24:47: Das

00:24:47: ist einfach... Richtig!

00:24:48: Die ganze Zeit denkst, hey,

00:24:49: dieses Reihenleben

00:24:50: eigentlich so anstrengend und alle anderen machen Happy-Bilder vom Strand.

00:24:53: Ja genau.

00:24:54: So und dann merkste okay dahinter es auch nicht alles happy.

00:24:56: aber das ist auch nochmal was anderes als jetzt von vor zwanzig

00:25:01: Jahren.

00:25:01: Weil

00:25:02: bei der Postmappe hast du jetzt keine Bilder gefunden, von jemandem in der drei Häuser weiter sitzt.

00:25:06: wie geht's dem gerade?

00:25:08: Ja und dieses perfekte Bild, klar!

00:25:11: Objektiv noch erfolgreicher ist.

00:25:12: ja wo du denkst und der kriegt aber jetzt auch noch hin das und dass und das erhöht dann den Druck auf dich noch mehr.

00:25:17: da willst du noch mehr Verantwortung nehmen noch mehr Sachen leisten und uns wird alles etwas verrückter.

00:25:23: Lea

00:25:23: nochmal zurück zu dem Moment wo du zu dieser Frau Doktor-Doktor geschickt wurdest.

00:25:29: Das war hart.

00:25:31: Und deswegen frage ich noch mal, wie lange war es von dem Gespräch zu?

00:25:35: Ich gehe raus bei Amorili in eine Tagesklinik und heiße Tagessklinikum.

00:25:39: Ich gehe da jeden Tag hin!

00:25:42: Was war dein Gefühl aus, ich gehe jetzt in eine Tagess-Klinik?

00:25:45: Also ich muss mir selber ein Limit setzen weil da könnte ich so lang drüber reden.

00:25:49: Erstmal bei Frau Doktor Doktor war es krass.

00:25:52: die Sache so pass auf.

00:25:54: das was du schilderst ist quasi das Lehrbuch des Burnouts.

00:25:58: Das ist genau das.

00:26:00: Ich bin ja agil und selbstreflektiert, und dies ... Ja, das ist trotzdem genau dieser Weg!

00:26:07: Und du hast jetzt die Wahl?

00:26:08: Du bist so fünf vor zwölf gerade.

00:26:10: Also, du hast noch die Kraft, du hasst noch die Energie, du willst es verändern, du kannst es grad auch noch.

00:26:16: Du hast jetzt ihre Wahl.

00:26:16: entweder fängst in langfristige Therapien oder so wie ich dich einschätze brauchst du eher schnelle Lösungen Voll abwremsen.

00:26:25: In einer Tagesklinik, genau!

00:26:27: Und das kannst du super machen neben deinem sonstigen Leben mit Kindern.

00:26:31: Das merkt eigentlich keiner zu Hause so ein bisschen weil Du gehst anstatt zur Arbeit in die Klinik.

00:26:36: Das war Mittwoch.

00:26:37: Dann habe ich darüber nachgedacht und ich muss echt sagen Ich bin da raus, hab angefangen zu weinen Weil sie meinte, ich habe eine gute schlechte Nachricht.

00:26:44: Die gute Nachricht ist ein Burnout Schlechtes Nachricht, es ist ein burnout oder auf jeden Fall die Richtung.

00:26:50: Genauso habe ich mich gefühlt.

00:26:51: Also ich dachte Okay, eigentlich, man kann mir helfen.

00:26:54: Weil ich hatte ja schon halbes Jahr lang das Gefühl irgendwas ist schief und ich wusste einfach nicht was.

00:26:58: Und dann dachte ich oh Gott, mit den ganzen Assoziationen die man damit hat!

00:27:03: Dann war das Mittwoch, dann habe ich es Freitag entschieden dass ich's mache.

00:27:06: Ich hab auch in dem Moment schon gemerkt ihr habt eigentlich gar keine Wahl mehr.

00:27:11: Dann am Montag ist kommuniziert und am Mittwoch war ich draußen.

00:27:14: Krass!

00:27:14: Also es war wirklich unfassbar schnell, da musst du echt

00:27:17: mal... Das ist auch ein Glück, dass so was zu schnell geht, dass du so schnell entschieden hast?

00:27:21: Ja

00:27:21: aber Melanie muss sich auch sagen warum?

00:27:23: Ich habe entschieden das selbst zu zahlen.

00:27:25: Ich hätte über die Kasse sechs Monate warten müssen.

00:27:27: Da wäre ich voll drin gewesen, das war ein Horror gewesen auch zu aller Ehrlichkeit.

00:27:31: Das ist halt jetzt gerade eine schlimme Situation als mit wie vielen Leuten?

00:27:35: Ich gesprochen habe über psychische Themen, die gerade keine Hilfe kriegen.

00:27:38: Es ist echt heftig und ich hab gecheckt okay Jetzt kann ich es abwenden in sechs Monaten nicht mehr.

00:27:44: Da haben

00:27:44: wir keine Melanie, die gesagt hat zu dieser Frau Doktor-Doktor hin.

00:27:48: also ich habe eben beim Zuhören gedacht was machen denn all die Menschen, die keine Melanie haben?

00:27:53: Die

00:27:55: brauchen gute Freunde, die brauchen gute Unterstützungssysteme.

00:27:59: Die brauchen ehrliche Beziehungen, die sagen... ...die nah dran sind und wirklich in Verbindung sind glaube ich da ist ein guter Zugang zu sagen Da ist was anders bei dir Ich erleb dich traurig oder ich erleb Dich

00:28:13: Dauerhaft

00:28:13: gestresst und gereizt.

00:28:15: Und schau mal, umso wichtiger sind die Beziehungen in der Familie und dem Freundeskreis – und ja es gibt zu wenig!

00:28:21: Es ist ein Mangel, es gibt so viel Bedarf an Unterstützungssystemen und deshalb glaube ich auch Coaching ist ja sehr niederschwellig.

00:28:33: In Wahrheit sind das ja äußerst eine Möglichkeit, in den Unternehmen Menschen zu begleiten die sonst vielleicht nicht zum Therapeuten oder so gehen würden.

00:28:40: Deshalb ist es eine Möglichkeit als erste Andockstelle.

00:28:45: Aber es gibt tatsächlich.

00:28:46: es dauert zu lange.

00:28:47: Ich habe im Moment wieder viele, ich navigiere die dann immer in eine Klinik und dann wieder raus wenn sie wieder rauskommen sozusagen wieder ein Onboarding aber ist stimmt die Wartezeiten sind lang Es gibt zu wenig Möglichkeiten Platz zu kriegen in schneller Zeit Und das ist dann relevant weil man bohrt sich ja immer tiefer rein

00:29:07: Und man muss natürlich dann auch echt sich darauf einlassen.

00:29:11: Weil dieser Wechsel von ... Ich weiß noch genau,

00:29:16: dass jemand sieht das du da reingehst

00:29:18: oder?

00:29:18: Genau vor der Doktor-Doktor war ich auf der KF V Konferenz und hab glaub ich vor dreitausend Leuten eine Rede gehalten aber da ging's mir schon richtig schlecht.

00:29:26: Apropos sieht außen okay aus und in nicht.

00:29:29: Am nächsten Tag war ich in der Klinik am ersten Tag zusammengekrecht im Kopf.

00:29:35: Also ich saß da und dann haltet euch fest, war die erste Aufgabe ... Da wollte ich einfach abrechen wieder gehen.

00:29:42: Habe ich auch echt die ganze Stunde überlegt.

00:29:45: Maltherapie?

00:29:46: So, da hab' ich schon jetzt so ein Hals!

00:29:48: Und dann steht das... Man geht es

00:29:49: so schlimm wie ich male.

00:29:50: Das ist

00:29:50: schrecklich.

00:29:51: Dann sagen die dir mal doch mal ein Bild.

00:29:54: Mir ist nichts eingefallen.

00:29:55: Ich hatte auch schon Jahrzehntelang nicht gemalt Und dann habe ich aber gecheckt, warum ich da bin.

00:30:01: Vielleicht war das echt ganz gut?

00:30:02: Dann hab' ich wirklich die Umsatzkurve von Amourli aufgemalt und zwar konnte ich die quasi passgenau, weil ich die so oft auf Slides gepackt hatte über die letzten Jahre und dann hingen alle unsere Bilder.

00:30:13: Das ist nur

00:30:14: bei Bild die Umsatzkurve

00:30:15: gemalt hat.

00:30:15: Ja, ich hab das Bild auch noch.

00:30:16: Melanie glaubte, war das eine

00:30:18: sehr gute Diagnose, sie dahin zu fähigen.

00:30:19: Und dann haben wir das gesehen!

00:30:22: Okay, I get it.

00:30:24: So hier musst du sein!

00:30:25: Und dann hast du natürlich trotzdem da Menschen von A bis Z ja ganz unterschiedlicher Couleur und das ist auch das was Du meinst?

00:30:31: Ich meine, Du coacht ja auch im Kindergarten... Ja genau

00:30:34: so wie aus Behörden der Deutschen Bahn oder bei Familienunternehmen.

00:30:37: Genau ich glaube etwas ganz hilfreiches, ich kenne jetzt nicht genau wie die Klinik des Kliniks es macht.

00:30:41: aber was ich glaube ich da gut finde jetzt mal abgesehen von Maltherapie dass es auch, glaube ich, immer eine Gruppentherapie gibt.

00:30:47: Und ich glaube ganz wichtig jedenfalls berichten mir das die Klienten und Klientinnen, dass sie sagen, es ist einfach hilfreich zu spüren!

00:30:53: Ich bin nicht alleine damit, anderen geht es damit auch.

00:30:55: Und was ganz wichtig ist... Das kann man dann wenn's wieder besser geht und all das schlafen sich alles wie ein Stück Beruhigt hat dann kann man wirklich auch im Coaching an vielen Stellen arbeiten.

00:31:07: Noch mal zu gucken, so was sind denn eigentlich meine Bedürfnisse?

00:31:12: Genau und können wir da nochmal drauf eingehen?

00:31:14: weil ich glaube es sind ja ganz viele Leute die jetzt zuhören und sagen Teile davon kenne ich auch.

00:31:20: also Kann ich denn jetzt tun, wenn ich so merke, okay, ich hab eine hohe Belastung.

00:31:25: Ich mach den in meinem Leben

00:31:26: usw.,

00:31:27: um nicht in diesen Burnout zu rutschen?

00:31:29: Und die vielleicht auch nicht jetzt die Vorstellung haben, in der Klinik

00:31:32: zu

00:31:32: bauen.

00:31:32: Was können sie machen?

00:31:33: Die vielleicht noch

00:31:34: nicht da drin sind ja, sondern eher so merken es wird immer mehr und anstrengender.

00:31:39: Ich bin immer gestresster, ich bin immer dünn heutiger.

00:31:43: was muss man vorher besser machen richtig stellen Worum muss man sich sorgen, dass man da nicht reinkommt?

00:31:49: Ich glaube

00:31:50: was da wichtig ist es erst mal ernsthaft sich diese Symptome Gefühle anzugucken.

00:31:58: und sie eben nicht wegzudrücken.

00:31:59: Es gibt ja auch den Klassiker in diesen alten Bewältigungsstrategien, aber ich kann nicht schlafen, ich nehme Schlaf-Tablette oder ich bin abends ... Ich komme nicht zur Ruhe, ich trinkt nicht Einglaswein, ich dringt Dreigeserwein.

00:32:12: Also was helfen könnte?

00:32:13: Das gönne ich mir jetzt sonst kann ich mich gar nicht beruhigen.

00:32:16: also das heißt zu gucken was sind wo ist mein wirklich eine Verbindung aufzubauen mit sich selbst?

00:32:22: wie geht es mir eigentlich?

00:32:26: ist eine wahrhaft.

00:32:27: Und welche, was sind für Gefühle oder Symptome da?

00:32:30: Und da wirklich diese annehmen zu lernen und ernstzunehmen.

00:32:34: Und nicht zu unterdrücken – das ist ganz wichtig!

00:32:36: Das wäre der erste Schritt der Selbsthilfe.

00:32:39: Und dann wenn man merkt ja aber ich kann jetzt eben Ja nein sagen is gut, aber jeder sagt immer ich soll Nein sagen oder mich abgrenzen wie geht das denn sich dann Unterstützung zu holen.

00:32:50: Denn es ist ja nicht leicht gesagt zu sagen, ich mache jetzt hier weniger oder ich grenze das gegenüber dem Kunden ab.

00:32:55: Sich dann Unterstützung zu holen und da würde ich sagen, da wäre professionelle Hilfe gut, da eben auch auf die innere Bühne zu gehen und zu gucken.

00:33:03: so was ist der innere Konflikt?

00:33:05: Ich will's allen recht machen und gleichzeitig komme ich nicht zum Ich, die inneren Bühnen mal anzuschauen und zu schauen wie kann man in eine Lösung kommen.

00:33:14: Und das finde ich super spannend, man denkt ja immer bei Weiterentwicklung im Job aus Ich brauche mehr Gehalt, ich brauche einen Firmenbaden mehr Spesen was weiß ich?

00:33:23: Nee fordert auch Coaching ein weil am Ende das hat ja auch Natascha letztes mal gesagt dieses Investment in sich selber Dieses ich erkenne bei mir Sachen ich hole mir Hilfe und nicht nur ich entwickel mich fachlich weiter ist ja auch ne Gnade der heutigen Zeit Weil ich glaube wenn unsere Eltern hingegangen und gesagt hätten, ich hätte gern Coaching.

00:33:43: Dann wären die sofort in die Ecke gestellt

00:33:45: worden.".

00:33:45: Ja das war noch vor zwanzig Jahren so.

00:33:46: als ich angefangen habe bin ich noch durch die Hintereingänge auch an die Kasseln und Firmen gegangen weil der zum Coaching musste ja.

00:33:53: Der kriegte das verordnet.

00:33:54: Das waren noch Dritte.

00:33:55: Jetzt ist es ja fast ein Status-Symbol?

00:33:57: Ja!

00:33:57: Und da hieß es, er hat entweder eine Maise oder der hat ein Problem oder der ist kurz vorm Raus fliegen.

00:34:03: Wow!

00:34:03: Und jetzt wird's eher auf dem Lebenslauf erwähnt.

00:34:07: Aber zurück... Leer macht das besonders gerne ihre ganzen Coachingausbildungen aufzählen.

00:34:12: Das

00:34:13: nimmt keinen um.

00:34:14: Wie gucke ich, dass ich mir Unterstützung will?

00:34:16: Ein großer Schritt könnte zum Beispiel überhaupt sein – das ist ja für viele auch schon mal einen Schritt zu sagen – Ich brauche Hilfe!

00:34:23: Also sich das überhaupt einmal einzugestehen.

00:34:26: Es gibt auch Klienten von mir die in sehr exponierten Führungssituationen sind und die sagen Frau Vauwein und ich sitze dann da eine Stunde und er redet nur aus, in dem Fall eher Und ich komme schon unter Druck mit meinem eigenen Perfektantreiber und denke, das reicht gar nicht, was ich hier mache.

00:34:42: Und es ging nur mal darum sich das von der Seele zu wehren.

00:34:46: Also manchmal hilft es schon, normal in Anführungsstrichen nur zu sprechen und gehört zu werden.

00:34:52: Aber wenn man sich professionell dann noch weiter begleiten lässt setzt immer voraus dass man wirklich auch etwas verändern will.

00:34:58: wäre es wirklich an diesen Bewältigungsstrategien zu arbeiten?

00:35:02: Und wenn man jetzt zuhört und sagt das, was ihr hier beschreibt.

00:35:05: Das erkenne ich bei jemandem in meinem engsten Umfeld.

00:35:09: Gibt es... Eine Art und Weise, wie ich das anspreche.

00:35:13: Dass es eben nicht neidisch rüberkommt aus weil jemand anders gerade viel macht kommt jemand anderes der weniger macht und sagt Ich finde du machst zuviel weil das würde bei mir triggern.

00:35:23: Das geht dich gar nicht

00:35:26: an.

00:35:27: Genau wenn man dann

00:35:28: passt doch mal ein bisschen auf dich

00:35:31: auch.

00:35:31: Ich sehe sie ja grad überall.

00:35:33: Ja okay danke.

00:35:34: Dann gehe ich jetzt weiter so.

00:35:35: also gibt Es eine art und weise der konversation mit engen freuen wo man oder wo man reingeht und so anfängt, statt anzufangen.

00:35:43: Bei dir ist aber gerade ein bisschen viel.

00:35:45: Willst du darüber nachdenken?

00:35:46: Nee will ich nicht!

00:35:47: Ich glaube es hängt davon ab wie sehr du in die Verbindung gehen kannst.

00:35:50: Wie sehr sich der andere gesehen und gehört fühlt.

00:35:52: also es gibt ja diesen herrlichen Ausspruch weiß gar nicht von wem.

00:35:55: ich glaube von meinem Lehrer.

00:35:57: bitte nicht helfen das ist schon schwer genug.

00:35:59: Also nicht die Ratschläge noch sondern ich glaube was wirklich hilft ist zu hören und in Verbindung zu gehen Wirklich in Verbindung.

00:36:09: Und ich glaube, das spürt man wenn jemand wirklich in Verbindung mit einem ist und es wirklich gut meint und Es wirklich Raum gibt zu öffnen und jemanden Zuhört anstatt zu reden.

00:36:21: Dann gibt es eine Möglichkeit zu sagen weißt du was?

00:36:24: ein bisschen sorge Ich mich um dich oder?

00:36:27: Ich weiß nicht.

00:36:27: hast du Was?

00:36:28: sagt ihr dass wenn ich dir das mal so erzähle hat das irgendeine Resonanz in dir?

00:36:33: Und ich habe früher als ich angefangen hab habe ich auch gar nicht habe ich eigentlich Fragen gestellt als Ratschläge gegeben.

00:36:39: Ich sag jetzt auch, wissen Sie was?

00:36:43: Ich sage Ihnen mal, was ich da sehe und gucken Sie mal ob das irgendwie Resonanz hat!

00:36:49: Aber es geht nur wenn du wirklich in der Verbindung bist... Und wenn die sich ein Stück korrigiert die Menschen fühlen, das wissen wir von uns selber dann geht's nicht.

00:37:00: Also dazu ist es zu fein, braucht eine Feinfühligkeit Aber es ist wichtig, was zu sagen.

00:37:07: Also aus meinem eigenen Erfahrung vor fünfundzwanzig Jahren ich hatte ja auch mal eine ähnliche Schmerzhafteerfahrung eines Zusammenbruchs und das war im Nachhinein meine Initiation nach Bertelsmann in die Eigenständigkeit Ich habe sehr liebevolle Verbindungen Und dennoch hat mir keiner Mal gesagt Achtung!

00:37:26: Da hab' ich mich dann hinterher auch gefragt Wie kommt das dass mir das keinermal sagt?

00:37:32: Und da würde ich aber gerne noch einmal darauf eingehen, Melanie, weil ich das total spannend finde.

00:37:36: Weil du immer davon sprichst auch dass nicht so als Stigma und Krankheit zu definieren sondern als Kompetenz.

00:37:43: Du sagst, du wärst nicht selbstständig geworden ohne dein Burnout?

00:37:46: Ja!

00:37:47: Und du hättest sicherlich das nicht bei mir erkannt.

00:37:50: Das heißt was ... wie definierst du das für dich?

00:37:53: Warum ist es oder wie kann man das als kompetenz ...

00:37:56: Als kompetenz würd' ich's vielleicht... Aber ich würde sagen diese Krise zu nutzen als eine Chance.

00:38:03: Das wirklich ... Du wirst ja wie gebremst, ne?

00:38:07: Es geht ja nicht mehr!

00:38:09: Bei mir ging damals auch gar nichts mehr.

00:38:10: Ich bin einfach mitten in einem Meeting war Schluss mit allen Symptomen die vorher schon waren und dann ist die Chance wirklich zu

00:38:17: gucken.

00:38:19: ich würde auch heute sagen ich habe es an den Körper delegiert.

00:38:21: ich hab eben die Entscheidung die wichtig war nicht getroffen sich wirklich mal hinzusetzen und zu sagen so wo stehe ich im Leben nicht mehr davor wegzulaufen und dann eben die Knoten mal zu lösen, um da dranzugehen.

00:38:34: Und ich hatte damals keinen Zugang zu einer Klinik.

00:38:37: Ich hab das versucht mit Ausbildung zu machen, bin auch in der nächsten Überforderung.

00:38:41: Aber es war mein Weg, immer mein Weg.

00:38:42: Ich mach dann immer Ausbildung eher als Therapie.

00:38:44: Die habe ich alle nachgeholt dann.

00:38:46: Aber ich würde sagen ist eine Chance ... Und man braucht gute Menschen um sich herum.

00:38:52: Ich hatte immer ein großes Glück, dass ich dann Menschen an meiner Seite hatten, die dann sagten geh mal zu dem.

00:38:59: Dann hatte ich tolle Lehrer und eine tolle Therapeutin.

00:39:03: Und dann ist es natürlich wenn du dich da herausentwickelt hast Wenn das gelingt Ja und es bleibt immer mein Lebensthema dass ich immer nahe an der Erschöpfung bin nicht oder an der Überarbeitung Aber du guckst anders in die Welt.

00:39:18: Und du kannst natürlich, würde auch heute sagen, all meine eigenen Lebenskrisen waren letztlich die Möglichkeit Kompetenzen zu bauen bei meinen Klienten.

00:39:26: Entscheidung, Unsicherheiten, Ängste, Zusammenbrüche und wo ist mein Platz?

00:39:31: In der Familie wie im Leben.

00:39:33: Das ist die Chance!

00:39:34: Die Chance... Da wäre auch meine Abschlussfrage an dich leer um dieses Jahr Riesenthema positiv zu beenden.

00:39:42: Du hast ja am Anfang auch gesagt Es hatte ja auch ganz viel Gutes, dass ich es hatte und erkannt habe.

00:39:46: Weil ich hab ganz viel umgestellt in meinem Leben.

00:39:48: Wenn du jetzt sagst vier Jahre später hast du all das, worüber wir gerade gesprochen haben neue Bewältigungsstrategien deine Tankstellen aufgeladen oder hast du eben gesagt also ist da richtig nachhaltig was Neues daraus entstanden?

00:40:02: Dass du sagst.

00:40:02: bei allem Schmerz den es auch hatte hat es eben auch unglaubliche Chancen für dein weiteres Leben.

00:40:08: So sehr krass!

00:40:11: für mich war es mit einer der wichtigsten Erfahrungen meines Lebens, muss ich wirklich so sagen.

00:40:17: Und man muss aber auch sagen in der Erfahrung selber war's das Schlimmste weil ich es so Angst hatte dass sich nicht rauskommt und dass es so bleibt.

00:40:25: Ich dachte ich bin noch eine leistungsfähige Person im Gotteswillen.

00:40:27: wenn das jetzt so bleibt, wenn das mein Leben ist da hatte ich einfach irrer Angst.

00:40:31: Aber seitdem habe ich so viel in meinem Leben verändert auch dank Melania auf Menschen geguckt, die es wirklich gut mit mir meint.

00:40:41: Nicht die nur was von mir bekommen wo ich ein Asset bin sondern die wirklich bei mir sind und so... Ich habe angefangen anders Fragen zu stellen uns zuzuhören und bessere Verbindungen aufzubauen.

00:40:54: Ich glaube ich hab viel intensivere wenigere Verbindung als vorher nicht so viele Oberflächliche und ich hüpfe mal hier immer da mal her und auch ist das alles süß.

00:41:03: Ich bin so viel ehrlicher mit dem, was ich mir zutrauen kann und was nicht.

00:41:06: Und welche Sachen mir wirklich – haben wir auch schon mal darüber gegeben – Energie geben?

00:41:09: Und welche ich eher fürs Außen mache?

00:41:12: Also auch das ist wundervoll wenn du Dinge machst die dich wirklich glücklich machen innen und nicht mehr draußen beweisen musst.

00:41:26: Außen beweisen möchte.

00:41:28: Ich will natürlich Anerkennung haben, aber

00:41:29: noch viel wichtiger

00:41:31: was ich darüber denke und dass ich mich wohlfühle und zufrieden bin und so und ich habe auf jeden Fall meine Tankstellen viel besser im Griff.

00:41:38: Ich hab ja früher nie Sport gemacht und nix.

00:41:40: Ja schön also

00:41:42: das ist

00:41:43: mit den Bedürfnissen in Verbindung zu kommen.

00:41:45: Mit den Gefühlen und Bedürfensten.

00:41:46: das ist die Chance.

00:41:48: Das nehmen wir alle aus heute mit.

00:41:50: Vielen Dank Melanie dass du da warst.

00:41:52: Bitte

00:41:52: gerne

00:41:53: Danke, dass du dich auf das Experiment eingelassen hast.

00:41:55: Hat

00:41:55: sogar Freude gemacht!

00:41:56: Es hat große Freude und ich glaube wir haben die Welt ein Stück besser gemacht mit diesem Gespräch weil es ist zumindest das erste Mal, dass ich Teil eines solchen offenen Gesprächs war wo ich das Gefühl hatte sollte es mich je ereilen.

00:42:07: darf ich sagen?

00:42:09: Absolut damit tust

00:42:18: Du

00:42:22: Gutes.

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