#176 Thesen und Trends für 2026 – Special mit Verena & Philipp

Shownotes

Politik, eine neue Partei, Generationengerechtigkeit, German Tech, Longevity – Philipp und Verena starten mit großen Thesen ins neue Jahr. Verena sieht die politische Mitte verwaist und stellt die Frage: Wie holen wir pragmatische Wähler und Wählerinnen zurück? Philipp fordert echte Generationengerechtigkeit – von Staatsfinanzen über Bildung bis Rente und Verteidigung – und hofft 2026 auf ein Aufbegehren der Jugend. Die Beiden diskutieren harte Social-Media-Regulierung ab 16, das mögliche German-Tech-Comeback und warum Longevity im Mainstream ankommen wird. Außerdem: 4-Tage-im-Büro – Wunsch oder Wirklichkeit? Und: Welche neuen Stars bringt 2026? Zum Schluss gibt’s Spaß, Musik – und Rap aus dem Elternalltag.

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Transkript anzeigen

00:00:07: Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch.

00:00:10: Heute drehen wir den Spieß hier mal um und ich darf diese schöne Solofolge anmoderieren.

00:00:15: Es ist eine große Ehre, dass ich bereits zum vierten Mal bei Fast & Curious zu Gast sein darf.

00:00:21: Jetzt freue ich mich auf Quality Time mit meiner Frau.

00:00:24: Liebe Verena, herzlich willkommen bei Fast & Curious.

00:00:28: Das finde ich sehr lustig, wie du das machst.

00:00:30: Das machst du sehr korrekt.

00:00:32: Wie so ein Tagesschau-Sprecher.

00:00:34: Guten Abend, meine Damen und Herren.

00:00:35: Ich begrüße Sie zur Tagesschau.

00:00:37: Ich habe auch kürzlich Ingo Zamparoni getroffen, da habe ich dem zugehört.

00:00:39: Ja,

00:00:39: das merkt man.

00:00:40: Aber ich freue mich, dass ich mal nicht anmoderieren muss.

00:00:43: Wie schön!

00:00:44: Ein frohes neues Jahr!

00:00:46: Ja, das wünscht ich dir auch.

00:00:47: Ja, das ist natürlich hier richtig schön, dass wir diese Neujahrsfolge jetzt zusammen aufnehmen.

00:00:52: Und es ist ja, müssen wir fairerweise sagen, jetzt erst der neunzwanzigste zwölfte und wir beamen uns aber heute schon mal so gedanklich ins neue Jahr.

00:01:01: Und Philly, was ich ja... um mal so reinzustarten, wie es gerade so ist.

00:01:06: Was ich ja gerade so schön finde, ist diese Ruhe.

00:01:11: Ich weiß nicht, ob es im Jahr, also ich weiß, dass es eigentlich nicht einmal im Jahr so eine Ruhe gibt wie zwischen diesen Tagen.

00:01:18: Er ist ja einer meiner großen Theorien, dass wir nur eine Kulturpause haben in Deutschland.

00:01:24: Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, die er den August noch haben, Frankreich, Schweden, Spanien, Portugal, ist das ja hier die einzige Zeit für uns Deutsche, in der ja wirklich geschäftlich gar nichts passiert.

00:01:34: Und das Ganze jetzt in diesem Jahr auch noch bei, wie ich finde, sehr schöner, klörender, kälter Fass.

00:01:38: Jeder Tag ist hier mit wirklich blauem Himmel gesegnet.

00:01:41: Und das gibt dem Ganzen noch so eine schöne Pausengefühl.

00:01:44: Ein

00:01:44: Pausengefühl, außer der eine Tag war nicht mit blauem Himmel gesegnet, als wir unsere Beschwiegereltern, deine Eltern und uns alle auf den Fernsehturm eingeladen haben.

00:01:53: Gesagt haben Kinder, jetzt geht's da mal hoch zum Frühstück und dann sehen wir ganz Berlin.

00:01:58: Das war der einzige Tag, wo kein blauer Himmel war.

00:02:01: Und wir stehen unten am Eingang, hatten ja die Tickets, hattest du ja schon vorgekauft.

00:02:04: Und der Herr am Eingang zeigte auf seinem Tablet, was die Sicht oben ist, nämlich wirklich gar nichts.

00:02:09: Und der hatte auch recht, das war auch null Sicht.

00:02:11: Und dann fragte ich, so können wir es eigentlich noch umbuchen und morgen wiederkommen.

00:02:14: Wir wussten das am Vorgeltag, sehr gutes Wetter sein würde.

00:02:16: Und Execution Verena sagt aber nein, wir stehen jetzt hier in der Schlange, wir gehen jetzt hoch.

00:02:20: Ne,

00:02:21: das hatte nichts mit Execution Verena zu tun, sondern mit Teenager-Mutter Verena, die ihr Glück nicht fassen konnte, dass sie drei Teenager um zehn Uhr dreißig vor diesen Fernsehturm gekriegt hatte und wusste, das kriegt sie nicht normal hin.

00:02:34: Das war der Hintergrund.

00:02:36: Diese ganzen so

00:02:37: halbverschlaffende Dude.

00:02:39: Wir sahen gar nichts so aus wie Milchglas da oben.

00:02:41: Aber was ja das Schöne ist, ich mein du haderst ja immer so ein bisschen mit dieser Stadt, mit dieser wunderschönen Stadt Berlin, aber nicht zwischen diesen Tagen, richtig?

00:02:50: Nee, da mag ich Berlin sehr.

00:02:51: Man kommt mit dem Auto überall ratzfahrt hin.

00:02:53: Wir haben gestern Tennis gespielt.

00:02:54: Wir waren, glaube ich, so schnell am Tennisplatz wie noch nie.

00:02:57: Und es gibt keine Staus.

00:02:59: Also ich bin immer, ich mag Berlin sehr um zu dieser Zeit.

00:03:01: Es ist eigentlich fast ein Grund, nie zu verreisen, um aufzutanken für den Rest des Jahres.

00:03:05: Es ist echt so, es ist auch so sauber, weil irgendwie keiner da ist, der es dreckig machen kann, also bis dann Silvester kommt, dann versinkt die Stadt im Müll.

00:03:13: Aber jetzt gerade hat es so ein bisschen was von Heiler Welt, die man ja hier selten erlebt.

00:03:17: Und auch

00:03:18: sehr viele internationale Touristen, also die einzigen Menschen, die man in den Straßen trifft, sind amerikanische und Asiatische.

00:03:23: Touristen.

00:03:23: Das stimmt.

00:03:24: Die sind zu hauf da, als wir da um die Museumsinsel rumgewandert sind.

00:03:27: Da haben wir uns da dicht an dicht mit denen bewegt.

00:03:30: Aber ich liebe ja auch so unsere Rituale.

00:03:32: Also von Dü und Raglett immer am Heiligabend.

00:03:36: Muss dann natürlich auch dieses Jahr wieder sein.

00:03:37: Auch beides.

00:03:38: Ganz wichtig, ne?

00:03:39: Genau, beides muss man kurz mal drauf eingehen.

00:03:42: Ich habe mich vor ein paar Jahren gefragt, warum wir eigentlich immer beides machen.

00:03:44: Das ist ein bisschen Überfluss zum Quadrat.

00:03:46: Aber seit einigen Jahren machen wir beides.

00:03:48: Ja,

00:03:49: ich kann dir sagen, warum wir das machen, weil ihr so viel äst.

00:03:52: Ihr würdet Einfach gar nicht schnell genug zur Nahrungsaufnahme kommen,

00:03:56: wenn

00:03:57: ihr immer warten müsstet, bis eben von Dütopf das Fleisch irgendwie gar ist.

00:04:01: Deswegen fahrt ihr parallel auf den beiden Stationen.

00:04:04: Das ist der Grund.

00:04:05: Ich kann mir vorstellen, dass wir nächstes Jahr nur noch Raklet machen, weil wir alle dieses Jahr den Feuerstein.

00:04:10: Also oben auf dem Heraklert entdeckt haben, dass das Fleisch dort eigentlich viel besser schmeckt.

00:04:13: Und man kann das Fleisch auch marinieren, vorher, was man bei von Dünig kann.

00:04:18: Siehst

00:04:18: du?

00:04:18: Also das sind die großen Fragen, die wir uns so gestellt haben.

00:04:21: Dann, was haben wir noch gemacht?

00:04:22: Jeden Tag Sauna.

00:04:24: Ich bin ganz stolz, dass ich dich da jeden Tag reinkriege.

00:04:25: Ich bin

00:04:26: oft dabei, ja.

00:04:26: Ja.

00:04:27: Ja, pass immer.

00:04:27: Musste

00:04:28: ehrlich sein, ohne mich würdest du gar nicht gehen.

00:04:30: Nee, null.

00:04:31: Ja.

00:04:31: Weißt du aber, wie gesund das ist.

00:04:33: Weißt du, wie gesund das ist, ja?

00:04:34: Das

00:04:35: ist ein rationaler Vorgang bei mir, ein Genussvorgang.

00:04:37: Total emotionaler Vorgang bei mir.

00:04:39: Dann, was noch, Völkchen, unser interner Begriff für wir suchten eine Serie, was wir nie machen.

00:04:49: Aber wenn wir dann mal wieder drauf sind und dann immer so um ein, zwanzig Uhr sagt der eine so zum anderen, Völkchen, also das ist so eng.

00:04:56: Man

00:04:56: muss sprachlich erklären, also Völkchen, die Verniedlichung des Begriffsfolge und Folge, weil... unsere kleinste über Jahre bis heute.

00:05:05: Das ist Ihr Begriff für alles, was auf einem Bildschirm ist, wo man aufdrücken kann.

00:05:09: Das ist eine Folge.

00:05:09: Ist eine Folge und folglich ist es für uns ein Völkchen.

00:05:13: Und dann so mit so einer kindlichen Vorfreude um zwanzig Uhr Kopfschrungen ins Bett und Völkchen gucken, ist für mich ein Inbegriff dieser Weihnachtstage.

00:05:22: Und dann, Philippi, wie gut kam unser Geschenk PlayStation fünf für zwei Wochen an?

00:05:28: Musste mal sagen.

00:05:30: Ja.

00:05:31: Die Flodders lassen grüßen.

00:05:33: Aber

00:05:34: sowas von.

00:05:35: Aber die beste Beschreibung der Überraschung war, als unser ältester gesagt hat, seid ihr wirklich unsere Eltern oder seid ihr so zwei Alien, die das hier gerade schenken?

00:05:44: Weil es so unvorstellbar war, nachdem sich das wahrscheinlich in so mit zehn Jahre gewünscht hatten.

00:05:49: Die haben

00:05:49: uns angeguckt.

00:05:50: Vor vielen Jahren aufgegeben.

00:05:51: Die haben

00:05:51: uns angeguckt, als ob das eine Attrappe wäre, wo gleich irgendwie so ein Clown raus springt und Edgy Badge sagt.

00:05:58: Weißt du, warum ich so positiv belege?

00:06:00: Weil ich weiß, die ist in einer Woche wieder weg.

00:06:02: Das heißt, ich muss mir jetzt keine Langfristsorgen machen.

00:06:05: Und was ja schon irre ist, wie so ein Gerät eint.

00:06:09: Plötzlich rennen die drei da hoch und sind beste Freunde und Brüder.

00:06:14: Und wir machen alles zusammen.

00:06:16: Und so ist es schon ein bisschen verrückt.

00:06:18: Ich habe gestern auch mal erst ein Spiel gespielt.

00:06:19: Ich habe bei der NBA IIK runtergeladen.

00:06:21: Das beste Basketballspiel.

00:06:23: Nee, es ist so schwer.

00:06:25: Man muss so viele Knöpfe gleichzeitig verstehen.

00:06:27: Also das ist... Also ich verstehe, dass man da richtig gut dringend deinem Keim als echt schwer ist.

00:06:32: Also dann kannst du so jetzt zurück auf X und dann passiert das.

00:06:34: Und dann passe ich zu diesem... Ich habe das ja vor, es muss ich rechnen, die ersten Ausgabe wahrscheinlich gespielt auf der Nintendo, die ein Freund für mich hatte.

00:06:44: Auch da war es schon schwer, aber es ist jetzt noch viel schwerer geworden, meine Herren.

00:06:48: Das heißt, Basketball im echten Leben können übersetzt sich nicht in... Playstation fünf.

00:06:54: Leider nicht.

00:06:55: Die Grundverständnis wahrscheinlich schon, aber ich habe sehr klar verlogen es dann.

00:06:59: Ja, okay.

00:07:00: Ja, und was ja dann noch mein absolutes Highlight ist, ist, dass ich ja am zwanzigsten zwölften WhatsApp von meinem Handy gelöscht habe.

00:07:08: Was dazu führt, dass ich jetzt ganz viel Nachricht bekomme.

00:07:10: Wissen, dass deine Frau offline ist, könntest du bitte sagen das?

00:07:14: Das freut mich sehr, weil das krieg ich ja nicht mit.

00:07:16: Und was wirklich irre ist, es ist ja eh schon so ruhig, aber ich fühl mich, als ob ich komplett von der Außenwelt abgeschnitten wäre.

00:07:23: Als würde ich auf so einer kleinen Insel in Watte gepackt leben mit meiner kleinen Familie und alle müssten Rauchzeichen senden, wenn sie zu mir Kontakt aufnehmen wollen.

00:07:33: Mindestens Rauchzeichen und mein Vater erzählt ja gerade, dass die Preußen schon dieses visuelle Morsen hatten.

00:07:39: Das muss man machen

00:07:40: mit mir.

00:07:40: Das bräuchte man jetzt bei dir auch.

00:07:43: Und bist du neidisch?

00:07:44: Äh, nee, da ich ja nicht so ein Suchti bin wie du an dieser Stelle, bin ich da null und weidig.

00:07:47: Ich hab das ja immer im Griff.

00:07:49: Hä?

00:07:49: Ich bin überhaupt kein Suchti, sondern die Menschen beschießen mich mit Nachrichten.

00:07:54: Ist ja so ein bisschen so, wie wenn ich zu dir sagen würde, jetzt hab ich mir zwei Mal heute kein Alkohol getrunken, bist du neidisch?

00:07:58: Nee, da würde ich sagen, nee, weil ich ja nicht so ein Suchti bin wie du.

00:08:01: Siehst du?

00:08:02: Und so ist es bei Social Media und WhatsApp andersrum.

00:08:04: Das

00:08:05: ist eine totale Frechheit, weil es überhaupt nicht so.

00:08:08: Aber ist okay, dass du das so bewertest.

00:08:10: Ich glaube, der Night spricht aus dir, weil du da abends immer sitzt und die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sagt, oh Gott, habe ich schon wieder viele Nachrichten.

00:08:18: Das stimmt.

00:08:19: Das stimmt.

00:08:20: WhatsApp ist eine absolute Pest.

00:08:21: Lass uns da einsteigen.

00:08:23: Aber wirklich, weil ich es ja auch historisch immer wenig genutzt habe.

00:08:26: Und jetzt irgendwie hat es jetzt bei mir auch ein bisschen geholft.

00:08:28: Ich habe es ja immer gut weg ignoriert.

00:08:30: Aber es ist ja ein Riesenunterschied zu E-Mail.

00:08:32: Du kannst locker jetzt über Tage keine E-Mail schreiben, finde ich es kulturell total akzeptiert.

00:08:37: Wenn mir jetzt jemand schreibt gestern oder vorgestern, das dann einfach nicht zu beantworten und erst, keine Ahnung, im neun Jahr, fünften Ersten war noch immer.

00:08:44: Aber Whatsapp ist das, glaube ich, kulturell nicht zu akzeptieren.

00:08:47: Das ist eigentlich total...

00:08:48: Nee, Whatsapp hat die Erwartung, dass du mal mindestens innerhalb von vierundzwanzig Stunden, wenn nicht geschnell... Oder

00:08:53: wir empfinden das nur so.

00:08:54: Oder wir empfinden das nur so.

00:08:55: Vielleicht liegt es an uns.

00:08:57: Nee, irgendwie denke ich, also vielleicht stimmt.

00:08:59: Vielleicht könnte man auch erst nach fünf Tagen antworten, aber irgendwie ist es ja ein schnelles Medium.

00:09:04: Also...

00:09:05: Ja, aber rein technisch gesehen ist ja eine E-Mail genau so schnell.

00:09:08: Ja, das stimmt.

00:09:09: Ich weiß auch nicht.

00:09:10: Ich hab bei WhatsApp immer das Gefühl, bei einer E-Mail hab ich das Gefühl, wenn jemand eine E-Mail schreibt, dann setzt er sich im übertragenen Sinne in deinem Büro vor dich und sagt, antworte mir bitte, wenn du in diesem Büro sitzt.

00:09:22: Bei WhatsApp hab ich das Gefühl, der steht bei dir im Schlafzimmer, wenn der schreibt.

00:09:26: Du bist jetzt hier gerade sehr in den Achtzehren sozialisiert.

00:09:28: Sprich dann auch kurz mit deiner Vorzimmerdame.

00:09:31: Nein, aber ich hab bei WhatsApp das Gefühl,

00:09:33: der steht direkt ... Können wir Frau Paus da einen Termin haben?

00:09:35: Nein, das nicht, aber du hast so eine ... Erwartungshaltung aus, das ist okay, wenn du das nächste Mal den beruflichen Kontext betrittst, dann hätte ich gerne Antwort.

00:09:44: Und bei WhatsApp steht der neben deinem Bett im Schlafzimmer und tippt dich so an, wenn deine Nachricht schreibt.

00:09:49: So ist mein Gefühl.

00:09:50: Der dringt so in dein innerstes vor.

00:09:52: Naja,

00:09:52: ich glaube, die E-Mail ist schon zu fast, mit Joy, sagen wir mal, bei ninety-fünf Prozent ein berufliches Medium.

00:09:59: Klar gibt es auch private E-Mails, aber das allermeiste ist schon geschäftlich.

00:10:03: Und WhatsApp ist halt blendet, das heißt, du hast eigentlich deine private Höflichkeit vermixst sich mit der geschäftlichen Verhalten halt.

00:10:12: Naja, wie dem auch sei, ich hab das alles aus und lebe damit ganz herrlich und lebe auch herrlich damit, dass du jeden Abend kochst.

00:10:19: Also ich hab mir jetzt eigentlich so das perfekte Leben gebacken.

00:10:22: Aus, es ist ruhig, es ist sauber, ich bin nicht erreichbar und mein Mann kocht.

00:10:28: Führt dazu, dass ich ein bisschen zugenommen habe.

00:10:30: Ich dachte, du sagst, Führt dazu, dass du ein bisschen zugenommen hast.

00:10:34: Hast eine absolute Frechheit.

00:10:36: Nein, ich.

00:10:37: Aber es geht auch wieder weg.

00:10:40: Ja, geht auch wieder weg und ist auch okay.

00:10:42: Gehört dazu.

00:10:43: Ja, was machen wir heute, Philly?

00:10:45: Also, wir haben ja so die Community befragt vor Weihnachten.

00:10:50: Was habt ihr denn so für Fragen an uns?

00:10:52: Und da kam wirklich wahnsinnig viel und ehrlich gesagt sehr, sehr, sehr viel Fragen zu Ehe, Beziehung, Liebe.

00:11:00: Wie hält man sie frisch?

00:11:01: Wie macht man es mit Kindern?

00:11:02: Wie geht das mit Patchwork und was nicht alles?

00:11:05: Und das sind auch wirklich total legitime Fragen und die werden wir hier auch in Zukunft bestimmt nochmal beantworten.

00:11:11: Denn wenn du ja schon zum vierten Mal da bist, kannst du auch irgendwann zum fünften Mal kommen, ja?

00:11:14: Also ist der Ruf erst ruiniert, dann kann man Philipp Hausser auch nochmal bringen.

00:11:19: Aber Wir haben gedacht, nee, du kannst nicht in so einer Neujahrsfolge... nicht ja automatisch auf das kommende Jahr blicken und sagen, was kommt denn da?

00:11:30: Welcher Trend verstärkt sich?

00:11:32: Welches Thema wird groß?

00:11:34: Welche Thesen und Hypothesen haben wir für dieses neue Jahr?

00:11:38: Und was ja wirklich Teil unseres Lebens ist, ist, dass wir diese Dinge immer miteinander diskutieren, als wären wir so in unserer kleinen Mini-Talkshow des Lebens.

00:11:47: Also wo keiner zuguckt.

00:11:49: Ja, ich empfinde mal Silvester als eine stärkere Zäsur und mal auch gar nicht.

00:11:54: Also CSU ist wahrscheinlich eh zu groß, aber sagen wir mal ein einflussreiches Datum, welches mich zum Nachdenken bringt.

00:12:00: Und ich glaube dieses Jahr würde ich sagen, es ist eher Richtung, es macht was mit mir und läuft nicht so an mir vorbei.

00:12:07: Vielleicht liegt es auch daran, dass wir jetzt hier so innehalten.

00:12:09: eben auch nicht verreisen.

00:12:11: Aber ich glaube, es liegt auch schon an dem Jahr XXV, in dem einfach auch viel gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich passiert ist.

00:12:19: Und ich glaube, es gibt eine Menge von Themen, wobei an einem Scheidepunkt stehen oder vielleicht kurz vor einem Scheidepunkt stehen oder auch, wenn man nicht bald mal einen Scheidepunkt erreichen ist, auch nicht so gut wäre.

00:12:28: Also, dass wir dann höhere Dynamik kommen.

00:12:31: Deswegen ist es, glaube ich, unser beider Anliegen dann gewesen oder unsere Emotionen gewesen, als wir auch die ganzen Fragen gesehen haben, dass es sich für uns besser anfühlt, wenn wir etwas gesellschaftlich bleiben, mit bisschen mehr Makro bleiben und nicht Mikrol nur über uns reden.

00:12:47: Ja.

00:12:47: Genau, weil es hat auch ein bisschen so eine Überhöhung über sich zu reden.

00:12:51: Das habe ich so gemerkt, als ich so in die Fragen reingegangen bin und dann überlegt habe, wir beide reden eine Stunde darüber, warum unsere Ehe so toll ist, hat so ein bisschen so eine, guck mal, wie toll wir das machen und dann hätten wir uns sicherlich so ein paar Sachen ausgedacht.

00:13:04: oder ein paar Sachen sind ja auch, natürlich streitet sich mal und so, aber irgendwie fühlte sich das nicht richtig an.

00:13:10: und deswegen haben wir jetzt uns überlegt, jeder darf abwechselnd immer eine These Formulieren ein Thema aufmachen und dann diskutieren wir das.

00:13:20: Für

00:13:20: das Jahr sechsundzwanzig.

00:13:21: Für

00:13:21: das Jahr sechsundzwanzig, genau.

00:13:23: Und ich kann ja mal anfangen und reinspringen.

00:13:26: Also meine erste These, die ich aktuell schon sehe und von der ich glaube, dass sie sich noch verstärken wird, ist die politische Mitte liegt brach.

00:13:35: Und das wird sich zwanzig, sechsundzwanzig noch weiter verstärken.

00:13:39: So und vielleicht mal so ein bisschen da rein.

00:13:40: Was meine ich damit?

00:13:41: Also, du hast.

00:13:44: Wenn du jetzt mal die Parteien durchgehst und politische Mitte definierst als pragmatisch, modern, vernünftig, wie könnte man es noch nennen?

00:13:56: Also so gemäßigt, unaufgeregt.

00:14:01: Also einfach so entlang der Lebensrealität der Menschen und da mit einem gesunden Mittelmaß.

00:14:08: Ich würde sagen, die politische Mitte hat sich schon historisch deutlich ausgezeichnet, dass sie versucht hat, der ganzen Bevölkerung.

00:14:14: Genau.

00:14:15: für idealerweise die ganze Bevölkerung gute Politik zu haben.

00:14:17: Genau, ein möglichst großen Querschnitt, eine möglichst große Gruppe an Menschen ansprechen.

00:14:22: So wenn man das mal als politische Mitte bezeichnet und sich dann mal anguckt, wem wir so haben.

00:14:26: Also die FDP hat sich aus dem Bundestag verabschiedet und war auch schon vorher nicht mehr die politische Mitte und hat also vorher schon nicht mehr die politische Mitte repräsentiert.

00:14:36: Das hat man an den niedrigen Zustimmungsraten gesehen, aber auch daran,

00:14:40: wie sie... Eine Verengung des Brutens.

00:14:42: Programmatisch verengungen, auf ganz wenige Sachfragen.

00:14:44: Genau.

00:14:45: Und da sie sich nicht zum ersten Mal in den letzten zwanzig Jahren aus dem Bundestag verabschiedet hat, hat dieser Abschied auch nichts Reinigendes.

00:14:55: Also ich weiß noch ganz genau, wie sie aus dem Bundestag flog und das ein sehr reinigender Prozess war, weil dann gab es so eine Arbeitsgruppe, Netzwerkliberale, Agenda, wo sich ganz viele Menschen Gedanken gemacht haben.

00:15:09: Wie stellt man die FDP jetzt neu auf?

00:15:11: Wo hat sie ihren Markenkern verloren?

00:15:13: Wie muss sie sich wieder neu zuschneiden?

00:15:16: Und da war richtig viel Energie im Raum.

00:15:18: Also da ging es auch wirklich darum, zu sagen, diese Partei braucht es und die muss jetzt irgendwie besser und größer und relevanter wiederkommen.

00:15:27: Das sehe ich diesmal nicht.

00:15:29: Also... Dass die das Comeback schafft, also ich lass mich eines Besseren belehren?

00:15:34: Glaub ich auch nicht, weil eben aufgrund der programmatischen Verhöhung der letzten vielen Jahre ist ja sozusagen auch die Followership nicht mehr so breit und die so ein tiefes Interesse an der Politik haben, sind halt einfach nur noch ein ganz kleiner Teil der Gesellschaft.

00:15:48: und auch irgendwie, wenn man es jetzt mit einem Markt ganz normal vergleichen würde, wenn es ein Produkt einfach die nächste S-Curve nicht geschafft hat, dann ist es auch irgendwann weg.

00:15:56: Und ich glaube, die Partei, die FDP ist ein schönes Beispiel dafür.

00:15:59: Einfach die nächste Product-S-Curve nicht geschafft, wollte sie nicht schaffen.

00:16:03: Und dann wird es auch irgendwann rausgefaded, das Produkt.

00:16:06: Genau, dann die Grünen.

00:16:08: haben es thematisch natürlich gerade schwer.

00:16:10: Klimaschutz hat keine Priorität gerät unter die Räder zu Unrecht.

00:16:13: Also ist aus meiner Sicht absolut falsch, dass dieses Thema keine Dringlichkeit hat oder eher wieder so ein bisschen zurückgefahren wird.

00:16:23: Aber das ist nun mal ihr Markenkern und damit ist das erst mal nicht so relevant.

00:16:27: Jetzt könntest du sagen, das könnte ja aber für die Menschen der politischen Mitte immer noch total relevant sein.

00:16:32: Und dafür bewegt sich.

00:16:34: aus meiner Sicht bewegen sich die Grünen aber gerade erstens zu sehr.

00:16:37: nach links und Themen, die sie eigentlich hatten, wie die Schuldenbremse aufheben oder lockern, wurden von CDU und SPD gekörpert.

00:16:46: Und es fehlt eben so jemand wie Habeck, der sehr die politische Mitte auch verkörpert hat.

00:16:52: Also Franziska Brandner tut das auch, aber die hat natürlich nicht die gleiche mediale Strahlkraft, die ein Habeck hatte.

00:16:58: Auch eine Berbock war eher politische Mitte und irgendwie sind Die Akteure, die jetzt da sind, gehen eher ans linke, sozusagen in die linkere Ecke der politischen Mitte, als dass sie in die Mitte rücken, ist meine Wahrnehmung.

00:17:13: Ich

00:17:13: glaube, im Auftreten auf jeden Fall, im Gesagten, nicht notwendigerweise, ich erinnere dich da an die Tage rund um die Wahl zur Zweidrittelmehrheit für das aufhebende Schuldenbremse.

00:17:23: Total.

00:17:25: Da haben die Grünen genau das vorher gesehen, was jetzt passiert, nämlich Verschiebebahnhof.

00:17:30: Also jeder im politischen Berlin gibt es sehr offen zu, dass natürlich da jetzt ein Verschiebebahnhof entstanden ist und dass eben nur ein gewisser Teil wirklich in Investitionen landet und ein größerer Teil einfach nur Löcher stopft und der Politik weitere Zeit kauft.

00:17:43: Und genau das haben sie vorher gesehen.

00:17:44: Da waren sie super stark rund um den Februar-März.

00:17:50: Ist es so ein bisschen zerfasert und eher...

00:17:52: Ich glaube, Sie können damit nicht punkten.

00:17:54: Das ist das Dilemma.

00:17:54: Das Dilemma ist, dass eine, wenn eine historisch linke Partei kein Führungspersonal hat, welches prominent genug ist A und B für eben eine verbürgerliche Sierung der Partei steht.

00:18:06: Dann kannst du sagen, was du willst.

00:18:08: Wenn das die Führungspunkte einfach nicht verkörpert, dann kommen die Messen zu sich durch, glaube ich.

00:18:12: So, das gilt natürlich besonders auch für die SPD nicht durchkommen.

00:18:15: Also die hätte aus meiner Sicht so sehr Zeit gebraucht, sich personell neu aufzustellen und ihren Markenkehren neu zu definieren, sich zurückzufinden.

00:18:24: Ich weiß nicht, wie viele Jahrzehnte die jetzt schon regieren.

00:18:28: Naja, durch kann ich dir sagen, durchgängig seit achtundneunzig, achtundneunzig wurde cool abgewählt.

00:18:34: Und dann gab es einmal die schwarz-gelbe Koalition unter Merkel-Rößler und

00:18:39: das waren

00:18:40: vier Jahre.

00:18:40: Ja, ja, es ist so

00:18:41: wahnsinn.

00:18:42: Seit eintneunzig,

00:18:44: permanent durch.

00:18:45: kann es jetzt für die CDU einen ähnlichen Case machen.

00:18:48: Aber die ist jetzt zumindest natürlich die letzten vier Jahre mal einmal rausgeflogen aus der Regierung und musste sich irgendwie ein bisschen neu definieren.

00:18:55: Inwiefern das geglückt ist, können wir gleich diskutieren.

00:18:58: Aber also SPD hatte aus meiner Sicht, hätte mal so ein Update wieder gebraucht oder so eine Rückbesinnung oder so eine Schärfung ihres Profils.

00:19:06: Das hat nicht stattgefunden.

00:19:09: Die SPD driftet eher nach links, weg von der Mitte, schlingert.

00:19:13: Man kann sie eigentlich gar nicht richtig verorten.

00:19:16: Also spricht auf jeden Fall nicht für die breite bürgerliche Mitte.

00:19:21: Ja, das ist leider dramatisch, denn die alte SPD zu Willy Brandt, Schmidt und Schröderzeiten.

00:19:28: hat immer die Fähigkeit gehabt, auch die Starken der Gesellschaft anzusprechen.

00:19:32: Und auch für einen Teil der Starken war es normal, die SPD zu wählen, einfach weil

00:19:38: sie der

00:19:38: Meinung waren.

00:19:40: Na ja, wirtschaftlich auch stark.

00:19:42: Also es ist eben keine... Nicht nur Arbeitgeber-Service, sondern kann es auch ein Top-Arbeitnehmer sein und kann es einfach sagen, kann es auch ein Banker sein.

00:19:50: Also ich meine, Jörg Cookies hat ein SPD-Parteibuch und ich bezweifle, dass ein Jörg Cookies heute, also sozusagen der heutige, fünfundzwanzigjährige Jörg Cookies oder auch noch mehr damals in die Partei eingetreten ist, heute in die SPD eintreten würde.

00:20:03: Das heißt, die Partei war einfach viel, viel breiter früher.

00:20:06: Ich meine, Schröder hat so Sätze geprägt, wie, dass natürlich Arbeit die Grundlage für vieles sein musste, für Aufstieg für auch eine Form von Selbstbestimmung.

00:20:14: Und ich glaube, davon ist die SPD heute sehr weit entfernt.

00:20:17: Genau, so.

00:20:17: Und die CDU rückt auch aus der Mitte weg nach rechts, weil sie denkt, dass sie damit der AfD irgendwie beikommen kann.

00:20:24: So, das heißt, auch die Spricht nicht, siehst du auch an den Zustimmungsraten, siehst du auch an der Art und Weise, wie sie Themen setzt, spricht nicht die breite bürgerliche Mitte an.

00:20:35: Die AfD ist eh rechts, die Linken sind eh links.

00:20:38: So, und wozu führt das aus meiner Sicht, dass, wenn da die Mitte so brach liegt, dass Menschen, die sich in der Mitte verorten, und das sollten idealerweise viele sein, und die eben, genau wie ich eben gerade gesagt habe, so eine pragmatische, moderne, vernünftige, unaufgeregte Sicht auf die Dinge haben, keine politische Heimat haben.

00:20:56: Und wozu wird das führen?

00:20:59: Zu niedriger Wahlbeteiligung, weil man sagt, ich weiß überhaupt nicht, wen ich wählen soll.

00:21:03: Und ja, ich weiß nicht, wählen ist blöd, aber bevor ich jetzt hier irgendwem extrem oder auch nicht extrem wähle, wo ich mich nicht wirklich verorten kann, lass ich es lieber.

00:21:12: Oder so zu resignieren, abwenden, ist doch eigentlich egal.

00:21:20: Und das ist natürlich echt schlecht für eine Demokratie, wenn eine große bürgerliche Mehrheit und das merkst du ja gerade in jedem Gespräch so ein bisschen sagt, poch, es ist doch eigentlich eh egal, wer da irgendwie mitmacht, weil das ist doch alles irgendwie nicht mehr entlang meiner Lebensrealität.

00:21:38: Ja, und ich möchte noch reinschmeißen, wenn man einfach jetzt mal festhält wird, dass wir in einer Zeit leben, die wahrscheinlich massive Umbrüche erlebt und wenn ich das jetzt mal vergleiche mit einem wirtschaftlichen Markt.

00:21:50: dann ist es extrem unwahrscheinlich, dass Zeiten von extremen Umbrüchtveränderungen, die in Kampens, also die alteingesessenen, weiter erfolgreich sein werden.

00:21:59: Den Wandel voran führen werden, ja.

00:22:01: Und das ist für uns in der Wirtschaft okay, also auch nicht ganz okay für viele, weil natürlich das dann eine Veränderung der Arbeitsplätzestruktur oft bedeutet, dass Menschen in andere Brüfe und Berufsrollen reinkommen müssen.

00:22:17: Aber in der Politik mag das hochdramatisch sein.

00:22:20: Wenn die Inkumbens, also die Alteingesessenen, es nicht schaffen, sich zu modernisieren und eben Antworten für die Zukunft zu finden, dann kann es gefährlich werden.

00:22:30: Und ich glaube, wir sind in so einer Phase, in der, du hast ja eben jetzt die vier Alteingesessenparteien beschrieben, alle vier wirklich heftige Probleme haben.

00:22:39: eben die richtigen Antworten und auch den richtigen Mut für die Zukunft zu finden.

00:22:42: So, und weil du jetzt grad sagst, wie wär's in der Wirtschaft so?

00:22:45: Und in der Wirtschaft wäre ja jetzt spätestens der Moment, wo ein Start-up die Bühne betreten würde und sagen würde, so die Incumbens haben irgendwie nicht mehr die Antworten.

00:22:54: trotzdem wollen wir alle, dass es weitergeht.

00:22:56: Und ja, liegt doch jetzt eine riesen Chance.

00:22:59: Und das finde ich spannend, was da passieren wird, wird es eine neue Partei geben, der Mitte, die aus einer Chance mit einem positiven Narrativ herausgegründet wird, weil BSW, aber auch AfD in den letzten Jahren und jetzt ja schon Jahrzehnten, sind natürlich aufgrund eines negativen Narrativs da reingekommen.

00:23:22: Und

00:23:22: an den Rändern, ne?

00:23:24: Die Frage ist ja, ob an den Rändern gründen echte Disruption ist oder ob das nicht tatsächlich nur eine Abfischen ist.

00:23:32: Es ist ja eben kein echtes Präsentieren von Lösungen, sondern es ist eben weitestgehend ein Spielen mit der sehr verständlichen Frustrationen der Bürger.

00:23:40: Ja, genau.

00:23:41: Es ist wie so ein Sammelbecken für Frustrierte.

00:23:43: Und jetzt

00:23:44: will ich... Das klingt ja so negativ.

00:23:46: Das habe ich ja bewusst gesagt, ein verständliches

00:23:49: Frustriertein

00:23:49: der Bürger.

00:23:51: So, und die Frage ist, gibt es eine Chance, in der Mitte entweder eine neue Partei zu gründen oder eine der bestehenden Parteien, und da kann man natürlich auch Parteien wie Wollt oder

00:24:01: so, zu kapern.

00:24:02: Wir wollten als Studenten die FDP in Berlin kapern und gar nicht so sehr, weil wir siebenneunzig der FDP nahe standen.

00:24:07: Das waren die Studentenproteste damals hier, als sie in Berlin studierte, sondern weil wir feststellten, dass sie nur wenige Tausende, ich glaube es waren zweitausende Mitglieder hatte und es natürlich ein leichtes gewesen wäre, für Studenten mehr als zweitausende Menschen zumzubringen.

00:24:20: Wir haben es dann aber doch nicht gemacht.

00:24:21: Genau.

00:24:22: Aber das ist die eine Chance, dass man in eher kleine Parteien reingeht und da mit einer großen Anzahl von neuen Mitgliedern und die dann programmatisch in die Mitte dreht, sofern das möglich ist.

00:24:32: Das klingt jetzt so einfach.

00:24:33: Ich meine, da will ich mir die Beharungskräfte gar nicht vorstellen in so einer Partei, derer, die da schon lange sind oder ob man es neu gründet.

00:24:41: Und da bin ich zwanzig, sechs und zwanzig gespannt.

00:24:44: Ich glaube, wir werden da.

00:24:47: Also wir werden da auf jeden Fall zarte Flänzchen sehen.

00:24:50: und die Frage wird aber sein, kommt sieben, zwanzig oder achtundzwanzig mit so einem Bang eine neue Partei, weil das ja nicht nur uns auffällt, was wir hier beschreiben, sondern vielen.

00:25:02: Naja, ich denke jetzt gerade in so ein Pitch Deck erneut, wenn man das jetzt wieder mit einem wirtschaftlichen Markt vergleicht, dann würde jetzt ein Team sich finden, ein Pitch Deck machen und auf wenigen Folien beschreiben, was die, also auf einer Folie sogar meistens, was die Opportunity ist, was ist hier die Chance, die Möglichkeit.

00:25:17: Und ich glaube, dies relativ leicht zu beschreiben, diese Chance und die Möglichkeit.

00:25:20: Jetzt ist es organisatorisch erstmal deutlich

00:25:24: schwierig,

00:25:25: genau, weil es natürlich regulierter ist.

00:25:27: Es ist ein hoch regulierter Bereich, über dem wir sprechen.

00:25:29: Kannst du nicht mal eben eine GmbH gründen und loslegen?

00:25:32: Genau.

00:25:33: Wir haben aber auch mal irgendwie mal zu mir gesagt, ich glaube, der Bundestagswahlkampf einer der beiden großen Parteien kostet, ich glaube, bei der CDU gute vierzig Millionen bei der SPD dreißig Millionen.

00:25:43: Wenn man das wieder mit Venture Capsule vergleicht, das ist eine hoch erfolgreiche Series A in diesem Land, also so die zweite oder dritte Finanzierungsrunde.

00:25:53: Also das sind alles Beträge, jetzt mal losgelöst, wie man überhaupt hier spenden darf in Deutschland.

00:25:58: Parteienfinanzierung ist hochreguliert, zurecht in Abgrenzung zu den USA.

00:26:01: Aber Es sind keine utopischen Beträge.

00:26:03: Nee, die kriegst du schon gestemmt.

00:26:06: Durch Crowdfunding wahrscheinlich.

00:26:08: Wenn du die politische Mitte wiederbelebst und sagst, gib mal jeder zehn bis fünfzig bis hundert Euro, dann kriegst du das wahrscheinlich aus einer Mischung aus massiv vielen Parteieintritten und Crowdfunding sogar hin.

00:26:20: Also alles im Bereich des Machbaren.

00:26:22: Und ich glaube, es ist immer besser und leichter, etwas Neues aufzubauen als etwas Altes zu restrukturieren.

00:26:29: Ja.

00:26:30: Weil du sobald du im Alten bist, einfach wahnsinnig viel Kraft im alten Strukturen, altes Verhalten, altes Denken investieren musst.

00:26:36: Und als Startup-Mensch weiß ich, dass das neue mehr Spaß macht vor allen Dingen, aber es ist auch irgendwo leichter.

00:26:43: Es ist halt eben wirklich zukunftsorientiert.

00:26:45: Du kannst komplett mit deiner Energie auf der Zukunft sein.

00:26:48: Genau, der Energie geht zumindest auf den ersten Metern in die Sache und nicht in die Struktur.

00:26:53: Das wird sich dann irgendwann auch ändern.

00:26:56: Also ich habe jetzt keine Illusion, dass so eine Partei auf lange Sicht Agil bleiben kann.

00:27:01: Sondern ich glaube, da kommen dann überall die gleichen Kräfte.

00:27:04: Aber zumindest am Anfang hast du dann gewissen Zauber.

00:27:07: Also da bin ich gespannt, was wir da, zwanzig sechs und zwanzig sehen.

00:27:10: Aber ich glaube nicht, dass die Menschen alle still halten können und sich das einfach so angucken können, ohne dass da irgendeine Gruppe nach vorne tritt und sagt so, wir versuchen es jetzt.

00:27:22: Sehr gut, sehr gut.

00:27:23: Da passt ja meine erste These, ehrlich gesagt, ganz gut hinein.

00:27:27: Sie lautet, ältere Generationen, zum Beispiel die Boomer, werden in einem Jahr mehr Verständnis für die Gen Z und auch für die Gen Alpha haben.

00:27:36: Okay, da bin ich gespannt.

00:27:39: Das passt ja ein, im Kern ist ein politisches Thema.

00:27:41: Kurze Einordnung.

00:27:42: Eine Reihe von Problemen wurden entweder von den Elternreinortionen verursacht oder über Jahrzehnte einfach nicht angegangen, also einfach ausgesessen.

00:27:51: So zumindest in einer Sachfrage ist das Schutzbedürfnis der jüngeren Generationen im Grundgesetz geregelt.

00:27:58: Artikel zwanzig A des Grundgesetzes verpflichtet den Staat die natürlichen Lebensgrundlagen im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung zu schützen.

00:28:07: Und es ist explizit, glaube ich, definiert worden in einem Bundesverfassungsgerichtsurteil für künftige Generationen.

00:28:23: Also in der aktuellen Dekade, die Freiheitsrechte zukünftiger Generationen verletzt.

00:28:28: da ihnen dann ein kleines zu kleines Emissionsbudget verbleibt.

00:28:31: Das ist ganz wichtig.

00:28:32: Also Klimaerwärmung ist halt eben ein Budget, also damit endlich.

00:28:36: Ich kann nur so und so viele Tonnen CO-Zwei emitieren, dann irgendwann habe ich die Erwärmung erreicht.

00:28:41: Es ist also irrelevant, ob ich das jetzt alles an einem Tag mache oder über viele Jahre.

00:28:45: Gibt dann irgendwann vier Punkte.

00:28:47: So, und jetzt frage ich mich Jenzy und Alpha.

00:28:52: Es sind damals mit großer vehemenz auf die Straße gegangen und haben das auch als politischen Erfolg zu Recht erkämpft.

00:28:59: Und natürlich die Fridays for Future Demonstrationen sind wahrscheinlich das bekannteste Beispiel dafür.

00:29:04: Und es gibt ja andere Themen, wo man, wie ich finde, super leicht feststellen kann, dass wir sehr starke Politik für die heutigen Alten machen und eine sehr schwache für die Jungen.

00:29:15: Beispiel.

00:29:15: Eine hohe Investitionsquote im Staatshaushalt wäre gut für die Jungen, haben wir aber nicht.

00:29:21: Wir investieren sehr, sehr wenig.

00:29:22: Das meiste wird konsumtiv ausgegeben, also für die heutige Generation.

00:29:29: Ja.

00:29:29: Dann haben wir seit ewigen Zeiten, ich glaube, wir beide haben schon zwanzig PISA-Tests in irgendwelchen Zeitungsartikeln lesen können, in denen wir immer weiter abrutschen.

00:29:38: Gute Bildung ist gut für die, die in der Bildung und Ausbildung sind, also die jungen Leute.

00:29:43: Wir tun da aber wenig, sondern wir gucken zu, wir weiter abrutschen.

00:29:46: Also auch da keine aktive Politik für die Jungen.

00:29:49: Auch kann man auch an Zahlen einfach festmachen, wir geben in Deutschland deutlich weniger für unser Bildungssystem aus als andere Länder, zum Beispiel Schweden oder Dänemark.

00:29:57: Das Demarente ist gerade hoch aktuell.

00:29:58: Gabs überhaupt keine Demos?

00:30:00: Wurde

00:30:00: wieder aufgeschoben, bleibt ungelöst, jetzt wird eine Kommission gebildet.

00:30:03: Ich frage mich, wozu braucht es hier eine Kommission?

00:30:06: Die Mathematik ist denkbar einfach.

00:30:08: Sie ist seit twenty-fünf Jahren klar.

00:30:11: Wir haben einfach in dem Generationenvertrag, den wir haben, Deutschland ist, eben nicht mehr funktionieren.

00:30:16: Es gibt einfach, es ist ganz einfach, es gibt immer nicht genug Arbeiten im Vergleich zu denen, die nicht mehr arbeiten.

00:30:20: Und jetzt wird es wieder zwei, drei, vier Jahre ausgesessen.

00:30:23: Ich denke so, das Bundessozialministerium wird viele Tausend Beamte haben und ich frage mich, was wäre denn deren Aufgabe, wenn nicht genau das?

00:30:31: Also genau hier ein zukunftsicheres Konzept vorzulegen.

00:30:34: Und auch hier ist es auch nicht schwer, man muss nur nördlich gucken, wie da Dänemark, aber auch die Niederlande, Schweden haben alle ihre Alterssysteme, Rentensysteme vor zwanzigdreißig Jahren geändert und sind zukunftsfähig.

00:30:46: Das letzte Thema, Landesverteidigung.

00:30:49: Ich komme noch aus einer Generation, in der Zivilinst und der Bund Pflicht waren, also alle meine männlichen Altersgenossen, so sie nicht ausgemustert wurden, haben in einer oder der anderen Form gedient.

00:31:00: Das heißt, für mich ist sozusagen auf der einen Seite total plausibel, dass es so etwas jetzt wiedergeben muss, weil wir gelernt haben.

00:31:06: Und gleichzeitig verstehe ich aber auch jeden achtzehnjährigen, wenn er sagt, Leute, Ihr habt hier wieder über viele Jahre was verbockt.

00:31:13: Jetzt soll ich ein Pflichtjahr machen.

00:31:15: Was ist denn mit euch?

00:31:17: Also ich verstehe, dass man als Fünfzig, Sechzigjäger vielleicht nicht mehr zur Bundeswehr gehen kann.

00:31:20: Aber was ist denn mit einem sozialen Pflichtjahr?

00:31:22: Und was ist übrigens auch mit den Frauen in der Gesellschaft?

00:31:26: Also auch hier gibt es ja keine, wie ich finde, echte Debatte, die alles mal... anreist und auch alles mal umfasst, sondern es ist eine sehr enge Debatte und es wird sozusagen pöre, pöre gearbeitet.

00:31:39: So jetzt gibt es, kommt so eine Pflichtmusterung, aber auch nur für die Jungs.

00:31:44: Und wir haben ja auch ein Pflegethema.

00:31:45: Wir haben viel zu wenig Pflegekräfte.

00:31:47: Ich würde mich interessieren, ob wir nicht vor fünf, zehn, zwanzig Jahren deshalb kein Pflegethema hatten, weil wir noch irgendwie drei, vierhunderttausend Zivis im Jahr hatten oder zweihunderttausend Zivis im Jahr hatten.

00:31:55: Und was macht dich jetzt optimistisch, dass es besser wird?

00:31:58: Ich glaube, das ist sozusagen die Kraft des Faktischen.

00:32:02: Ich glaube, dass es so klar ist, dass das nicht gut genug ist.

00:32:07: Und dass es auch an vielen Stellen so unfair ist, dass, obwohl ja die Jungen in der Minderheit sind, also sieben oder tausend Menschen geburtenstark, versus eineinhalb Millionen bei dem Babyboomer oder eineinhalb Millionen.

00:32:21: Es gibt auch viel zu wenig junge Leute in diesem Land.

00:32:24: Aber du musst ja besonders bei der Landesverteidigung sie ins Boot holen.

00:32:28: Du willst ja keinen... sozusagen soziales Aufbegehren haben.

00:32:33: und es ist einfach offensichtlich nicht fair, dass es hier zu einer viel besseren Debatte und einer viel besseren Interessevertretung der Jungen kommen wird.

00:32:41: Ja, das verstehe ich total, dass das nicht fair ist.

00:32:43: Aber das ist heute schon nicht fair und das wird in einem Jahr nicht fair sein.

00:32:46: Aber wo siehst du denn, dass jetzt in der aktuellen Regierung die Lanze für die Jungen gebrochen wird?

00:32:52: Also wer soll denn da jetzt vorangehen und sagen, Leute, jetzt ist mal Schluss hier mit auf dem Buckel der jungen Generation.

00:32:59: Jetzt machen wir es mal anders.

00:33:01: Ja, also erstens mal gab es ja ein erstes kleines Zartes Flänzchen mit der jungen Union.

00:33:05: Die Region hat ja im Bundestag nur eine sehr knappe Mehrheit von zwölf Sitzen und ich glaube, das haben wir jetzt ja alle gelernt.

00:33:10: Ich glaube, die junge Gruppe hat irgendwie achtzehn Sitze gehabt.

00:33:12: Also dadurch hat er sich recht viel Macht in dieser Sachfrage.

00:33:15: Hat sie jetzt nochmal irgendwie besänftigen lassen, wie auch immer das auf der Flühe und der Politik funktioniert.

00:33:20: Aber es wird ja vielleicht zur nächsten Sachfrage kommen.

00:33:22: Und ich frage mich, wann auch die USOs mal eher ihre Generation vertreten und nicht so sehr ihr Parteibuch.

00:33:29: Und wenn sozusagen die Hypothese müsst ihr lauten, dass über die Parteigrenzen hinweg die Jungen sich eher organisieren und solidarisieren mit ihren nicht in Parteien vertretenen Altersgenossen.

00:33:42: Und dann gerade in Zeiten von so knappen Mehrheiten hättest du schon genug gemacht.

00:33:46: Absolut, aber jetzt stell dir vor, der Thema Rente ist ja eigentlich interessant.

00:33:49: Das hat ja eigentlich nichts mit Parteibuch, sondern eher mit Zugehörigkeit zu einer Generation zu tun.

00:33:54: Und das wäre ja eigentlich, also es gibt ja fast nichts, was weniger links-rechts ist als Rente für junge Menschen, also im Sinne von, dass es ein Rentensystem gibt, was zukunftsfähig ist.

00:34:08: Hättest du doch jetzt eigentlich diesen Schulterschluss schon sehen müssen?

00:34:11: und Krisendemonstrationen in den Straßen und das machen wir nicht mit und so, weil bei Landesverteidigung, bei so was wie Bildung oder Investitionsquote, da zerfasert es ja schon wieder.

00:34:22: Dann sind die einen, die sagen, also ich finde das Bildungssystem noch ganz okay.

00:34:26: Die anderen sagen, wir haben überhaupt keine Chancengleichheit.

00:34:28: Aber bei Rente hättest du doch eigentlich jetzt diesen Moment haben müssen.

00:34:32: Ja, und ich habe auch ein paar Gensieler natürlich angesprochen, in meinem Umfeld.

00:34:36: Weil, wann fangt ihr denn mal an zu demonstrieren?

00:34:39: Also ihr seid für das Klima auf die Straße gegangen und wann fangt ihr an für eure Rente zu demonstrieren und für eine Chancengerechtigkeit an dieser Sachfrage?

00:34:47: Und die Antwort war, wir glauben da eh nicht dran.

00:34:50: Wir haben verstanden, dass wir selbst Vorsorge betreiben müssen.

00:34:53: Das erklärt ja vielleicht auch den Boom rund um ETFs und private Altersvorsorge, also das selbst organisieren.

00:35:00: Nur... Aus Staatssicht führt das ja noch zu einer viel größeren sozialen Ungleichheit.

00:35:04: Also auf der einen Seite kannst du argumentieren, jeder kann sich eine App runterladen und anfangen Geld zu investieren.

00:35:10: Also ist die Barrierefreiheit oder Armut war noch nie so hoch.

00:35:14: der individuelle oder der unabhängige gebildete Bürger, macht das einfach selber?

00:35:19: Das

00:35:20: wäre ja Win-Win.

00:35:21: Also ich gönn den Jungen auch keine Frage, eine Rente, aber ich zweifel ja schon an, dass wir überhaupt noch eine kriegen.

00:35:27: Das heißt, das wäre ja Win-Win, dass man sagt, die sorgen privat mehr vor, die investieren mehr in die Aktienmärkte und haben dann auch einen Teil der Wertschöpfung, die im Moment fast ausschließlich an Deutschland vorbeigeht, weil wir so eine niedrige Aktienquote haben.

00:35:41: Wobei sie jetzt gestiegen ist.

00:35:42: Das ist ja wirklich in den letzten Jahren aufgrund der Generation gestiegen.

00:35:44: Ja, richtig gut.

00:35:46: Ja, aber auch da könnte man ja Einstellung sagen, die Amerikaner haben ja deshalb so eine hohe Aktienquote.

00:35:50: Sechzig, siebzig Prozent der Amerikaner, alle Amerikaner haben Aktien, weil sie ja diese starken Steuerbevorteilung haben in ihrer Altersvorsorge, ist ja dieser Four One K Plan.

00:36:00: Das heißt, ich meine bis zu fünfzig, sechzigtausend Dollar im Jahr, ein relativ hoher Betrag.

00:36:05: Kannst du in den Kapitarmarkt investieren und kriegst dafür halt ein Textbreak.

00:36:10: Das sind ja Dinge, die könnte man ja einfordern, können sagen, okay, Freunde, ihr kriegt das nicht mehr selber hin.

00:36:14: Das ist auch okay, weil es vielleicht zu schwer ist.

00:36:16: Dann lasst uns doch nach alternativen Wegen suchen.

00:36:18: Die mich Riester und Rüro peißen, ja.

00:36:21: Genau.

00:36:21: Ja.

00:36:22: Nein, absolut.

00:36:22: Also ich bin gespannt.

00:36:23: Ich hoffe, du hast recht.

00:36:25: Ich hoffe, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass

00:36:30: wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass werden wir weitere Entscheidungen treffen müssen, in den nächsten zwölf Monaten, weil es wahrscheinlich das Thema ist von den Vieren, die ich aufgezählte, mit der größten Dringlichkeit.

00:36:42: Und bei Definition musst du die Jungen hier ins Boot holen, weil die die einzigen sind, die verteidigen können.

00:36:49: Und da musst du irgendwas geben.

00:36:51: So würde ich es spielen, wenn ich wenn ich zwanzig wäre.

00:36:54: Ja,

00:36:55: apropos die Jungen, da komme ich mal zu meinem nächsten Thema.

00:36:58: Da würde ich Ihnen eher was wegnehmen, als Ihnen was geben.

00:37:00: Und zwar das Thema Social Media Regulierung.

00:37:03: Ich sage, meine These ist, wir werden im Jahr die Mehrheit bekommen, Social Media hart zu regulieren.

00:37:11: Und damit meine ich, zum Beispiel für untersechzehnjährige zu verbieten, wissen, dass es dann Schlupflöcher gibt, wissen, dass es Familien gibt, die sagen, ich melde mein Kind da trotzdem an und halt meinen Paar so in die Kamera oder was auch immer.

00:37:23: Aber generell das Thema ernst zu nehmen, dass wir aktuell keine Alterskontrolle haben und damit unregulierte Nutzung von Social Media.

00:37:31: Und warum ich glaube, dass das dieses Jahr durchbricht ist, Es ist im Sommer eine Kommission eingesetzt worden.

00:37:39: Das machen wir sehr gerne in Deutschland.

00:37:40: Wenn wir eigentlich schon alle Antworten haben, dann sagen wir aber, es muss noch eine Kommission tagen, um noch Zeit zu gewinnen.

00:37:46: Ist schon interessant.

00:37:47: Also da mal kurz inne gehalten.

00:37:48: Also der Bundestagswald größte Parlament der Welt, da sitzen Volksvertreter, die vom souverän gewählt wurden und trotzdem trauen sich nicht Gesetze zu erlassen und brauchen dafür noch.

00:38:05: die eine Kommission.

00:38:07: Gut,

00:38:08: erst mal gut Fachleute und Experten anzuhören.

00:38:12: Ja, vielleicht sollte man Fachleute ins Parlament wählen.

00:38:13: Ja,

00:38:14: das wäre eine Maßnahme.

00:38:16: Oder du hast ja in den Ausschüssen, hast du ja diese Anhörung, da saß ich ja neulich auch, dann wenn dann ein Gesetz sozusagen verabschiedet werden soll, dann werden noch mal die Experten befragt.

00:38:25: Aber gut, hier tagt jetzt eine Kommission, die tagt dann also bis Sommer sechsundzwanzig und die kann aus meiner Sicht ja gar nicht zu einem anderen Schluss kommen, als dass wir die Alterskontrolle scharf schalten müssen, die ja eigentlich schon gilt.

00:38:39: Also es ist ja nicht... Und

00:38:40: warum?

00:38:40: Warum?

00:38:41: Weil es wissenschaftlich erwiesen ist, richtig?

00:38:43: Ja,

00:38:43: das und selbst die EU-Kommission fordert Social Media ab sechzehn.

00:38:48: Australien hat es grad scharf geschaltet, Dänemark macht sich auf den Weg, Frankreich, UK...

00:38:53: Ich war in Stockholm vor sechs, sieben Wochen, ein Wochenende und... Ich glaube, es fährt zu sagen, dass die Schweden bei was Technologie-Adaptionen betrifft, immer einige Jahre vor uns sind, vielleicht fünf, sechs, sieben Jahre vor uns sind.

00:39:05: Und mir ist einfach aufgefallen, dass in den Cafés und so weiter nicht mehr aufs Handy geguckt wird.

00:39:09: In den Bushaltestellen.

00:39:10: Ja, wie schön.

00:39:12: Die Menschen sind, glaube ich, da eins weiter.

00:39:15: Nee, genau.

00:39:15: Und was mich aber, warum ich sage, dass die fast zu dem Schluss kommen muss, ist erstens, ich saß in dieser Petitionsanhörung der Petitions-Social Media.

00:39:23: bis sechzehn verbieten von Smarter Start-up, vierzehn, so eine Organisation, die das gigantisch vorantreibt.

00:39:30: Und da waren sich alle Parteien im Raum einig.

00:39:33: Also Regierung und Opposition haben eigentlich nur Fragen an die Petentin gestellt, die in die Richtung... Oh,

00:39:39: davor kann ich noch gar nicht.

00:39:41: Was?

00:39:41: Petentin?

00:39:43: Ja.

00:39:43: Da muss man schon im politischen Berlin so aktiv sein, wie du um dieses Wort zu wissen.

00:39:46: Absolut,

00:39:46: keine.

00:39:47: noch ein paar Mehrfachbegriffe um die Ohren hauen.

00:39:49: Die alle in die Richtung gehen aus, das muss man doch verbieten.

00:39:52: Und als ich da mit dem Elterngeld saß, da war das nicht so.

00:39:55: Also da war es auf keinen Fall so, dass da alle im Raum gesagt haben, Toll, Frau Pauster.

00:40:01: Das ist ja verständlich, weil beim Elterngelder geht es um Verteilungskampf, wer kriegt wie viel.

00:40:05: Hier geht es darum, schenken wir amerikanischen und chinesischen Technologieplattformen zwei, drei, fünf oder acht Stunden unseres Tages.

00:40:13: die ja dann eben nicht für soziales Teilhabe an der Gesellschaft oder wirtschaftliche Wertschöpfung genutzt werden

00:40:19: können.

00:40:20: Noch schlimmer, machen Sie auf unsere Kosten Gewinne, ohne uns daran zu beteiligen und verdummen unsere Jugend.

00:40:28: Und wir schaffen es noch nicht mal in einem Zollstreit, erschaffen wir es noch nicht mal, das als Sachargument vorzubringen.

00:40:33: Also das findet ausschließlich auch beim Handel.

00:40:37: bezogen auf den Handel von physischen Gütern statt.

00:40:39: Genau.

00:40:40: Also deswegen glaube ich, dass wir hier ein Kipppunkt erleben werden.

00:40:44: Und wir werden sagen, das machen wir nicht mehr mit.

00:40:48: Und wirklich, endgleich eins, ich habe es ja hier schon vor ein paar Monaten erzählt, wir haben ja unserem zweiten Sohn das Smartphone in der Schule verboten.

00:40:55: Ab diesem Schuljahr, der ist jetzt jetzt fünfzehn halb, haben gesagt, morgens sieben Uhr dreißig, liegt das auf der Station.

00:41:01: Nachmittags kannst du es dir wieder nehmen.

00:41:03: Und so, what's not to like?

00:41:06: Also, warum denken... Was

00:41:08: sind die Kosten?

00:41:09: Was

00:41:09: sind die Kosten?

00:41:10: Warum denkt irgendwer, dass der schlechter am Unterricht teilnehmen kann, dass der mehr eigene Gedanken hat oder so, wenn er das Ding in der Tasche hat, versus wenn er es da zu Hause liegt?

00:41:21: Und ich glaube, du würdest jede Lehrkraft kriegen, dass die sagt, bitte, bitte.

00:41:25: Du würdest auch neunzig Prozent der Eltern kriegen, die sagen, bitte, bitte.

00:41:29: Nur wenn du denkst... Nee, das glaube

00:41:30: ich nicht.

00:41:30: Ich glaube, da

00:41:31: gibt es noch die, die sich nicht

00:41:32: trauen.

00:41:33: Doch, ja nein, die wollen den Kampf nicht endgleich eins kämpfen gegen ihre Kinder, weil sie sagen, das ist eine zu große Kraftanstrengung.

00:41:40: Aber wenn jetzt jemand sagt, Handys sind jetzt in der Schule verboten und werden da morgens abgegeben, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass da Eltern auf die Barrikaden gehen, sondern da werden wir alle aufatmen.

00:41:50: Ja,

00:41:50: das stimmt.

00:41:51: Aber der Dreizehnjährige hat gar kein Handy und ist im Fußballverein.

00:41:54: Das ist eine riesen Fußballmannschaft.

00:41:55: Diverse Teams in einer Kriegensgruppe von, ich sag mal, knapp dreißig Kindern und Jugendlichen ist er der einzige.

00:42:02: Ja, genau.

00:42:02: Ich sag ja nicht, dass nicht alle das gerade mitmachen.

00:42:05: Aber wenn du jetzt sagst, wir entscheiden uns jetzt kollektiv für einen anderen Weg, dann werden alle aufatmen.

00:42:10: Weil jeder das Thema zu Hause als Streitthema Nummer eins hat, die einen haben schon resigniert, die anderen kämpfen noch und die Dritten wissen noch nicht, was ihnen bevorsteht.

00:42:20: Aber für keinen zu Hause ist das Thema Smartphone von Jugendlichen eins, wo man sagt, das macht mein Leben aber besser.

00:42:27: Also deswegen glaube ich.

00:42:30: So, deswegen da glaube ich, da werden wir einen ordentlichen Schiff erleben.

00:42:34: Was hast du noch?

00:42:36: Ja, jetzt haben wir ja drei gesellschaftliche Themen, politische Themen gehabt.

00:42:39: Ich werde jetzt so ein bisschen wirtschaftlich.

00:42:41: Werden wir in einem Jahr noch mehr Start-up-Nation sein?

00:42:46: Ohne, ich sage, wir sind in einem Jahr noch mehr Start-up-Nation.

00:42:50: Und das ist ein Comeback.

00:42:51: Es ist immer schön, dass du uns als Start-up-Nation bezeichnest.

00:42:53: Das freut mich sehr.

00:42:54: Ja, oder das ist sozusagen flächendeckend populär gesellschaftlich bekannter wird.

00:43:01: Comeback of German Tech nenn ich das.

00:43:04: Du hast ja vor einfach zwei Kräfte, die hier miteinander ringen, einmal die Kräfte der Bewahrung oder der Beharrung.

00:43:10: Die sind immer große Unternehmen, alte Unternehmen sind immer besser organisiert, können mehr Geld für Lobbying ausgeben, haben natürlich auch gegenüber der Politik immer einen starken Trumpf.

00:43:19: Das ist nämlich Anzahl Arbeitsplätze.

00:43:21: Heute Versus natürlich Arbeitsplätze in der Zukunft.

00:43:25: Und eigentlich müsste man ja Politik viel tarierter machen und müsste sagen, okay, was sind die Arbeitsplätze in der Zukunft?

00:43:31: Und danach müsste ich mich stärker ausrichten.

00:43:33: Ja, und darf ich da mal gerade ein paar Zahlen reinschmeißen.

00:43:36: Stahlindustrie in Deutschland, achtzig bis neunzigtausend Arbeitsplätze.

00:43:40: Start-up-Arbeitsplätze jetzt schon fünfhunderttausend.

00:43:44: In den letzten vier Jahren haben Scalabs, also die großen Start-ups, hunderttausend neue Arbeitsplätze geschaffen.

00:43:50: Das sind also mehr als die gesamten Stahlarbeitsplätze in diesem Land.

00:43:53: Und trotzdem gibt es den x-ten Stahlgipfel im Kanzleramt, aber gab noch keinen Scalabgipfel.

00:43:59: Ich hatte mal einen Abendessen mit der damaligen CDU-Vorsitzenden AKK, Annegret Kramp-Karrenbauer.

00:44:06: Und es wurde wenige Tage zuvor der coole Ausstieg beschlossen.

00:44:11: Und es waren damals meine, ich will es nicht falsch sagen, zwanzig oder vierzigtausend deutsche Arbeitsplätze in der Braunkohleförderung.

00:44:20: Und es wurden ja knapp vierzig Milliarden dafür zur Verfügung gestellt.

00:44:24: Und da fragte ich sie dann auch, ob das nicht ganz schön viel Geld sei für gerade mal zwei oder vierzigtausend Arbeitsplätze und ob man das jetzt nicht volkswirtschaftlich sinnvoller anlegen könnte.

00:44:33: Und sie hat die Frage gar nicht verstanden.

00:44:36: Also sozusagen, dass das Anrecht gefördert zu werden für den Schmerz der Veränderung ist bei uns deutlich stärker ausgeprägt, als das Anrecht gefördert zu werden für die Leistung der Schaffung des neuen.

00:44:52: Ja.

00:44:53: Es ist wirklich so.

00:44:54: Wir bewahren das, was da ist mit allem, was wir haben und wir geben dem neuen viel zu wenig Luft zum Atmen.

00:45:02: Also in der Mitte des letzten Jahrhunderts, als wir das Wirtschaftswachstum und das Wirtschaftswunder in den fünftiger, sechziger Jahren hatten, haben wir vier Prozent unseres Bibs in Innovationen gesteckt.

00:45:11: Jetzt Null, Eins, sechs Prozent.

00:45:14: Wahnsinn.

00:45:14: Und das Arbeitsrecht zum Beispiel ist eben so ausgestaltet, dass es ganz viel Bewahrung Also es schützt den einzelnen so stark, dass es nur dann funktioniert, wenn ein Unternehmen bist, welches sich eben nur ganz wenig verändern muss.

00:45:30: Also in ganz stabilen Umfeldern unterwegs ist.

00:45:34: Und jetzt ist ja die Frage, welche Umfelder und Märkte sind eigentlich noch so stabil, dass das funktioniert.

00:45:38: Ich gebe dir ein konkretes Beispiel.

00:45:40: Du kannst in Deutschland keinen Mitarbeiter arbeitsrechtlich aufgrund von schlechter Performance kündigen.

00:45:47: Es ist einfach nicht vorgesehen.

00:45:49: kannst ganz viele Entwicklungsgespräche haben, aber du kannst es vor keinerem Arbeitsrichter, Arbeitsrichterin bestehen, wenn du sagst, ich habe ihn oder sie kündigen müssen, weil einfach die Performance nicht ausreichend war und da könnte man ja auch einen sozialen Case draus machen, damit dir Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist und und und und.

00:46:07: Ja, und einfach der Cost of Failure in diesem Land so hoch ist.

00:46:10: Also wenn ich jemanden einstelle und der war es nicht.

00:46:13: dann werde ich den nach der Probezeit eigentlich nicht mehr, also ich werde ihn los, aber man trifft sich immer vor Gericht.

00:46:18: Warum gibt es da nicht einfach?

00:46:20: Das gibt es in anderen Ländern auch, zum Beispiel in Schweden, eine ganz klare Regel aus, wenn du jemanden ausstellst, dann gibt es ab... einem Gehalt von, da kann es ja Gehaltsgrenzen einziehen und sagen, ab hunderttausend Euro Gehalt, um dann vor allen Dingen die kleineren Gehälter zu schützen, gibt es folgende Regel, x-faches Wohnarztgehaltabfindung, fertig.

00:46:41: Da muss keiner klagen, da darf auch keiner auf Wiedereinstellung klagen, kannst du einfach aus Performance-Grunden ausstellen und dann greift diese Regel.

00:46:47: Was

00:46:47: Sie später aber auch noch machen, Sie haben ja noch schon eine soziale Sicherung drin, dass Sie dann eben als Gesellschaft auffangen.

00:46:54: Ja

00:46:54: natürlich, dass muss damit komplett

00:46:56: gegeben sein.

00:46:57: Und im Verhältnis sozusagen Arbeitnehmer, Arbeitgeber ist eine Trennung sehr einfach in Schweden, aber dann die Sicherung findet dann oft auf der gesellschaftlichen Ebene statt und eben nicht auf der des Arbeitgebers.

00:47:07: In Deutschland ist umgekehrt, da hat der Arbeitgeber enorm hohe Kosten.

00:47:10: und die Gesellschaft halt denn zunächst erstmal sehr gering oder keine.

00:47:13: Also ich glaube, dass wir heute in einem Jahr hier deutlich weiter sein werden.

00:47:18: Ich glaube, dass es an vielen Stellen, da jetzt ein gesteigertes Verständnis gibt, dass wir das Neue brauchen.

00:47:27: Wir haben jetzt hinreichend oft diskutiert, dass irgendwie außer SAP kein wirklich richtig großes Unternehmen jünger ist als sechzig-sechzig Jahre.

00:47:37: SAP wurde, glaube ich, in den Siebzigern gegründet.

00:47:39: Und natürlich haben wir hier in Berlin, aber auch in München einige Unternehmen, die drei, vier, fünf, vielleicht auch achttausend Arbeitsplätze haben.

00:47:48: Ich weiß nicht, wie Zalando hat, aber ich vermute sowas rund um zehntausend wahrscheinlich.

00:47:52: Und dass wir davon natürlich noch deutlich mehr brauchen und uns ja die Frage stellen müssen, warum konnten in vor hundert Jahren, hundertdreißig Jahren so viele große deutsche Unternehmen entstehen, die halt auch das Rückgrat der deutschen Gesellschaft.

00:48:05: Ja, damit die Finanziers der deutschen Gesellschaft fahren mit ihren Steuern und auch mit der Lohnsteuer und den Sozialbeiträgen.

00:48:14: Und warum sind jetzt halt in den letzten fünfzehn Jahren halt eben einige, aber eben noch nicht so riesengroß Unternehmen entstanden?

00:48:20: Ja, und da sehe ich auch eine totale Trennwende.

00:48:22: Also ich bin voll bei dir, dass wir da in sechsundzwanzig einen absoluten Boom Richtung Start-ups sehen werden, denn wenn ich da im Kanzleramt sitze oder in den anderen Ministerien und wir da Start-up-Round-Tables haben zu Themen wie Spacetag oder Defense-Tag oder Energie, dann ist einfach die Dichte an Unternehmen, die jetzt eine Größe schon haben oder eine Relevanz und auch jetzt schon fertige Produkte, Umsätze, zum Teil auch schon Profitabilität haben, so viel größer als in der Vergangenheit.

00:48:56: Und du hattest, glaube ich, so etwas wie über dreitausend Neugründungen dieses Jahr von Startups.

00:49:01: Das ist sozusagen auf dem Niveau von zwanzig einen zwanzig, wo wir durch Corona ja ein totales Boomjahr hatten.

00:49:07: Also gerade in diesem Bereich, den ich gerade genannt habe, da sind da Unternehmen, da werden wir auch Finanzierungsrunden erleben, die Deutschland so noch nicht gehört hat.

00:49:17: Und das macht mir viel Mut, dass das neue jetzt nicht mehr so behandelt wird aus.

00:49:22: Das sind so zarte Flänzchen und die muss man hängen und pflegen.

00:49:26: Und toll, Glückwunsch, dass Sie das machen, sondern dass die halt irgendwie als... Eine pfiffige Idee.

00:49:31: Eine pfiffige Idee von ein paar jungen Menschen.

00:49:33: Das war eine

00:49:34: pfiffige

00:49:34: Idee.

00:49:34: Toll, machen Sie weiter, so junge Frau.

00:49:37: Ja, so, nee.

00:49:38: Es ist eine Wirtschaftskraft, das sind die Arbeitsplätze von morgen und ich glaube auch Deutschland wird das verstehen müssen.

00:49:45: Also da bin ich auch bei deiner Notwendigkeit von eben.

00:49:47: Es ist gar nicht so sehr, dass Deutschland das verstehen möchte, sondern es wird einfach nicht mehr zu ignorieren sein.

00:49:54: Ja.

00:49:55: So, was ich glaube, was auch nicht zu ignorieren sein wird, als nächste These ist, dass longevity Einzug in den Mainstream nehmen wird.

00:50:03: Also bisher Hast du ja schon allein bei dem Wort noch das Thema, dass die meisten gar nicht wissen, wie sie es aussprechen.

00:50:09: Die einen sagen Long-Givety und die anderen... Was

00:50:12: würde man auf Deutsch sagen?

00:50:13: Langlebigkeit wahrscheinlich.

00:50:16: Ich übersetze es eigentlich eher mit Prävention.

00:50:19: Also ich glaube Long-Givety kann es in zwei Richtungen definieren.

00:50:22: Das eine ist, wir wollen alle hundertzwanzig werden.

00:50:25: Das wäre dann Langlebigkeit.

00:50:27: Mein Thema bei Long-Givety ist... Prävention, ich möchte gesund alt werden.

00:50:33: Also ob ich jetzt Achtzig oder Neunzig oder was auch immer werde, aber ich möchte nicht die letzten fünf oder zehn Jahre ein Pflegefall sein oder eine schwere Krankheit haben.

00:50:43: Ich

00:50:43: glaube, ja, ist das das?

00:50:44: Also ich würde

00:50:46: eher so grafisch drauf, wenn sozusagen Alterung, die natürliche Alterung, die würde sozusagen dann langsam gehen und dann irgendwann geht es schneller an, weil ich mir wie so eine Graf angucke.

00:50:57: Und ich glaube, longevity will doch einfach die Alterung verlangsamen, dass sozusagen langsamer Alters und vielleicht auch später nicht so runterfälzt.

00:51:05: Aber eigentlich geht es um die Verlangsamung der Alterung.

00:51:08: Das stimmt, aber auch darum die großen Krankheiten.

00:51:14: Krebs, Demenz, Herzinfarkt.

00:51:16: Und was wir nicht alles haben als große Volkskrankheiten oder Krankheiten, an denen man stirbt, die sozusagen durch Prävention einzudämmen.

00:51:25: Und warum ich glaube, dass das Thema Mainstream wird, das ist erstens merk ich es daran.

00:51:29: Also ich war ja vor sieben Jahren zum ersten Mal oder vor acht Jahren im Lanzerhof, die ja sozusagen so eine Einrichtung sind wahnsinnig teuer, ehrlich gesagt.

00:51:36: Da

00:51:36: hieß es bestimmt noch Langlebigkeit oder hieß es doch schon.

00:51:38: Das ist bestimmt

00:51:39: noch gar nicht, sondern einfach Fitnesscheck oder so.

00:51:43: da schon mit mir gemacht hat, war dieses Aha, du kannst auf gewisse Marker gucken, sei es auf Schlaf oder auf Krafttraining oder Omega-III oder so und hast gewisse Korrelationen zu Krankheiten, die du damit irgendwie eindämmen kannst.

00:52:02: Die letzten Jahre war das schon sehr, ich sag jetzt mal, ein Berlin-Mitte-Thema.

00:52:06: Also in Hamburg wird's das auch diskutiert und in München bestimmt auch in ein paar Kreisen und so.

00:52:10: Aber du kannst mir jetzt nicht erzählen, dass das bisher Mainstream war.

00:52:14: Man könnte aber auch den Case machen, dass natürlich eine städtische Bevölkerung hier mehr Hilfe braucht als eine ländliche Bevölkerung.

00:52:20: Also lebst du auf dem Land?

00:52:21: Das

00:52:21: stimmt, weil die per se gesünder leben.

00:52:24: Arbeitest vielleicht sogar noch physisch, gehst regelmäßig, wandern, skifahren, was auch immer.

00:52:29: Brauchst du auch nicht so viel longevity-Support?

00:52:31: Total.

00:52:32: kann voll sein und man muss auch sagen in den großen Städten oder so war es ja bisher ein supplement game.

00:52:37: also longevity war eigentlich ich nehme Sublements, ja.

00:52:42: Ich nehme Vitamin D und ich nehme Magnesium und Zink und Kreatin und was nicht alles.

00:52:47: Und deswegen bin ich jetzt ins Long Javity Game eingestiegen.

00:52:50: Und das ist ja alles noch totale Gießkanne, ja.

00:52:52: Nach dem Motto, ich weiß eigentlich gar nicht, wie es in mir darin aussieht.

00:52:54: Und Krafttraining, würde ich sagen, oder?

00:52:55: Und Krafttraining,

00:52:55: genau.

00:52:56: Also, was ich schon interessant finde, ist, und das glaube ich schon neu, dass ich mehr Menschen sehe, auch vor allen Dingen Frauen, die wirklich Heavy Duty Krafttraining machen.

00:53:04: Ja.

00:53:04: Und als jemand, der, ich mache wahrscheinlich ernsthaftes Krafttraining, seitdem ich irgendwie Anfang zwanzig bin oder ja... Um zwanzig.

00:53:11: Also für mich ist es sozusagen seit vielen Jahren normal, dass ich in die Gym gehe und mal mehr mal weniger und Gewichtestämme.

00:53:16: Aber die schiere Anzahl der Menschen, die das heute tut, finde ich schon enorm.

00:53:20: Also auch Männer, fünfzig plus, viele, viele Frauen, die jetzt einfach wirklich... richtig heftiges Krafttraining machen.

00:53:27: Ja, und das ist super.

00:53:28: Das ist wirklich super, weil ich glaube, da sind Frauen jahrzehntelang in die Kadiofalle gelaufen wegen Fit, Fit vor Fun und so weiter.

00:53:37: Läufst ein bisschen und dann bist du fit und eigentlich durch Wechseljahre und alles ist Muskelkraft, das A und O, dass du im Alter fit bleibst.

00:53:45: Das heißt, das freut mich sehr, dass das jetzt schon im Mainstream angekommen ist.

00:53:49: Und ich glaube, jetzt wird es einen großen Schub geben, die Krankenkassen übernehmen Prävention viel mehr.

00:53:57: Also du hast da auch viel mehr Präventionsleistung, die in den letzten Jahren abgerechnet werden konnten.

00:54:04: Darf ich da was fragen?

00:54:04: Ja.

00:54:05: Heißen in zehn Jahren die Krankenkassen noch Krankenkassen oder dann Gesundheitskassen?

00:54:10: Ich glaube, die heißen dann Gesundheitskassen, weil sie einfach auch merken, wenn die immer sozusagen erst ansetzen, wenn der Mensch krank ist, das System ist ja eh nicht mehr finanzierbar.

00:54:19: Aber die werden irgendwann verstehen, dass es so viel mehr Sinn macht, dass die Menschen gesünder leben, während sie noch nicht krank sind, als dass wir alles draufschmeißen in dem Moment, wo sie krank werden.

00:54:30: Also ich hoffe es, dass das nicht mehr zehn Jahre dauert, bis die Gesundheitskassen heißen.

00:54:35: Und was ich gerade sehe, und das ist natürlich jetzt wieder, da sind wir jetzt in den in der Bubble, wenn du so willst, wieder wahrscheinlich fünf Jahre noch vor den anderen, aber dass eben diese Gießkanne aufhört, dass nicht mehr jeder sich alles irgendwie reinballert, weil jemand mal gesagt hat, Zink ist gut, sondern dass man ... sehr stark auf individuelle Prävention geht.

00:54:55: Und da gibt es jetzt schon in Apotheken diese Echtzeit-Tests, macht ja auch unter anderem unsere enge Freundin Janneke, mit einem Gerät, wo du in Echtzeit mit so kleinen Teststreifen, Vitamin D, Ferritin, dein CRP-Wert usw.

00:55:09: auslesen kannst.

00:55:10: Und das wird wahrscheinlich sich in den nächsten Monaten noch so viel weiter auffächern in Omega-III.

00:55:15: und was nicht alles, dass du also wirklich gezielt guckst, nicht einmal im Jahr mit einem großen Blutbild, wenn überhaupt, sondern viel eng marschiger nehme ich eigentlich das was mir fehlt und nimmt mein körper das eigentlich auf und geht es mir eigentlich besser so.

00:55:30: und das da freue ich mich drauf weil bisher war es natürlich so ein bisschen prinzip hoffnung und ich glaube das wird jetzt sehr stark in eine individuellere richtung gehen.

00:55:39: ich glaube du willst einfach nicht so als weirdo mehr wahrgenommen werden.

00:55:42: das wenn das jetzt ganz viele leute machen.

00:55:43: nein ich will nicht mehr als weirdo.

00:55:45: du weißt ja im podcast mit meiner schwester ich meine die findet mich immer noch ein weirdo.

00:55:49: Ja, jetzt werden

00:55:51: wir obstgraden und freche Freunde.

00:55:53: Ne, wie heißt es?

00:55:55: Fruchtzwerge.

00:55:56: Fruchtzwerge, die ist immer noch Fruchtzwerge.

00:55:58: Die

00:56:00: hat noch einen langen Weg zu gehen.

00:56:03: Wenn die ein Vitamine denkt, denkt es an Fruchtzwerge.

00:56:09: Genau, so.

00:56:10: Und ich möchte nicht mehr die eine sein, die jenseits von Berlin Mitte Hafermilch.

00:56:17: Und jetzt mal, Hafermilch hat nun mal gar nichts mit Blumptjabetik zu tun.

00:56:19: Das ist es nicht vorbei.

00:56:21: Aber du, das war vor zwei Jahren ja auch noch so.

00:56:24: Jetzt kommt hier die Fraktion Hafermilch.

00:56:27: Also deswegen...

00:56:28: Ich bin ja früher Motorrad gefahren und wenn ich dann durchs Brandenburger Land gefahren bin und ein Cappuccino bestellt habe, so eine Stunde vom Berliner Pferd hatte der Emasane oben drauf.

00:56:37: Und Kakaoflitter.

00:56:41: Die Evolution des Cafés hat sich stetig...

00:56:43: Absolut.

00:56:43: Die hat sich weiterentwickelt.

00:56:45: So vielleicht du noch ein und ich noch ein.

00:56:48: Was hast du noch?

00:56:50: Ich habe etwas... Knackiges, was zugespitzt ist.

00:56:56: Nichts anderes erwarte ich von dir, mein Schatz.

00:56:58: Ja.

00:56:59: Veränderung der Arbeit, Zukunft der Arbeit ist der Bereich.

00:57:03: Und ich sage, in einem Jahr werden wir einen stärkeren Konsens haben, dass mehr Präsenz im Büro besser ist, besser für den Arbeitnehmer, da eingebunden in sein soziales Umfeld.

00:57:20: Ich würde gerne wissen, wie viel Ehen wurden sozusagen begründet oder haben sich Menschen kennengelernt im Büro, wie viele Freundschaften wurden geschlossen, gerade bei Menschen in den Zwanzigern.

00:57:31: Also eine starke Anerkennung, dass da etwas fehlt und dass man vereinsamt und auch wahrscheinlich ein paar Issus auftreten.

00:57:40: Und das Zweite ist, dass es betriebswirtschaftlich, volkswirtschaftlich das Bessere ist, dass die Performance höher ist.

00:57:46: Diese Zufälligkeit des Gesprächs, dieses Mal schnell rüberlaufen, dieses relativ viele Formen von Meetings sind einfach effektiver, wenn sie physisch stattfinden.

00:57:54: Alles immer dann, wenn es um Kreativität geht, ist physisch deutlich besser.

00:57:58: Und das immer aufzuschieben, so heute geht es nicht, aber dann wieder in acht Tagen oder so.

00:58:03: Ich glaube, dass wir also in einem Jahr weiter sein werden, das anzuerkennen.

00:58:08: und dass es flächendeckend eine höhere Einigkeit gibt.

00:58:12: Ob der Präsenztage, meine Hypothese, ist vier im Büro einer zu Hause.

00:58:17: Und was ich heute sehe, ist es halt extrem heterogen.

00:58:22: Das hängt aus meiner Sicht komplett mit der wirtschaftlichen Lage zusammen.

00:58:25: Wenn du in einem Jahr immer noch Rezession hast und immer noch die Wirtschaftslage, wie sie gerade ist, dann magst du Recht haben, weil dann hast du die Stärke auf der Seite der Arbeitgeber zu sagen vier Tage im Büro oder Du kannst gehen.

00:58:38: Das kannst du dir aber nur leisten.

00:58:39: Das ist keine Arbeitgeberfrage.

00:58:42: Die Arbeitnehmer, Philly, der Geist ist aus der Flasche.

00:58:45: Die werden nicht pushen für vier Tage Büro und sagen sorry, ich bin hier so einsam.

00:58:50: Weil keiner verbietet dir hier aktuell vier Tage zu kommen.

00:58:52: Es ist ja nicht so, dass die Unternehmen keine Büros vorhalten.

00:58:55: Die sind halt alle leer.

00:58:57: Der Push wird nicht von den Arbeitnehmern kommen.

00:59:00: Meinst du nicht, das ist eine steigende Erkenntnis.

00:59:02: geben würde sagen, okay, ich fühle mich irgendwie nicht mehr so gut, ich fühle mich nicht so glücklich irgendwas fehlt mehr.

00:59:06: Das

00:59:07: wird man nicht darauf beziehen, man wird zwar sagen... Ich fühle mich nicht mehr so gut und ich bin ein bisschen einsam.

00:59:12: und und man wird feststellen, dass man nicht glücklich ist.

00:59:16: Aber man wird nicht die Ableitung treffen.

00:59:18: Wenn ich jetzt wieder ins Büro gehe und im Stau hänge oder im öffentlichen Nahverkehr und der Zug ist verspätet und es ist kalt und dann kann ich nicht mehr um zehn mit meinem Hund gehen und dann kann ich um vier nicht mehr die Waschmaschine anstellen und da da da da da.

00:59:33: Und außerdem bin ich auch schon eine Stunde weit weggezogen, weil ich mir die Mieten gar nicht mehr leisten kann.

00:59:39: wird nicht von den Arbeitnehmern kommen.

00:59:42: Gut, da haben wir hier einen Punkt, wo wir spätestens ein Jahr nachmessen sollten.

00:59:47: Und die Arbeitgeber werden nur dann die Verhandlungsmacht auf ihrer Seite haben, wenn die Wirtschaft schwach ist, was wir uns ja nicht hoffentlich ernsthaft wünschen, weil dann können sie natürlich diktieren und sagen so entweder kommst du vier Tage die Woche oder oder dein Job ist weg.

01:00:00: Aber wenn die Wirtschaft wieder anspringt und die Macht wieder auf der Seite der Arbeitnehmer ist, weil die eben zahlenmäßig wenige sind, dann will ich mal sehen, wie jemand sagt, vier Tage Büro.

01:00:12: Punkt zwei sind irgendwann ein Komplett, sechs Punkt Null raus.

01:00:22: Das wird wieder ein signifikanter Sprung sein.

01:00:25: Das heißt, die Verbreitung in und die Integration in Kernarbeitsprozesse wird weiter zunehmen.

01:00:30: Im Moment würde ich sagen, ist es ja noch sehr stark.

01:00:34: Sind das einmal High End Freelancer, Wissensarbeiter.

01:00:38: Und was ist dann sozusagen die Rolle vor allen Dingen von Young Professionals in dieser Welt?

01:00:42: Und ich glaube, die Rolle von Young Professionals wird dann immer mehr sein.

01:00:47: Ausgebildet zu werden, dabei zu sein, lernen zu können.

01:00:52: Und das geht natürlich in der Präsenz deutlich leichter als zu Hause.

01:00:57: Nein,

01:00:58: würden die anders argumentieren.

01:00:59: Würden die sagen, wieso muss ich für KI lernen und mich mit KI austauschen und meinen Kollegen austauschen?

01:01:04: Wieso muss ich physisch vorenandersitzen?

01:01:06: Naja, weil die KI halt so viel deiner, deines Skillsets Stück für Stück sich holt, musst du in anderen Dingen besser werden.

01:01:12: Und das, was du als Mensch immer besser können wirst, ist Beziehung aufzubauen, ist es zwischen den Zeilen zu verstehen.

01:01:19: Und das kannst du doch im Homeoffice nicht lernen.

01:01:20: Du musst es doch, du musst doch anderen Leuten über die Schultern gucken können.

01:01:23: Du musst Menschen treffen, um das zu schulen und diesen Teil deines Skillsets zu schulen.

01:01:28: Absolut, aber da spricht der Fünfzigjährige, der schon viel seiner Wegstrecke im beruflichen Leben hinter sich hat und gesehen hat, wie sehr diese Faktoren einen Unterschied machen.

01:01:38: Der Fünfzwanzigjährige hat das nicht erlebt.

01:01:41: Der hat Corona erlebt und danach Homeoffice.

01:01:44: Der weiß gar nicht, was er verpasst, sozusagen.

01:01:46: Und je mehr du für KI ausgebildet bist, dass du mehr hast, über Verhandlungsmacht zu sagen, ich bin perfekt KI ausgebildet, ich komme ganz bestimmt nicht ins Büro.

01:01:56: Also, weil dann will ich mal jemanden sehen, der sagt, nee, dann kommst du gar nicht.

01:02:00: So, das heißt, ich glaube, das ist eine Büchse der Pandora, die da geöffnet wurde, wo wir... Überhaupt keine Studien.

01:02:08: Und ich bin ja sonst nicht die, die Langzeit studieren will.

01:02:10: Aber hier prognosiziere ich genau das, was du sagst.

01:02:13: Wir werden in zehn Jahren darauf zurückgucken und sagen, nichts hat irgendwie den sozialen Kitt und Themen wie Einsamkeit und Selbstwertgefühl und all das so sehr kaputt gemacht, wie das so viele Menschen im Homeoffice sitzen und keine anderen Menschen mehr treffen.

01:02:26: Aber das wird nicht eine Selbsterkenntnis sein, dass Menschen wieder aktiv ins Büro gehen.

01:02:31: Das glaube ich nicht.

01:02:32: Okay, lass in einem gucken.

01:02:33: Ja.

01:02:34: Bin ich gespannt.

01:02:35: Also ganz konkret, ich sage, vier Tage werden Mainstream-Haltung sein.

01:02:42: Ja,

01:02:43: also ich bin gespannt.

01:02:45: Wir nehmen das auf Wiedervorlage zum Abschluss.

01:02:47: Vielleicht nicht eine These, sondern eine Frage.

01:02:50: Ich habe so gedacht, wenn man so ans neue Jahr denkt, dann denkt man ja so welche.

01:02:54: Welche neuen Stars, welche neuen Persönlichkeiten wird dieses Jahr hervorbringen?

01:02:59: Und wir haben ja jetzt zwischen den Tagen so schön Samstagabend, zwanzig Uhr, fünfzehn ARD.

01:03:05: Machen wir ja nie.

01:03:06: Unsere Kinder waren ganz erstaunt, dass es sowas irgendwie auf dem Fernseher gibt.

01:03:10: Und alle so, da gibt es ja gar keine Werbung.

01:03:12: Das ist ja schön.

01:03:14: Also das war glaube ich das erste Mal, dass die öffentlich-rechtliche geguckt haben.

01:03:17: Das auch nicht für uns spricht.

01:03:18: Oder vielleicht doch.

01:03:19: Auf jeden Fall gab es da die Show, dass große zwanzig, zwanzig, Und da gab es die Stars des Jahres.

01:03:26: und dann dachte ich so, okay, jetzt kommt irgendwie Dennis Schröder oder was weiß ich.

01:03:31: Und dann kam so Zartmann.

01:03:34: Zartmann hat sieben Wochen in den Shards dies und Zartmann ist mit Ed Sheeran aufgetreten.

01:03:40: Ich dachte,

01:03:41: das wäre irgendwie eine Schokoladenart oder so.

01:03:43: Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben von Zartmann gehört, wirklich.

01:03:47: Ist komplett an mir vorbeigegangen.

01:03:49: Ja.

01:03:50: Ja, keine Ahnung, also war bei mir genau so.

01:03:53: Und eigentlich so ein bisschen, die bringen schon unsere Kinder, ne?

01:03:56: Ja, die

01:03:56: hätten uns

01:03:57: mal zart, man.

01:03:58: Aber auch die sahen so aus, als hätten sie ihn ja noch nie gesehen.

01:04:01: Also der muss irgendwie komplett an unserer Bubble vorbeigegangen sein.

01:04:04: Auf jeden Fall war der einer der Stars.

01:04:07: Und dann habe ich aber so gedacht, aber Saide, die wurde jetzt nicht erwähnt, aber die war bestimmt auch einer der Stars, mit Bambi und allem.

01:04:16: Und da gehen wir ja... Am zweiten Januar mit unserer Kleinen ins Konzert, weil wir auch jeden Text... Wir sind da auch total prädestiniert, finde ich, da hinzugehen.

01:04:24: Ich kann jeden Text auswendig.

01:04:25: Das weiß ich nicht, wann das das letzte Mal der Fall war, wenn ich in einen Konzert gegangen bin.

01:04:29: Weil ich ja nie Text auswendig kann, ist das auch bei der Idee nicht anders.

01:04:32: Aber du kannst mindestens so ein bisschen mitsingen.

01:04:35: Und ich könnte mich da immer totlachen.

01:04:37: Deine Mutter war ja gerade da.

01:04:39: Und dann läuft dann im Kinderzimmer Saide und unsere Kleine tanzt und rappt und macht und tut zu Saide.

01:04:47: Und deine Mutter guckt mich dann wirklich so an nach dem Motto, ist das normal?

01:04:53: So achtjährige Ferragamo, checkst du irgendwie Gucci Bag, ich geh ins KDW, weißt du und so?

01:05:02: Und hat's einen Punkt, oder?

01:05:04: Ja, also ich verstehe sie da.

01:05:06: Das ist schon ein bisschen mehr als Lost in Translation.

01:05:10: Also zurück zu Stars der Musik, ich glaube, da Zartmann komplett an uns vorbeigegangen ist, werden wir da kein Treffer landen, weil da müssen wir auch ehrlich sein, da sind wir irgendwie zu weit weg.

01:05:20: Wir hören da zwar immer irgendwelche Spotify-Lists und du tust immer so, als ob du dich bei Rap auskennst, aber... Aber eigentlich sind wir da nicht prädestiniert, eine große... Bis'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''.

01:05:55: Ich glaube total, also das ist nicht meine deine Crowd, die schreit ja danach nach, ich kann nicht mehr.

01:06:01: Das ist ja auch so ein Lied so ein bisschen, es gab ja dieses eine Lied so, und wenn sie tanzt, also so ein Generational, was sozusagen so die Emotionen einfängt und das sind jetzt hier die Emotionen der gestressten Eltern.

01:06:15: Hast du ein paar Lines für mich?

01:06:17: Na klar, was geht Deutschland?

01:06:20: Was geht wie?

01:06:21: Warum schriehst du nicht schneller einen Machenkopf zu?

01:06:23: Ich hab jeden Tag hab ich junger, immer jeden Tag Snackboxen.

01:06:27: Ich könnte früher fünfmal die Woche ins Gym schuten, breit wieder Ozean, jetzt Augenringe schwarz wie die Nacht.

01:06:35: Zwei Meter, hundert Kilo Stahl, Aufschlag, zweieinhalb km Haar.

01:06:38: Und jetzt Huckepack, Engelchenflieg.

01:06:40: Ich muss noch ein paar mal Rhymes einbauen, fällt mir gerade auf.

01:06:42: Also, das rhymt sich überhaupt nicht und du hast mich total verloren.

01:06:45: Ich weiß überhaupt nicht, worüber du gerade gerappt hast.

01:06:48: Das sollte ich sein.

01:06:49: Ach, du hast gesagt, ich hab jeden Tag Hunger.

01:06:53: Du meinst, sie haben jeden Tag Hunger.

01:06:56: Und ich mach hier ... Also, die Idee, Philipp von Ich kann nicht mehr, ist, dass man sagt, wie überfordert Eltern sind mit dem Elternsein.

01:07:05: Also, so, vier Kinder und einen Hund, was haben wir gedacht?

01:07:09: Jede Nacht wach, was haben wir nur gemacht?

01:07:11: Früher Klub bis Fünf, Ponce da, Martini, Kick.

01:07:15: Heute F-Jugend gucken in Spandau oder Köpen nix.

01:07:18: weil es so, so muss das werden.

01:07:20: Total.

01:07:21: Das muss doch mal meine Lines sein, weil du nur nie in Spau oder Köpenick bei der Elfjugend warst.

01:07:25: Ja, das stimmt.

01:07:26: Aber ich habe vier Kinder und ein Hund, aber du auch, okay.

01:07:30: Und dann würde ich ein alter Philly checkst du.

01:07:32: Ich mache einen Kopf zu, ich kann nicht mehr.

01:07:35: Die fressen mir die Haare von den... Ohren, ich weiß, wir sind verloren.

01:07:41: Weißt du, so muss das werden.

01:07:43: Ja, total.

01:07:44: Ich glaube, wir müssen noch ein bisschen dran feilen.

01:07:46: und dann gibt es das große Debüt Album.

01:07:48: Gibt es eigentlich gleich ein Album oder reicht erst mal ein Hit?

01:07:50: Nee, lass Album machen, also ich kann nicht mehr.

01:07:52: Dann machen Kopf zu, bezieht sich dann so auf die Teenager, was die so denken und sagen.

01:07:58: Da werde

01:07:58: ich so bei den Teenagers irgendwann so sprechen mit mir.

01:08:01: Ja, sprich mit mir, bitte, Alter, komm nicht Treppe runter und sag nix, sag doch was, sprich mit mir und so, ja.

01:08:08: Ja, sprich mit mir.

01:08:09: Also sprich mit mir, ich kann nicht mehr.

01:08:10: Ich würde noch so eins reinhauen, mein Knie tut weh.

01:08:14: Ja.

01:08:14: Mein Knie tut weh.

01:08:15: Ja, brr, aber da rätste halt auch schon sehr viel drüber und dann muss die ganze Nation sich das anhalten.

01:08:19: Da hätte

01:08:20: ich aber viele Lines.

01:08:21: Ja, mein Knie tut weh, ich rät den ganzen Tag drüber, bei Tennis, egal was, mein Knie tut weh, ja.

01:08:28: Okay.

01:08:29: Warte, lass noch überlegen, was so richtig so ein Schmerzpunkt ist.

01:08:35: Warum räumt ihr keiner auf?

01:08:36: Ja,

01:08:36: ist auch ein Banger.

01:08:38: Warum räumt ihr keiner auf?

01:08:40: Oder warum immer ich?

01:08:42: Das fühle ich sehr.

01:08:43: Das wird dann so ein bisschen wie wenn sie tanzt, ist sie woanders, wird die neue Hymne warum immer ich?

01:08:48: Oder nicht jeden Tag die gleiche Diskussion?

01:08:51: Ja, finde ich ein bisschen verkauft, muss ein bisschen.

01:08:54: Aber jeden

01:08:54: Tag, jeden Tag müssen wir darüber reden, dass du dich, dass du Zähne putzt.

01:08:58: Ja, das wäre so dein Halt.

01:08:59: Ja.

01:09:00: Also, da kommt was Großes.

01:09:02: Ihr merkt das.

01:09:03: Wie heißen wir denn dann eigentlich?

01:09:05: Pi und V?

01:09:07: The V, the V and...

01:09:10: Big Pi.

01:09:11: Big Pi and the V.

01:09:12: Big Pi and the V. Also Leute, Big Pi and the V... Die Bühne, ich kann nicht mehr.

01:09:17: Album kommt gleich hinterher.

01:09:19: Heute in einem Jahr Uber Arena ist voll.

01:09:22: Und checkst du?

01:09:31: Das war unser schönes neuer Special.

01:09:34: Und ich hab's geliebt.

01:09:36: Normalerweise führe ich diese Diskussion mit meinem Mann auf dem Sofa.

01:09:39: Heute durftet ihr mal zuhören.

01:09:41: Ich hoffe, es hat euch gefallen.

01:09:42: Nächste Woche sind Lea und ich zurück und freuen uns auf unsere erste gemeinsame Folge des Jahres.

01:09:48: Und jetzt wünsche ich euch einen wunderschönen Start in dieses neue Jahr.

01:09:52: Lasst noch ein bisschen die Seele baumeln, wenn es geht und fahrt erst langsam wieder hoch.

01:09:57: Das Jahr wird lang und intensiv genug.

01:10:00: Und ich freue mich, dass ihr dabei wart.

01:10:02: Alles Liebe und bis nächste

01:10:15: Woche.

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