Wer fährt dein Auto, wenn niemand mehr am Steuer sitzt?  | Thomas von der Ohe

Shownotes

Verena und Lea sprechen mit Thomas von der Ohe, Co-Gründer  und CEO von Vay, über ferngesteuerte Fahrzeuge, die heute schon in Las Vegas unterwegs sind. Thomas erklärt, warum Remote Driving nicht mit Robotaxis zu verwechseln ist, wieso Deutschland beim autonomen Fahren hinterherhinkt und weshalb Regulierung und Planungssicherheit entscheidender sind als Technologie.

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Transkript anzeigen

00:00:06: Deep Dive.

00:00:07: Ja, unser heutiger Gast ist Thomas von der UR, Co-Founder und CEO von Wei.

00:00:12: Und Wei entwickelt eine Technologie, mit der Autos aus der Ferne gesteuert werden können und ermöglicht so eine neue Form der autonomen Autonutzung als Alternative zum eigenen Auto oder klassischen Fahrdiensten.

00:00:24: Und Thomas von der UR hat mehrere Jahre im Silicon Valley verbracht und dort gearbeitet unter anderem an selbstfahrenden Fahrzeugen und bei Amazon und bringt genau diese Erfahrung heute in den Aufbau von Wei ein.

00:00:35: Mit seinem Team hat er dafür über zwei Hundert Millionen Dollar von internationalen Top-Investoren eingesammelt.

00:00:40: Und in dieser Folge sprechen wir darüber, warum Wei seinen Hauptsitz Inlass Vegas hat, warum Remote Driving ein realistischer Zwischenschritt auf dem Weg zum Autonomen Fahne ist und wie nah wir dieser Zukunft im Alltag wirklich sind.

00:00:53: Ja, lieber Thomas und damit herzlich willkommen bei Fast and Curious.

00:00:57: Hallo, schön hier zu sein.

00:00:58: Sehr schön, dass du da bist.

00:01:00: Jetzt aktuell auch wirklich in Berlin.

00:01:02: Wir hätten uns alle physisch sehen können, aber sehen uns hier trotzdem remote.

00:01:06: Und ihr seid ja eine deutsche Gründung.

00:01:08: Ihr seid im Berlin gegründet und habt euren Hauptsitz.

00:01:11: Aber jetzt in Las Vegas.

00:01:13: Wie kam es zu diesem Wechsel?

00:01:15: Und warum ist Las Vegas für euch der bessere Ort?

00:01:19: Genau, ich bin ja damals nach

00:01:21: ... Sagt eine Berlinerin, Thomas.

00:01:24: Ja,

00:01:25: ich bin ja damals ... Ich war sechs Jahre im Valley und bin damals zurückgekommen nach Europa, aus Europa für die Welt zu gründen.

00:01:33: Das haben wir auch gemacht.

00:01:34: Und wir sind auch weiterhin hier ... Headquarter hauptsächlich auf der Engineering Seite.

00:01:38: Und seit knapp anderthalb zwei Jahren sind wir jetzt mit unserem Go-to-Market, das heißt da, wo wir den Marktentritt vorbereiten, die USA sozusagen zurückgegangen für mich persönlich in Las Vegas.

00:01:49: Und das hat regulatorische Gründe, weil wir dort eben sehr sicher von der Regulatorik launchen und eben jetzt auch skalieren können.

00:01:58: Ist so Las Vegas und das Umland der beste Ort in den USA, um im Bereich Autonomis fahren?

00:02:06: sozusagen Produkte auf die Straße zu bringen?

00:02:08: Ja, also in den USA gibt es ja verschiedene Hotspots oder States, die dort Vorreiter sind, gerade sozusagen in den südlichen Staaten, Texas, Arizona sozusagen der Vorreiter, aber eben jetzt auch in Kalifornien und Nevada, wo ihr Las Vegas ist, sind sehr vorne weit weg.

00:02:25: Wenn man mehr in die nördlichen Staaten schaut, da ist es viel weniger der Fall, zum Beispiel in New York ist, glaube ich, eines der schwierigsten Städte zu launchen, auch von der Regulatorik her.

00:02:35: Aber im Allgemeinen gibt es dort viele States, die sehr, sehr offen sind für jegliche Autonome, Frauen, Rollouts.

00:02:42: Vielleicht mal so zum Start für alle, für die das Thema jetzt noch total neu ist.

00:02:46: Remote driving, autonomes Fahren.

00:02:49: Weil wir es ja einfach auch noch nicht kennen hier aus dem Straßenbild.

00:02:51: Also wir schicken immer Menschen Weimow und Weih und so Erlebnisse, wenn sie drüben in USA sind.

00:02:58: Aber hier vor der Haustür sehen wir das ja noch nicht.

00:03:01: Was macht ihr genau und was ist der Unterschied zu autonomem Fahren?

00:03:06: Genau, also was wir jetzt über den letzten, ja, knapp sieben Jahre entwickelt haben, und jetzt mit knapp zweieinhalb Leuten und über zweieinhalb Millionen in Wagniskapital, ist das Fernsteuern von Fahrzeugen.

00:03:19: Ja, das heißt, dass in einer Eins-zu-eins-Relation ein Mensch ein Fahrzeug aus der Ferne steuert.

00:03:26: Das heißt, stellt euch wirklich so vor, dass die dort ... Also

00:03:30: eigentlich, ich bestelle Free Now oder Uber, und es kommt, da sitzt halt nur kein Mensch drin.

00:03:35: Ja, genau.

00:03:36: Das ist dann sozusagen das Resultat, was man dann erfahren kann, wo ein Mensch ... Also, man hat wirklich dann Bildschirme.

00:03:43: Die haben drei Bildschirme vor sich.

00:03:44: Die haben sozusagen eine Rundumsicht, keine Blind-Spots usw.

00:03:47: Aber können dann über Bildschirme das sehen, was das Fahrzeug physisch vor Ort sieht.

00:03:54: Da wird Audio übertragen.

00:03:56: Und dann hat der Remote Driver ein Lenkrad, was dann im Remote Driving Center ist.

00:04:02: und hat Gaspedal und Bremse und kann dann wirklich in einer eins zu eins Relation das Auto aus der Ferne steuern oder auch Lkw ist oder andere Trucks.

00:04:10: Das ist die Technologie, die wir entwickelt haben, wo wir sozusagen weltweit führend sind, das Ganze auch auf öffentlichen Straßen umzusetzen.

00:04:17: Das haben wir in Deutschland gemacht.

00:04:18: In zwanzig, dreien, zwanzig, damals sind wir das Erste und sind weiterhin das einzige Unternehmen, was je auf öffentlichen Straßen gefahren ist, ohne jegliche Person im Auto, ebenfalls.

00:04:27: diese Person aus der Ferne das Ganze steuert.

00:04:30: Und er sind dann vor anderthalb, knapp zwei Jahren in die USA gegangen, um unseren Service dort zu launchen.

00:04:37: Und was wir eben machen, sind keine Robotaxis.

00:04:41: Das ist sozusagen das, was sehr stark medial dort ist.

00:04:45: Es gab Taxis, dann sage ich mal Uber als Repräsentativ für Right-Hailing oder die nächste Generation werden Robotaxis, wo man sich dann hinten reinsetzt.

00:04:53: Und durch die Gegend fährt das etwas, was Waymo macht.

00:04:56: Also das ist sozusagen die Google-Tochter, die das ja jetzt stark umsetzt.

00:05:01: Aber wir machen keine Robotaxis.

00:05:02: Das heißt, wir sind nicht wirklich in Konkurrenz zu Robotaxis, sondern machen etwas ganz anderes, was wir glauben, was potenziell vielleicht einen viel größeren Einfluss hat auf uns als Gesellschaft.

00:05:13: Und wir nennen das Driverless Car Sharing.

00:05:15: Ja und das funktioniert so und das kann man wie gesagt heute auch schon in Las Vegas nutzen.

00:05:21: Man kann sich die Way App runterladen, dann klickt man auf einen Button und dann kommt innerhalb von ein paar Minuten ein elektrisches Fahrzeug vorgefahren.

00:05:29: Da sitzt dann keiner drin, das ist dann sozusagen derzeit ferngesteuert und dann setzt man sich als Kunde hinter das Lenkrad.

00:05:36: Und fährt dann selbst.

00:05:38: Dann wird es sozusagen ein Carshare-Auto oder ein Rental-Auto oder wieder private Pick-Away.

00:05:43: Das heißt, man setzt sich dahinter rein und fährt dann wirklich selbst.

00:05:46: Man kann dann das Auto für zwanzig Minuten haben oder auch für zwei Stunden oder für zwei Tage, je nachdem, wie lange man das haben will.

00:05:53: Und wenn man dann fertig ist, wenn man dann vor seinem Office ist oder vom Flughafen.

00:05:58: muss man das Ganze nicht parken, weil dann kommt wieder ein Remote Driver und parkt das Auto für ein.

00:06:02: Ja, das heißt, das Auto wird so

00:06:04: einen ... So einen Valet Parking.

00:06:06: Genau, Valet Parking, genau, auf beiden Seiten sozusagen, on demand.

00:06:11: Und das kreiert eben ein Tür zu Tür Mobilitätsservice.

00:06:13: Also es ist dann wirklich von Tür, von A nach B von Tür zu Tür.

00:06:17: Man heißt, man muss nicht zum Auto laufen, man muss nicht parken.

00:06:20: Und es ist eben viel, viel kostengünstiger.

00:06:22: Ungefähr die Hälfte des Prizes von Uber in den USA und dann auch für lange Zeit.

00:06:27: die Hälfte des Preises für Robotaxis, falls sie kommen.

00:06:30: Und deswegen sagen wir, aufgrund des Preispunktes und eben dieser Flexibilität, dass man das eben für zwei, zwanzig Minuten, aber eben auch für zwei Stunden mit so Stopover-Featuren, man kann ja dann auch kurz ins Restaurant reinlaufen oder in den Supermarkt gehen.

00:06:44: Ja, es ist eben eine komplett neue Mobilitätskategorie, die wir eben hoffen, als wirkliche Alternative zum Privat-PKW.

00:06:51: angesehen wird.

00:06:52: Und Thomas, also es ist nie so, dass wenn ich drin sitze, ich gefahren werde, sondern wenn ich drin sitze, fahre ich immer selbst.

00:07:00: Ganz genau.

00:07:01: Wir bringen so zu das Auto und wir parken es und du fährst sozusagen selbst.

00:07:07: Und für jedes Auto sitzt irgendjemand, eine Lea Verena Thomas, irgendjemand vor einem Screen und fährt dieses Auto wirklich.

00:07:15: Also es ist ein Fahrer pro ein Auto, der das Valley Parking dann sozusagen übernimmt von dem Auto.

00:07:21: Ganz

00:07:21: genau, ja.

00:07:21: Die Reaktionsgeschwindigkeit ist ja im Fahren generell sehr wichtig, dass man schnell reagiert auf die Dinge, die auf der Straße passieren.

00:07:27: Gibt es da einen Lack zu den Remote-Drivern oder ist das fast eins zu eins, wie wenn ich selber hinterm Lenkrad sitze?

00:07:37: Genau, also... Reaktionsgeschwindigkeiten sind natürlich super wichtig.

00:07:41: Auch dadurch, dass wir bestimmte Netzwerke nutzen, gibt es einen bestimmten Lack, der ist aber so gering und so klein, dass das keine Auswirkungen hat auf die Sicherheit.

00:07:52: Also das ist viel weniger als zum Beispiel einmal mit einem Augen-Schlag zu haben, was man ja häufig macht in einer Minute und so gering sind im Prinzip die Latenzen.

00:08:04: Viel wichtiger und das ist ganz interessant auch, wenn man sich das jetzt anschaut im Vergleich zum Autonomenfahren, dass wir zeigen können, dass der Remote Driver eben alle, dennenn das Emergency-Manövers machen kann, ja?

00:08:16: Also, dass man schnell einen Spurwechsel machen kann, dass man Slalom fahren kann, dass man ausweichen kann.

00:08:22: Ich weiß nicht, ob ihr den Elchtest noch kennt damals von der, ich glaub, das war die A-Klasse, dass der jetzt sowas machen kann.

00:08:28: Und ja, letztlich können wir zeigen eben, dass der Remote Driver diese Funktionen durchführen kann.

00:08:34: Und das Allerwichtigste ist eigentlich, dass natürlich ein Mensch entscheidet und bei einem Autonomen fahren wird ja ganz häufig darüber gesprochen, okay, was ist, wenn jetzt das Autonome fahren, diese Situation noch nicht gesehen hat, zum Beispiel.

00:08:48: Ganz viel war jetzt in der Presse, Nasser-Cement, dass da eventuell Rheinfahrt fährt und so weiter, dass der Mensch natürlich immer sehen kann, auch wenn er diese Situation noch nie vorher gesehen hat.

00:08:59: Und das ist eben der große Vorteil, wenn jemand konventionell das Ganze fährt.

00:09:04: Wenn ich dir da jetzt so zuhöre, ich träume ja immer davon und ich werde mir den Wunsch wahrscheinlich nie erfüllen von so einem Fahrer, der einfach mein Auto fährt und mich überall hin fährt und dann wartet er und so.

00:09:18: Werde ich nicht haben in meinem Leben wahrscheinlich, aber mit deiner Technologie vielleicht schon.

00:09:22: Also wie wahrscheinlich ist es, dass unter EQV, also elektrisch sind wir schon mal, ja?

00:09:30: Unser Mercedes, dann der eure Technologie verwendet.

00:09:32: und ich stelle mir dann vor, dann fahre ich den Morgen ins Büro, da gibt es nie Parkplätze, dann fährt er remote wieder nach Hause, parkt hier kostenlos, dann sage ich um elf Uhr muss ich aber ins Finanzministerium, da gibt es auch nie Parkplätze und überall werde ich Valley vorgefahren und den Rest der Zeit steht er bei mir zu Hause vor der Tür.

00:09:49: Ja, also das Witzige ist, das ist... Das wäre möglich heute.

00:09:52: Nur in Deutschland nicht, ja?

00:09:54: Ja, also das ist eine Kombination.

00:09:55: Also technisch fühlen wir uns sehr gut, also auch zum Beispiel Leute zu fahren.

00:09:59: Wir fahren ja derzeit Leute nicht von A nach B nicht, weil wir es technisch nicht können, sondern weil es vom Businessmodell anders ist.

00:10:07: Dadurch, wenn wir jemanden fahren müssen, müssen wir auch den Remote Driver die ganze Zeit fahren.

00:10:11: Das heißt, der starke Kostenvorteil mit unserem Driverless Carsharing-Modell, halb so teuer zu sein wie Uber.

00:10:18: Oder Robotaxis, falls Sie kommen, ist da nicht mehr gegeben.

00:10:21: Oder weniger gegeben.

00:10:22: Das heißt aber, technisch können wir dich veran, Verena.

00:10:25: Und das Schwande ja auch ist, dass Fernsteuer eine kamerabasierte Technologie ist.

00:10:31: Das heißt, wenn man sich die Waymoos anschaut, also das komplette Robotaxis, die kosten hundertfünfzigtausend Dollar derzeit zumindest.

00:10:39: Und Verena, das kannst du, vielleicht kannst du dir das leisten, aber ... Die meisten wahrscheinlich nicht.

00:10:47: Und deswegen ist diese Technologie sehr weit davon entfernt, in privaten PKWs eingesetzt zu werden.

00:10:52: Aber das Fernsteuern könnte man einsetzen und dann könnte man genau diese Sachen machen.

00:10:56: Das heißt, dann könntest du dir in dem Fall ein Mercedes kaufen, der dann Valet sozusagen für dich parkt oder auch mal dich fahren lässt komplett und so weiter.

00:11:05: Freu mich jetzt schon.

00:11:08: Verena kriegt ihr einen eigenen Fahrer oder ihre eigene Fahrerin.

00:11:11: Und sag mal, seit Jahren hören wir ja eigentlich immer, gerade aus der Texine, würde ich sagen, in fünf Jahren fährt hier alles autonom.

00:11:19: Da sitzt keiner mehr von uns am Steuer und macht irgendwas, sondern das geht alles automatisch.

00:11:24: Und ich glaube, jetzt gerade, wenn man hier in Deutschland lebt, hat man das Gefühl auf jeden Fall nicht, dass das wirklich spülbar in fünf Jahren hier alles anders laufen wird, sondern eigentlich haben wir von dem Autonomenfahren im echten tagtäglichen Gebrauch noch keinerlei Veränderungen gespürt.

00:11:42: Also wir haben ja selbst meistens nicht die Momente mit dem Tesla auf der Autobahn gehabt, wo man den selber fahren lässt und so was, sondern meist in Deutschland.

00:11:49: Hier hast du das einfach um dich rum fast gar nicht.

00:11:52: Wann glaubst du, wird es wirklich spürbar?

00:11:55: oder was sind auch so diese vielleicht Wellen der Veränderung, die kommen werden?

00:11:59: Ja, das ist eine gute Frage.

00:12:02: Vielleicht ein, zwei Dinge zum Hintergrund und dann frag gern.

00:12:06: noch mal tiefer nach.

00:12:08: Ich glaube, ganz viele Sachen werden grad vermischt.

00:12:10: Allgemein in der öffentlichen Diskussion ist sozusagen, was ist wirklich autonomes Fahren und was sind Fahrerassistenzsysteme?

00:12:18: Ich glaube, da muss man einmal stark unterscheiden.

00:12:21: Fahrerassistenzsysteme, sozusagen Level zwei oder Level drei teilweise, muss immer jemand im Auto sitzen und das ist, was inkrementell ist.

00:12:29: Also das Beispiel, was du grad gesagt hast auf Tesla, auf der Autobahn, das ist im Prinzip ein Level zwei System.

00:12:35: wo du als Mensch im Auto immer eingreifen musst.

00:12:39: Das heißt, du kannst nicht schlafen, du kannst nicht hinten sitzen, du musst fahrfähig sein, etc.

00:12:46: Das ist eine Sache, aber die wird häufig wieder vermischt mit komplett autonomen Fahren.

00:12:52: Wo von meiner Seite das wirkliche, der Quantensprung oder das, wo sich wirklich stark was ändert, ist sogenanntes Level vier Fahren.

00:13:00: Da, wo wirklich keine Person mehr im Auto sitzen muss.

00:13:04: Und das sind zum Beispiel Robotaxis, also das, was Waymo macht.

00:13:07: Und das ist technisch extrem, extrem herausfordernd.

00:13:11: Da wird, sage ich mal, natürlich viel dran geforscht.

00:13:14: Und Waymo, also Google, hat ja Milliarden investiert.

00:13:17: Aber aus meiner Sicht der Dinge, die gerade gibt es dort einen ganz klaren Führer, das ist sozusagen Waymo in den USA, der die Robotaxis entwickelt.

00:13:28: Und dann gibt es viele Entwicklungen auch in China, die auch dort sehr vorreiter sind.

00:13:33: Und danach ist es schwierig, sag ich mal.

00:13:37: Und natürlich auch insbesondere hier in Europa, dass wirklich diese Level-IV-Technologie, also nicht Fahrassistenzsysteme, sondern wirklich Level-IV entwickelt werden.

00:13:46: Und ja, das sag ich mal vielleicht kombiniert mit einer regulatorischen Schwierigkeit.

00:13:51: Das heißt, dann ist ja die Frage, wer launcht dann hier?

00:13:54: Also das war ja, glaube ich, deine Frage, wann sehen wir das hier in Deutschland?

00:13:57: Sozusagen, wie das nicht große Vorhandensein von führenden Level IV Autonomietechnologie-Plären kombiniert mit der regulatorischen Schwierigkeit.

00:14:07: Das heißt, eigentlich müsste sich Waymo dann dafür entscheiden, in Deutschland zu launchen.

00:14:12: Falls wir hier was sehen wollen in den nächsten Jahren, ist es sehr schwierig, weil dann hat man sehr fragmente Markt.

00:14:18: Und das ist nicht ... regulatorisch ist das möglich, hier in Deutschland zu launchen, aber es ist sehr aufwendig und auch eine Fragezeichen, ob die derzeitigen Systeme von Waymo das hier machen könnten.

00:14:28: Das dauert noch ein bisschen.

00:14:29: Zumindest bei Skalierung.

00:14:32: Total.

00:14:33: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir ferngesteuertes Fahren, also mit eurem Ansatz hier sehen werden, ist wesentlicher?

00:14:39: Ich

00:14:41: hoffe.

00:14:42: Es gibt seit dem ersten Dezember jetzt auch die Straßenverkehrs-Fernlenkverordnung, die das Fernlenken auch in Deutschland ermöglicht, auch kommerziell ermöglicht und eben komplett skalierbar.

00:14:54: Das ist ein Klasse-Fortschritt in die richtige Richtung.

00:14:58: sind natürlich auch interessiert, als deutsches Unternehmen dann hoffentlich auch hier das Ganze auf die Straße zu bekommen.

00:15:04: Das hat allerdings auch noch ein paar, sag ich mal, Absprechbedarfe, wie das Ganze genau funktioniert und wie schnell wir dann auch hier wirklich wachsen können.

00:15:13: Aber ich hoffe, dass wir das in baldiger Zukunft dann auch

00:15:16: hier sehen.

00:15:16: Gibt es ein Bundesland, was Hallo hier bitte schreit?

00:15:20: Also gibt es irgendwie ein Bundesland, was euch mehr haben will als ein anderes?

00:15:23: Oder wer sind da die Vorreiter?

00:15:25: Ja,

00:15:25: also Vorreiter auf der Mobilität ist Hamburg.

00:15:28: Also da sieht man ganz viele Modelle, die dort viel ausprobieren.

00:15:33: Wir sind jetzt damals sozusagen auch, oder sind sozusagen haben die Erlaubnis, ohne Sicherheitsfahrer in Hamburg zu fahren.

00:15:40: Und die sind wirklich Vorreiter.

00:15:41: Also die sind auch, allgemein ist mein Gefühl übrigens in Deutschland auch, dass alle das wollen.

00:15:46: Also ich habe gar nicht so viel zu erfahren, dass Leute sagen, hey, wir wollen das gar nicht.

00:15:49: Und eigentlich alle wollen das, insbesondere auch in Hamburg.

00:15:52: Und die sind federführend dort.

00:15:54: Berlin hab ich jetzt auch das Gefühl, dass die sehr eng mit Hamburg zusammenarbeiten.

00:15:58: Also auf verschiedene Arten und Weisen dort sich auch vielleicht absprechen.

00:16:01: Das wär natürlich klasse.

00:16:03: Ja, das wär sozusagen die führende Bundesländer.

00:16:08: Aus meiner Sicht.

00:16:10: Und wenn du jetzt sagst, in Hamburg habt ihr die Erlaubnis, Fahrer loszufahren.

00:16:16: Woran hängt's dann?

00:16:17: Also ist es sozusagen dann die Technik oder ist es einfach die ... des Staaten, dass der Prozess so langsam dauert?

00:16:25: oder ist es sozusagen, dass wir Menschen einfach noch die Kontrollbedürfnisse haben, genau.

00:16:29: Und deswegen die Nachfrage noch nicht da ist.

00:16:30: Also so was sind denn die Schritte, die so eine Markteinführung verschnellern würden?

00:16:36: Also bei uns, also jetzt mit der Telefahrverordnung, die jetzt ab Dezember in Kraft tritt sind, wir definitiv die richtigen Schritte gegangen.

00:16:44: Damals, als wir uns sozusagen entscheiden mussten, wo, auf welchen Markteintritts konzentrieren wir uns.

00:16:51: war halt die große Abhängigkeit, dass wir zwar in einem gewissen Bereich fahren konnten, aber Fragezeichen offen waren, wie das ganze kommerziell funktioniert, also wie man dann damit wirklich Geld verdienen kann.

00:17:03: und das zweite eben die Skalierung.

00:17:06: In unserem konkreten Fall war es, ja, wir haben einen bestimmten Bereich.

00:17:11: um jetzt den nächsten Bereich sozusagen ...

00:17:14: Also räumlich ein Bereich.

00:17:16: Ihr dürft in Eppendorf rumfahren, aber dann ist Schluss, zum Beispiel.

00:17:19: Genau, das war das Bergedorf.

00:17:22: Aber so kannst du das vorstellen.

00:17:24: In dem Bereich können wir das testen.

00:17:25: Und dann war es unklar, wie kommen wir jetzt ... Als Beispiel, wie können wir das in ganz Hamburg aus?

00:17:31: Genau.

00:17:31: Und natürlich als Endkunde ist das extrem wichtig, dass ich ... nicht nur in Bergedorf fahren kann, sondern auch zum Flughafen, zum Beispiel, oder an die Alster, oder nach Ettendorf, oder wo auch immer.

00:17:41: Und da war es unklar, wie jetzt in dem rechtlichen Rahmen, wie kommt man dorthin?

00:17:48: Weil dann sagt, okay, jetzt machen wir vielleicht das nächste Bereich ein bisschen größer, aber was sind dann wirklich diese, sozusagen, das, was man erreichen muss, damit man dann den nächsten Bereich bekommt?

00:17:58: Das war einfach ... Unklar und das war dann zwischen Innenpolitik, also Polizei involviert und andere.

00:18:04: Also es war einfach leider unklar, obwohl das eigentlich alle wollten.

00:18:08: Auf dem Grund war es für uns eine sehr wenig Planungssicherheit.

00:18:14: Wie kann ich wissen, wenn wir das jetzt machen, dass ich dann letztlich das Ganze in ganz Hamburg oder in großen Teilen Hamburgs ausräumen kann, so dass der Endkunde wirklich ein tolles Erlebnis davon hat.

00:18:24: Und das war der Hauptpunkt.

00:18:25: Da ist meine Frage.

00:18:27: Gibt es jetzt in jedem Bundesland, dann in Deutschland und in Europa so ein Zielbild der Zukunft der Mobilität?

00:18:34: Also, wir möchten das in Europa oder das in Deutschland in zwanzig dreißig, in zwanzig fünfund dreißig, mir eigentlich egal, dieses und jenes möglich ist.

00:18:44: Wir deregulieren dafür oder lassen diese Technologien zu oder schaffen solche Gesetze, wie das eben von dir erwähnte.

00:18:52: Und dann kann man sich sozusagen vorstellen, dass Kurierdienste, Essenslieferung, Paketauslieferung, was nicht alles, Personentransfer mit dieser neuen Mobilität möglich ist.

00:19:04: Gibt es so ein Zielbild?

00:19:06: Also, das ist eine super Frage.

00:19:07: Und dass es auch eigentlich vielleicht ein größerer Punkt, den ich hier rüberbringen möchte, ist derzeit, fühle ich das nicht.

00:19:14: Und das ist auch kein Vorwurf, weil ich weiß ja, was derzeit überall diskutiert wird mit ... Verteidigung und die Elektrifizierung, etc.

00:19:24: Aber ich glaube, es ist wichtig zu verstehen, dass derzeit auf dem Autonomenfahren, Level vier, wir eben nicht irgendwie ein, zwei Jahre oder drei Jahre hinter USA und China sind, sondern aus meiner Sicht, dass fast nicht wirklich Existenz ist, dass wir dort von meiner Meinung nach einer der wichtigsten gesellschaftlichen Veränderungen in unserer Lebenszeit, dass wir einfach da derzeit ... ja.

00:19:49: sehr, sehr weit davon entfernt sind, dass wir hier aus Europa diese Technologie mitgestalten.

00:19:54: Und dieses Zielbild, was du andeutest, also das...

00:19:58: Gibt es nicht.

00:19:59: Ich weiß nicht, das gibt es bestimmt vielleicht teilweise, aber nicht auf der höchsten... Genau, aber

00:20:03: du hast es jetzt noch nicht gesehen und du beschäftigst dich jeden Tag seit zehn Jahren.

00:20:08: Ich schlussfolgere, es gibt es nicht.

00:20:11: Zumindest aus meiner persönlichen Sicht nicht auf dem richtigen Grad zu sagen, hey... Das ist etwas, das ist so wichtig.

00:20:18: Es ist ein Gespräch viel über AI, aber das autonome Fahren ist irgendwie gefühlt ein bisschen verschwunden, weil aus verschiedenen Gründen.

00:20:28: Wir sehen das.

00:20:28: Es hat halt

00:20:29: nicht so diese Notwendigkeit oder diese Dringlichkeit in den Köpfen wahrscheinlich gerade, dass man denkt, das muss jetzt kommen, sondern ich glaube, in Deutschland wird das jetzt viel noch so auch ein bisschen als Gimmick gesehen.

00:20:40: Das kann ja sein.

00:20:41: Das ist ja ganz witzig, ganz nett, ganz cool, wenn wir dann da nicht mehr sitzen.

00:20:44: Aber so klappt es ja auch.

00:20:45: Also sozusagen, was ist wirklich der große Hebel für uns als Gesellschaft von autonome Fahren, wenn du das jetzt vergleichst mit Elektrifizierung, Digitalisierung, AI, Verteidigung?

00:20:56: Total und leer, wenn du das grad sagst.

00:20:58: Wie viel Parkhäuser brauchen wir nicht mehr?

00:21:00: Wie viele Innenstädte sind nicht mehr zugeparkt?

00:21:04: Wie viele Autos stehen nicht völlig unproduktiv in der Gegend rum?

00:21:07: Es gibt ja diese krasse Zahl, wie viele Deutsche ein Auto haben oder zwei und die fahren gefühlt eine Stunde pro Woche oder so, ja?

00:21:15: Also, was du da einfach auch an Befreiung für so eine Gesellschaft schaffst mit solchen Technologien?

00:21:23: Ja,

00:21:23: also ich glaube, ist eine Kombination.

00:21:25: Erst mal.

00:21:26: Aber das ist auch nur eine Hypothese.

00:21:27: Einmal sind wir gerade sehr am Knabbern mit der Elektrifizierung.

00:21:32: Wir sind unter extremen Druck.

00:21:34: Und das heißt, die nächste Welle, die wahrscheinlich noch viel größer ist, das Autonomefahren, wo es dann ja auch nicht mehr hoffentlich um K-Aunorship geht, sondern um Mobilitäts-Service, ist, glaub ich, derzeit ein wenig hinterverborgen, dadurch, dass wir so stark mit der Elektrifizierung kämpfen.

00:21:49: Das Autonomefahren, Verena, wie du angesprochen hast, ist ... Warum ich sage, das ist wahrscheinlich eines der größten, wenn ich die größte Veränderung in unserem Leben ist.

00:21:56: Einmal, ich glaub, du hast natürlich die ganz offensichtlichen Sicherheit.

00:22:01: Man hat viel weniger Verkehrsunfälle, die davon führen, dass man eben irgendwie abgelenkt fährt oder müde ist oder betrunken ist, etc.

00:22:10: Also Sicherheit ist ein Riesenthema.

00:22:12: Dann das zweite Thema, was uns alle, glaub ich, derzeit auch viel umtreibt ist.

00:22:17: den Verkehr zu elektrifizieren.

00:22:19: Wir vergleichen das immer, dass man einfach nur die Autos verkauft.

00:22:22: Aber natürlich, wenn man ein Privat-Pkw mit einem, sag ich mal, Car-Share, also Driverless-Car-String oder ein Driverless-Robotaxi austauscht, kriegt man viel mehr Fahrzeuge und man kann viel schneller elektrifizieren, weil natürlich viel mehr der Trips dort durchgeführt ist.

00:22:38: Das Lebenswerte der Städte, wie du angesprochen hast, ne?

00:22:42: der Autos sozusagen stehen rum oder werden ein bis zweimal gebraucht.

00:22:47: Und dann das gesellschaftlich wahrscheinlich das interessanteste ist, die die Kosten runterzubekommen von Mobilität.

00:22:55: Also sobald du eben Kosten runterbekommst, weiß man, dass Wohlstand nach oben geht und dadurch, dass man ...

00:23:00: Teilhabe.

00:23:01: Genau.

00:23:03: Dass man eben auf mittellange Sicht eben extrem die Kosten reduzieren kann, von A nach B zu bekommen, wird das die Gesellschaft auch ... sehr stark beeinflussen, also an Vielzahl an Vorteilen, die durch das autonome Fahren auf uns zukommen.

00:23:17: Ja, und die wir natürlich auch hier in Deutschland erleben wollen.

00:23:21: Und jetzt, um das, sag ich mal, bereitzustellen, braucht ihr ja ein gutes Team, ja, also sehr, sehr gute Leute und einfach auch sehr viel Kapital, um das hinzubekommen.

00:23:34: weil es irgendwie ein Hardware und Softwareansatz ist und eine Vermarktung und eine neue Technologie und alles gleichzeitig.

00:23:39: Also es ist, glaube ich, echt intensiv, so ein Startup zu gründen, zu führen.

00:23:45: Jetzt hat Grab das Uber Südostasiens ist bei euch in November eingestiegen, hat sechzig Millionen Dollar investiert.

00:23:51: Perspektivisch machen sie auch vielleicht mehr.

00:23:53: Was heißt jetzt so ein Deal für euch als Team?

00:23:56: Also ist das jetzt Damit seid ihr jetzt erst mal, weiß ich nicht, ein Jahr, zwei, drei finanziert, habt noch mal zwanzig Leute, dreißig, vierzig mehr eingestellt, könnt noch mal eure Timeline irgendwie verdoppeln im Sinne von Schnelligkeit.

00:24:11: Also so, was bedeutet dieses Investment für euch?

00:24:13: Also der Hauptgrund von dem Investment ist jetzt das, was funktioniert in Las Vegas.

00:24:18: Also wir haben dort ja derzeit um die Hundert Fahrzeug.

00:24:22: Das heißt, wir sind die zweitgrößte Flotte nach Waymo.

00:24:24: die sozusagen diese so eine Flotte anbietet, ohne Menschen drin, auch wenn's driverless Carsharing ist und nicht Robotaxis.

00:24:32: Und diese Flotte, wo wir jetzt wirklich fantastisches Kundenfeedback haben und sozusagen Product Market Fit haben, das zu nehmen und zu skalieren.

00:24:40: Dafür ist das Kapital genutzt, wird genutzt und natürlich deren operationeller Fähigkeiten dadurch, dass sie eben so erfolgreich sind.

00:24:49: auf der Operations-Seite uns dort zu unterstützen, auf der Marketing-Seite, wie man die Operations aufsetzt, Flottenmanagement etc.

00:24:57: Das ist der Hauptfokus jetzt.

00:24:59: und da freuen wir uns natürlich...

00:25:01: Und sag mal Skalieren heißt erstmal in den US aus Skalieren.

00:25:03: Also mein Riesenziel und das muss natürlich auch von der Business-Seite sich auch...

00:25:11: ...lokrativ

00:25:12: sein oder zumindest augmentieren können, dass das Sinn macht.

00:25:14: nicht nur in den USA, so unser Hauptfokus ist USA, natürlich weitere Städte zu launchen und zu zanghunderte Fahrzeugen jetzt sehr bald dort auf die Straße zu bekommen.

00:25:23: Aber ich bin ja damals auch zurückgekommen aus in Berlin und wir sind ja auch hier in Deutschland.

00:25:27: Ich würde liebend gerne es auch so schaffen, dass wir eben eine Stadt jetzt auch sehr bald auch angehen können, aber das entscheidet sich derzeit und da werden verschiedene Gespräche geführt.

00:25:39: Vielleicht zum Abschluss, Thomas.

00:25:41: Jetzt hast du gesagt, okay, im Moment spielt die Musik in China und den USA.

00:25:46: Wenn Grab einsteigt, dann wird Perspektive Südostasien generell auch noch ein weiterer spannender Markt sein.

00:25:51: Europa, sagst du, hängt mindestens, so wie ich dich gerade verstanden habe, zehn bis fünfzehn Jahre hinterher.

00:25:57: Es wird ja mal ganz viel diskutiert.

00:25:58: Wir gründen hier, wir haben hier Weltklasseforschung, wir haben hier die besten Talente, die tollsten Ideen.

00:26:04: Und dann haben wir entweder nicht genug Kapital.

00:26:08: Oder wir haben eben nicht diese Ausprobierregion Sandbox, wie auch immer du es nennen willst, um dann hier Technologie auch wirklich zu verproben.

00:26:17: Es soll jetzt Realabore geben in der neuen Bundesregierung, die genau das eigentlich zum Ziel haben, dass Technologie zum Einsatz kommt.

00:26:24: Was wird so sagen, sind die drei Sachen, die ihr jetzt konkret bräuchte, damit ihr sagt, eine Stadt wie Hamburg oder Berlin ist nicht zehn bis fünfzehn Jahre down the road.

00:26:34: Das ist eine gute Frage.

00:26:35: Mal schauen.

00:26:36: Also, ich glaube, für uns das Allerwichtigste, und da spreche ich vermutlich für viele andere Start-ups, ist Planungssicherheit, kommerziellen Success zu haben.

00:26:46: Das heißt konkret für uns, wir haben jetzt die Ferndenkverordnung, und da ist es extrem wichtig, dass wir wissen, wie können wir das Ganze hier jetzt groß ausrollen.

00:26:55: Ja, und zwar ... Planungssicher.

00:26:58: Ja, dass wir wissen.

00:26:59: Ich bin auch offen zu sagen, hey, lass uns diese Meilenstein erreichen oder wie auch immer.

00:27:03: Aber einfach, dass ich weiß, wie ich hier ... Gesamte

00:27:05: Stadtgebiete Hamburg, möglich, in zwanzig, neun, zwanzig oder was auch immer.

00:27:10: Ich hoffe, man ist schneller, aber genau so mit ins Ziel wird.

00:27:14: Und wie kommen wir da hin?

00:27:16: Das ist eine Sache, und ich glaube, da kann man bestimmt parallel entziehen zu viele anderen Technologien auch.

00:27:21: Da muss man schauen, wie die Realaborre das jetzt abbilden.

00:27:24: Natürlich ... behält man da auch immer im Hinterkopf das, was ist dann nach Hamburg?

00:27:28: Also, dass man das sehr schnell replizieren kann.

00:27:30: Ja, weil auch, sag ich mal, wenn man dann die Entscheidung trifft, machen wir dann USA oder Hamburg und genau nach Hamburg weiß ich noch nicht genau, was da kommt.

00:27:39: Es ist einfach extrem wichtig, die Planungssicherheit dann für eine Stadt, aber dann auch, dass man das Ganze skalieren kann.

00:27:44: Planungssicherheit.

00:27:46: Das ist das eine.

00:27:47: Das Zweite ist für uns, wir haben ja auch ein sehr ... starken autonomen ansatz also wie wir über die zeit autonomes fahren entwickeln.

00:27:57: wir fangen jetzt an sozusagen mit dem fern lenken und haben sehr sag ich mal, konträren oder anderen Ansatz, wie wir nach und nach den Remote Driver dann automatisieren.

00:28:09: Das ist ja sozusagen unser anderer Ansatz.

00:28:10: Und dazu genügend Wachstumskapital und Mut auch hier in Europa zu haben, ist, glaube ich, der zweite große Punkt.

00:28:22: Da wird aber viel schon darüber gesprochen.

00:28:25: Die Herausforderung, die ich jetzt, das speziell jetzt, und vielleicht ist das interessant für andere als Analogie, Die spezielle Herausforderung, die ich habe, ist, dass wir hier viel in Europa auch mit Wachstumskapitalgebern gesprochen haben, aber keiner sich so richtig auskennt im Autonomenfahren.

00:28:43: Weil's einfach

00:28:44: kein Bereich hier ist.

00:28:46: Genau, also das heißt, ich war häufig sozusagen jetzt auch in der letzten Runde in der Situation, finden wir super, aber jetzt um wirklich hier, weiß ich nicht, zwanzig, fünfzig oder hundert Millionen Tickets zu schreiben.

00:29:00: Genau, muss ich mich so auskennen.

00:29:01: Aber dann, um das zu machen, vielleicht hänge ich mich vor dran, aber ich brauche irgendjemanden, der sich da wirklich auskennt.

00:29:07: Das war so ein kleines Dilemma, zumindest was jetzt konkret bei uns war, wo, ja, das ist, muss man schauen.

00:29:16: eben, dann muss man entweder, glaube ich, dass diese Expertise aufbauen oder ... wie du vorhin gesagt hast, als Marschplan vorgeben.

00:29:24: Wir wollen das hier aus Europa.

00:29:26: Und jetzt machen wir es einfach.

00:29:27: Und dann folgt das Geld im Plan.

00:29:29: Ja, absolut.

00:29:31: Genau, das wären so die zwei Hauptsachen.

00:29:33: Super, Thomas.

00:29:34: Vielen, vielen Dank, dass du da warst.

00:29:37: Also, ich glaube, wir haben eine gute Vorstellung davon.

00:29:40: Wie die Zukunft aussehen könnte, wie gesagt.

00:29:42: Wenn du mir meinen persönlichen Fahrer in Form von meinem eigenen Auto vor die Tür stellst, dann machst du dich unsterblich.

00:29:49: Wie oft habe ich gedacht, Valley Parking in diesem völlig verstopften Berlin, das wäre mein absoluter Traum.

00:29:55: Und dann noch in meinem eigenen Auto, wo ich meine Sportsachen hinten drin lassen kann, weil ich die nachher noch mal brauche.

00:30:01: Es bestätigt mich mal wieder in meiner Aussage, dass wir einfach in der spannendsten Zeit leben, die man sich vorstellen kann.

00:30:09: Technologien erleben in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren, dass uns hören und sehen vergeht.

00:30:13: Also toll, dass ihr da im Kern dran arbeitet und viel Erfolg und auch, dass wir euch hoffentlich bald auf den Hamburger Berliner und sonst auch deutschen Straßen sehen.

00:30:23: Das würde mich auch sehr freuen.

00:30:24: Vielen Dank, dass ich hier sein durfte.

00:30:30: Ja Lea, was ich an diesen Folgen oder Gesprächen liebe, ist, dass sie einerseits ein so aufschlauen, weil bisher haben wir halt irgendwie autonomes Fahren alle im Kopf und denken, das sind Autos, die fahren einfach alleine und die können dann nicht auf spezielle Situationen gut genug reagieren.

00:30:47: Und da haben wir auch irgendwie Angst und so weiter.

00:30:49: Und jetzt lernt man, es gibt auch noch ferngesteuertes Fahren, wo echte Menschen involviert sind.

00:30:54: Also das ist so.

00:30:54: das eine, dass man differenzierter auf dieses Thema gucken kann.

00:30:58: Und das andere ist mir blutet das Herz, dass diese Innovation in Europa immer erst so spät durchbricht und in Las Vegas und was weiß ich wo überall schon in den USA, schicken mir alle Videos von Autonomen oder ferngesteuerten Autos und lesen da hinten fröhlich Zeitungen, wenn es autonom ist und fahren da vorne fröhlich irgendwie direkt vor die Haustür und lassen ja Auto stehen und das fährt alleine weiter, wo ich so denke, das finde ich ungerecht.

00:31:25: Verstehe ich total.

00:31:26: Ich muss trotzdem sagen, wenn ich mir das in Berlin vorstelle, ja, also so mit den Fahrradfahrern, mit den Fußgängern, mit unseren engen Straßen, mit diesem Straßenverkehr, das ist natürlich schon was anderes als in Las Vegas.

00:31:37: Also ich verstehe es ein bisschen so von der, von dem Kontext, in dem es stattfindet.

00:31:41: Die Straßen sind da viel breiter, du hast viel mehr Platz, ja, da ist ohne Ende Fläche eigentlich.

00:31:45: Also das heißt, ich kann es so verstehen.

00:31:48: Also ich hatte diesmal

00:31:49: das Gefühl von... Nein, da kann ich ganz kurz einmarken.

00:31:51: Ja, ich denke so oft im Straßenverkehr.

00:31:55: Oh mein Gott, der kommt gerade aus dem Club.

00:31:57: Der ist tot müde.

00:31:59: Die hat gestern ihren Führerschein gemacht und so weiter.

00:32:02: Also ich denke mir immer, mit wem, also ich will ja nicht sagen, dass ich irgendwie perfekt bin, aber mit wem bin ich ja alles gerade im Straßenverkehr unterwegs.

00:32:09: Da gibt

00:32:09: es doch dich das Studien, oder?

00:32:10: Dass acht neunzig Prozent der Menschen denken, dass sie besser als der Schnitteauto

00:32:14: fahren.

00:32:14: Ja, ich denke, ich denke, ich bin das ein Prozent, was auf jeden Fall besser fährt als alle anderen.

00:32:19: Ja,

00:32:19: es denke ich auf jeden Fall auch.

00:32:21: Aber was ich wirklich schön finde und das, was du gerade auch gesagt ist, das ist den Club.

00:32:24: Kopf so aufmacht und alleine Worte wie Remote Driver.

00:32:28: Und dass das eine Möglichkeit ist, dass du theoretisch ein Carsharing hast, was diesen, ich meine, man muss ja schon sagen, diese Autos sind auch ein totaler Ballast.

00:32:37: Das ist ja nicht mehr schön.

00:32:38: Es ist kein Start-Ambul mehr.

00:32:40: Es ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß.

00:32:42: Es verraucht dir und verrußt dir deine Umwelt.

00:32:45: Das heißt, es hat ja... eigentlich nichts mehr.

00:32:47: irgendwie erstrebenswert ist, dass jeder Haushalt zwei Autos hat.

00:32:51: Sondern wenn du da einen anderen Weg finden könntest, dann ist es auch irgendwie einfach modern und cool und zeitgeistig und eine tolle Entwicklung.

00:33:02: Und deswegen muss ich sagen, finde ich die Folgen auch total schön.

00:33:06: Ja, weil so diesen Kopf aufmacht, was da möglich ist.

00:33:08: Und weil den Teil, muss ich sagen, kann ich mir wirklich vorstellen.

00:33:11: Also, wenn ich selber fahren darf und mir wird von einem Remote Driver das Auto hingefahren und dann wieder abgeholt, ich glaube, da würden jetzt viele, die zuhören, sagen, ja, würde ich machen.

00:33:20: Würde ich mich jetzt schon von einem Robot durch die Gegend fahren lassen?

00:33:24: Nee, hab ich auch zu viel Angst vor.

00:33:26: Aber

00:33:27: auch, weil ich's noch zu wenig getestet hab.

00:33:29: Nee, ich bin mir sicher.

00:33:31: Ich bin im Herbst in LA und ich bin mir sicher, wenn du da wärst und du würdest da einsteigen, du würdest es wahrscheinlich.

00:33:36: Achtundvierzig Videos schicken und sagen, so geil, keiner redet mit dir, du musst nicht selber fahren.

00:33:44: Es ist alles

00:33:45: irgendwie total ... Ich

00:33:47: fühlte dich sicherer.

00:33:49: Ich bin ready für die Zukunft.

00:33:51: Ich hoffe, Europa ist es auch

00:34:03: bald.

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