Wie wird Deutschland endlich digital? - Mit Bundesminister Dr. Karsten Wildberger

Shownotes

Verena spricht in ihrer Solo-Folge mit Dr. Carsten Wildberger, Digitalminister und verantwortlich für Staatsmodernisierung, über die ersten neun Monate im Amt – und darüber, wie Deutschland bei Digitalisierung und Entbürokratisierung endlich Geschwindigkeit aufnimmt. Wildberger erklärt, warum es in Krisenzeiten „ruhige Entschlossenheit“ braucht, welche Fortschritte man heute schon spüren kann (von digitaler Kfz-Zulassung bis digitaler Ummeldung) und weshalb die digitale Wallet als neue Basis-Infrastruktur gedacht ist.

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Transkript anzeigen

00:00:08: Mein heutiger Gast ist Dr.

00:00:09: Karsten Wildberger.

00:00:11: Er ist Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung.

00:00:14: Und Karsten Wildberger ist promovierter Physiker, hat in seiner Karriere große Unternehmen wie die Economy AG und Mediamarkt Saturn geführt und internationale Führungs- und Digitalisierungserfahrungen gesammelt.

00:00:26: Von der Telekommunikation über Energie bis hin zur globalen Managementberatung.

00:00:31: Seit dem sechsten Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai,

00:00:52: Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai, Mai.

00:00:55: Ja, super.

00:00:56: Neun Monate im neuen Amt sind um.

00:00:59: Und wahrscheinlich würden Sie sagen, die Zeit vergeht schnell, oder?

00:01:03: Die vergeht unheimlich schnell und es fühlt sich natürlich länger an.

00:01:05: Und vor allem hat man keine Zeit, drüber nachzudenken.

00:01:08: Nee, das kann ich mir vorstellen.

00:01:10: Also, wenn ich mir so von außen die Taktung von Ministerinnen angucke, dann denke ich immer so, wie machen Sie das?

00:01:16: Haben Sie auch mal irgendwie Pause zwischendrin, außer von rechts nach links zu fahren?

00:01:20: Oder ist da wahrscheinlich auch keine Pause?

00:01:23: Ja, ist recht wenig.

00:01:25: Ich habe noch nicht so meine Technik gefunden, damit besser klarzukommen, also das Abschalten, da habe ich noch Luft nach oben.

00:01:32: Aber das passt schon.

00:01:34: Ja, sehr gut.

00:01:34: Und was ist so Ihre Bilanz, die Sie ziehen würden nach den ersten neun Monaten?

00:01:39: Ich finde, das Team hat echt viel auf die Straße gesetzt.

00:01:44: Es ist auch schon einiges vorangegangen, ist natürlich erst der Anfang.

00:01:47: Auch Dinge, die messbar sind und gleichzeitig...

00:01:50: Was ist

00:01:51: denn zum Beispiel?

00:01:52: Ja, wir haben schon wichtige Dinge in der Staatsmodernisierung, was so kompliziert, prozesstechnisch anmutete, aber auch konkrete Dinge umgesetzt.

00:02:00: Wir haben auch mit der Modernisierungsgegner Föderal jetzt wirklich Dinge hinterlegt.

00:02:04: Die sind schon so verbindlich.

00:02:05: Es gilt natürlich jetzt weiterhin umzusetzen.

00:02:08: Viele Dinge haben wir schon in der Umsetzung.

00:02:11: Das muss natürlich noch viel vorangehen.

00:02:13: Bei der Verfaltungsdigitalisierung haben wir spürbar Dinge vorangebracht, die auch skalieren können.

00:02:18: auch ein paar Dinge, die ich schon skalieren.

00:02:20: Und gleichzeitig ist es auch unheimlich viel zu tun, weil all das, was wir natürlich jetzt haben, das ist ein guter Anfang.

00:02:25: Es reicht natürlich noch nicht.

00:02:26: Also das treibt mich halt um.

00:02:27: Wie kriegen wir das jetzt noch größer, schneller?

00:02:29: Wie nehmen wir Fahrt auf, dass da jetzt Druck hochhalten?

00:02:33: Klar, aber natürlich kommt man in dieses Amt und es hätte ja auch schon viel früher ein Digitalministerium geben können und gab es aus verschiedenen Gründen immer nicht.

00:02:41: Jetzt gibt es eins und jetzt wollen natürlich auch alle das alles schnell gelöst wird, was eigentlich zwanzig Jahre liegen geblieben ist.

00:02:48: Also wie geht man mit dieser eigenen Ungeduld um, dass man sich ja eigentlich, gerade wenn man aus der Wirtschaft kommt, an Ergebnissen misst und auf der anderen Seite feststellt, ich kann halt auch nicht hexen.

00:02:59: Nee, hexen geht nicht und es ist verständlich.

00:03:02: Wir haben eine absolute Megakrise.

00:03:04: Und zwar an allen von allen Seiten gefühlt, erkennen wir die Welt nicht wieder.

00:03:09: Und so etwas führt natürlich sehr schnell so ein bisschen zu Panik und dann sieht man eigentlich nur noch das was nicht läuft das verselbstständig sich wird noch negativer und in dem umfeld muss man halt wirklich sich immer drauf besinnen auch kühlkopf zu bewahren ist auch mal eine ruhige entschlossen halt zu haben.

00:03:29: das versuche ich an den tag zu legen.

00:03:31: das heißt aber nicht dass man dass man nicht hart arbeitet.

00:03:35: Aber wenn man auch in diesem Panikmonus verfallen würde und nur darauf reagiert, was auch mal in den Rund passiert, dann kommt man eben nicht in die Umsetzung.

00:03:43: Und ich glaube, um diesen Spagat geht es.

00:03:44: Das habe ich auch dem Team mit auf den Weg gegeben zum neuen Jahr.

00:03:48: Dass das wichtig ist, dass wir da kühlen Kopf bewahren, aber mit voller Entschlossenheit arbeiten.

00:03:53: Und ohne Dinge klein zu reden, müssen wir halt auch dann hinkommen, dass wir Dinge... Ja, Stück für Stück umsetzen und am Ende natürlich auch darauf achten, dass wir beschleunigen.

00:04:04: Und vielleicht mal so rein in die Geschichten des Gelingens.

00:04:07: Also eben nicht von der Panik oder von der Schlechtmache sich beeinflussen lassen.

00:04:12: Wo würden Sie sagen, kann man jetzt hier draußen schon spüren, dass sich was verändert?

00:04:17: Also selbst wenn es noch nicht da ist, aber wo sagen Sie, Da müsste es eigentlich schon anders gehen.

00:04:23: Irgendein Amtsbesuch, der schon wegfällt.

00:04:25: Irgendwas, wo Sie sagen, guck mal, das macht mir Hoffnung, das haben wir schon mal abgeräumt.

00:04:30: Ja, also was in dieser Zeit passiert ist jetzt mal vom täglichen Leben.

00:04:34: Wir haben jetzt weit über eine Million Nutzer beim IKFZ, das Verkehrsministerium.

00:04:39: Und das Feedback.

00:04:40: Kraft-Z-Anmeldung.

00:04:41: Kraft-Z-Anmeldung.

00:04:42: Nee, Fahrzeugschein, digitaler Fahrzeugschein.

00:04:47: Das Feedback, was wir bekommen, ist auch sehr barrierefrei, super einfach.

00:04:50: Das ist schon mal eine super Sache.

00:04:53: Das Thema Wallet haben wir auch gedreht.

00:04:55: Wir haben mittlerweile hundertfünfzig Unternehmen, die an Lösungen auf Basis der digitalen Brieftasche arbeiten.

00:05:00: Vielleicht

00:05:00: sagen Sie einmal, was die Wallet wird oder was das ist.

00:05:03: Die

00:05:03: digitale Brieftasche ist sozusagen eine digitale Identität.

00:05:06: Wir führen auf dem Handy sicher wichtige Nachweise des Lebens wie Führerschein ausweisen natürlich mit sich und man kann Dinge sozusagen in der Authentifizierung dann per Klick lösen.

00:05:17: Und das wird vor allen Dingen mehr wert für die Menschen, dadurch bedeuten, dass wir Banktransaktionen statt aufwendiges Tantverfahren vielleicht mit der Wallet machen, einen Vortrag abschließen mit der Wallet.

00:05:29: Und es beim Supermarkt, wenn jemand Alkohol kauft und meistens sicher ist er jetzt achtzehn oder so, dann geht das direkt beim Bezahlvorgang.

00:05:37: Also viele, viele Anwendungen, Hundertfünfzig Unternehmen, die Lösungen arbeiten.

00:05:40: Das kommt zwar jetzt noch nicht, muss aber vorbereitet werden, kommt Anfang sieben und zwanzig, nämlich am zweiten Januar haben wir den Launchtag ausgerufen.

00:05:47: Wir haben auch mittlerweile fifty-fünfzig Millionen Menschen, wo Anmeldung, Ummeldung möglich ist in Deutschland und das sind viele, viele Millionen mehr als noch vor gar nicht so langer Zeit und das wollen wir natürlich weiter vorantreiben.

00:05:58: und letzter Satz.

00:06:00: Wir haben gestern hier mit den Bundesländern Hessen und Bayern die entscheidende Phase wirklich scharf gestellt, wie wir jetzt wichtige Verwaltungsleistungen erst mal fünf, vielleicht schaffen wir auch mehr, aber fünf bis zum Jahresende flächendeckend.

00:06:13: wirklich in allen Kommunen in den Bundesländern haben.

00:06:16: Wir werden mit dem gleichen Prinzip, mit dem gleichen Umsetzungsprinzip bis zum Herbst hoffentlich viele, viele andere Bundesländer auch an Bord nehmen.

00:06:25: Und das ist ein ganz anderer Ansatz, wie wir Digitalisierung machen.

00:06:28: Das Feedback gestern auch von kritischen Stimmen, die normal sehr kritisch sein müssen, war sehr positiv.

00:06:33: Und wir haben das auch mit Zielsetzung messbar hinterlegt, nämlich die Ministerkollegen in den Ländern.

00:06:40: Und wir als Bund haben uns darauf committed und das werden wir noch liefern.

00:06:44: Sehr gut.

00:06:44: Können sich die Hessen und die Bayern schon mal freuen und irgendwann kommt es dann vielleicht auch in Berlin an.

00:06:49: Jetzt haben Sie gerade den Launch-Termin fürs Wallet im Nebensatz gesagt.

00:06:53: Also vielleicht noch mal konkret.

00:06:55: Wann hat jeder Bürger-Bürgerin immer mit dem Puffer aber das Ding auf dem Handy und kann das nutzen?

00:07:02: Also jetzt weiter.

00:07:03: Januar, siebenzwanzig ist, wir nennen das jetzt Soft Launch, aber das ist technisch für jeden dann zugänglich.

00:07:08: Das ist das committed Datum.

00:07:11: Und wir werden das dann nochmal ein paar Wochen später in einem größeren Aufruf dann nochmal sozusagen launchfähig machen und ein bisschen vielleicht auch bewerben und abfeiern.

00:07:22: Feier

00:07:23: hier auf jeden Fall ab dann.

00:07:25: Ja, muss dann alles funktionieren, aber wir arbeiten mit Hochdruck dran.

00:07:28: Das ist ein sehr komplexes Projekt, ist aber auch auf einem guten Weg.

00:07:30: Und was mich vor allen Dingen freut, wir haben ja auch die Testumgebung den Unternehmensverfügung gestellt auf der Basis, die deren Produktlösungen und Servicelösungen entwickeln können.

00:07:40: Das ist dann der Startschuss für vielleicht etwas, was zu einem digitalen Motor werden kann.

00:07:46: Jetzt ist es natürlich so, um den Ausweis hinzureinzubekommen, muss ich natürlich einen digitalen Ausweis haben, also der digitalisierbar ist.

00:07:53: Dazu brauche ich die PIN, deshalb werden wir jetzt auch schon frühzeitig in diesem Jahr, das heißt frühzeitig, rechtzeitig, mit dem PIN-Rücksetzdienst wieder... den Benutzer freundlicher machen, diesen Prozess.

00:08:04: Genau, hoffentlich digital, ne?

00:08:06: Weil bisher läuft der ja zum Amt.

00:08:08: Weil der Digitalisierung, da brauchen wir Gesetzesänderungen, aber zumindest kann ich mir nach Hause schicken lassen.

00:08:12: Das geht ja aktuell

00:08:12: nicht.

00:08:13: Das ist ja schon mal was.

00:08:15: Ja, das ist doch gut.

00:08:16: Ach, sehr gut.

00:08:17: Also dann können ja auch gleich die großen Tech-Konzerne Social Media ab sechzehn dann über die digitale Wallet dann auch erst möglich machen.

00:08:24: Das würde mich persönlich sehr freuen.

00:08:26: Altersverifikation im Netz ist sicherlich ein wichtiger Anwendungsfall.

00:08:30: Auch teilweise die Bestätigung von Profilen, dass da wirklich ein Mensch dahinter ist und keine KI-Generierung.

00:08:36: Planam.

00:08:37: Das hat viele, viele Anwendungsmöglichkeiten, die das Netz nicht nur sicherer machen, aber auch dann zeigen das war keine Maschine, da ist ein Mensch dahinter.

00:08:45: Ja, großartig.

00:08:46: Und ich glaube, solche spürbaren Zeichen des digitalen Fortschritts, die braucht es halt einfach, damit man dann eben auch, wie Sie sagen, vielleicht wird das so ein Tor, hinter dem dann wirklich eine Welt aufgeht.

00:08:58: Weil wenn die Unternehmen dann merken, okay, ich habe da eine Schnittstelle, was weiß ich, wie viel Millionen Deutsche haben diese Wallet auf dem Handy, dann wird das ja auch zum Business Case, so sagen, dann mache ich meine Anwendung auch darüber und mache es ja einfacher.

00:09:12: Absolut, das hat aus meiner Sicht ein Riesenpotenzial, aber wichtig auch bei solchen digitalen Lösungen.

00:09:17: Das ist der Launchtag und dann arbeiten wir sozusagen in Releases und wir müssen gucken, dass wir das permanent am Ball bleiben, modern halten, weiterentwickeln, noch mehr Nachweise, nachschärfen, User Experience besser machen, noch mehr Anwendungen, auch Menschen mitnehmen, erklären.

00:09:33: Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema, also das wird etwas sein.

00:09:37: was man eben dann auch entwickeln kann.

00:09:38: Es ist halt nur der Startschuss, so geht

00:09:40: es dann auf Software-Digitalisierung.

00:09:41: Ja, absolut.

00:09:41: Aber so geht Produktentwicklung im digitalen Raum.

00:09:44: Also da launched man ja selten mit hundert Prozent fertig.

00:09:48: Sie haben mal in einem Interview letztes Jahr gesagt, Deutschland hätte sich verknotet und dieses Entknoten wollen Sie natürlich angehen.

00:09:57: und dann gibt es das sogenannte Entlastungskabinett, was Sie auch eben schon erwähnt haben.

00:10:01: Wie muss man sich so ein Entlastungskabinett vorstellen?

00:10:03: Wer sitzt da drin?

00:10:05: Und was für Ballast wird da wirklich abgeworfen?

00:10:08: Also ein Entlastungskabinett ist ein Kabinettstermin, der sich schwerpunktmäßig, jedenfalls ausschließlich, nur mit Themen zu Entlastung beschäftigt.

00:10:19: Also jedes Ministerium bringt mit, was weg kann.

00:10:21: Genau.

00:10:22: Also im Prinzip ein Haltepunkt, auf den alle hinarbeiten müssen.

00:10:25: Das hat, sag ich mal, motivierenden, schrägstrich diskriminierenden Charakter.

00:10:30: anstrengend, aber alle wissen, okay, da müssen wir fertig sein, müssen wir was vorweisen.

00:10:35: Aber das ist ja normal, gerade bei einer Matrix-Organisation sozusagen im Querschnitt zu arbeiten.

00:10:42: Es ist wichtig, solche Haltepunkte zu haben.

00:10:44: Eins hatten wir schon, aber wir haben gesagt, wir müssen jetzt so um Ende Q-Eins rum das nächste machen, damit wir zum einen das, was wir schon als Eckpunkte vereinbart haben, gucken, was wir bis dahin wirklich auf die Straße dann bekommen, final, final.

00:10:59: Und das wir natürlich über das, was wir aktuell in der Pipeline haben, das sind acht Milliarden Euro Entlastung.

00:11:06: Das reicht natürlich nicht, dass da auch mehr dazukommt.

00:11:09: Und gibt es da manche Häuser, die da mit wenig kommen und andere mit viel und motiviert das dann die, die mit wenig kommen, dass sie denken, Mensch, da wär ja noch mehr gegangen oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:11:19: Also erst mal arbeiten alle mit und dann ist natürlich das Entlastungspotenzial ... Wie groß, das ist erstmal auch eine Funktion davon, welche Art von Federführung haben bestimmte Häuser.

00:11:30: Natürlich das BMS, ein ganz wichtiges Ministerium, das Wirtschaftsministerium.

00:11:35: Das heißt, das Potenzial, was dahinter liegt, ist natürlich auch gekoppelt an die Größe

00:11:41: der

00:11:41: Häuser.

00:11:42: Und dann natürlich auch, wie kommen wir dann voran?

00:11:45: Wie ist die eigene Überzeugung bestimmte Dinge dann auch anzugehen?

00:11:49: Ich sage mal, wir kommen da voran.

00:11:52: Wünscht mir natürlich schon, dass das schneller ist, muss auch schneller passieren.

00:11:55: Das ist auch mühsam, aber es muss man auch an sich ehrlich machen.

00:11:58: Es ist nicht nur ein Politikthema, sondern wir haben uns natürlich auch gesellschaftlich.

00:12:02: die letzten ja mindestens zwanzig, fünfzwanzig Jahre ist die Welt.

00:12:07: Haben wir, ich meine, es gibt jetzt keine kollektive, das sage ich mal, Situation.

00:12:12: natürlich hat die Politik später eine große Rolle, aber wir haben uns schon auch damit eingefreundet, dass wir überall mehr Merokratie machen, selbst in Unternehmen.

00:12:19: Ich kenn's ja aus eigener Erfahrung.

00:12:20: Also das ist ein Prozess und das auch ein kultureller Prozess.

00:12:23: Ja, und wie im Unternehmen auch, wir werden halt eher daran gemessen, was wir eingebracht haben.

00:12:31: und wie viele Gesetze haben Sie denn schon auf den Weg gebracht, Herr Wildberger, als jetzt aus, wie viel haben Sie denn schon abgeschafft?

00:12:38: Und ich glaube, das ist auch ein Teil der Antwort, dass natürlich auch Medien und Bevölkerung eher darauf gucken, was ist denn schon durchgegangen, als was ist weg.

00:12:45: Absolut, und die Art der, sagen wir mal, Gesetze oder Das ist auch manchmal ein Thema Qualität von Gesetzen.

00:12:51: Das haben wir auch bei Staatsmodernisierung.

00:12:53: Sind Gesetze klar?

00:12:54: Sind sie verstanden in ihrer Wechselwirkung mit anderen Gesetzen?

00:12:57: Sind sie praktikabel?

00:12:59: Und da muss man sagen, handwerklich ist da noch viel Luft nach oben.

00:13:02: Und wir nennen das Law as Code.

00:13:04: Das heißt auch, dass man sozusagen regelbasiert das Ding auch mithilfe von der KI analysiert.

00:13:09: Wir haben ein eigenes Gesetzesvorhaben damit jetzt schon mal durchgetestet, die TKG-Novelle.

00:13:15: Und kriegen da also auch wichtige Impulse, wie wir Dinge noch klarer fassen können.

00:13:20: Und denken wir auch nur an die Brüsseler Gesetzgebung und die Acts, die da alle so kommen.

00:13:24: Die sind ja

00:13:25: auch

00:13:27: in ihrer Klarheit nicht so richtig gut immer.

00:13:31: Nee, und apropos Brüssel, wie viel der Regulierung Bürokratie kommt wirklich aus Brüssel?

00:13:37: Und wie viel laden wir aber in Deutschland noch mal oben drauf, weil wir es besonders gut machen wollen?

00:13:42: Also erst mal kommen sehr viele aus Brüssel.

00:13:44: Wir haben noch sehr viele in der Pipeline.

00:13:45: Was umgesetzt werden muss, wir haben sozusagen noch einen Rückstau, wo wir in Verzug kommen.

00:13:51: Aber wir haben jetzt auch EU-Verordnungen in die nationale Umsetzung gegeben.

00:13:57: Und ich habe es auch letzten im Bundestag gesagt.

00:13:59: Komplett ohne Goldrand.

00:14:01: Eins zu eins so umgesetzt.

00:14:03: Also mit Goldrand ist gemeint, da haben wir nicht noch extra kompliziert gemacht.

00:14:07: Keine Sonderlocken und auch in den Zuständigkeiten gesagt, das macht jetzt eine Behörde.

00:14:11: und nicht wieder viele Behörden.

00:14:14: Und ich kann jetzt aus aktueller Anlass auch berichten natürlich die KI-Verordnungsumsetzung, die Nationale, also die Teile, die jetzt umgesetzt werden müssen.

00:14:24: Da machen wir schon den Rücken gerade, weil wir wollen es wirklich eins zu eins und so klar wie möglich und mit wenig Zuständigkeiten machen, aber muss uns auch ehrlich machen.

00:14:32: Das Feedback, was wir natürlich bekommen, aus allen Bereichen werden Sonderbedarfe angemeldet und so weiter.

00:14:37: Und dann müssen wir jetzt durch.

00:14:38: Das ist auch ein Prozess, der sehr mühsam ist, aber das ist unsere Aufgabe, das jetzt so zu machen, wie wir es gesagt haben, eins zu eins ohne nationale zusätzliche Komplexität.

00:14:49: Und

00:14:50: ohne es an sechzehn Landesdatenschutzbeauftragte zu geben.

00:14:54: Auch diese Diskussion, da machen wir den Rückgrat.

00:14:56: Halten Sie aus.

00:14:58: Ja, halten wir aus.

00:14:58: Wir müssen zu einer Lösung kommen.

00:15:01: Aber das sind viele, viele Einwände.

00:15:04: Wir reden da über Hunderte, die dann bei so einer Umsetzung noch angemeldet werden.

00:15:09: Da muss man sich, da muss man dann durchdiskutieren und dann auch entsprechend

00:15:12: durchholen.

00:15:15: Eine weitere Sache, die uns beiden ja sehr am Herzen liegt, ist es, wie kann man in einem Tag oder zwei ein Unternehmen in Deutschland gründen?

00:15:23: Weil aktuell gründet sich zwar die GmbH schon ziemlich locker digital beim Notar, aber das, was danach kommt, dauert trotzdem Wochen.

00:15:31: Wie weit sind Sie da bei Start-up in a day?

00:15:36: Wir haben ein Projekt, wo wir einmal monatlich auch einen Lenkungskreis haben, in dem ich teile, wo wir den Projektflotschritt uns anschauen.

00:15:44: Wir werden ums konkret zu machen bis Mitte des Jahres eine Lösung haben, die über GmbH hinaus immer noch nicht für die komplexeste Rechtsform, aber deutlich Verbesserungen bringt.

00:15:55: Wir haben auch einen Arbeitsstrang, dass wir von der rechtlichen Seite Dinge vereinfachen müssen, damit das am Ende auch übergreifender funktioniert.

00:16:04: Auch den notarellen Prozess, der ist dabei, wie wir den vereinfachen können und natürlich auch die behördlichen Prozesse.

00:16:09: Wie können wir manche Dinge beschleunigen?

00:16:11: Schnittstelle

00:16:11: zu banken.

00:16:13: Ganz genau.

00:16:14: Und unsere Definition von Genehmigung ist, dass ein Unternehmen, wann ist es in der Lage, eine Rechnung zu stellen.

00:16:19: Das ist jetzt mal unsere Arbeitsdefinition.

00:16:22: Und ich bin da zuversichtlich, dass wir vorankommen.

00:16:25: Wir haben übrigens auch den Markt sondiert.

00:16:27: Wo gibt es bereits Lösungen?

00:16:28: Machen die Sinn, nachzunutzen oder können wir auf etwas aufsetzen?

00:16:32: Was bauen wir selber neu?

00:16:34: Da ist eine Menge Druck auf dem Kessel und das ist ein ganz wichtiges Thema und wir haben uns auch darauf gemittet bis Mitte des Jahres, was belastbar ist zu haben.

00:16:41: Und wenn man dann mal schon mal was hat, was deutlich besser funktioniert, zwar noch nicht ideal ist, das ist dann meistens der Punkt, wo dann auch eine Dynamik einsetzt, wo man das andere dann auch schneller hinkriegt.

00:16:52: Ja, und wo man dann vielleicht auch auf weitere Themen kommt.

00:16:56: Vollmachten bei Kapitalerhöhungen sind in der Start-up-Szene ja ein häufiges Ding und dann läuft man zum X-Tenmal zum gleichen Notar, der einen in und auswendig kennt, um eine Vollmacht zu unterschreiben.

00:17:07: Also das könnte ja dann auch gleich in diesen digitalen Prozess mit rein.

00:17:11: Absolut.

00:17:12: Und ich meine, bestimmte Beispiele der Bürokratisierung haben sich natürlich auch deshalb verfestigt, weil hinter jeder bürokratischen Regelung gibt es auch ein Geschäftsmodell.

00:17:24: was sich dann auch noch mal da drum legt und das Ganze noch mal ein bisschen mehr verkrostet.

00:17:30: Das gilt auch für die Verwaltungstigitalisierung, weil um diese Komplexität, die wir im Landdauer herum haben, diese Variantenvielfalt haben wir natürlich auch eine IT-Umsetzung geschaffen, die das natürlich auch begleitet.

00:17:45: Nein, absolut.

00:17:45: Da gilt es, ziemlich viele Zöpfe abzuschneiden.

00:17:48: Jetzt hat Ursula von der Lein ja in Davos gerade gesagt, die EU-Ink kommt, wo wir gerade bei Gesellschaftsformen sind.

00:17:54: Also eine europäische Rechtsform, mit der man dann sehr leicht Zugriff auf siebenzwanzig Staaten und den europäischen Binnenmarkt hat.

00:18:04: Das ist ja erst mal super.

00:18:06: Und auf der anderen Seite habe ich mich gefragt, wie geht das zusammen, wenn wir hier eigentlich noch nicht mal die GmbH in a day sozusagen in Deutschland richtig können.

00:18:16: Wie können wir dann plötzlich eine EU-Ink können, die dann ja synchronisiert sein muss mit so vielen anderen Staaten?

00:18:23: Also erstmal begrüße ich das bestimmte Themen wie eine EU-Ink jetzt, sag ich mal, auch von ganz oben als wichtiges Thema genannt sind.

00:18:31: Entscheidend ist natürlich am Frage, wie wird es umgesetzt und in welchem Zeitraum und wie praktikabel wird das gemacht?

00:18:37: Ist das praxistauglich oder bauen wir darum auch wieder so einen gestrückt was dann in der nicht praxistauglich ist.

00:18:44: aber die forderung an sich auch was beispielsweise kapitalisierung finanzierung angeht auch wichtige thema was ist gebrochen?

00:18:51: ganz anderes auf der zeitlichen skalern ganz viel schnellere umsetzung.

00:18:55: ich sage aber auch ganz offen jenseits du müssen wir auch anfangen einfach dinge jetzt die wir national unter kontrolle haben im prinzip Kraft voll umzusetzen, abzuräumen, damit wir uns eben noch vorbereiten.

00:19:08: Also wir müssen unsere Aufgaben machen und können nicht auf die EU verweisen, auf die EU warten.

00:19:11: Wir machen das, was wir national können.

00:19:14: Natürlich bin ich... Verfechter von Europa, aber wir müssen auch national viel mehr tun und uns da nicht aufhalten.

00:19:21: Total, weil die Ausrede gilt ja in beide Richtungen.

00:19:24: Die Ausrede aus Brüssel kommt so viel und deswegen ist eine willkommen Ausrede.

00:19:28: Aber natürlich auch, wir waren so damit beschäftigt, Brüssel umzusetzen, dass wir zu Hause unsere Hausaufgaben nicht gemacht haben.

00:19:35: Also ich denke auch.

00:19:36: Teile ich also ich lass das für unser Haus und auch hier das Haus selber die Leitungen nicht gelten.

00:19:41: Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und das eine tun das andere aber auch nicht lassen.

00:19:45: Ja und es passieren ja in der Zwischenzeit auch viele gute Dinge.

00:19:47: Wir haben Anfang des Jahres mit dem Start-up-Verband verkünden können, dass es zwanzig, fünfzwanzig, neunundzwanzig Prozent mehr Start-ups in Deutschland mehr Gründung gab, also drei tausend, knapp drei tausend, sechshundert neue Tech-Unternehmen.

00:20:00: und das in einem Jahr wo man ja jetzt nicht denken würde, dass die Menschen morgens aufgestanden sind und gesagt haben, ich glaube, ich gründe jetzt mal ein Tech-Unternehmen, weil die Nachrichtenlage so schlecht war, die Rezession und so im Griff hat.

00:20:11: Wie gucken Sie auf diese Zahlen?

00:20:13: Sie haben ja viel, auch Austausch, viel Verbindung mit besonders auch KI-Stardubs, aber auch anderen Stardubs.

00:20:21: Glauben Sie, dass da wirklich auch ein neues Narrativ entstehen kann als Gegengewicht zu Deutschland schafft sich ab?

00:20:29: Erst mal auch an Sie.

00:20:31: Glückwunsch dazu, weil das passiert auch nicht von selber.

00:20:34: Da ist auch ihre Arbeit, die Sie machen, auch mit dem Verband, auch persönlich.

00:20:39: Sehr, sehr wichtig.

00:20:40: Und das ist das, was das Land braucht.

00:20:41: Dieses Land ächzt unter einer völligen Vernachlässigung von Innovationen, die eben auch von unten kommt.

00:20:48: Deshalb ist das erst mal ein echter Lichtblick.

00:20:51: Dreißig Prozent ist schon mal echt ein Wort.

00:20:54: Und die zweite Jahreshilft hatte noch eine größere Dynamik als die erste.

00:20:57: Ja, und es geht weiter.

00:20:59: Es

00:20:59: geht weiter und ein großer Treiber davon ist Software und KI.

00:21:02: Genau das, was wir auch brauchen und irgendwie steckt überall wahrscheinlich auch Software und KI ein bisschen drin.

00:21:07: Also das ist schon fantastisch.

00:21:09: und was ich auch super finde, ist, dass wir neben dem hervorragend funktionierenden, sagen wir Münchner Ökosystem auch sehen.

00:21:16: In Nordrhein-Westfalen passiert sehr, sehr viel Berlin und es gibt auch in vielen Städten Sachsen ganz wichtig.

00:21:22: Also wir haben viele, viele Cluster, die eine Chance haben.

00:21:25: und Ich sage mal, wenn ich einen Punkt rausgreifen müsste, wenn mich jemand immer fragt, wenn wir nur einen Satz sagen oder eine Sache sagst, was das Hauptthema, was uns beschäftigt, um das sehr klar zu sagen, Staatsmodernisierung, Entbürokratisierung ist notwendig, absolut notwendig.

00:21:41: Ja, aber es ist ja nicht unser Lieblingsthema.

00:21:43: Nee, und es ist ja nicht unsere Leidenschaft.

00:21:45: Ja.

00:21:45: Aber wenn ich sage, was ist das Hauptthema, dann haben wir in den letzten zwanzig Jahren an den großen technologischen Themen, die unglaubliches Wachstum generiert haben.

00:21:55: nicht teilgenommen.

00:21:56: und das ist eine schwäche die wir haben.

00:21:59: die gute nacht ist das junge unternehmen gerade mit den neuen techniken k i sehr schnell skalieren können und wenn es uns gelingt diese technologie wirklich als liebfrock also etwas zu überspringen in die zukunft zu springen zu nutzen dann kann das unser wie ich immer sagen unser comeback sein.

00:22:15: also start ups ganz ganz wichtig starkes signal brauchen jetzt natürlich mehr noch davon.

00:22:19: Aber noch mal Glückwunsch auch an Sie und

00:22:22: an die Daßigte vereinzelt.

00:22:23: Wie gesagt, also meinen Verdienst ist das nicht.

00:22:26: Ich bin natürlich mega stolz drauf, dass man nicht nur sagt, dass wenn du... einfach Rahmenbedingungen schaffst, wie sie an der Unternehmertum in Karlsruhe, in Aachen, in Darmstadt, in Leipzig, in Dresden und so der Fall sind, dass dann große Dinge entstehen.

00:22:43: Das eine ist das zu sagen und das andere ist dann das zu sehen.

00:22:46: Das hat mich am glücklichsten gemacht, dass es flächendeckend jedes Bundesland ist nach oben gegangen.

00:22:52: Dass das nicht so ein Berlin-München-Hype ist.

00:22:56: Denn das ist aus meiner Sicht die große Stärke unseres Landes im Vergleich zu Frankreich oder Großbritannien.

00:23:01: die haben ein Paris, ein London und wir haben halt so viele Power Hubs.

00:23:05: und dass man die jetzt so sichtbar macht mit den Start-up Factories, aber eben auch jetzt mit diesem Report, das ist eigentlich das, was mich am glücklichsten gemacht hat.

00:23:14: Also das zeigt, dass was können, welches Potenzial drin und innen steckt und was über diesen Bericht hinaus vielleicht noch geht, wenn ich mal die Anzahl der Unicorns angucke und was das in der Breite auch für Unternehmen sind von Foundation.

00:23:27: Was das für

00:23:27: Unternehmen sind.

00:23:29: Zeigt das schon, dass wir auch eine Chance haben, aufzuholen, mitzumischen.

00:23:34: Und da müssen wir weitermachen.

00:23:36: Genau.

00:23:37: Und apropos weitermachen, was die ja alle brauchen, sind Talente.

00:23:40: Weil ohne Menschen können wir die dolzen Ideen in diesem Land haben.

00:23:45: Dann werden die auf jeden Fall nicht groß.

00:23:47: Und jetzt sind wir ... Nicht besonders gut darin, der Welt zu sagen, dass Deutschland der Ort ist, wo sie alle hinkommen sollten.

00:23:55: Sondern im Gegenteil, wir sind wahrscheinlich wahnsinnig schlecht im Selbstmarketing.

00:23:59: Und deswegen habe ich mich sehr über die Work and Stay Agentur im Koalitionsvertrag gefreut, die eben das Ziel hat, internationale Talente schneller zu gewinnen und vor allen Dingen langfristig zu halten.

00:24:10: Also digitale Visa-Verfahren und Anerkennung von Abschlüssen und alles, was da hoffentlich drunter fällt.

00:24:16: Wie wird die Aussehen dieser Work and Stay Agentur?

00:24:18: Agentur und gibt es die schon?

00:24:20: Daran wird gearbeitet, auch dass das auch digital möglich ist und eben an den schnellen Prozessen.

00:24:26: Das ist Federführung, Innenministerium mit dem BMS, die daran arbeiten und das ist eine der großen Projekte, die wir auch bei der Modernisierungsregender Bund vereinbart hatten.

00:24:40: dem gehen wir nach und ich hoffe, dass wir dann in Kürze auch ein Update geben, wie dann der belastbare Zeitplan aussieht.

00:24:48: Wir hatten das Thema schon auch der Kanzler mehrfach in der Kabinettssitzung noch mal oft in der Diskussion.

00:24:55: Da wird aber mit Nachdruck dann gearbeitet.

00:24:57: und ein ganz wichtiges Thema zu ihrem Punkt Attraktivität Standort.

00:25:02: Ich führe viele Gespräche auch in Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Ländern auch, dass wir hier mehr Entwicklungs Arbeit leisten, auch im KI-Bereich, Foundation-Bereich.

00:25:14: Und wir haben schon viele Standorten, auch Strukturen anzubieten, die hoch attraktiv sind.

00:25:19: Absolut.

00:25:20: Wir sind nur zu langsam, die Menschen hier reinzulassen.

00:25:23: Das ist richtig.

00:25:24: Ein Entwickler, ein KI-Spezialist, der Angebote aus der ganzen Welt hat, der wartet nicht, bis wir dann hier mal irgendwie seinen Abschluss anerkannt haben oder seinen Visor ausgestellt haben.

00:25:38: Beispiele, wo das jetzt schon beschleunigt wurde, das ist natürlich noch nicht der Regelprozess, aber das Thema ist erkannt.

00:25:45: und aber auch solche Beispiele geben einem Hoffnung, dass wir da vielleicht den Schalter auch im Kopf umgelegt kriegen.

00:25:51: Absolut.

00:25:51: und ich meine, wenn ich gestern wieder höre, dass zum Beispiel bei ESA Aerospace Hundertfünfzig verschiedene Nationen, glaube ich, arbeiten auf vierhundertfünfzig Mitarbeiter.

00:26:02: Das ist krass.

00:26:03: Bei Gatio Geit weiß ich auch, sind es über fünfzig.

00:26:05: Also, dann scheinen wir es ja schon auch zu schaffen und mehr davon wäre halt schön.

00:26:10: Ich glaube auch in der aktuellen geopolitischen Lage.

00:26:12: Meine junge Menschen, die vielleicht auch, sagen wir, unsere Werte teilen, haben da vielleicht auch bockiert zu arbeiten.

00:26:20: Und das ist auch eine Riesenschance.

00:26:22: Und stellen wir uns mal vor, uns gelingt als Deutschland.

00:26:25: und Europa Technologie basierend auf unseren Werten, weil wichtig ist Technologie ist auch ein Ausdruck von Werten, weil gerade die denkende Technologie oder intelligente Technologie wie eine KI, da kann ich mir schon vorstellen, dass da einen Markt von vielen Milliarden Menschen sind, die auch eher Lust haben auf die Varianten, die wir so bevorzugen.

00:26:44: Absolut.

00:26:45: Und das bringt mich zu europäischer und digitaler Souveränität, die ja in aller Munde ist.

00:26:50: Also eben, wie können wir das?

00:26:54: Was wir hier machen, auch hier mehr einkaufen, die hier mitmischen im positiven Sinne regulieren mit so was wie Digital Markets Act und sozusagen im bürokratischen Sinne entlasten.

00:27:07: Wie gucken Sie auf das Thema europäische Souveränität?

00:27:10: Heißt das für Sie auch mehr by European als Strategie?

00:27:14: Das ist auch ein ganz wichtiger Teil meiner Arbeit.

00:27:17: Auch wenn ich mal die Arbeitszeit oder das Engagement allokiere auf die verschiedenen Themen, ist das schon ein wichtiger, wichtiger Teil.

00:27:27: Was heißt das ganz konkret?

00:27:29: Digitale Souveränität.

00:27:30: Wir arbeiten nach wie vor an den Regulierungsfragen auch mit der Europäischen Union.

00:27:35: Wenn es um Innovation geht, digitale Omnibus als Stichpunkt schöner anfangen, reicht natürlich nicht.

00:27:41: sind wir nach wie vor genauso aktiv unterwegs.

00:27:44: Vielleicht einmal erklärt Omnibus ist im Prinzip die Vereinfachung von ganz viel Regulierung.

00:27:50: Von Regulierung ist total nochmal ein Review-Prozess in Gänze, sich verschiedenen Acts anzugucken.

00:27:55: Da haben wir uns auch mit einigen Forderungen durchgesetzt, aber es muss sicherlich weitergehen.

00:28:00: Ich hatte gestern noch ein Gespräch mit dem italienischen Kollegen dazu und wir haben uns auch vereinbart, dass wir uns gemeinsam jetzt auch nochmal stärker Gehör verschaffen wollen.

00:28:09: Ich sage das deshalb, weil zu digitaler Souveränität ist eben auch die Innovationsfähigkeit durch.

00:28:13: Regulierung, gerade im technologischen Bereich, eine wichtige Voraussetzung.

00:28:17: Bei Rechenzentren passiert unglaublich viel.

00:28:20: Wir haben auch Begegnemungsverfahren schon beschleunigt und jetzt wird auch die Rechenzentrum-Strategie, die Katharina Reiche mit unserem Haus gemeinsam entwickelt hat, natürlich unter Einbildung auch andere Häuser.

00:28:32: Die werden wir dann auch formalisiert dann beschließen, aber wir arbeiten entlang der Linien bereits.

00:28:38: Natürlich ist auch Energieanschlüsse ein wichtiges Thema.

00:28:41: Da haben wir Dinge, die wir bearbeiten müssen.

00:28:44: Wir haben Cloud-Ausschreibung, auch vom Bund her, nicht nur an Arbeit, die laufen gerade.

00:28:51: Wir haben die Kriterien angepasst und wir haben tolle Anbieter, wie ich gehört habe, auch an deutscher und europäischer Seite.

00:28:58: Da gibt es natürlich separate Prozesse, die da laufen.

00:29:01: Und das ist natürlich auch mein Ziel, dass wir auf hervorragende Unternehmen aus Europa und aus Deutschland setzen, zunehmend.

00:29:09: Und wir haben natürlich bei Souveränität auch, weil der Staat hat natürlich auch viele Aufgaben, ist auch Kunde.

00:29:14: Wir haben ein Thema, was mich wirklich begeistert.

00:29:16: Und ich glaube, dass es ist, ich will es jetzt nicht zu hochhängen, aber es kann ein Durchbruchsjahr werden dafür.

00:29:23: Das Thema Automatisierung von Genehmigungsverfahren, von Fachverfahren.

00:29:28: Davon gibt es in Summe zwanzigtausend Stück im Land.

00:29:31: Wir haben es geschafft für die Klasse von Infrastruktur, Projekt Genehmigungen, die sind sehr komplex.

00:29:37: inklusive Vollständigkeitsprüfung, weil sie müssen mehrere Ordner prüfen, das mit agentischer KI zu automatisieren, nicht komplett, aber mit dem wichtigen Haltepunkt, wo der Mensch reingeht, aber es sind immer ein Achtzig, Fünfund Achtzig Prozent Beschleunigung.

00:29:50: Wir haben einen strukturierten Ansatz in einer Architektur gefunden, dass wir das Skalierungsfähig hinbekommen, indem wir Agenten bauen, die man dann zusammen, ich nenn es jetzt mal Flapsig stöpselt und daraus jedes Fachverfahren zusammenbauen kann.

00:30:06: Das wird dann auch auf einer souveränen Infrastruktur beim Bund, dem sogenannten Deutschland-Stack-Infrastruktur-Teil gehostet.

00:30:13: Da gibt es dann den Applications-Layer.

00:30:15: Das sind alles wichtige Elemente, die auch die digitale Souveränität weit erhöhen.

00:30:22: Wir setzen auch sehr stark auf offen Open Source und offene Standards, damit wir eine größere Community in Arbeit bekommen.

00:30:31: Das kann auch ein guter Differenzierer sein, wo wir unsere Kraft stärker entfalten können, da wo wir vielleicht nicht immer die Billionen an Geldern haben, aber dass wir unser Ökosystem anders befeuern.

00:30:45: Daran wird gearbeitet.

00:30:46: Ein letzter Satz dazu.

00:30:48: Beispielsweise haben wir eine Digitalpartnerschaft mit Kanada, nicht nur letztes Jahr unterschrieben.

00:30:53: Ich bin täglich im Austausch auch mit meinem Ministerkollegen, wöchentlich im Austausch mit meinem Ministerkollegen heute noch in Kanada, weil wir haben da ganz konkrete Projekte in Arbeit, wie wir auch Unternehmen zusammenbringen, wie wir vielleicht sogar auch im Foundational-Bereich mehr machen müssen als Nationen, bis hin natürlich zur Diffusion von KI über gentische KI über die Unternehmen.

00:31:16: Und da hat Kanada extrem viel anzubieten.

00:31:19: Na sehr gut, also man freut sich, also ich denke immer so was für ein Privileg in dieser Zeit zu leben und noch mitzuerleben, wie das alles so irgendwann da ist und kommt und einfacher wird.

00:31:31: Jetzt waren sie ja eigentlich die längste Zeit ihrer Karriere in der Wirtschaft, wenn sie jetzt so Zum Wirtschaft rüber gucken und zu Ihren Jahrzehnten da.

00:31:41: Was würden Sie sich so nach neun Monaten digitalministerium wünschen, dass Sie das mehr in die Politik und die Verwaltung rüberholen könnten?

00:31:47: Was ist in der Wirtschaft einfacher?

00:31:49: Es gibt natürlich viele Punkte.

00:31:50: Ich frage mich immer, jetzt könnte man da wieder eine halbe Stunde darüber philosophieren und wunderbare Worte finden, die das Problem beschreiben.

00:32:00: Aber was ist es konkret?

00:32:01: Wenn ich es versuche, auf einen Punkt zu bringen, was der im Design ... Der Hauptunterschied ist, an den wir, glaube ich, ran müssen.

00:32:12: Dann ist es folgendes erste Prinzip.

00:32:14: Es ist keine Rocket Science, aber es ist extrem wichtig.

00:32:17: Es gilt auch übrigens für Unternehmen.

00:32:19: Ist auch nicht in allen Unternehmen geregelt.

00:32:22: Und ich würde folgende These wagen, wenn Sie ein Unternehmen auch eine Krise haben und Sie gehen da rein, dann werden Sie eine unglaubliche Korrelation finden.

00:32:31: Vielleicht auch eine Kausalität, ich weiß es nicht.

00:32:33: Dass ein Unternehmen mit einer unglaublichen Krise, dass sie ein Accountability-Problem

00:32:37: haben.

00:32:39: Wer ist für was zuständig und

00:32:42: macht bis wann was?

00:32:45: Dadurch, dass wir natürlich sowohl in der Mehrstufigkeit mit Europa, je weiter weg sie sind, sie vom Kunden

00:32:50: das System.

00:32:52: Ministerien.

00:32:53: Verteilt Verantwortlichkeiten natürlich sehr, sehr, sehr stark.

00:32:57: Das macht es schwierig.

00:32:58: Kompromisse sind im politischen Prozess notwendig.

00:33:01: Wenn Sie aber auf einen neuen Kompromiss machen, wieder ein Kompromiss, entfernen Sie sich natürlich von, was wäre denn die beste Lösung?

00:33:08: Und das ist der, wenn ich auf eine Sache das Beziehe, Accountability haben wir, ich sage es sogar jetzt krass, ein Stück weit atomisiert.

00:33:18: Und das ist ein Problem.

00:33:19: Da müssen wir jetzt mit umgehen.

00:33:21: Da kann man auch mit umgehen, aber es ist natürlich, es ist ein bisschen zu weit gegangen, finde ich.

00:33:27: Und da wir selber uns so überlegt haben, kann man es ja vielleicht auch in Teilen zurückdrehen.

00:33:31: Also ich glaube, es wird ja nicht funktionieren zu sagen, alles bleibt wie es ist und in Zukunft sind wir wieder in allen Bereichen erfolgreich, sondern es ist sicherlich auch so eine Phase, in der man sich dann kritisch fragen muss, was haben wir vielleicht auch fehldesignt und welche Prozesse sind einfach nicht mehr tragfähig, um schnellere Entscheidungen zu treffen, die wir jetzt brauchen?

00:33:51: Das ist natürlich jetzt der Konstrukt dieses Hauses, das im Querschnitt arbeitet.

00:33:55: Natürlich der Versuch, wenn wir nicht an die Grundstruktur rankommen, das muss man auch mal als Befund, man muss nur ehrlich machen, da kriegen wir jetzt nicht so schnell hin.

00:34:03: Aber wenn man im Querschnitt arbeitet, halt diese Verfaserung dadurch überkommt, dass einer versucht es zusammenzubinden, auch wenn er nicht den eigentlichen, den toren, vollen Durchgriff hat.

00:34:13: Das geht nur über Nachstiefeln und Nahtnäckigkeit.

00:34:17: Und ich sage mal in der federalen Agenda.

00:34:19: Es ist so gewesen, dass wir in dieser Form einen solchen Fahrplan zwischen Ländern und Bund noch nie hatten und die Länder auch den Bund stärker getrieben haben.

00:34:29: Die hatten noch mal ein höheres Ambitionsniveau.

00:34:31: Ja, wir haben aufgesetzt auf der Modernisierungsagenda Bund.

00:34:34: Das heißt auch in der Zufländigkeitsteilung, ich sage mal jetzt kritischer Zerfaserung, Sehen wir auch, dass wir alle irgendwie zusammenkommen und es da schon mal gelingt.

00:34:46: Aber ich glaube, natürlich auch auf die EU betrachtet müssen wir, finde ich, ist das ein Designprinzip.

00:34:52: Das steht schon auf Dauer im Weg.

00:34:55: Vielleicht zum Abschluss.

00:34:56: Worauf freuen Sie sich?

00:34:58: zwanzig, sechsundzwanzig in Ihrem Bereich.

00:35:00: Wo haben Sie das Gefühl?

00:35:01: Sie haben ja eben schon gesagt, manche Themen werden durchbrechen, aber so.

00:35:06: Was macht Ihnen am meisten Freude?

00:35:09: in diesem Amt als Digital- und Staatsmodernisierer.

00:35:13: Also wir arbeiten ja sehr stark in Vinenzer Durchbruchsprojekte, Projekte, die wirklich Skalierfähigkeit haben.

00:35:19: Und wir haben, ich sage es jetzt mal, echt geile Projekte.

00:35:23: Und da geht echt was voran.

00:35:25: Wir haben auch Dinge, wo ich sage, boah, das hat jetzt noch nicht geklappt, müssen wir wieder umbauen oder arbeiten.

00:35:30: Wir haben

00:35:30: echt

00:35:31: coole Sachen.

00:35:34: Ich lasse bei mir.

00:35:36: Ich freue mich, freue mich, dass die Kolleginnen und Kollegen da auch so mitziehen und dass da so vieles passiert, über uns auch im Querschnitt, auch in anderen Häusern passiert viel.

00:35:43: Das machen wir nicht alles selber.

00:35:44: Also ich habe Verkehrsministerium genannt, Innenministerium, BMS und so weiter, aber da ist schon etwas in Bewegung.

00:35:51: Wir kriegen auch viel Unterstützung auch von außen, von der Wirtschaft.

00:35:55: Wir stoßen auf Begeisterungsfähigkeit.

00:35:57: Ich lasse bei mir selber die Freude noch so ein bisschen im Zaum, weil ... Wir müssen auch eine gesunde Paranoia haben.

00:36:06: Und ich besonders will das auch für mich halten.

00:36:09: Wie kriegen wir das noch schneller, noch mehr skaliert?

00:36:11: Das ist ein super Anfang.

00:36:13: Es bewegt sich was, aber das macht Lust auf mehr.

00:36:16: Und diese Dringlichkeit, die treibt mich um.

00:36:19: Sehr gut.

00:36:20: Also ich habe neulich den Satz hier im politischen Berlin gehört, dass das Digitalministerium eigentlich das einzige Ministerium ist, dem alle anderen Häuser.

00:36:28: Erfolg wünschen.

00:36:29: Und insofern hoffe ich, dass das so bleibt und dass da richtig dicke Bretter durch Bord werden.

00:36:36: Denn davon profitieren wir dann alle.

00:36:37: Vielen Dank, Herr Wildberger, für Ihre Zeit.

00:36:40: Ganz vielen Dank, Frau Pauster.

00:36:41: Und ich kann nur sagen, ich wünsche uns und unserem Haus auch viel Erfolg.

00:36:45: Und ich wünsche jedem anderen Haus auch den gleichen Erfolg.

00:36:48: Wir

00:36:49: sind hier ganz politically correct.

00:36:51: Den Spruch

00:36:52: wollte ich noch bringen.

00:36:53: Den ist

00:36:53: jetzt nicht nur ein Spruch,

00:36:54: aber das ist der Spirit.

00:36:55: Und ich danke Ihnen sehr.

00:36:57: Sehr gut, vielen Dank.

00:37:04: Ja, das war sie, meine schöne Solofolge und ich beneide ja die Menschen in der Politik und Verwaltung nicht.

00:37:14: Also was die da alles vor der Brust haben, was dafür Erwartungen auch von außen auf den Lasten wie komplex die Strukturen innen drin sind.

00:37:23: Also Hochachtung vor jedem und jeder, die das macht und vor allem vor Menschen, die aus der Wirtschaft da rein wechseln.

00:37:30: Das sollte es aus meiner Sicht noch viel, viel mehr geben.

00:37:33: Jetzt wünsche ich euch einen schönen Tag und bis

00:37:47: bald.

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