Job-Crafting und berufliche Neuorientierung | Ragnhild Struss
Shownotes
Lea und Verena sprechen mit Executive Coach Ragnhild Struss darüber, warum so viele im Job unzufrieden sind - und trotzdem nicht kündigen. Ragnhild erklärt, was „Job-Crafting“ bedeutet, wie man den eigenen Job aktiv neu gestalten kann und wann ein klarer Schnitt sinnvoll ist. Außerdem geht es um Energie-Management, Werte-Mismatch und kluge Entscheidungen im aktuellen Arbeitsmarkt.
Mehr über Ragnhild und ihre Beratung: https://www.strussundclaussen.de/
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Transkript anzeigen
00:00:06: Deep Dive!
00:00:07: Ja, Verena wir haben ja vor kurzem eine Umfrage auf Instagram gemacht.
00:00:10: Welche Themen die Hörer und Hörerin am meisten interessieren?
00:00:14: Und dich hat es irgendwie nicht überrascht, mich hat's total überraszt was daraus kam.
00:00:18: Nummer eins war berufliche Neuorientierung.
00:00:22: Genau und mich hat es deshalb nicht überrascht, weil ich das Gefühl habe die Zeitungen sind voll davon.
00:00:26: Du hast Kündigungswellen du hast eine hohe Akademiker Arbeitslosigkeit, du hast ne hohe Unzufriedenheit in der Workforce.
00:00:33: deswegen dachte ich so dass passt schon in die Zeit Und da fiel uns natürlich gleich Ranghild ein, die wir ja schon einmal hier zu Gast hatten, zwanzig-dreienzwanzig und lieber Rangel da wollten wir natürlich gleich mit dir irgendwie starten um in dieses Thema mal einzusteigen.
00:00:49: aber vielleicht erstmal wer Ranghild eigentlich ist.
00:00:53: Ranghhild ist Unternehmerin und Executive Coach und begleitet seit mehr als zwanzig Jahren Menschen- und Organisationen dabei, berufliche Erfüllung zu finden und persönlich zu wachsen.
00:01:02: Und mit dem fachlichen Hintergrund aus Wirtschaftswissenschaften und Organisations- und Verhaltenspsychologie hat sie im Jahr zwei Tausend Drei schon ihr eigenes Unternehmen gegründet, das sie bis heute zusammen mit ihrem Geschäftspartner Johann Klausen leidet.
00:01:14: Ihr Leitsatz ist Alles beginnt im Innen.
00:01:17: Erst wenn wir uns selbst verstehen, können wir die Welt um uns herum gestalten und dieses Prinzip prägt ihre Arbeit ihren Podcasts und ihre vielen Impulse mit denen sie Menschen hilft ihr Potenzial wirklich zu entfalten.
00:01:28: Also es hätte keine bessere geben können mit der wir dieses Thema heute uns angucken und deswegen herzlich willkommen wieder zurück bei uns liebe Ranghild!
00:01:37: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:38: ich freue mich sehr.
00:01:40: Ja, Rang hält wie wir gerade schon gehört haben sowohl durch unsere Umfrage als auch das was Verena aus den Zeitungen erzählt hat.
00:01:45: Viele Menschen sind unzufrieden in ihren Jobs und kündigen aber nicht sondern bleiben wahrscheinlich im Zweifel eher zu lange in den Jobs die sie eigentlich unglücklich machen.
00:01:58: Warum fällt es uns da so schwer uns zu verändern?
00:02:02: Ich glaube, dass Leute nicht nur zu lange in Jobs bleiben.
00:02:04: Sondern die Art und Weise wie sie in den Jobs bleiben mit so einer diffusen Unzufriedenheit einfach zu lange ist.
00:02:10: Man sagt ja so schön Love it, change it or leave it.
00:02:13: Und wenn du es nicht liebst aber du keinen Plan hast wie Change It überhaupt funktioniert dann verhasst du ein bisschen im Niemandsland der Kompensation.
00:02:22: also Die Unzufredenheit ist ja erstmal nur eine Information.
00:02:25: das ist ja noch nicht das Problem an sich Und das ist häufig so ein diffuses Bauchgefühl und du gehst ja auch nicht zum Arzt und sagst irgendwie, ich hab überall irgendwas.
00:02:33: Sondern du brauchst dann mehr eine ganz konkrete Aussage darüber was dich genau belastet.
00:02:39: Da ist schon das erste Thema.
00:02:41: wenn Menschen nicht genau ... formulieren können, was eigentlich das Problem ist.
00:02:45: Dann haben sie natürlich auch weniger Ansatzpunkte Veränderungen zu vollziehen und außerdem wissen Menschen einfach nicht wie das geht.
00:02:51: wir haben noch nichts so ein richtiges Prinzip für Job Crafting also für die Veränderung des bestehenden Jobs sodass er wieder zu dir passt und deshalb verbleiben Menschen dann meistens da drin Unsicherheit einfach zu regulieren Also mit irgendwelchen Kompensationsmechanismen, dass sie sich in der Freizeit irgendwie mehr beschäftigen.
00:03:07: Dass die innerlich kündigen und zynisch werden.
00:03:10: Dass sie vielleicht auch überbeschäftigt sind.
00:03:13: Sie regulieren diese Unzufriedenheit anstatt wirklich was dran zu verändern?
00:03:17: Ja also du docktest so einen Symptomen rum statt wirklich an den Kern der Ursache zu gehen.
00:03:24: Jetzt hast Du gerade gesagt Jobcrafting das finde ich ein spannender Begriff weil eigentlich sagt man ja immer okay, wenn dann der Job nix ist und dann hast du es irgendwie dreimal angesprochen.
00:03:34: Und dann fühlt sich's immer noch nicht richtig an, da muss er halt
00:03:36: gehen.".
00:03:37: Jetzt aber zu sagen jetzt hast du das angesprochen?
00:03:39: Und jetzt musst du weiter daran arbeiten diesen Job den Du hast zu verändern!
00:03:43: Ist ja eigentlich ein sehr schöner Weg gerade in einer Zeit wo Kündigen gar nicht so leicht ist weil man gar nicht sicher ist ob man einen neuen Job bekommt.
00:03:52: also vielleicht kannst du einmal sagen was is jobcrafting genau und wie geht das?
00:03:57: Also Jobcrafting meint, dass du aktiv auf deinen bestehenden Job einwirkst um ihn wieder passend für dich zu machen.
00:04:04: Weil jobliche Unzufriedenheit, das muss man sich einfach mal ganz systematisch vorstellen ist vor allen Dingen darin begründet, dass die Realität des Jobs die Erwartungen, die du an ihnen hast nicht erfüllt.
00:04:15: also Realität minus Erwartung ist quasi unzufriedenhats- oder zufriedenheitsniveau im Job.
00:04:21: Und was damit?
00:04:22: und nicht, dass jetzt HR irgendwie aufschreit?
00:04:24: Weil wir arbeiten ja auch viel mit HR-Abteilungen zusammen.
00:04:27: Da geht es sich darum, dass man sich die Rosinen rauspickt und das am Ende tausend Sachen übrigbleiben, auf die keiner mehr Bock hat.
00:04:32: Sondern es geht wirklich darum innerhalb deiner eigenen Stärken mal zu gucken, was genau kann ich denn für Stellschrauben bedienen, damit ich wieder happier bin?
00:04:41: Was daran so interessant ist, dass die Leute meistens an Aufgaben denken wenn sie an Jobcrafting denken.
00:04:47: aber da gibt's eben so viele Mehrebenen arbeiten kann, bevor übrigens man überhaupt ins Gespräch einsteigt.
00:04:55: Zum Beispiel?
00:04:56: Also man kann zum Beispiel ganz viel an den Beziehungen ändern.
00:04:59: die Beziehungsqualität im Job zahlt maßgeblich auf unsere Jobzufriedenheit ein.
00:05:05: Da kann man sich überlegen, dass die meisten Leute sagen, wenn Person X nicht so doof wäre, dann wäre mein Job besser.
00:05:11: Stattdessen aber zu gucken, mit wem möchte ich mehr Kontakt?
00:05:15: Mit wem möcht ich weniger Kontakt?
00:05:17: Welchen Kontakt möchte ich ganz fallen lassen?
00:05:19: Welche möchte ich neu aufnehmen und wie möchte ich bestimmte Beziehungen neu gestalten?
00:05:24: Vielleicht ist es ja so, dass du sagst, mein Team ist toxisch!
00:05:27: Bei einer genauen Betrachtung fällt dir auf, dass nur die Schnittstelle schlecht organisiert ist, dass das wahnsinnig auf die Laune drückt.
00:05:37: Ja
00:05:37: und es gibt auch noch weitere.
00:05:38: also du kannst auch deine Einstellung mal angucken, ne?
00:05:41: Also es gibt viele an denen man arbeiten kann.
00:05:46: Kann ich ganz viel mit anfangen weil wir haben letztens auch darüber gesprochen Brena und ich weil ich das aus dem Coaching mitgebracht hatte und den Begriff so schön fand.
00:05:55: da ging's um psychologische Verträge.
00:05:57: was für einen psychologischen Vertrag habe entlang der Richtung nachgedacht, was mache ich eigentlich?
00:06:06: Was ist das, was ich operativ tue.
00:06:08: Aber dass, was Ich rauskriegen will, das mehr zu besprechen mit Mitarbeitern auch zu besprechen.
00:06:12: Aha die wollen sichtbarer werden!
00:06:14: Wie kann ich das ermöglichen, dass auch Mitarbeiter auf eine Konferenz gehen über unser Unternehmen sprechen und so?
00:06:19: da ist ja so viel möglich und es heißt nicht, dass sich der ganze Job gleich ändert.
00:06:24: Und bei diesen psychologischen Verträgen ist es total spannend, auch mal zu gucken, dass du ja über den Kurs der Zeit wächst.
00:06:33: Also das werdet ihr sicher bei Ten More Innen als Thema haben.
00:06:36: Dass man durch seine Erfahrung, die sowohl privat als beruflich stattfindet, sich selbst verändert und dementsprechend der Job natürlich nachziehen muss.
00:06:46: Diese Veränderung bedeutet aber auch, dass apropos psychologische Verträge ich vielleicht unterschiedliche Bedürfnisse habe von denen ... das jeden Job erfüllt werden.
00:06:55: Und vielleicht habe ich am Anfang ein Hardcore-Autonomiebedürfnis, dass also ich alles irgendwie selbst bestimmen will, maßgeblich Unabhängigkeit haben möchte... Und dann verändert sich das vielleicht im Laufe der Zeit, dass ich ein höheres Zugehörigkeitsmotiv entwickeln oder dass mein Bedürfnis ist irgendwie Lust zu gewinnen.
00:07:13: Indem es aufregender wird wie du zum Beispiel gerade mit der Konferenz meintest.
00:07:17: Vielleicht geht's auch darum, dass mein Selbstwert noch mehr Feedback braucht.
00:07:21: Das heißt, ich muss mir vielleicht noch andere Anerkennungszusammenhänge suchen.
00:07:25: Also genau darum gehts zu gucken was will ich eigentlich von meinem Job?
00:07:30: Weil wenn ich nicht weiß was ich möchte danach fragen.
00:07:35: Und was stresst mich an meinem Job?
00:07:38: Also wo verliere ich die Energie, damit ich da auch in ein echt strukturiertes Gespräch überhaupt einsteigen kann?
00:07:44: Weil du wie Rina meintest ja gerade naja ich rede dann und sag irgendwie ich bin nicht unzufrieden und danach will ich doch noch bleiben und was verändern?
00:07:51: Ich würde das umdrehen!
00:07:52: Ich glaube dass es im Job Crafting unfassbar viele Möglichkeiten gibt Dinge zu verändern, ohne dass strukturelle Änderungen nötig sind.
00:08:00: Ohne, dass du sofort eine Führungskraft mit einbeziehen musst!
00:08:04: Das finde ich spannend, weil wenn man an das Wort oder in die Wörter berufliche Neuorientierung denkt.
00:08:09: Denkt man ja automatisch an ein neuen Job nach dem Motto Ich möchte mich beruflich neu orientieren.
00:08:14: also ich höre das auf was ich gerade mache und fange etwas neues an dass eben auch darauf zu beziehen aus ich verändere mein Job den ich habe Und das ist eine beruflichen neuer Orientierung find ich spannend.
00:08:25: jetzt kommen ganz viele Menschen zu dir genau mit dieser Mit dieser Fragestellung aus.
00:08:29: ich möchte mich bruflich neue orientieren für uns doch mal durch weil das glaube ich für so viele gerade relevant ist.
00:08:36: Wie gehst du das dann an?
00:08:37: Welche Fragen stellst du?
00:08:38: oder welche Fragen sollte man sich selber stellen, wenn man das Gefühl hat, dass es irgendwie nicht mehr
00:08:44: ist?
00:08:45: Total spannend, genau in dem Zusammenhang über Jobcrafting zu sprechen.
00:08:47: Weil meine eigenen Kunden sind ja eher exekutive Führungskräfte-Unternehmerinnen und die kommen meistens nicht mit der Fragestellung sich beruflich verändern zu wollen sondern eben genau mit dem Thema hey wie kann ich wieder eine größere Passung herstellen?
00:09:00: Wie kann Ich wieder mehr in meiner Kraft finden?
00:09:02: Wie Kann ich vielleicht irgendwie ne Sehnsucht, die ich so diffus spüre erfüllen Wenn man erst mal oben angekommen ist, spielt das keine Rolle mehr.
00:09:14: Aber es ist ja gar nicht so ... Man muss sich immer weiterentwickeln.
00:09:18: Und was wir aber machen und auch mein Team natürlich, ist erst mal mit einer Bestandsaufnahme zu beginnen.
00:09:24: Denn ganz viele Leute können überhaupt nicht sagen, was genau macht mich denn unzufrieden?
00:09:28: Es gibt so viele die denken, ich muss den Job wechseln.
00:09:31: Das hat man im psychologischen Metastudien rausgefunden.
00:09:34: Dann sind die ein halbes Jahr einen neuen Job.
00:09:35: Hani-Moonphase ist alles noch easy und cool.
00:09:38: Und dann kommen dieselben Probleme wieder.
00:09:40: Warum?
00:09:40: Weil du dann vielleicht ernüchtert feststellen musst dass deine Arbeitsweise immer das Problem war ja Unterdruck nicht gut funktionierst, prokrastinierst.
00:09:50: Weil du vielleicht nicht so gut organisiert bist weil du nicht gut dich abgrenzen kannst ja und das sind ja innere Mechanismen die du überall mit hin nimmst.
00:09:58: und deshalb ist es so wichtig als allererstes mit einer Standortanalyse zu beginnen und zu gucken wo genau drückt denn eigentlich der Schuh?
00:10:05: Also wo müssen wir überhaupt ansetzen mit dem was ich verändern darf?
00:10:10: Und dann sind ja alle unsere Angebote, auch wenn wir so einen Job-Crafting online kursen.
00:10:14: Der ist echt super und alle Angebote sind immer basierend auf einer ... Fundierten Persönlichkeitsanalyse, weil letztendlich geht's ja ganz stark um Selbstklärung.
00:10:24: Wenn du dir jetzt Jobcrafting vorstellst wie eine Veränderung von einem Maßanzug der mal gepasst hat und heute irgendwie drückt oder zu groß ist oder so dann ist es natürlich irgendwie total spannend mal zu gucken was genau soll denn getailert werden?
00:10:39: Und dafür gehts ja um ne eigene Vermessung sozusagen nicht.
00:10:43: also wir fahren einen diagnostischen Ansatz und beschäftigen uns ganz viel mit der Persönlichkeit.
00:10:49: Kann ich das noch total mitgehen?
00:10:50: Ich glaube, es würden auch viele machen.
00:10:52: Und ich glaub trotzdem dass meistens dann ein Gespräch mit dem Vorgesetzten der Vorgesetztin irgendwie folgen müsste weil natürlich du kannst nur so weit deinen eigenen Fokus deine eigene Prioritäten in deiner eigene Arbeitsweise anpassen und dann gibt's trotzdem Themen wo du einfach sozusagen den Bein brauchst von deinem Chef Deiner Chefin.
00:11:15: Wie würdest du sagen, gestaltet man dann so ein Gespräch und wie viel Verantwortung liegt bei mir als Arbeitnehmende oder beim Arbeitgeber?
00:11:25: Viele fragen in einem.
00:11:27: Die Verantwortung liegt auf jeden Fall bei beiden Seiten, also es gibt natürlich genau das was du auch gerade ansprichst ne?
00:11:32: Es gibt Stellschrauben die liegen in der Verantwortungsarbeitgebenden wie zum Beispiel sowas wie Psychologische Sicherheit oder Rollenklärung eine gewisse Kultur Eine Art Wie man mit Führung umgeht vielleicht auch rollen Architekturen insgesamt Ressourcen die man zur Verfügung stellt.
00:11:48: Aber zunächst glaube ich geht's ein bisschen darum für dich zu wissen Was möchte ich denn jetzt als nächstes überhaupt verhandeln.
00:11:54: Und jetzt um zu diesem Gespräch zu kommen, das soll ja nicht so ein Ding sein von ich habe festgestellt bin so richtig unzufrieden und jetzt knall ich es hier mal auf den Tisch sondern es geht vor allen Dingen darum erstmal mit einer qualifizierten Ich-Botschaft da reinzugehen.
00:12:09: Ich meine, man kann sich das ganz strategisch überlegen.
00:12:11: Was möchte die Führungskraft?
00:12:13: Die Führungskraft möchte, dass du ihr das Leben leichter machst und nicht erschwerst.
00:12:17: Das bedeutet, dass sie daran interessiert ist, dass die Verantwortung, die du wahrnehmen kannst, nämlich zum Beispiel wie du kommunizierst, wie du Grenzen setzt, wie deine Aufgaben gestaltest, dass Du diese Verantwortung auch wahrnimmst.
00:12:28: Und dann ... Wie in jeder guten Beziehung geht es darum, wir sagen immer Wahrnehmung, Wirkungwunsch, also die drei W-Regel ja!
00:12:38: was nehme ich im Moment war.
00:12:40: Ich nehme vielleicht, du fängst den Satz an mit ich beobachte das X Y Z. Das führt bei mir zu ABC und deshalb wünsche ich mir in Zukunft
00:12:50: ...
00:12:51: das und das und dass?
00:12:53: Wohlwissend!
00:12:54: Dass es auch beim Job-Crafting Immer darum geht, auf den Unternehmenszweck einzuzahlen.
00:12:59: Es ist ja immerhin noch Arbeit!
00:13:01: Es geht natürlich darum, dass die Ziele, die die Rolle definiert und die Anforderungen erreicht werden.
00:13:09: Jobcrafting stellt eher die Frage nach dem Wie?
00:13:14: Und was ich für so ein Gespräch immer rate, ist Vorbereitung.
00:13:18: Richtig ordentliche Vorbereitungen!
00:13:20: Damit eben nicht die Führungskraft auf einer Metaebene damit belästigt wird dass sie sich jetzt noch deine Gedanken machen muss sondern das du wirklich weißt.
00:13:29: okay?
00:13:29: Was ist hier Phase?
00:13:30: Was betrifft mich persönlich?
00:13:32: Was kann man strukturell ändern?
00:13:34: Welche Anforderungen stelle ich und dann aber es ist eine Tauschbeziehung eben auch ganz klar zu sagen ok was bin ich dafür bereit zu geben oder Kraft dafür erwarten kann.
00:13:45: Also sehr gute Anleitung für so ein Gespräch, weil ich glaube das ist genau die Gefahr dass man es solange mit sich rumträgt bis es dann so'n Börr-Gespräch wird und das ist dann destruktiv und da wird im Zweifel auch nicht rauskommen, dass es danach allen besser geht.
00:14:01: Wann kommt Jumpcrafting an seine Grenzen?
00:14:03: Also wann würdest du sagen hat man wirklich alles gut geprüft gemacht getan und dann ist es wirklich Zeit zu gehen, weil du kannst auch nicht alles verändern
00:14:13: Genau, und es ist auch wichtig nicht in so einer Schuldfrage zu landen.
00:14:16: Um dann diese Selbstoptimierung zur ausschließlichigen Eigenverantwortung zu machen.
00:14:21: Es geht natürlich darum, dass das Ganze im System gut funktioniert.
00:14:25: Also das Aller erste ist ... Ich hab manchmal so das Bild, dass Jobcrafting eher wie eine Reha isst.
00:14:31: Du weißt irgendwie jetzt was nicht so gut funktioniert und du willst Aufbauarbeit leisten?
00:14:35: Wenn du aber Notarzt brauchst, dann ist Jobcrafting natürlich nicht das Richtige!
00:14:39: Also wenn zum Beispiel Grenzverletzung stattfinden Mobbing-Situationen gibt, wenn psychologische Sicherheit nicht gegeben ist.
00:14:46: Wenn vielleicht auch kulturell ein toxisches Umfeld herrscht oder so ... Dann ist es schwierig zu craften, weil dann liegt die Verantwortung eben nicht bei dir und auch die Lösungsmöglichkeit
00:14:56: nicht.".
00:14:57: Man kann ja immer verschiedene Dinge angehen.
00:14:59: Du kannst dein Verhalten ändern, deine Einstellung ändern oder das Umfeld ändern?
00:15:04: Oder du kannst gehen!
00:15:05: Das sind die Parameter innerhalb derer stattfindet.
00:15:09: und deshalb wenn du also wirklich physisch oder psychisch am Ende bist und erst mal wieder Kraft tanken musst, denn auch Job-Crafting braucht ja Kraft weil du Entscheidungen fällen musst, dann ist Crafting nicht das Richtige.
00:15:20: Dann musst du erstmal die Notbremse ziehen.
00:15:23: Und was ich auch immer schwierig finde, ist eine Werteinkongruenz.
00:15:26: Also sagen wir mal du bist jemand deren Werteprioritäten so aufgestellt sind dass Nachhaltigkeit Minimalismus und Umweltschutz ganz hoch auf der Liste stehen.
00:15:37: Du arbeitest aber in einem Konsumgüterunternehmen was darauf ausgerichtet ist viele Plastikprodukte zu kaufen die möglichst schnell kaputt gehen sollen damit du sie wieder neu kaufst.
00:15:46: das kannst du nicht verhandeln.
00:15:47: da kannst du viel craften wie du willst.
00:15:49: wenn deine Identität mit deinem Umfeld steht, dann geht's nicht darum zu craften.
00:15:57: Also da so.
00:15:58: und das dritte was du angesprochen hast ist jetzt stell dir vor Du hast irgendwie schon ganz viel gecraftet und hast irgendwie Schon ganz viel verändert und merkst aber Mir geht's trotzdem nicht besser.
00:16:09: Dann muss ich wirklich noch mal zurück auf los und dir überlegen, okay in was für einem Umfeld möchte ich eigentlich arbeiten?
00:16:15: Was für eine Art von Job möchte ich ausführen?
00:16:17: Wie viel Verantwortung möchte ich übernehmen?
00:16:19: Was ist kulturell für mich
00:16:20: wichtig?".
00:16:21: Und da sind wir eben wieder bei der Selbstbeschreibung, dann wirklich indig zu gehen und dir zu überlegen ... Was suche ich denn eigentlich?
00:16:28: Auch dafür is jobcrafting ehrlich gesagt gut weil das ein Prozess ist, der dich überhaupt ne Idee davon entwickeln lässt welcher Job in einer guten Jobpersonenpassung eigentlich der beste für dich ist.
00:16:39: Und ich finde, das ist noch mal jetzt ein wirklich spannender Bereich weil wenn du entschieden hast dass es hier nicht mehr dann hast du eben gesagt viele gehen dann in den nächsten Job und haben eigentlich die nächsten Herausforderungen weil sie sowohl die innere Arbeit nicht gemacht haben als auch vielleicht nicht auf die richtigen Kriterien geguckt haben bei dem Job.
00:16:57: das heißt Was würdest du denn sagen, was sind so Dinge wo du oft merkst dass die zu wenig angeguckt werden oder mehr priorisiert werden sollten wenn Menschen einen neuen Job suchen?
00:17:10: Also auch da würde ich auf jeden Fall mit dieser Analyse der Selbstklärung beginnen und mal wirklich sich aufzuschreiben.
00:17:18: Das würde ich mit Stift und Zettel machen, das hat psychologisch eine gute Wirkung weil dann so deine innere Ratgeberfunktionen anspringt.
00:17:25: was sind überhaupt deine Stärken?
00:17:26: Worin bist du wirklich gut?
00:17:27: Was liegt dir?
00:17:28: Weil letztendlich ist es am schwersten mit dir zu konkurrieren wenn du irgendwas machst was ganz natürlich für dich ist.
00:17:34: ja oder wie ihr immer sagt das mag ich total gerne it's hard to compete with someone who is having fun.
00:17:40: Also,
00:17:40: man sollte es zusätzlich auch noch können.
00:17:42: Aber was sind deine Stärken sozusagen?
00:17:45: Und dann auch mal zu gucken ... Wir haben gerade über die psychologischen Verträge gesprochen.
00:17:49: Was sind eigentlich meine Bedürfnisse?
00:17:51: Was will ich vom Job?
00:17:52: Was muss der beliefern?
00:17:54: Was soll ich durch diese Tätigkeit Dichter-Ausführere erreichen?
00:17:59: und dann aber auch, was sind meine Werte, um eben nicht in diesen Missmatch zu kommen?
00:18:05: Und dann wirklich zu überlegen, okay im zweiten Schritt was passt denn genau dazu?
00:18:10: In vielen Bewerbungsprozessen gerade wenn die Marktlage irgendwie eher arbeitgeberfreundlich ist sind die Menschen nicht mehr genau genug in der Passung im Sinne der Suche oder der Recherche.
00:18:23: Also dann als zweites eben sich das genau auszusuchen wo man sich überhaupt bewirbt und ich finde ein Bewerbung Prozess is eine Art Realitätscheck.
00:18:32: ja und ich find und dass machen wir ganz viel auf in unseren Kursen, dass Leute da bessere Fragen stellen müssen.
00:18:38: Also weil du willst ja nicht die kuratierte Marketingversion davon wie toll das ganze Unternehmen ist, sondern du willst eben wirklich wissen, wie sieht eine typische Woche in dieser Rolle aus?
00:18:48: Oder auch mal so ne Frage was hat denn meine Vorgängerpersonin in dieserrolle gestresst und wie wurde damit umgegangen?
00:18:54: oder wie ist hier das Konfliktverhalten?
00:18:57: oder was sind gerade die größten Baustellen im Team dass ich in dreißig, sechzig oder neunzig Tagen einen richtig guten Job gemacht habe.
00:19:08: Dass man im zweiten Schritt im Bewerbungsprozess wirklich das fragt was einen echt interessiert und das dritte wenn möglich finde ich immer gut so kleine Mikrobeweise sich zu suchen also sich nicht nur auf das Bauchgefühl zu verlassen was in dem Gespräch stattgefunden hat obwohl es auch ein wichtiges Indiz ist Aber dann auch mal so zu gucken, okay wie läuft der Bewerbungsprozess eigentlich generell?
00:19:35: Weil nach dem Prinzip der Entsprechung ist es ein guter Hinweis darauf, wie das Unternehmen organisiert ist.
00:19:40: Wenn du jetzt irgendwie drei Monate lang auf eine Antwort warten musst, dann kannst du dir vorstellen, wie lange das bei dir dauern wird wenn du Entscheidungen fällen willst oder so.
00:19:47: ne und eben wenn's irgendwie geht auch Shadowing Days zu machen also wirklich mehr zu erproben, mehr zu prüfen Wie sich das tatsächlich in der Passung anfühlt.
00:19:59: Jetzt haben wir natürlich im Moment Zeiten, die eher arbeitgeberfreundlich sind.
00:20:04: Im Sinne von viele Menschen finden keinen Job es wird weniger eingestellt Es wird härter selektiert.
00:20:12: Was ist dein Rat für so eine Phase?
00:20:14: Weil wenn ich jetzt als Arbeitnehmer-Arbeitnehmerin auf einen Job treffe dann mache ich all das was du gerade gesagt hast was ich hochgradig sinnvoll finde.
00:20:21: aber Ich weiß irgendwie Die Verhandlungsposition ist nicht so auf meiner Seite wie vielleicht noch vor drei Jahren.
00:20:27: Wo sagst du darf man Abstriche machen, die sich vielleicht nicht so rächen?
00:20:32: und wo sagst Du ganz egal wie schwer oder leichter Jobmarkt ist?
00:20:36: Da müsst ihr Kurs halten.
00:20:38: Ich find's persönlich wichtig, MUST kann und CO-Kriterien zu definieren.
00:20:44: Also es ist ja viel leichter ein Kompromiss zu schließen bei einer Sache wo du sagst gut finde ich jetzt nicht super aber ist für mich kein CO-kriterium das festzulegen?
00:20:54: Und dann aber zu verstehen okay wo bin ich eben auch nicht kompromissbereit?
00:20:58: weil sonst ist das eigentlich ein bisschen unfair dem Arbeitgebenden gegenüber.
00:21:03: wenn du dir innerlich denkst ne ah das finde ich zwar blöd und irgendwie verändern oder hinkriegen können, weil dann ist Frust vorprogrammiert.
00:21:11: Ein gutes Beispiel dafür ist das Gehalt.
00:21:13: also wenn sich Leute maßgeblich runterverhandeln lassen mit ihrem Einstiegsgehalt, dann sorgt es immer für maßgebliche Unzufriedenheit auf beiden Seiten und spätestens nach einem halben Jahr.
00:21:25: Also das ist wie in einer guten Beziehung, ne?
00:21:27: Es gibt ja so Leute, die sagen sich, oh, das finde ich ganz furchtbar an der Person aber das werde ich schon noch hinbiegen.
00:21:32: Nee wirst du nicht!
00:21:33: Also es gibt Sachen, die sind eben einfach, wie sie sind und dann ist es wichtiger für dich dir zu überlegen kann ich da wirklich in die Akzeptanz gehen?
00:21:43: oder ist das etwas was ein KO-Kriterium für mich darstellt?
00:21:47: Und was ich zu diesem Bewerbungsprozess im Moment noch sagen wollte, Bewerbungsprozesse sind ja im Moment wahnsinnig im Umbruch.
00:21:53: Weil es so viele KI-gesteuerte Bewerbermanagementsysteme gibt ... Ja.
00:21:57: Dass im Moment auf allen Seiten eine Unsicherheit darüber herrscht wie man überhaupt einen Fuß in die Tür kriegt und das ist übrigens auch auf Executive Level so.
00:22:06: Ich sehe das irgendwie als Chance weil ich glaube dass es umso wichtiger sein wird deine Individualität nach außen zu kehren.
00:22:13: also wenn wir jetzt mal überlegen was braucht's für die Jobs?
00:22:15: du brauchst Literacy und du brauchst Human Agency.
00:22:18: Und je bewusster du dir bist, wer du bist, was du brauchst.
00:22:23: Je mehr Du Proof of Work also auch über Deine eigenen Erfahrungen sprechen kannst, je mehr Du über Dich selbst Auskunft geben kannst, mehr Du unter Beweis stellen kannst dass Du emotional intelligent und sozial kompetent bist desto größer ist im Moment auch dein Hebel weil das der Wettbewerbsvorteil in Zukunft sein wird und das noch nicht so viele Leute können.
00:22:44: Also ich glaube daß sich bei aller Knappheit herrscht, ob der Unsicherheit der Marktentwicklung auch eine große Chance auftut für diejenigen, die eben in sich eine klare innere Autorität entwickeln und nicht jetzt Hardliner rüberkommen.
00:23:01: Da geht es ja gar nicht darum sondern ganz im Gegenteil wenn du Jobcrafting betreibst und viele Dinge tust, die in der Schnittmenge von deiner Persönlichkeit und den Anforderungen der Rolle liegen dann bist du viel eher bereit zu einem kleineren Teil Dinge zu machen, die dir nicht so liegen.
00:23:18: Also das ist ja irgendwie das Tolle daran, dass es gleich darum geht nur noch das zu machen was jetzt jeden Tag irgendwie Konfetti-Regen in dir auslöst sondern du bist dann auch viel realistisch und hast auch viel mehr Kraft und sagst dann auch eher ach Mensch komm.
00:23:33: das mach ich jetzt mal kurz weil ich weiß dass es gemacht werden muss.
00:23:37: Vielleicht rangelt einmal abschließend, weil das Thema glaube ich wirklich ein aktuelles ist und viele wahrscheinlich zuhören und denken mit Ich bin jetzt gerade in dieser Situation.
00:23:47: Und ich kann aber noch nicht garantieren dass ich einen ganzen online Kurs mache und ich kann auch nicht direkt nach Hamburg reisen sondern ich brauche jetzt irgendwie was was sozusagen niedrig-schwellig eigentlich ab morgen so die nächsten vier Wochen machen kann.
00:24:02: Womit würdest du anfangen, wenn man jetzt gerade da steckt und sagt boah ich brauche hier auf jeden Fall eine Veränderung?
00:24:08: Oder sprudelt mein Kopf total über... Ich muss mal
00:24:11: gucken
00:24:12: ob ich das gut durch die Tube bringe.
00:24:15: also das wichtigste finde ich erstmal mit der Einstellung zu beginnen.
00:24:19: Ich hab diese Tendenz, das mit Beziehungsarbeit zu vergleichen.
00:24:25: Letztendlich stehst du in der Beziehung zu deinem Job und fliegst ja auch in dem Job viele Beziehungen.
00:24:31: In der Beziehung ist es häufig so, dass in dem Moment, wo's Käse läuft, konzentrieren wir uns nur noch auf das Negative.
00:24:36: Nachdem die Leute sich getrennt haben, fallen die positiven Sachen ein.
00:24:40: Deshalb, das Erste in der Unzufriedenheit macht nicht den Fehler einen zu starken Negativitätsbeis zu haben.
00:24:49: Das erste ist an deiner Haltung zu arbeiten nämlich erstens du darfst davon innerlich überzeugt sein dass du was verändern kannst und ich kann dir aus den Erfahrungen sagen man hat wesentlich viel mehr Gestaltungsmacht und Freiheit als man sich sie selbst gibt.
00:25:04: ja weil es nämlich auch häufig sehr viel einfacher ist zu sagen die da draußen sind blöd Und es geht halt nicht, sonst ist alles schwierig.
00:25:10: Das ist auch häufig eine Abwehrreaktion, weil dir das innen zu kompliziert vorkommt, dich mit deiner eigenen Verantwortung auseinanderzusetzen.
00:25:19: Deshalb als allererstes die Haltung du bist in der Verantwortung, kannst was verändern und du darfst gucken, was sind denn die positiven Aspekte meines Jobs?
00:25:28: Weil sie willst ja vergrößern!
00:25:30: Es ist ja auch nicht alles Käse, wenn alles Käses ist dann musst kündigen.
00:25:33: also dann ist auch komisch, dass du bleibst so ne?
00:25:38: kann ich die ausweiten.
00:25:39: Also damit würde ich anfangen.
00:25:40: und dann eine ganz einfache Sache für die nächsten vier Wochen, kannst du in der ersten Woche probieren schreibt doch mal abends immer auf was hat mir Energie genommen?
00:25:50: Und was hat mehr Energie gegeben beziehungsweise meine Energie auf einem gleichbleibenden Level gehalten?
00:25:56: Die Dinge, die die Energie genommen haben sei da auch ehrlich und schauen nicht nur auf irgendwie Aufgaben und andere Menschen weil dann Tendiert man ja wieder, die Schuld nach außen zu schieben.
00:26:05: Sondern guck auch mal, wo hab ich Sachen selbst nicht gut gemacht?
00:26:08: Wo hab ich mir nicht gut getan?
00:26:10: und das können auch einfache Sachen sein wie zum Beispiel ... Ich weiß nicht, wenn du in der Mittagspause, in der Cafeteria dir die Currywurst reingedrückt hast und der ganzen Nachmittag irgendwie ätzend war, dann ist es ein einfacher Hebel zu sagen okay, ich mach jetzt mal meal prep.
00:26:25: Das hört sich erst mal so komisch an.
00:26:27: und oh Gott was hat das mit dem Job zu tun?
00:26:29: Eine Menge!
00:26:29: Weil das Energiemanagement eine ganze ... ganz wichtige Stellschraube vom Jobcrafting ist.
00:26:34: Also schreibt mal auf, was dir Energie zieht und was dir Und was ich auch in dieser Beobachtung super spannend finde, ist, regst du dich über die richtigen Sachen auf ja oder nein.
00:26:45: Weil ganz viele Menschen um diese Diffuse und Zufriedenheit emotional abzubauen haben eine sogenannte Effektverschiebung das heißt dass sie sich über alles mögliche künstlich aufregen was sie gar nicht in ihren Fokus nehmen sollten weil sie es sowieso nicht verändern können.
00:26:59: also dann bei dieser beobachtungen mal zu gucken Was kann ich kontrollieren?
00:27:04: Also worauf habe ich wirklich Einfluss besser tue, wenn ich sie einfach akzeptiere.
00:27:11: Und damit meine ich keine selbstverletzenden Themen, sondern einfach strukturelle Themen.
00:27:15: Oder oh Gott die Nachbarabteilung.
00:27:17: oder hast du gesehen wie der Marta heute zu Arbeit kam?
00:27:21: Also lässt dann einstellen spart schon mal richtig viel Energie.
00:27:26: Das sind zum Beispiel so Sachen weil darauf aufbauen kannst du in Woche zwei und drei mal gucken Wie werde ich die Energie Legs los also überall da wo Widerstand in mir auftaucht wo es irgendwie mühsam wird.
00:27:39: was kann ich da eigentlich kommen?
00:27:41: kreatuen, um das zu verändern.
00:27:43: Und da, innerlich nicht so sagen ja kann ich ja nichts dafür die sind Schuld dass sondern den Satz innerlich umzugedrehen und zu sagen okay wenn ich zulasse das Umstand XYZ in mir ein ungutes Gefühl auslöst.
00:27:59: was muss ich tun um das to verändern?
00:28:02: also dann wirklich in die Aktion zu treten?
00:28:06: wir haben schon drüber gesprochen Beziehungen managen.
00:28:08: also überlegt ihr doch mal ne was für Beziehungen habe ich im Job und wie würden die eigentlich für mich besser funktionieren?
00:28:14: Manchmal sind das wirklich so Sachen, wie ich brauche mehr in Person Meetings oder ich will eben mehr remote.
00:28:20: Und eine letzte Sache noch ... Sorry!
00:28:22: Ich könnte darüber tageln... Deine Emotionen sind ganz spezifische Wegweiser deines Unbewussten.
00:28:31: Das heißt, du kannst an deinen Emotions erkennen was dein Inneres ändern möchte.
00:28:37: Sagen wir mal Du bist gelangweilt das ist ein einfaches Beispiel dann weißt du genau dass dein Bedürfnis nach Unlustvermeidung oder Lustgewinnung nicht erfüllt ist.
00:28:48: So, sagen wir du fühlst dich traurig.
00:28:50: Traurig ist immer ein Zeichen dafür dass du etwas verloren hast.
00:28:53: das heißt die Aktion die danach kommt ist muss ich mir das wiederholen ja vielleicht irgendeine Beziehung im Job oder so irgendwie wichtige Aufgabe oder eine Verantwortung?
00:29:02: oder muss sich daran arbeiten das loszulassen damit es mich nicht mehr belastet?
00:29:07: Wut ist eine spannende Emotion oder noch spannender Frust.
00:29:11: Frust ist Wut kombiniert mit dem Gefühl von Ohnmacht, also wenn du dich frustriert fühlst dann geht's darum dass du wieder in deine Verantwortung kommst das Du wieder in die Selbstbestimmung gehst und sagst okay was kann ich jetzt hier ändern?
00:29:23: Also genau!
00:29:23: Die Gefühle mal anschauen ist wirklich ein unfassbar guter Weg um zu verstehen was einen größeren Hebel an Zufriedenheit auslösen würde wenn du Jobcrafting betreibst.
00:29:36: Super, also lieber Rangel da war jetzt so viel drin dass ich guten Gewissens sagen kann, dass wir einen Dienst an der Gesellschaft gemacht haben.
00:29:46: zu der frageberufliche Neuorientierung und wie kann ich mein Job wieder lieben lernen?
00:29:51: Da hast du ja auch ein Buch zugeschrieben.
00:29:53: Das kann man auch noch lesen.
00:29:54: für mich in die vier Wochen von Lea reintun das wenn man uns hier heute zugehört hat und sagt da brauche ich nochmal eine konkrete Anleitung dann ist das sicherlich auch ein super Fundus.
00:30:05: Vielen Dank, dass du heute da warst um was sich so liebe an dir is wie konkret du wirst hast dieses erstens, zweitens, drittens weil ich glaube dass das gerade in Zeiten den Menschen Angst machen die unsicher sind besonders viel Stabilität gibt.
00:30:18: Dass man sich an was langhangeln kann.
00:30:21: also schön dass du da warst.
00:30:22: Vielen vielen Dank für die Einladung hat mich sehr gefreut.
00:30:25: Danke dir
00:30:31: Ja ich glaub Lea Das ist ein gutes Gespräch gewesen Für viele die einfach grad vor der Frage stehen.
00:30:38: Eigentlich bin ich nicht mehr happy mit meinem Job, aber die Zeit gibt es auch irgendwie grad nicht her.
00:30:42: Dass ich jetzt einfach mal kündige auf gut Glück und dann schaue, ob ich nicht was Besseres Neues finde, weil man vielleicht auch Sorge hat.
00:30:48: Nee, find' ich nicht!
00:30:49: Und dass man eher guckt, was ist denn alles in meiner Verantwortung Selbstwirksamkeit?
00:30:55: Was sich noch ändern könnte bevor ich die Entscheidungstreffe zu gehen?
00:30:59: Ja total.
00:30:59: Ich finde das wird meistens auch... Also genau wie Rang halt sagt, gering eingeschätzt den eigenen Gestaltungsspielraum, den man da eigentlich hat.
00:31:10: Also man hat eigentlich unglaublich viel Gestaltungsspielrahmen und ich meine wir kennen es beide von beiden Seiten sozusagen aber natürlich in den letzten Jahrzehnten mehr als Arbeitgeberin dass wir so glücklich sind wenn Menschen zu uns kommen die die eigene Verantwortung für ihr eigenes Glück im Job übernehmen.
00:31:26: Ja
00:31:26: und ihr eigenestandeln ja
00:31:28: genau besser kannst du's ja nicht haben dann bist du ja so happy ins das.
00:31:31: ach toll dass du mir das sagst.
00:31:32: vielen Dank okay wie können wir das denn hinbekommen.
00:31:35: Deswegen finde ich das richtig schön und gleichzeitig finde ich es auch gut,
00:31:39: dass sie sagt, es gibt auch
00:31:40: Punkte wo's dann einfach nicht mehr geht und wo es dann auch richtig ist diese Entscheidung zu treffen und sich den nächsten Job aber dann auch wieder sage mal ausgewählter anzugucken ja und nicht zu überstürzen und reinzuspringen in der next big shiny thing.
00:31:55: und dann hängste da drin und hast de facto dasselbe Gefühl wie da nur einen neuen job.
00:31:59: also glaube ich ganz viel drinnen richtig schöne folge gewesen.
00:32:07: Dieser Podcast
00:32:08: wird produziert
00:32:09: von Portstars
00:32:13: bei OMR.
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