Wie stellt man gute Fragen? | mit Lili Vogelsang
Shownotes
Verena und Lea sprechen mit Lili Vogelsang, CEO & Co-Founderin von Fredie und Autorin von „Soultalk“ über die Kunst, wirklich gute Fragen zu stellen. Lili erklärt, warum Smalltalk oft unterschätzt wird, wenn man ihn richtig nutzt, und teilt konkrete Gesprächs-Hacks: Wie man schneller Gemeinsamkeiten findet, welche Fragen Dates sofort interessanter machen und wie man im Alltag wieder mehr Verbindung herstellt. Außerdem ordnet sie ein, warum Einsamkeit trotz Social Media zunimmt, was das mit Stress und Rejection Sensitivity macht - und weshalb soziale Fähigkeiten trainierbar sind wie eine Sprache.
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Transkript anzeigen
00:00:06:
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Deep Dive am Dienstag.
00:00:11: Heute freuen wir uns ganz besonders über unseren spannenden Gast Lili Vogelsang.
00:00:17: Lili ist CEO und Co-Founderin von Fredi, einer App für das Training sozialer Fähigkeiten.
00:00:23: Mit ihrer über zweihundertfünfzigtausend Menschen starken Social-Media-Community teilt sie täglich praktische Kommunikations-Tipps und spricht offen über Freundschaft, Beziehung und mentale Gesundheit.
00:00:35: Sie erschien ihr erstes Buch Soul Talk im DTV-Verlag.
00:00:40: Ein Kommunikationsratgeber, der die Top Ten der Spiegelbesseller-Liste erreicht hat.
00:00:45: Liebe Lilly, schön, dass du da bist.
00:00:46: Herzlich willkommen bei Fast & Curious.
00:00:49: Was für eine Ehre bei euch sein zu dürfen.
00:00:51: Wie schön.
00:00:52: Ich freue mich sehr.
00:00:54: Ja, die Ehre ist ganz auf unserer Seite.
00:00:58: Ich weiß noch und ich denke da so oft daran zurück an unseren Estland-Trip für die treuen Hörer und Hörerinnen hier.
00:01:04: Ihr wisst noch, dass wir irgendwann mal gesagt haben, Mensch nach Estland müssten wir mal.
00:01:08: Und dann hat Lilly...
00:01:09: zugehört
00:01:10: und uns da ein Deluxe-Programm in Tallinn organisiert.
00:01:14: Und ich sehe uns da noch auf dem Weihnachtsmarkt im Schnee stehen, Glühwein trinken.
00:01:19: Und ich dachte so, Mensch, das Universum meint es aber gut mit uns.
00:01:22: Ja, jetzt kann ich es euch ja sagen, das Programm, das ich euch damals geschickt habe, das war damals ein harter Blöff.
00:01:28: dass wir es dann richtig schaffen, die Präsidentin von Eslern zu treffen, hätte ich sie damals auch nicht träumen lassen, habe mich dann dahinter geklemmt.
00:01:37: Aber dass doch so gut gelaufen ist, wie es gelaufen ist, da ein gutes Stück Glück, möchte ich sagen.
00:01:43: Ja, aber Fake it till you make it, auch wenn wir bestimmt schon mal gesagt haben, dass wir diesen Satz blöd finden, aber in dem Fall war er total richtig.
00:01:51: Also, nein, ich freue mich sehr, dass du da bist und vielleicht mal so ... Damals, weiß ich noch, hab ich dir so ein Talk gegeben, da waren wir dann, irgendwie hatten wir mal eben zehn Minuten Pause irgendwie und dann saß ich da und damals hattest du ja ein intim pflege Startup gerade gegründet und dann war ich so, Lilly, da geht noch mehr in deinem Leben.
00:02:11: Ja, also das ist super, dass du dieses Startup gegründet hast, aber das ist mir zu nischig, das ist mir zu klein, du bist irgendwie zu größerem geboren, das war eigentlich völlig übergriffig, dass ich das nach anderthalb Tagen dich kennenlernen gesagt hab.
00:02:25: Was ist seitdem passiert und wie bist du zu diesen ganzen tollen Themen gekommen, die du heute machst?
00:02:30: Ja, also dazu erstmal und ihr beide habt mir mich dahingesetzt und glaub ich mal so... Sechzig Minuten den Kopf gewaschen.
00:02:38: Lea hat auch gesagt, nee, das ist zu klein und der mag und so weiter und so fort.
00:02:42: Und wenn du das machst, dann Bootstrap das, aber hol dir auf keinen Fall Investoren rein.
00:02:47: Das hat natürlich damit total wehgetan.
00:02:49: Und ihr habt auch gesagt, kein Investoren reinholen, macht das Bootstrap und so, und ehrlicherweise, also um das mal in ganzer Klarheit zu sagen.
00:02:56: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:02:58: Ihr hattet
00:02:58: zu hundertprozent recht.
00:02:59: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:01: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:02: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:03: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:05: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:07: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:08: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:09: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:11: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:12: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:14: Ihr hattet zu hundertprozent
00:03:15: recht.
00:03:15: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:16: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:18: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:19: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:20: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:23: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:24: Ihr hattet zu hundertprozent recht.
00:03:26: Ihr hattet
00:03:27: Das ist eine gute Frage und ich will jetzt auch nicht esoterisch einsteigen, aber wir sind ja jetzt bald im Jahr das Pferdes.
00:03:33: Wir kommen aus dem Jahr der Schlange und wir sind jetzt bald im Jahr das Pferdes und das ist so ein Let's Go-Ja.
00:03:38: Und genauso fühle ich mich auch.
00:03:40: Also ich habe ganz viel Let's Go-Energie gerade und finde das total schön, weil ich weiß nicht, wie ihr das einschätzt, aber so, das spiegelt sich, glaube ich, auch gerade in der Gründerszene so ganz gut wieder.
00:03:51: So dieses, okay.
00:03:52: alles irgendwie von außen doof.
00:03:54: Man macht's halt dann selber besser.
00:03:56: Und das
00:03:56: ist so die Energy.
00:03:58: Und sag mal, jetzt machst du mit Fredy eine App, die soziale Fähigkeiten trainiert und hast ja mit Soul Talk ein Buch geschrieben, was ich sofort gelesen habe, weil es aus meinem Herzen spricht.
00:04:10: Und das waren einfach gesammelte, tolle Fragen, die du so überlegt hast für die verschiedenen Lebensbereiche.
00:04:18: Also woher kommt deine Passion und was fasziniert dich an diesem Bereich?
00:04:22: soziale Fähigkeiten generell?
00:04:25: Ja, also ich glaube die Genese.
00:04:27: Um da vielleicht einmal ganz kurz, also wie ist es eigentlich von den Teamfliege zu diesem Buch gekommen?
00:04:32: Da vielleicht einmal ganz kurz, also wir haben uns mit dem Thema relativ schwer getan.
00:04:36: Also gerade funktioniert es auch immer noch bootstrapped irgendwie nebenbei und ist alles wunderbar.
00:04:40: Aber ich hatte ja keine Ahnung von Performance Marketing.
00:04:42: Ich habe mich da ja einfach komplett ins kalte Wasser geschmissen und das also in aller Offenheit lief dann auch erstmal nicht so prächtig.
00:04:49: Und mein Lifehack war dann zu sagen, ja ich werde einfach Influencerin.
00:04:53: Also weil die kriegen ja alles verkauft im Internet, das kann ich auch.
00:04:56: Und dann musste ich natürlich so cringe-mountainmäßig konnte ich ja nicht auf Instagram anfangen, weil das wäre ja tut es peinlich gewesen, weil das hätten ja dann alle Freunde gesehen und so Anfänge sind ja schwer.
00:05:07: Und dann habe ich einfach auf TikTok jeden Tag sehr diszipliniert, ein Video hochgeladen und habe da aber dann relativ schnell gemerkt, so über Kosmetik zu reden.
00:05:17: schlägt mein Herz da irgendwie dreimal schneller so mittel.
00:05:22: Und ich hab immer wieder von Freunden und da auch auf Dates oder immer in unterschiedlichen Kontexten gehört, dass ich ganz gute Fragen stellen kann.
00:05:29: Und dann irgendwann hab ich so sehr random mein Handy vor meinen Gesicht gehalten und gesagt, hallo, ich bin Deli und ich stelle gute Fragen und ich stelle wie jetzt jeden Tag eine Frage.
00:05:39: Und da bin ich ins Bett gegangen und da bin ich am nächsten Tag aufgewacht und auf einmal waren da vierzig, fünfzigtausend Menschen.
00:05:44: die jeden Tag irgendwie eine gute Frage haben wollten.
00:05:47: Und da ist dann auch das Buch daraus entstanden.
00:05:50: Und so kommt sozusagen auch meine Liebe für dieses Thema.
00:05:54: Ich bin großgezogen worden von der Mutter, die mir immer gesagt hat, wer nicht fragt, bleibt dumm.
00:06:00: Und das wurde sehr mutig.
00:06:02: Absolut.
00:06:02: Ja, sehr gut.
00:06:03: Und vielleicht mal rein, weil ich das total richtig gänsehaut, wenn du sagst, da habe ich dann jeden Tag eine Frage gestellt und plötzlich wollten die Menschen jeden Tag eine von mir haben.
00:06:11: Was ist deine liebste Frage?
00:06:13: Also wo sagst du diese Frage, die müssten wir uns alle einfach mehr stellen?
00:06:18: Also ich hab kontextbezogene Lieblingsfragen.
00:06:21: Ich frag zum Beispiel sehr gerne, wenn ich Leute besser kennenlernen möchte oder Leute gut verstehen möchte, ob das jetzt zum Beispiel im Dating-Kontext ist, aber ich frag das zum Beispiel auch unsere Mitarbeitende.
00:06:32: Wenn alles in deinem Leben so läuft, wie du es dir vorstellst, also Bestcase.
00:06:37: Wie sieht dann ein perfekter Dienstag?
00:06:39: in fünf oder zehn Jahren aus.
00:06:41: Es kommt dann immer so ein bisschen drauf an.
00:06:43: In welcher Lebensphase ist die Person gerade?
00:06:45: reichen fünf oder zehn Jahre?
00:06:47: Und ich lasse mir das dann wirklich durchdeklinieren.
00:06:49: Wo wachst du auf?
00:06:50: Bist du alleine?
00:06:51: Was machst du als erstes?
00:06:53: Wie sieht der Tagesablauf aus?
00:06:55: Und ich finde das so, so spannend, weil dir das so unglaublich viel über Menschen und ihre Träume und ihre Sehnsüchte verrät.
00:07:02: Und das ist so eine meiner liebsten Fragen, um jemanden kennenzulernen und dann so eine Curiosity-Frage.
00:07:07: Dich einfach immer cool finde, ist, wenn du in Zeit und Ort gleichzeitig reisen könntest.
00:07:11: Also du kannst Zeit und den Ort verschieben und du kannst natürlich Penicillin und weiß, der Kuckuck war es alles mitnehmen und kann so bla bla bla.
00:07:19: Wann und wohin würdest du reisen?
00:07:21: Das ist ja so lustig, dass du sagst, du kannst Penicillin mitnehmen.
00:07:25: Also das Letzte, worauf ich käme, wäre irgendein Medikament mitzunehmen.
00:07:29: Wo ist
00:07:29: mein Penicillin?
00:07:30: Wenn ich in die Vergangenheit reise.
00:07:32: Nicht
00:07:32: schwer, aber hier an der ersten
00:07:34: Größe.
00:07:37: Sie ist es wirklich so absurd.
00:07:40: Ich
00:07:41: will ja nicht ins Mittelalter reisen, wenn man dann vom Schnupfen stirbt.
00:07:46: Ich hoffe ja wohl, dass es Rückfahrkarte gibt dann.
00:07:49: Aber das finde ich auch schön, weil ich ganz oft denke, ich würde gerne zurückreisen und meine Vorfahren, so Urgroßväter, Urgroßmütter und so, die würde ich gerne mal treffen, wenn die jetzt so alt sind wie ich.
00:08:03: Und wird einfach gern mal gucken,
00:08:05: wie ...
00:08:06: So, can you hang out with them?
00:08:07: Oder sind die viel zu steif?
00:08:09: Oder ... Also das hätt ich wahnsinnig spannend.
00:08:12: So zurückzureisen und so die Menschen in meiner Familie, die ich nicht mehr erlebt hab, so mal zu erleben.
00:08:18: Find ich auch ganz cool.
00:08:19: Ich muss sagen, so versteh ich es total.
00:08:21: Ich find diese Rückreise-Fragen immer, ich kann da immer nicht so viel mit anfangen, weil ich mir das gar nicht vorstellen kann, wie das war.
00:08:26: Und dadurch auch überhaupt kein Bedürfnis hab da irgendwo teilzusehen.
00:08:30: Von
00:08:30: irgendeiner Vergangenheit,
00:08:31: aber ich bin total gerne.
00:08:33: Ja, ich bin gerne im Hier und Jetzt und in der Zukunft.
00:08:35: Aber die andere Frage, die du gestellt hast, die stell ich mir wirklich jeden Tag gefühlt.
00:08:41: Also so versuche ich, mein Leben zu optimieren.
00:08:43: Weil es gibt ja diesen schönen Satz ... How you live your days is how you live your life.
00:08:49: Also so wie dein Tag verläuft, verläuft auch dein Leben.
00:08:51: Und deswegen habe ich das ganz oft mich schon gefragt, wie sollte eigentlich ein Dienstag aussehen?
00:08:59: Wie ist es denn so, dass es ein ganz toller Tag war an so einem Dienstag?
00:09:03: Und so optimiere ich auch viel.
00:09:04: Das war ein Grund, warum Verena nicht heute beim Pilates waren, warum ich auf Mallorca jetzt ein Haus baue.
00:09:10: Weil ich gemerkt habe, ich brauche Sonne, ich brauche ein anderes Setting.
00:09:14: Und vielleicht aber jetzt mal, mach ich das ganz eignützig hier, dass du da bist.
00:09:18: Ich habe immer einen Setting, und zwar mit Menschen, die, also so die Smalltalk-Setting, ja.
00:09:24: Du hast in einem Kollegenkreis oder irgendwie bei einer Konferenz oder mit Mitarbeitenden, die du noch nicht kennst oder so, triffst du so das erste Mal mehr oder weniger aufeinander.
00:09:34: Vielleicht weißt du schon, dass der gegenüber Bernd heißt, aber mehr weißt du noch nicht, ja.
00:09:38: Und dann ist meine Gotup-Frage, die finde ich immer relativ schlecht, ist immer ... Und wo kommst du jetzt gerade her?
00:09:45: Wie geht's?
00:09:45: Nee,
00:09:46: ich sag immer, wo kommst du jetzt gerade so her?
00:09:49: Also im Sinne von, weil dann kommt meist so aus dem Büro, das ist in der Mitte, wir machen dies und das irgendwie so, das ist meine gute Frage.
00:09:56: Ich würde sagen, sie ist so eine Vier von zehn vielleicht als Frage.
00:10:01: Es ist besser
00:10:02: als wie geht's.
00:10:03: Es ist besser als wie geht's und vielleicht ist auch besser als Wetter.
00:10:07: Aber viel weiter kommt sie auch nicht.
00:10:10: Was wären denn bessere Smalltalk-Fragen?
00:10:13: Also ich würde da ein bisschen, ich finde die Frage gar nicht so schlecht.
00:10:17: Und ich glaube auch wir tun manchmal Smalltalk auch sehr gerne.
00:10:23: Und wir tun Smalltalk manchmal auch ein bisschen, also wir sind manchmal ungerecht zu dem Thema Smalltalk.
00:10:29: Weil das hat natürlich so ein Ruf von oberflächlich und geht nicht in die Tiefe und ist dann vielleicht auch manchmal so Status aufgeladen, so dieses und was machst du so?
00:10:38: Und das sind natürlich Situationen, die sind für Leute total unangenehm.
00:10:42: Und gleichzeitig bin ich eigentlich großer Verfechter davon, den Ruf von Smalltalk auch so ein bisschen wieder hochzuhalten, weil du kannst ja jetzt auch nicht auf die Person zugehen und sagen so, ja und wie ist das Verhältnis zu deiner Mutter so?
00:10:55: Welche Kindheitstrauma tatschlibst du so mit dir rum?
00:11:01: Wenn man versucht wäre, so bei Las Klingball gestern.
00:11:05: Las, erzähl doch mal.
00:11:07: Ja genau, wie ist es so mit Mami?
00:11:09: Wie geht's Mami Klingball?
00:11:13: Aber ich glaube, es gibt da auch interessante Studien zu, zum Beispiel in so einem diplomatischen Kontext, dass wenn Diplomaten ein paar Minuten auch Smalltalk miteinander machen, dass sie dann Gemeinsamkeiten miteinander finden.
00:11:26: Und das können so Profanitäten sein wie, ach, ich gehe auch total gern zur Oper.
00:11:30: Also weil das ist nämlich ein super, super großer Hebel und darauf würde ich eben so Einstiegsfragen und Smalltalk auch immer ziehen ist.
00:11:37: Wir haben als Menschen diesen Bias in uns drin, dass wir Leute mögen, die uns ähnlich sind.
00:11:44: Also wenn wir sozusagen versuchen, geteilte, wenn wir versuchen, Sympathie herzustellen, dann ist, glaube ich, immer sehr gut, auf Fragen zu gehen, die so geteilte Interessen aufmachen.
00:11:54: Also zum Beispiel jetzt bei einem Event so ... Was war deine Motivation, hierherzukommen?
00:12:00: Da kann man schnell testen, begeistern wir uns für die gleichen Dinge.
00:12:03: Du bist auch wegen Speaker X, Y da.
00:12:05: Du interessiert sich auch für Sport oder Bildung.
00:12:08: Da kann man super, super schnell anknüpfen.
00:12:11: Oder so dieses Awkward, wir stehen alle an der Kaffeemaschine, ich möchte gerne mit dir ins Gespräch kommen, aber ich weiß nicht, was sagen.
00:12:19: Da gibt's auch ein ganz tolles Konzept, und zwar Common Ground Theory.
00:12:23: Und das bedeutet, dass wir ... wenn wir uns auf eine geteilte Situation beziehen.
00:12:27: Wenn ich jetzt zum Beispiel einen Witz darüber mache oder mit euch darüber rede, dieses Podcaststudio ist irgendwie gemütlich hier, oder?
00:12:34: Dann stelle ich so eine Verbindung her, weil wir sind ja im gleichen Boot und dadurch sind wir uns automatisch sympathisch.
00:12:41: Und das sind so Hecks, die man einfach in solchen Situationen anwenden kann, ohne dass ich dir jetzt sozusagen die perfekte Schablonenfrage geben kann, die du immer stellen kannst, sondern mehr so, was liegt eigentlich dahinter.
00:12:54: Ja, super.
00:12:55: Ich stelle mir das jetzt gerade vor, dass ich da an der Kaffeemaschine stehe und zu dem anderen sage, schön hier bei der Kaffeemaschine, oder?
00:13:03: Ja, du könntest sowas sagen wie auch müde.
00:13:06: Was?
00:13:09: Na, auch eine schwere Nacht
00:13:11: gehabt.
00:13:14: Du
00:13:14: siehst aber
00:13:15: auch fertig aus.
00:13:17: Nee, ist gut, werde ich mal ausprobieren.
00:13:20: Ist
00:13:20: auch eine Gemeinsamkeit.
00:13:22: Ja, ist
00:13:22: eine Gemeinsamkeit.
00:13:23: Und da kommt bestimmt was Lustiges, absolut.
00:13:25: Na?
00:13:26: Ja, gucke ich hier auf.
00:13:28: Ja, nee, finde ich super.
00:13:30: Was ich mir auch vorstelle, was im Moment so total ...
00:13:33: zu
00:13:34: charmhaften Momenten führt ist, weil ja so viel Homeoffice ist und damit auch so viel digitale Meetings.
00:13:40: Dann ist so ein Zoom-Call der Abteilung fünf B und da hängen dann acht Leute so mehr oder weniger unmotiviert im Video Chat und warten, bis der Chef kommt und oder die Chefin und dann hängen da alle so und dann so Morgen, ja Morgen, Morgen, Morgen, Morgen.
00:13:59: Und dann müsste ich jetzt einer eine Frage stellen.
00:14:02: So was wäre das?
00:14:05: Also erst mal, es klingt ja nach fantastischen Meetings, die du da hast, mit welchen Bundesbehörden springst du in Verena?
00:14:12: Morgen.
00:14:13: Mahlzeit.
00:14:17: Also vielleicht um da für euch mal so einen größeren Bogen aufzumachen, dieses ganze Thema digitale Kommunikation, ist da echt so ein bisschen ein Problem, ne?
00:14:26: Weil wir ja dadurch, dass wir Ständig digital immer miteinander kommunizieren, verlernen wir auch so ein bisschen das Lesen von Social Clues.
00:14:35: Also uns wird es ja auch noch leichter fallen, eine gute Unterhaltung zu haben, wenn wir miteinander in einem Raum setzen.
00:14:41: Einfach weil wir unsere Körpersprache noch mal besser lesen könnten, weil wir irgendwie ein Gefühl für einander bekommen würden.
00:14:47: Wir sind halt Herdentiere.
00:14:51: Wir sind ein biochemischer Organismus, der reagiert anders in einem Gespräch, wenn wir die Personen sehen, die größer einschätzen können, Körperhaltung etc.
00:14:59: Diese lange Vorrede, um kurz anzuerkennen, digitale Kommunikation ist echt hart und macht uns auch manchmal ein bisschen awkward in so einer Situation.
00:15:10: Entweder gehst du wirklich mit einer ... mit einem sozusagen geteilten Momentthema rein von irgendwas, was aktuell gerade passiert ist, wovon du ausgehen kannst, dass alle gerade auf dem Schirm haben.
00:15:21: Oder du brichst halt die Situation.
00:15:22: Also du machst halt genau diesen awkward Moment.
00:15:25: Ist
00:15:25: bei euch auch so glatt.
00:15:27: Da wird zumindest was gesagt.
00:15:28: Das ist dann so das Equivalent zum Morgen.
00:15:32: Oder du brichst halt die Situation.
00:15:36: Und sagst irgendwas, was vielleicht auch Leute in dem Moment so ein bisschen aus der Reserve locken kann.
00:15:41: Aber auch da, ich glaub, man muss also kommunikiert uns einfach unfassbar stark Kontext bezogen.
00:15:45: Also, wenn du da mit dem Vorzimmer vom Bundeskanzleramt sitzt, weiß ich nicht, ob du da einen schmutzigen Witz reinwerfen willst.
00:15:52: Kann helfen.
00:15:53: Aber ...
00:15:55: Gibt eine Frau eine Kontaktanzeige auf, suche Mann mit Pferdeschwanz, Frisur egal.
00:16:03: Den sollte ich dann hier erzählen.
00:16:04: Genau, der wär gut in dem Kontext jetzt.
00:16:06: Ja, der wär genau der richtige, ich glaub, so ein Witz hatte die Leni im Kopf.
00:16:11: Und ich bin echt gespannt, was die Leute jetzt hier mitnehmen aus diesen letzten fünf Minuten.
00:16:17: Aber Lilly, ich muss dir total zustimmen, dass digitale Kommunikation und ich glaube, dadurch, dass es so normal geworden ist, haben wir das Gefühl, wir müssten da alle extrem gut drin sein.
00:16:29: Sind's aber gar nicht, weil es... nicht unser Naturell ist.
00:16:33: Und ich finde, wo man das ganz krass merkt, ist, da ist Verena jetzt nicht drin gewesen in der Phase, als es das schon gab, aber zum Beispiel im Bereich Dating mit den ganzen Dating-Apps.
00:16:40: Und ich war in der Phase ja aktiv am Daten.
00:16:44: Und ich fand das total schwer, so diesen ersten Satz.
00:16:47: Ich hab dann auch irgendwann einfach angefangen, Sachen zu probieren.
00:16:50: So, wie heißt der Hund?
00:16:52: Wieso steht auf dem T-Shirt Uni Michigan?
00:16:55: Keine Ahnung, irgendwelche Sachen, weil ich keine Lust mehr hatte auf Hallo.
00:16:59: Und es war mir dann auch egal.
00:17:00: Ich wollte einfach irgendwas anderes sagen als dieses weirde Hype.
00:17:04: Du auch in Berlin, ich weiß es nicht was.
00:17:07: Aber ich finde trotzdem, digitale Kommunikation ist weiterhin total schwer.
00:17:11: Und wo wir jetzt gerade beim Thema Dating schon sind, Dating ist auch total schwer.
00:17:15: Und ich habe in meinem Freundeskreis immer noch einige Singles, die gerade unterwegs sind.
00:17:19: Ich bin teilweise ein bisschen neidisch, weil ich muss sagen, dass ich diese Dating-Gespräche irgendwie total spannend finde, weil es einfach so aufregend ist.
00:17:29: Also so eine ganz fremde Person kennenzulernen und zu gucken, ob die eine auch spannend findet und genau diese Social-Ogratness dann irgendwie zu erleben, macht, fand ich, irgendwie immer total schön.
00:17:40: Ich fand das einfach irgendwie ein coolen Moment, weil es so kribbelt und einfach so aufregend ist, weil man das so selten macht, in solchen Situationen sich wiederzufinden.
00:17:48: Wie gehst du dann ans Thema Dating ran?
00:17:51: Oder was würdest du sagen, sind so drei tolle Fragen, die man auf so Dates sich stellen kann?
00:17:57: Erst mal schön, dass du da fast neidisch drauf guckst, Lea, als jemand, der gerade datet im digitalen Zeit-Otto, wo ich sagen,
00:18:05: ja.
00:18:06: Aber ich war schon was damals, ich hab da ehrlicherweise auch total Freude daran, an diesem immer wieder neue Leute kennenlernen, sich immer wieder auch in der Unterhaltung so neu zurechtzufinden.
00:18:16: Ich glaube, also grundsätzlich, was ja beim Daten immer so mitschwingt und was ja auch ganz viele Leute nervös macht und irgendwie so erstes Date und Nervosität
00:18:27: etc.,
00:18:28: das gilt eigentlich für alle Lebensbereiche, ist, ich hab mir ja angewöhnt, mir vor einem ersten Date immer ganz doll vorzustellen, dass diese Person mich schon mögen wird.
00:18:37: Also so diese Fragen mir zu stellen von, ah, und findet ihr das komisch?
00:18:42: Oder fand ihr die erste Frage los?
00:18:43: und was sagt ihr zu meinem Pulli und keine Ahnung was?
00:18:46: So was versuche ich, mehr oder weniger auszublenden und stelle mir vor, ich komme da jetzt hin.
00:18:52: Dann schaut er mich an und denkt, die sieht cool aus.
00:18:54: Dann haben wir eine super Unterhaltung und alleine diese Vorstellung von, das wird gut und die andere Person wird mich mögen, beruhigt mein Nervensystem.
00:19:05: Und Stress ist ja ansteckend.
00:19:07: Das heißt, wenn ich da hinkomme und bin schon ultra gestresst und nervös und sensibel, Potenziell auf, das nennt sich dann Rejection-Sensitivity.
00:19:16: Also wenn ich davon ausgehe, ah, der findet mich vielleicht doof.
00:19:19: Dann sammelt mein Gehirn auch mehr Anzeichen darauf, dass die Person mich doof finden könnte.
00:19:24: Anstatt wenn ich mir sage, die Person findet mich gut, dann sehe ich auf einmal auch und dann lächelt er und jetzt hat er den Stuhl zurecht gerückt.
00:19:30: Also das sind sozusagen so kleine ... Date Prep Tips, die ich mitgeben würde, einfach um unser Gehirn in so eine Richtung vorzubereiten.
00:19:39: Und das gilt für jedes Setting.
00:19:40: Das gilt für eine große Präsentation.
00:19:42: Das gilt für einen Pitch für alles.
00:19:45: Und dann so auf der Suche nach der perfekten Frage für Dates.
00:19:49: Auch da immer alles situationsbedingt, da, da, da.
00:19:52: Ich stell gerne meine Dienstag in zehn Jahren Frage.
00:19:55: Aber wenn's auch mal ein bisschen frecher sein darf, frag ich schon manchmal, wie so der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin die Trennung oder die Beziehung so beschreiben würde.
00:20:05: Also so was würde dein Ex-Partner oder Ex-Partnerin über die Trennung sein.
00:20:11: Das hätte ich jetzt gedacht.
00:20:12: Das steht so auf der No-Go-Liste auf Platz eins.
00:20:14: Der fragt
00:20:15: immer noch keine Frage.
00:20:17: Doch gleich in the details.
00:20:19: Also da gehst du umschiffst gleich das ganze Shishi und Smalltalk und bist drin in den Themen.
00:20:25: Ja, da bist du richtig drin in Themen.
00:20:27: Da würde ich gerne mal hier einen Mann einladen und fragen, was der davon hält von dieser Frage.
00:20:31: Also, dass wir Frauen das total spannend finden, glaube ich.
00:20:34: Ich stelle mir gerade Philipp vor, der sagt, okay, breche hier ab.
00:20:37: Ich habe mich nicht zu diesem Date verabredet, um über meine Expedition zu sprechen.
00:20:42: Aber ja, was hast du noch?
00:20:44: Lea hat ja drei Fragen erbeten.
00:20:46: Also, ganz kurz, ich würde es nicht als erste Frage stellen, sondern ich würde es mal so irgendwann in den Kontext und wenn es passt.
00:20:52: Und dann ... Ich frag das nicht so zu sagen direkt so zu sehr interviewmäßig, aber was mich schon auch immer wieder interessiert ist, wann ist jemand stolz auf sich selbst?
00:21:03: Also was sind so Momente, wo die Person gesagt hat, hey, das hab ich richtig gut gemacht?
00:21:07: Weil das natürlich auch voll viel verrät, was ist dieser anderen Person wichtig?
00:21:12: Und dann frag ich auch sehr gerne, oder also man kann das unterbrechen auch mit einem Wort oder einfach so allgemein, wie würden die Freunde von der Person die Person beschreiben?
00:21:21: Entweder nur mit einem Wort.
00:21:23: oder eben sozusagen ein bisschen ausführlicher, weil ich glaube, das lädt ja Leute ein, so ein bisschen über sich selbst zu reflektieren, aber mit so einem netten Blick auf sich.
00:21:32: So, dann kann man sich schon auch noch mal ein bisschen positiv darstellen.
00:21:35: Ja, total.
00:21:36: Das finde ich total schön.
00:21:38: Man kann sich erstens positiv darstellen und man kann so tun, als ob man das ja nicht selber über sich sagt, auch wenn man sich's im Zweifel alles ausgedacht hat, dass die das über dich sagen.
00:21:46: Nee, das finde ich sehr schön.
00:21:48: Was ich manchmal beobachte, oder nicht nur manchmal, also bei meinen Kindern viel, aber auch bei meinen Eltern, Schwiegereltern.
00:21:55: Wir greifen ja nicht mehr wirklich zum Hörer, sondern es ist ein Zeitalter der Kurznachrichten, der Sprachnachrichten, der Asynchronenkommunikation.
00:22:05: Und damit verschanzt du dich natürlich auch ein bisschen hinter dem Gerät.
00:22:09: Gewinnstzeit, musst nicht direkt reagieren.
00:22:13: Denkst zu lange über Antworten nach und irgendwie verliert es auch so dieses menschliche, was Kommunikation eigentlich so ausmacht.
00:22:21: Und du erzeugst Missverständnisse und so.
00:22:24: Warum oder nicht nur warum ist Freundschaft oder Kommunikation heute so viel komplizierter, sondern wie kann man das vielleicht wieder auflösen?
00:22:31: Also gibt es da irgendwie auch so ein paar Tipps oder Hacks von dir, wo man sagt so, lass mal wieder mehr miteinander sprechen und wie würde man das dann machen?
00:22:40: Ja, also erst mal, das ist total richtig, was du sagst, und das wird auch inzwischen immer stärker wissenschaftlich belegt, ist, dass wir dadurch, dass wir so oft Kommunikation einfach nur noch digital stattfinden lassen und ja auch so ein bisschen sozusagen simulieren.
00:22:54: Wir simulieren ja echten Kontakt, aber der kommt nicht richtig bei uns an.
00:22:58: Verlernen wir eben immer mehr so dieses Lesen von sogenannten Social Clues.
00:23:03: Also das merkt man ganz oft auch, wenn man vielleicht mit Leuten ... die viel irgendwie nur im Homeoffice arbeiten, mit denen in Kontakt geht und dann irgendwie meint's, die sind so ein bisschen awkward am Anfang.
00:23:14: Die müssen nur
00:23:15: so ein bisschen aufwärmen.
00:23:15: Verstehen mein Humor dann nicht mehr.
00:23:16: Genau.
00:23:18: Das verlernen wir in der Tat immer mehr.
00:23:21: Und dadurch ist es jetzt zum Beispiel auch bei der jüngeren Generation, hast du halt ein viel größeres Risiko von Social Anxiety und teilweise auch wirklich schon so Selbstisolation.
00:23:31: Dass du eben wirklich sagst, Leute rufen ja zum Beispiel nicht mehr beim Arzt an.
00:23:36: weil die das ja einfach überfordert oder das nicht wollen.
00:23:39: Und ich glaube, der Trend dahin wird auch noch mal stärker.
00:23:43: Also, wenn ich war jetzt im September in Texas und dann bin ich dann mit meinem selbstfahrenden Waymo durch die Gegend gefahren und hab an der Self-Check-Out Kasse meine Sachen bezahlt.
00:23:52: Und wenn ich nicht gewollt hätte, hätte ich mit niemanden reden müssen.
00:23:54: So.
00:23:54: Und ich glaube, es ist total wichtig, also erst mal so grundsätzlich, und das ist ja auch das, was wir mit Friedi vorhaben, ist, du kannst soziale Fähigkeiten, wenn du die über eine Weile verloren hast, kannst du die trainieren wie eine Sprache.
00:24:06: Also, man kann sich das durchaus auch einfach immer wieder aneignen.
00:24:09: Und ich würde dazu wirklich auch einfach Leute mehr und mehr ermutigen, wieder in so kleine, so Mini-Interaktionen im Alltag zu gehen.
00:24:19: Was da ganz konkret hilft, ist, keine Kopfhörer zu tragen.
00:24:22: Und ich weiß, während ich das sage, denk ich mir so, aber ich sitze jetzt nicht nur, ach du, ne Kopfhörer, so.
00:24:27: Auf gar keinen Fall.
00:24:29: Und gleichzeitig ist das ja, also, sind das eben genau diese Momente.
00:24:32: die super wichtig sind, die auch unsere sozialen Fähigkeiten trainieren, eine kleine Interaktion mit dem Bäcker oder so, sich da auch wirklich so an kapunkt zu schaffen, dass man sagt, ich gehe immer zum gleichen Bäcker, ich gehe immer zum gleichen Sportstudio, ich habe da bekannte Gesichter und mit denen baue ich so Mikrointeraktionen auf.
00:24:49: Das ist super wichtig, das zu trainieren.
00:24:52: Ich find das super spannend.
00:24:53: Ich hab da auch irgendwann einen amerikanischen Podcast zugehört, aber es ist echt schon zwei, drei Jahre her.
00:24:58: Und der hatte genau denselben Punkt.
00:25:01: Und der hat es immer genannt, wir haben versucht, alle Reibung aus unserem Leben rauszunehmen.
00:25:06: Im Sinne von Arzttermine machen wir auf Doktolib Self-Checkout-Kassen, ohne dass man jemandem reden muss.
00:25:12: Und eigentlich sind genau diese Reibungsmomente, diese kleinen, das, was uns ... verbindet.
00:25:17: Das ist sozusagen sozialer Klebstoff.
00:25:19: Da hast du einen Gefühl dafür, da redest du kurz über den Stromausfall.
00:25:23: Da redest du mit dem Taxifahrer darüber, woher er eigentlich kommt und so.
00:25:27: Und das tust du halt nicht, wenn du dich die ganze Zeit mit deinen Airpods abschaltest.
00:25:32: Und ich glaube, das ist irre wichtig, weil ein Grund, warum ihr Fredia auch gegründet habt, ist die steigende Einsamkeit.
00:25:39: Und das ist ja echt krass, dass einfach Einsamkeit.
00:25:44: Man würde ja denken, wir sind so verbunden wie noch nie durch die sozialen Medien, die auch noch so heißen.
00:25:50: Also wir sind sozial alle miteinander verbunden.
00:25:53: Und gleichzeitig sind wir einsam wie noch nie.
00:25:55: Und ich hatte das schon auch diese Phasen, wo ich eigentlich offiziell so viele Kontakte hatte und gleichzeitig aber echt in mir einsam war.
00:26:05: Also was fehlt denn eigentlich?
00:26:08: Und
00:26:08: wie kommt man
00:26:08: da am besten wieder raus?
00:26:11: Ja, also erst mal Danke fürs Teilen.
00:26:13: Und ich glaube, das tut gerade auch voll vielen Leuten mega gut, das mal zu hören.
00:26:17: Also, dass auch ne Lea mal sagt, ja, also ich hab dann zwar irgendwie tausend WhatsApp-Nachrichten, aber so, ich fühl mich dann trotzdem emotional einsam.
00:26:26: Und vielleicht sozusagen dem noch eins vorzulagern zu dem, was ihr gerade gesagt habt.
00:26:30: Also, auch so dieses Element von sozialer Klebstoff.
00:26:34: Ich glaube, weswegen ich gerade auch so ... Obsessed, also bis jede Faser meines Körpers obsessed mit diesem Thema bin, ist, weil wir natürlich jetzt auch mit Blick auf AI einfach ganz klar sehen, die Fähigkeit zu kommunizieren, soziale Bindungen aufzubauen, zu kooperieren.
00:26:53: Das wird der menschliche USP.
00:26:55: Alles andere macht ... Chatty und der LLM und irgendwann die AGI unseres Vertrauens, aber dieses menschliche Verbindungen aufbauen, die Beziehung zu meinen Geschwistern kann ich nicht auslagern, will ich nicht auslagern, die Arbeitsbeziehung zu meinen Mitarbeitenden kann ich nicht auslagern, will ich nicht auslagern, zumindest nicht so, dass es funktioniert.
00:27:13: Und ich glaube, das ist total wichtig, dass wir uns da gerade vor Augen führen, dass wir in einem größeren Kontext unser menschliches Alleinstellungsmerkmal gerade ... riskieren.
00:27:25: Und das wird eben auch verstärkt durch dieses Thema von Einsamkeit.
00:27:29: Also, wenn wir uns das mal anschauen, Einsamkeit ist wie so ein Teufelskreis im Sinne von, es gibt ganz interessante Studien, dass vier bis fünf Tage involuntary loneliness, also bloß weil man alleine ist, ist man ja nicht unbedingt einsam.
00:27:45: Aber involuntary loneliness dazu führen, dass wir eben eine höhere Rejection-Sensitivity aufbauen.
00:27:53: Also das heißt, wir nehmen die Welt Stück für Stück als bedrohlicher wahr.
00:27:57: Je einsamer wir sind und je einsamer wir uns fühlen, umso mehr geht unser Gehirn in so einen Alarm-Modus.
00:28:03: Weil wir sind ja ein Herdentier.
00:28:05: Und von der Herde ausgeschlossen zu sein, hat ja früher bedeutet, alles klar, der See bezahnt Tigers um die Ecke Game Over.
00:28:11: Das heißt, der Körper geht in diesen krassen Alarmzustand und will da unbedingt raus.
00:28:17: So, und das heißt, je einsamer, da gibt es inzwischen auch super interessante Studien, die nahelegen, dass sie einsamer eine Nation ist, zum Beispiel in den USA, und die dreiundsiebzig Prozent der jungen Menschen fühlen sich einsam, umso stärker werden populistische Parteien.
00:28:31: Weil diese Parteien natürlich ganz stark mit Angst spielen und mobilisieren.
00:28:36: Das heißt, Einsamkeit kann auch eine echte Bedrohung werden für Demokratie.
00:28:40: Und wenn man sich das jetzt anguckt, das ist jetzt so eine Milchmädchenherleitung.
00:28:44: Aber wie wir sagen, Gen Zee ist gerade die einsamste Generation, die es hier gab.
00:28:47: Man schaut sich an, wie die gewählt haben bei der letzten Bundestagswahl.
00:28:51: So, ganz links, ganz rechts, da wird einem dann doch auch so ein bisschen mulmig zumute.
00:28:56: Und jetzt sozusagen dieses Thema Einsamkeit.
00:28:58: und wie kommen wir daraus?
00:28:59: Also ich glaube, es ist so ein großes strukturelles Problem.
00:29:04: Das ist jetzt natürlich so eine Nullantwort, aber dass es dafür jetzt nicht irgendwie so eine große Lösung gibt.
00:29:09: Ich glaube, wir versuchen, unseren Teil dazu beizutragen, indem wir sagen, Menschen, die jetzt vielleicht nicht offen sind für Freundschafts-Dating-Apps, also Bumble macht ja zum Beispiel Bumble BFF.
00:29:22: Oder es gibt tolle andere Startups in Frankreich, zum Beispiel gibt es Time Left, die sind ganz toll.
00:29:27: Aber Leute, die sich zum Beispiel nicht trauen, diese Angebote wahrzunehmen, die befähigen wir, indem wir ihnen Mut machen und ihre sozialen Fähigkeiten trainieren an so was teilzunehmen.
00:29:35: Dann hat ja auch gerade die Bundesregierung eine große Kampagne gestartet, nochmal zum Thema Aufklärung rund um das, also um Einsamkeit, einfach um das auch wirklich ... Das ist, glaube ich, gerade so ein bisschen, wie wir das vor zehn Jahren hatten mit Depressionen.
00:29:48: Dass auf einmal manche Leute gesagt haben, ja, ich hatte auch mal eine Depression.
00:29:52: Und jetzt sagen Leute, ich fühl mich einsam.
00:29:55: Vielleicht zu deinem Bumble-BFF-Thema.
00:29:57: Wir haben gerade eine Oper, die hat bei uns gestartet, jetzt im Januar.
00:30:01: Und die hat das genutzt und die hat da ... richtig nette Freundinnen gefunden.
00:30:05: Also wirklich in den Instant.
00:30:07: Ich wusste es gar nicht, dass es die gibt und auch nicht, dass die so, sag ich mal, frequentiert ist, also dass so viele Menschen darauf sind.
00:30:12: Aber es ist anscheinend wirklich was, was man echt empfehlen kann.
00:30:15: Und das finde ich so schön, ja, weil die hat jetzt auch schon Freund und aber ist natürlich trotzdem komplett.
00:30:20: Einsam, auch wenn nicht mein bestes Tour, dass sie hier in Berlin gut angekommen.
00:30:24: Aber ich bin halt auch nicht mehr Mitte zwanzig.
00:30:26: Also, es fand ich so schön zu sehen, dass das dann wirklich funktioniert und dann auch in der echten Welt wieder angekommen ist.
00:30:31: Die ist dann dann mit denen zum Sport gegangen und die sind jetzt in echt verbunden und bleiben jetzt nicht auf der Dating App oder so.
00:30:37: Aber da funktioniert es dann halt wieder.
00:30:39: Ja, das ist schön.
00:30:41: Und vielleicht Lili mal zum Abschluss, weil ich noch so ... So gerne eine Frage von dir hätte, jetzt hatten wir das Thema Dating, vielleicht noch das Thema Partnerschaft.
00:30:51: Wenn man jetzt schon lange in der Partnerschaft ist, hat man sich ja schon auch viel gefragt und schon viel voneinander erfahren.
00:30:57: Wenn man jetzt so heute Abend auf dem Sofa zusammen sitzt und mit einer Frage um die Ecke biegen will, wo nochmal so ein ganz neuer Gesprächshorizont aufgeht.
00:31:08: Welche Frage wäre das?
00:31:10: Ja, also, Marina, du fragst hier jemanden, der seit drei Jahren Single ist.
00:31:13: Aber I try my very best.
00:31:15: Ja, ja, du musst jetzt mir mal für heute Abend, musst du mir jetzt hier mal eine Frage liefern, damit ich heute Abend mal Philippe überraschen kann, dass er mich dann anguckt und sagt, wo kommt das denn her?
00:31:27: Ja, also ich glaube, Fragen, die ich in so einem Kontext gerne oder so, die ich glaube, die da spannend sein könnten, über die ich mir auch mal Gedanken gemacht habe, waren.
00:31:37: Ich glaub, zum Anfang des Jahres macht es Sinn, wenn man sich hinsetzt und fragt, was wollen wir dieses Jahr zusammen erleben?
00:31:43: Also, was sind so Dinge, die wir dieses Jahr, welche neuen Erinnerungen wollen wir dieses Jahr aufbauen?
00:31:49: Weil ich weiß ja auch, ihr beide, ihr habt so sehr volle Leben.
00:31:52: Und vor allem, wenn man neue Dinge erlebt, entstehen neue Erinnerungen.
00:31:55: Da muss man manchmal raus aus dem Alltag.
00:31:57: Also, das wär vielleicht so mal so ein Easy-Einstieg.
00:32:02: Und ich glaube, wenn man mal so ein bisschen ... sehen möchte je nachdem auch so beziehungen können auch mal irgendwie eingefahren werden und dann hat man muster die irgendwie feststecken ist so mal zu fragen wann fühlt sich eigentlich besonders?
00:32:16: also was sind eigentlich dinge die ich tue oder die ich sage bei denen du dich richtig gut fühlst also was sind und wann auch nicht?
00:32:23: also da kann man sich nämlich dann auch einerseits so ein bisschen lobe abholen.
00:32:26: also so auch wenn ich das war geht es hier besonders gut Und gleichzeitig natürlich auch ein bisschen konstruktives Feedback von Dingen, die man vielleicht macht oder sagt, die bei der anderen Person ein negatives Gefühl auslösen, was man vielleicht sogar nicht auf dem Schirm hatte, weil man checkt ja jetzt auch nicht jeden Tag ein.
00:32:40: So, hey, fandest du das doof, dass ich das gemacht hab?
00:32:42: Ist ja auch Quatsch.
00:32:43: Ja, das ist schön.
00:32:45: Ich hab noch eine, ich würd dir noch einen geben.
00:32:46: Bitte, bitte, bitte.
00:32:47: Aber dies ist wieder ein Knall.
00:32:49: Also, Digi, das frei ich schon auch, oder hab ich auch schon ab und zu gefragt, was willst du eigentlich genauso machen wie deine Eltern?
00:32:57: Und was komplett anders.
00:32:58: Also, wenn es jetzt auch irgendwie darum geht, Kinder großzuziehen, das Leben zu gestalten
00:33:02: und so.
00:33:03: Gerade am Anfang von der Beziehung, ja.
00:33:05: Wenn ich damit jetzt nach fünfzehn Jahren um die Ecke biegen würde, wäre das ein bisschen...
00:33:11: Ist ja nie zu spät.
00:33:13: Vielleicht habt ihr jetzt ja nie geklärt.
00:33:15: Doch, doch, das haben wir geklärt.
00:33:17: Nee, aber genau, das gibt dir halt so eine Rückschau und gleichzeitig so einen Blick in die Zukunft.
00:33:21: Ich glaube, das ist bei so Partnerschaften auch immer ganz wichtig, dass man schaut.
00:33:24: Was war und was können wir besser oder schöner machen?
00:33:27: Jetzt hab ich aber auch noch drei Fragen für euch mitgebracht, Lea und Verena.
00:33:31: Die erste ist eine Freundschaftsfrage zu eurer Freundschaft.
00:33:36: Ich hab mich gefragt, wenn die Lea und Verena Freundschaft ein Zimmer wäre oder ein Haus.
00:33:43: Wie sähe das aus?
00:33:45: Was wär da drin?
00:33:47: Wie würde es da aussehen?
00:33:48: Wäre das ordentlich?
00:33:50: Was wär da für Gadgets?
00:33:52: Könnt ihr das mal beschreiben?
00:33:54: Das ist ja immer eine Frage.
00:33:57: Also das wäre so Sichtbeton mit ganz viel Glas, wo die Sonne rein scheint, wo so
00:34:06: super stylische
00:34:08: Möbel drin stehen.
00:34:11: Und von leer liegen überall so Sachen drum und das macht es halt total cozy, weil damit sieht es nicht aus wie schöner Wohnen oder so, sondern so, als ob da wirklich Leben in der Bude wäre.
00:34:21: Ich finde aber auch, wir hätten schon so Kunst an der Wand und die wäre auch so ein bisschen mutiger und man bisschen bunter und irgendwelche so weiblichen Künstlerinnen, die irgendwas Cooles gemalt haben, dass es nicht nur so schick aussieht wie aus dem Katalog, sondern irgendwie auch Leben und Fröhlichkeit hat.
00:34:36: Also ich finde schon Farbe auch an den Wänden.
00:34:39: Sportgeräte?
00:34:41: Sportgeräte,
00:34:42: auf jeden Fall.
00:34:42: Ich könnte mir auch gut vorstellen, Verena, das ist am Strand.
00:34:45: Also ich hab gleich Sonne und Strand irgendwie im
00:34:47: Kopf.
00:34:47: Auf jeden Fall, so mit
00:34:48: Wasser.
00:34:49: Finde ich auch.
00:34:50: Und komischerweise kommt mir auch so ein Pferd von ...
00:34:54: Weißt du, wer kommt?
00:34:55: so
00:34:55: ein Pferd im Garten?
00:34:58: Vielleicht komm ich dir jetzt noch nicht
00:34:59: langstrumpf.
00:35:00: Oder es kommt von den Pferden, auf denen wir in Portugal geritten sind.
00:35:04: Aber ich finde, so ein Pferd könnte
00:35:05: ich mir das vorstellen.
00:35:06: Nee, das fiel zu anstrengend, weil dann müssen wir uns die ganze Zeit um dieses Pferd kümmern.
00:35:09: Und wir wollen ja eigentlich eher in diesem Haus abhängen und am Strand und so.
00:35:14: Nee, es ist ein Strandhaus, wo so Treppen runtergehen, in den Sand zum Meer.
00:35:20: Und wir haben uns in unseren späten Jahren entschieden, zusammen allzuwerden, haben unsere Männer in die Wüste gejagt und leben da jetzt ein gutes Leben zu Ende.
00:35:30: Hammer.
00:35:31: Wow.
00:35:31: Richtig gut.
00:35:33: Ähm, die andere Frage, ich sag gleich, ich bräuchte eine kurze Antwort dazu, weil ich weiß, dass ihr jetzt jeweils Ted Talks dazu halten könntet.
00:35:41: Aber ich find's sehr spannend von euch zu hören, was macht euch gerade so richtig neugierig?
00:35:46: Also was ist so ein Thema, wo ihr sagt, boah, wenn ich dazu ein Artikel lese, dazu ein Podcast, da geh ich total rein, da kann ich grade jedem aus meinem Freundeskreis ein Ted Talk zu halten.
00:35:54: Wo geht eure Neugierde hin?
00:35:56: Wie
00:35:56: kriegen wir dieses Land gedreht?
00:35:58: Wie schaffen wir es, dass Europa nicht untergeht?
00:36:01: Wie setzen wir den Amerikanern so was entgegen, dass den Hören und Sehen vergeht?
00:36:06: Bei mir ist es sozialer Klebstoff durch Sport.
00:36:09: Ich habe das so erkannt, dieses soziale Klebstoffthema und so erkannt, was gemeinsamer Sport dafür tun kann.
00:36:16: Erst spät für mich.
00:36:18: Und deswegen ist das was, was ich gerade wirklich aufsauge.
00:36:23: Ja, mega spannend.
00:36:23: Wie gesagt, ich hätte jetzt gerne den Ted Talk, aber wir halten es mal kurz.
00:36:27: Und dann die letzte Frage jeweils an euch ist, worauf seid ihr gerade stolz?
00:36:31: Und vielleicht seid ihr auch auf eine Sache gemeinsam stolz?
00:36:34: Ich bin auf meine Kinder gerade stolz.
00:36:36: Die sind nicht jetzt besonders gerade toll oder machen irgendwas Spektakuläres.
00:36:41: Aber ich gehe die so im Kopf gerade durch und denke so ... Nicht schlecht, wie die das machen.
00:36:46: Und das ist ja so eine verrückte Welt, in der die groß werden.
00:36:49: Und da passelt so viel auf die ein.
00:36:51: Und wir sind als Eltern auch auf keinen Fall perfekt.
00:36:54: Und dass die da so ihre Wege gehen, macht mich richtig stolz.
00:36:59: Ich bin auf so die Januarlehr stolz, weil ich wirklich mit ganz viel Happiness und Ruhe meine ganzen Ziele und Vorsätze irgendwie so gut schaffe gerade, ohne dass es mich anstrengt und sie sich richtig gut anfühlen.
00:37:14: Und was gemeinsam ist, ich bin schon stolz darauf, dass wir so mutig sind, auch diesen Podcast immer wieder neu zu erfinden.
00:37:22: Das haben wir jetzt im Januar gerade gestartet, deswegen ist es so aktuell.
00:37:26: Aber dass wir jetzt dreimal die Woche rauskommen und das einfach machen.
00:37:30: dass wir uns so viel Freiraum geben in den Solo-Folgen, dass wir immer wieder diskutieren, wie können wir da besser werden, wie können wir da wachsen.
00:37:37: Aber auch, finde ich, Verena, mit so einer Leichtigkeit, das hat irgendwie gar keine Schwere dabei.
00:37:42: Da
00:37:42: bin ich auch sehr stolz drauf.
00:37:44: Das ist schon besonders, auch dass wir uns nicht auf den Keks gehen.
00:37:46: Wir sprechen jetzt so viel im Podcast miteinander über den Podcast.
00:37:50: Da könnte ja auch so eine Freundschaft verloren gehen, weil man die ganze Zeit nur noch so geskriptete Themen irgendwie miteinander
00:37:57: hat.
00:37:57: Ja.
00:37:58: Und das ist irgendwie ... wie gar nicht der Fall, wenn wir da zusammen Pilates machen, dann sind wir wie so zwei kleine Mädchen, die überhaupt keine Verantwortung für irgendwas tragen.
00:38:08: Ich
00:38:08: bin heute fast vom Ball gefallen.
00:38:10: vom Ball oder vom Reformer.
00:38:12: Ja, von diesem
00:38:13: Pilatesball.
00:38:14: Weißt du, als wir darauf balancieren mussten?
00:38:16: Und Verena, es nehmen ja so dieses durchtrainierte Brett.
00:38:19: Es ist wirklich so krass, jede Übung sitzt.
00:38:21: Das ist alles gerade, die Technik ist perfekt.
00:38:25: Aber deswegen habe ich extra nicht zu dir rüber geguckt, als du davon runtergefallen bist, weil ich wollte nicht, dass du denkst, jetzt gucke ich rüber und gucke so.
00:38:32: Ich habe
00:38:32: es eh gemerkt, dass du quasi du hast extra nicht geguckt.
00:38:34: Ich habe extra nicht geguckt.
00:38:38: Nein, du hast das ganz toll gemacht.
00:38:42: Schöne Fragen.
00:38:43: Ich bin
00:38:44: froh, dass ich die Frage gestellt habe.
00:38:46: Ja, wie toll.
00:38:47: Ganz
00:38:47: schön.
00:38:48: Macht Spaß.
00:38:50: Danke dir.
00:38:51: Lea, Verena, Freundschaftshaus, da würde ich auf jeden Fall gerne mal auf eine Dinnerparty eingeladen werden.
00:38:56: Sehr gerne.
00:38:57: Auf jeden Fall.
00:38:58: Da sind nette Menschen herzlich willkommen.
00:39:02: Ja, sehr gut.
00:39:02: Was ich sehr gerne mag, ist diesen positiven Swing, den du immer in die Fragen reinbringst, dass man eben so wann irgendwie beeindruckte ich dich oder wann gefällig die am besten.
00:39:11: Neulich habe ich Philipp aus der Ayurveda-Kur angerufen und gesagt, wann findest du mich eigentlich besonders weiblich?
00:39:17: weil er so, muss ich jetzt sofort antworten oder darf ich, nee, ich sage euch auf keinen Fall die Antwort, aber da habe ich auch mal mit einer andersartigen Frage überrascht.
00:39:28: Also Lilly, vielen, vielen Dank, dass du da warst.
00:39:31: Es ist ein breiter Rahmen gewesen von guten Fragen über Einsamkeit, über wie wir einfach wieder miteinander mehr ins Gespräch kommen.
00:39:40: Denn das treibt mich wirklich um.
00:39:42: Wenn man aufeinander trifft, dann steht man da so unsicher voreinander.
00:39:46: Meistens greift man nicht mehr zum Hörer.
00:39:48: Das merke ich besonders in so einer Offline-Zeit, in der ich grad war, dass ich ja dann keine andere Wahl habe, als die Menschen anzurufen.
00:39:55: Und dass das eigentlich viel schöner ist, als ich immer die ganze Zeit nur Sprachnachrichten zu schicken.
00:39:59: Also ein Hoch auf die zwischenmenschliche Kommunikation.
00:40:02: Und ja, vielen Dank.
00:40:04: für deinen Besuch hier.
00:40:05: Danke, dass ich mit euch sprechen durfte.
00:40:07: Das hat mich wirklich sehr, sehr
00:40:17: gefreut.
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